Montag, 31. Dezember 2007

Sylvesterlauf

Frisch geduscht, aber immer noch knallrot...

Zum Jahresausklang noch ein kleiner Laufbericht.

Ich hatte überhaupt keine Lust, bäh laufen, sich anstrengen, igitt. Aber ich hatte ja meine 12 Euro bezahlt und außerdem wusste ich, dass Cony auf mich wartet, also habe ich mich halt in die Klamotten geschmissen und bin in die Stadt gefahren. Am Markt haben wir erst einmal den Zieleinlauf der 2,5 - Kilometer-Läufer gesehen. Ganz viele Kinder dabei, zum Teil richtige Minis, zum Teil waren die Eltern dabei, das war echt nett. Um 14.45 war dann unser Start. Es ging ganz gemütlich los, dann zog das Tempo ein bisschen an und ich bin die ganze Zeit an der Obergrenze gelaufen. Cony war irgendwann weg, aber mein Puls war über 190 und alles Schnellere wäre ungesund gewesen. Nach der Hälfte der Strecke gab es einen Durchlauf am Markt, und kurz bevor ich die halbe Strecke fertig hatte wurde ich dann doch noch vom Ersten berundet. Irre, dass der mal eben mehr als doppelt so schnell war wie ich. Die zweite Hälfte war ziemlich anstrengend, aber irgendwie ging es, und irgendwie habe ich immer noch geschafft, ein paar Leute zu überholen. Der Berg hoch zum Markt hätte mir fast den Rest gegeben, aber da konnte ich das Ziel schon fast sehen. Habe 32 Minuten gebraucht, und das fand ich ganz schön schnell für meine Verhältnisse. Zum ersten Mal bei einem Lauf war ich irgendwie mitten drin und nicht ganz hinten, das war cool. Und wenn ich so quasi aus dem Nichts 32 Minuten brauche, dann ist sub 30 ja wohl drin. Irgendwann.

Ach ja, und ich habe eine neue HF max gemessen: 197, im Schnitt 180 (war wohl noch ein bisschen höher, weil die Anzeige die ersten paar Minuten nicht so wollte).




Sonntag, 30. Dezember 2007

Fluch der Technik

Wir haben drei Computer, zwei feste und ein Notebook. Einer der Rechner ist per LAN-Kabel mit dem Router verbunden, zwei per WLAN. Außerdem telefonieren wir über IP. Bis ungefähr 25.12. funktionierte alles prima. Dann kam mein Schatz auf die Idee, seinem Rechner ein altes Image zu verpassen, weil sein System (Windows 98 auf einer uralten Möhre) nicht mehr stabil lief. Und damit fing die Misere an. Kein Zugang zum Router mehr, obwohl das Kabel ganz normal stöpselte. Der Router funktionierte, WLAN und Telefonie kein Problem. Aber damit kann man sich ja nicht abfinden. Netzwerkkarte de- und wieder installiert. Stöpsel raus, Stöpsel rein, dem Router den Strom klauen (ganz klasse, wenn man eigentlich mitten in einem Gespräch ist), alles ohne Erfolg. Heute hat er dann dasselbe Image wieder aufgespielt, aber vorher das Netzwerkkabel rausgezogen. Kabel rein, funzte. Dafür war zur Abwechslung das Telefon tot. Die Telefonanlage zurückgesetzt, nichts zu machen. Irgendwann dann aus lauter Verzweiflung einen anderen Ausgang des Routers ausprobiert (da wo nicht Telefon dranstand) – ging. Warum auch immer. Dann hatten wir mal ein paar Minuten lang kein DSL. Warum auch immer. Jetzt im Moment funktioniert alles. Ich liebe es, wenn absolut durch nichts nachzuvollziehen ist, warum solche Fehler zustande kommen und warum es am Ende dann doch funktioniert. Oder eben nicht. Ich trau mich gar nicht den Rechner auszuschalten, wer weiß, was wieder passiert.

Samstag, 29. Dezember 2007

Nachdenkliches

Weihnachten ist vorbei. War friedlich dieses Jahr, zum Glück und entgegen mancher Befürchtung. Ich hatte Zeit zur Ruhe zu kommen, und das genau hat mein Körper ausgenutzt und mich mit einer schönen Erkältung einige Tage zur Ruhe verdonnert. So langsam geht es wieder, ich habe heute ein gewisses Bedürfnis mich zu bewegen und werde das wohl nachher auch noch tun. Und so wie es aussieht kann der geplante Sylvesterlauf (über 5 km) auch stattfinden. Ist schon seltsam, ichbin seit 2001 in Aachen und habe es bisher nicht geschafft daran teilzunehmen.


Ich habe auch Zeit für einen kurzen Jahresrückblick.

In Sachen Laufen lief es nicht rund. 2005 hatte ich knapp 1500 Jahreskilometer, 2006 waren es immerhin 766. Und 2007 bisher nicht einmal 600. Keine Wettkämpfe oder „Laufevents“, keine Highlights. Ich kann noch nicht einmal genau sagen, woran es lag. Irgendwie habe ich es das ganze Jahr nicht geschafft vernünftig wieder reinzukommen, immer war was. Bisschen krank, bisschen gestresst, bisschen lustlos, ziellos, … Von daher plätscherte ich mit null bis drei Läufen pro Woche so vor mich hin. Besser als nichts, aber auch irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes. Klar, dass ich mit meiner Neigung zu Frust- und Stressessen auch einige Kilos über dem Wohlfühlgewicht liege (im Moment weniger Frust als Stress). Mich beruhigt aber, dass ich insgesamt 2007 nur ein Kilo draufgepackt habe. Kam mir doch irgendwie schlimmer vor. Trotzdem finde ich, dass der Trend mal wieder in die andere Richtung gehen sollte. Irgendwie brauche ich ein Ziel, auf das ich hinarbeiten kann und das mir Motivation gibt. Mal sehen, was sich so ergibt.

Beruflich und privat läuft es dafür gut, meistens. Mir macht mein Job nach wie vor Spaß, auch wenn ich manchmal gerne ein paar mehr Tage pro Woche oder Stunden pro Tag hätte (mein Stressfaktor). Und ich bin nach wie vor glücklich verheiratet.

Mal sehen, was 2008 so bringt.

Sonntag, 23. Dezember 2007

Blauer Dunst

Blauer Dunst

Der Duft von Freiheit und Abenteuer, der Duft der großen weiten Welt, wer wird denn gleich in die Luft gehen, Come to where the flavour is, oder was weiß ich, wie die Slogans alle heißen, ich habe nie begriffen, was am Rauchen so toll sein soll. Ich habe nie an einer Zigarette gezogen, kann mir aber beim besten Willen nicht vorstellen, was daran cool sein soll oder welchen Genuss mir das verschaffen könnte. Ich rauche passiv, unfreiwillig, immer dann, wenn ich mich mit meiner Familie treffe oder auf einer Party bin, auf der geraucht werden darf, wenn ich auf Konzerte gehe oder in die Kneipe. Meist toleriere ich den Rauch, nehme in Kauf, dass mir am Ende des Abends übel ist, ich Kopfschmerzen habe, das Gefühl, mir die Lunge rauszuhusten. Dass meine Klamotten stinken, ich am besten nachts noch die Haare wasche und ich einen ekeligen Geschmack im Mund habe. Und ich freue mich ehrlich gesagt auf den 1. Januar, an dem hoffentlich auch in NRW in Gaststätten das Rauchen verboten wird. Aber wehe, ich teile diese Freude meiner Familie mit, da werde ich doch glatt verbal gesteinigt. Eine Frechheit sei das, ein Eingriff in die persönliche Freiheit jedes einzelnen, wo kommen wir denn da hin, wenn der Gesetzgeber es einem verbietet, eine legale Droge zu konsumieren. Man müsse doch mal ein bisschen tolerant sein. Und überhaupt, wenn mir nicht passen würde, dass geraucht wird, dann könne ich ja gehen. Was ich gestern Abend dann auch getan habe. Oma und Opa hatten zum Essen eingeladen, 6 (Ketten-)Raucher, 5 Nichtraucher, es wurde geraucht, was das Zeug hielt, vor dem Essen, während des Essens, nach dem Essen, und jede Bitte um etwas weniger wurde quasi damit quittiert sich noch eine anzuzünden. Ich könne ja gehen, … Bin nach Hause gefahren, habe meine Klamotten auf den Balkon geworfen und bin unter die Dusche gegangen. Tut mir leid für meine Großeltern, die sich auf einen gemütlichen Abend gefreut haben. Tut mir auch leid, das sie jetzt Tage brauchen werden, bis sie (Nichtraucher! 81 Jahre alt, gesundheitlich angeschlagen, trauen sich nicht zu sagen, dass sie der Rauch stört) den Mist wieder aus ihrer Wohnung haben.

Ich habe nie geraucht. Ich kann nicht nachempfinden, wie schwer es einem Raucher fällt, mal zwei oder drei Stunden nicht zu rauchen. Ist es wirklich zu viel verlangt ein wenig Rücksicht zu nehmen? Reagiere ich völlig überzogen, wenn ich das dann nicht länger toleriere, sondern nach Hause gehe? Und was bitte mache ich jetzt Weihnachten? Bin bei meinen Eltern eingeladen, habe keine Lust Streit anzufangen. Habe aber auch keine Lust auf Dauerrauch, aber eine normale Diskussion über dieses Thema ist unmöglich. Als ich irgendwann gesagt habe, dass in meiner Wohnung nicht geraucht wird, sind sie über zwei Jahre nicht bei mir vorbeigekommen und haben mir das persönlich übel genommen „So, wir sind also bei dir nicht mehr willkommen“. Spinne ich? Oder sind meine Eltern da etwas seltsam?


Laufen war ich auch. Freitag und heute. Freitag war's mühsam, heute bin ich total eingegangen. Tierisch hoher Puls, völlig schlapp. Habe nach 24 Minuten aufgegeben und bin nach Hause gegangen. Langsam. Vielleicht bin ich auch deshalb so überempfindlich, weil ich dann jetzt doch krank werde...

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Winterlauf

Mein Winterschlaf-Gen hat mir eine 10-tägige Laufpause beschert. Das, und die Tatsache, dass ich ca. eine Woche im Monat unglaubliche Kopfschmerzen habe, die jegliche Lust auf Bewegung vergehen lassen. Und dann waren da noch ein paar schulische Veranstaltungen. Und heute waren die Voraussetzungen auch wieder denkbar schlecht. Gestern war Weihnachtsfeier, sehr feucht, sehr fröhlich, und irgendwie habe ich es geschafft so viel zu trinken, dass mir zum ersten Mal in meinem Leben am nächsten Morgen buchstäblich kotzübel war. Ich habe mich das letzte Mal 2002 übergeben, und davor so ca. 1985 (jeweils ein Magen-Darm-Virus), es gibt nicht, was ich ätzender finde, will nicht so ins Detail gehen, jedenfalls war mir heute hunde-elend, aber ich konnte mich nicht erleichtern. Aber natürlich ist es eine Frage der Ehre zur Arbeit zu gehen, man kann ja nicht abends feiern und sich dann krankmelden, das wäre ja irgendwie total daneben. Also habe ich mich zur Schule geschleppt, den Tag ohne Zwischenfälle überstanden (Ablenkung hilft) und irgendwann so gegen 14.00 gewagt was zu essen. Ging. Auch die Flasche Wasser ging. Nachdem ich Koffein-Junkie dann auch noch eine Tasse Kaffee gut vertragen habe ging es mir deutlich besser. So deutlich, dass ich übermütig wurde und mich zum Laufen verabredet habe. Und das war nur genial. Ganz klare, kalte Luft. Zwar dunkel, aber dank des hellen Sternenhimmels so hell, dass man gut ohne Lampe durch den Wald laufen konnte. Außer uns keine Menschenseele unterwegs. Einfach nur schön. Und ich habe FERIEN!!!!!

Donnerstag, 13. Dezember 2007

Winterschlaf

Gibt es so was wie ein „Winterschlaf-Gen“? Ich scheine gerade Opfer eines uralten genetischen Programms zu werden. Der Winter ist da, wer weiß, wann es wieder was zu essen gibt, wer weiß, wie lange es bis zum Frühjahr dauert. Da ist es doch schlau, sich den Bauch vollzuschlagen, wann immer es was gibt und ja nicht zu viel Energie zu verschwenden durch überflüssige körperliche Betätigung. Möglichst viel schlafen (Energiesparmodus), am liebsten solange es draußen dunkel ist. Eine kuschelig warme Höhle für den Winterschlaf wäre auch nett. Warum sich freiwillig draußen in der Kälte aufhalten? Wann kommt der Frühling???

Sonntag, 9. Dezember 2007

Ruhig, Brownie

Gestern habe ich mir einen ganz ruhigen Tag gemacht. Ich bin mit einer Freundin spazieren gegangen, habe mit meinem Schatz Kaffee getrunken und dann ganz in Ruhe ein paar Arbeiten korrigiert (muss halt sein). Abends haben wir lecker gekocht, ein Glas Wein getrunken und eine DVD geguckt (fast so gut wie Kino). Ich war zwar eingeladen, aber mir war nicht nach Party, und ich denke, der ruhige Abend gestern hat mir gut getan. Dann wieder lange geschlafen, ganz in Ruhe gefrühstückt und Sport gemacht. So richtig motiviert war ich nicht, aber verabredet, und ich wollte ja den Tannenbaum im Hellen fotografieren.

Und unterwegs habe ich gemerkt, dass mir das Laufen gut tut, ich habe den Stress förmlich abfallen hören, der liegt jetzt irgendwo im Wald und wird hoffentlich heute Nacht von den Wildschweinen gefressen oder so.

Jetzt kann ich so langsam wieder an die Arbeit gehen.

Samstag, 8. Dezember 2007

The Blues

Bin ferienreif. Ich wollte ja eigentlich nicht mehr jammern und mich beschweren, aber so langsam ist der Punkt erreicht, an dem nichts mehr geht. Ich habe in einer Wahnsinns-Konzentrations-Aktion zwei Stapel LK-Klausuren innerhalb von 12 Tagen durchgekloppt (neben dem normalen Alltag, wohlgemerkt, mit ganztägiger Fortbildung und langen Konferenzen) und gestern dann gemerkt, dass ich dringend mal die Notbremse ziehen muss. Wenn ich mich wegen einer Kleinigkeit tierisch aufrege und in der Schule losheule, weil mir so elend ist, ich diese Heulerei abends fortsetze und einfach nicht mehr weiß, was mit mir los ist, dann ist das auch höchste Zeit. Seelenpflege notwendig. Sportpläne gecancelt, Nudeln essen gegangen, abends ein paar Streicheleinheiten bekommen, 11 Stunden geschlafen. Jetzt geht es wieder, auch wenn ich immer noch einen Schrecken bekomme wenn ich in den Spiegel schaue. Und nächste Woche gönne ich mir zwei Massagen und einen Besuch beim Frisör. Wenn die nächsten drei Stapel Arbeiten nicht fertig werden, dann ist das eben so. Auch wenn ich gerne vor den Ferien alles wegschaffen möchte, um dann mal so richtig den Kopf frei zu kriegen.

Ganz witzig gestern: unterrichten ohne Strom. Da merkt man erst einmal, wie dunkel das in Deutschland um 8.25 noch ist. Und es wird einem schmerzlich bewusst, wie selbstverständlich man sich auf Licht und Elektrizität verlässt. Als die Lichter ausgingen, gab es erst einmal kurzes Gekreische (die 8er reagieren immer etwas heftiger als andere). Wir haben ein paar Minuten gewartet, bis dann jemand Bescheid sagen kam, dass es nicht nur eine Sicherung innerhalb der Schule, sondern ein Stromausfall in der gesamten Stadt war. Meine komplette Planung (Hörverstehensübung, Textarbeit im Buch, Wortschatz mit einer Folie) konnte ich jedenfalls in die Tonne kloppen, weil CD-Player und OHP ohne Strom nicht funktionieren und es zum Lesen effektiv viel zu dunkel war. Man konnte gerade erkennen, wer wo saß, aber mehr auch nicht. Erstaunlicherweise ging ganz viel mündlich. Vielleicht auch, weil man ja eh nichts anderes tun konnte als zuhören. Die üblichen beliebten „Nebentätigkeiten“ (wenn man keinen Bock auf Englisch hat) wie Briefe schreiben, malen, den Nachbarn mit Sachen bewerfen etc. scheitern ja auch daran, dass man nicht viel sieht. Nach und nach wurde es heller und man konnte mit dem Buch arbeiten. Nach 45 Minuten ging das Licht dann wieder an, aber diese ganz ruhige Stimmung blieb. Schön.

Sonntag, 2. Dezember 2007

Advent im Wald

War ein harter Kampf, nach dem Frühstück die Laufklamotten anzuziehen und nicht wieder ins wohlig warme kuschelige Bett zu steigen. Aber was tut man nicht alles, wenn man verabredet ist. Das Wetter: zum Abgewöhnen. Ich mag keinen Regen, und ich mag Sturm auch nur, wenn ich drinnen sitze und rausgucke. Egal. Der große Vorteil: nix los im Wald. Die paar Leute, die unterwegs sind, grüßen extra freundlich. Auch schön: ich kriege ganz gut Luft. Keine Ahnung, was das gestern war, aber heute ist es weg. Wir laufen so vor uns hin, biegen auf die mittlere Runde ab. Kleines Highlight am Wegesrand: der Weihnachtsbaum. Irgendjemand schmückt diesen wunderschön gewachsenen Nadelbaum jedes Jahr mit bunten Kugeln (im Frühjahr mit Ostereiern). Muss beim nächsten Mal den Fotoapparat mitnehmen. Letztes Jahr sah er so aus (war leider schon sehr dunkel):

Nass aber zufrieden komme ich zu Hause an. Genieße die heiße Dusche, freue mich, dass ich mich aufgerafft habe. Und freue mich auf den nächsten Lauf bei Tageslicht am nächsten Wochenende…

Samstag, 1. Dezember 2007

Wieder besser

Komischer Tag heute. Eigentlich muss ich ja korrigieren. Eine Klausur habe ich heute früh geschafft, aber die war zum Haare raufen. Bin dann laufen gegangen, aber das war auch keine reine Freude. Irgendwie habe ich keine Luft gekriegt, keine Ahnung, woran das lag. Vielleicht ist der schokoladen- und printengeschwängerte Duft in Aachen daran schuld. Egal, wir haben dann das Tempo rausgenommen und sind die Runde zu Ende gelaufen (knapp 7 km).

Dann kam das Abenteuer einkaufen. Himmel und Menschen in der Stadt. Weihnachtsmarkt halt. Aber ich musste eine Maus kaufen, weil mich dieses rote Dings an meinem Laptop in den Wahnsinn treibt und außerdem Konzertkarten abholen. Danach weiterkorrigiert.

Dann Abenteuer Supermarkt. Leute ohne Ende. Einkaufen, als wenn es kein Morgen gäbe. Wenn ich nicht so genervt gewesen wäre, hätte ich mich weggeschmissen vor Lachen über die Typen. Wenn man mal Langweile hat, sollte man sich einfach mal ’ne Stunde oder zwei in einem großen Supermarkt aufhalten und Leute gucken. Dramen spielen sich ab, Ehekrisen, Erziehungskrisen. Der Kampf um den letzten frischen Kopfsalat. Leergefegte Nudelregale. Deos ausverkauft. Bewundernswert, wie fröhlich und freundlich die Dame an der Kasse noch war. Danach weiterkorrigiert. Ich brauche für eine Klausur echt 70 Minuten. Und das ist sooo anstrengend. Noch 15, die bis Freitag fertig müssen. Wie???

Abends sind wir dann schön essen gegangen, Jahrestag feiern. Und jetzt sitze ich mit einem Sekt auf der Couch. Ein Hochlied auf die moderne Technik, kabellos und so. Appetit wieder da (back with a vengeance), Kopfschmerzen weg, alles wird gut.

Und gestern hat der geplante Sommerurlaub konkretere Formen angenommen. Wenn doch schon Sommer wär'...

Donnerstag, 29. November 2007

Rückschlag

Das ist nicht meine Woche. Habe mir irgendwas eingefangen, das Übelkeit verursacht, heftig Kopfweh und ein unendliches Schlafbedürfnis. Wenn ich so mitkriege, wie zurzeit ein Magen-Darm-Virus die Schüler in meiner Klasse reihenweise umhaut, bin ich offenbar noch recht glimpflich davongekommen. Kein Appetit (ich!), kein Bewegungsdrang, kein Sport. Ich gehe aber mal davon aus, dass es ab sofort nur noch besser wird. Muss. Ich muss korrigieren, am besten Tag und Nacht. Und heute wollte ich Schokolade. Eindeutiges Zeichen der Besserung!

Sonntag, 25. November 2007

Längster Lauf in diesem Jahr

Bin13,8 km gelaufen in 1:44. Der längste Lauf in diesem Jahr! Ab Kilometer 12 habe ich mich gequält, irgendwie hatte ich Schmerezen im rechten Oberschenkel. Aber ich bin stolz wie Bolle, dass ich mich endlich mal wieder an die langen Läufe rantaste. Und nach einem heißen Bad und dem einen oder anderen Bissen zu essen geht es mir fast wieder gut.

Rückblick auf die Sportwoche:

2 Läufe, 23,4 km, 2:56

1 Mal Krafttraining, 16 Wdh., 20-25km

Meine Jeans gehen auch wieder zu. Bequem ist anders, aber immerhin klaffen keine Zentimeter mehr zwischen Knopf und Loch. Dranbleiben!

Mittwoch, 21. November 2007

Dunkelläufe sind cool

Doch, schon irgendwie. Da ich immer nur einen relativ kleinen Ausschnitt des Wegs sehe und es auch im Dunkeln relativ matschig und relativ uneben ist, muss ich langsam laufen. Komme weiter. Und dabei standen zwei meiner letzten drei Läufe unter keinem guten Stern. Letzte Woche Dienstag hat es geschüttet wie aus Kübeln und es hat nur so gespritzt beim Laufen, aber wir haben uns durchgebissen. Sonntag war ich dezent unausgeschlafen und hatte ein ziemlich anstrengendes Wochenende in den Knochen (Methodensymposion in Hameln– das war nur genial!), wollte eigentlich nur noch ins Bett, war aber verabredet. Wurde dann der erste 10er seit langem. Und heute wieder. Sonntag will ich aber trotzdem noch einmal im Hellen laufen.

Sonntag, 11. November 2007

Schule in Bewegung

Projektwoche. Mit 30 Schüler/innen bewegten wir uns. Es gab einen Versuch einer Entspannungsübung, der aber aufgrund der Tatsache, dass sich einige nicht darauf einlassen konnten, mit sehr viel Anspannung endete. Außerdem gab es jeden Tag „gesundes“ Essen.

Montag war Walking/Jogging angesagt. Die Strecke führte um eine ehemalige Kohlegrube, ist echt nett angelegt. Auch das Wetter spielt mit. Ich bin eine halbe Runde gelaufen (ca. 2 km), dann anderthalb Runden zügig gegangen, weil ich die Kids zusammenhalten musste und die meisten nicht mehr konnten. (Nachmittags war ich noch mit einer Freundin zum Badminton verabredet).



Dienstag stand Eislaufen auf dem Programm. Auch das hat den meisten viel Spaß gemacht. Mir auf alle Fälle, die ersten Schritte waren zwar etwas unbeholfen, aber irgendwann ging’s. Fast noch besser als Inlinern, weil man schon irgendwie wendiger ist.

Mittwoch waren wir Badminton spielen. Auch das hat Spaß gemacht. Aufgrund einer Auseinandersetzung mit drei Schülern konnte ich jedoch nur 45 Minuten spielen.

Donnerstag hat eine Hälfte der Gruppe einen Karate-Schnupperkurs gemacht. Die andere Hälfte hat Fußball gespielt, gar nicht meins. Ich bin mehr so zwischen den Hallenteilen hin und her gewuselt und konnte mich nicht so richtig darauf einlassen. Als Nervennahrung gab es dann Waffeln.

Freitag waren wir Klettern. Schade, dass die mit der größten Klappe nur dämliche Bemerkungen gemacht haben, aber nicht zu bewegen waren, es auch einmal zu probieren. Die anderen hatten ihren Spaß. Ich auch. Habe mich auch getraut, den Fotoapparat mal mit hochzunehmen.


Fazit: eine mehr oder weniger sportliche Woche. Eine Herausforderung, 34 Kinder aus den Jahrgangsstufen 6-11 (von denen ich etwa 15 vorher kannte) unter einen Hut zu bringen. Ich fand die Woche wesentlich anstrengender als normalen Untericht, aber irgendwie auch schön. Man lernt die Kinder mal von einer anderen eit ekennen, und es erhöht den Coolness-Faktor ungemein, wenn man Karate kann (meine Kollegin) oder man selbst eben beim Klettern keine Angst hat und nach oben kommt.

Zum Laufen oder Krafttraining hatte ich dann nachmittags keine Lust mehr, was aber auch daran lag, dass es seit Donnerstag fast ununterbrochen geschüttet oder geschneit hat. Wenn dann noch die Verabredung ansagt, bin ich zu wenig konsequent dennoch vor die Türe zu gehen.

Mittwoch, 31. Oktober 2007

Dunkellauf zu Halloween

Heute war mein erster Dunkellauf. Ich war um 18.00 zum Laufen verabredet, und da war es stockdunkel. Meine Freundin hat eine Stirnlampe, also sind wir unsere übliche Waldrunde gelaufen. Merke: eine Lampe reicht so gerade für zwei, aber bei Pfützen und Schlaglöchern wird es schwierig. Merke: wenn nur einer eine Lampe hat, merken Leute, die einem entgegenkommen, nicht, dass da noch jemand läuft. Merke: nur da laufen, wo man den Weg notfalls auch im Schlaf findet. Im Dunkeln sieht alles ganz anders aus und man kann nicht über den Lichtkegel hinaussehen, also auch nicht erkennen, wo der Weg weitergeht.
Ich werde mir eine eigene Lampe gönnen. Und so Blinkis. Sicher ist sicher. Ansonsten verabschiede ich mich ins lange Wochenende. Geister sind uns übrigens keine begegnet. Auch keine als solche verkleidete Menschen. Bisher hat auch keiner bei uns geklingelt. Scheint doch nicht ganz so verbeitet zu sein, das mit dem Halloween.

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Teilerfolge

In Sachen Gewicht tut sich nix, wundert mich aber auch kaum. Montag war keine Zeit für Sport, lange Schule, abends ein Arbeitskreis. War sehr produktiv, aber auch anstrengend. Habe da viel Brot und Käse gegessen und ein wenig Rotwein getrunken. Dienstag Unterricht, dann musste ich eine Wette gewinnen. In unter 11 Minuten eine Runde ums Kappesfeld rennen (1,6 km). Und/oder zwei Runden in 24 Minuten. Habe ich geschafft. Zwei Runden in nicht ganz 22 Minuten, danach war ich aber auch platt (HF im Schnitt 180, 6:40er Renntempo - für mich an der Obergrenze des Machbaren. Dafür gab es dann heute Kuchen.). Dann Pizza gegessen und ab zu einem weiteren Arbeitstreffen. War gegen 21.00 zu Hause und nichts ging mehr. Gestern dann Schule, ab nach Hause, an die Arbeit. 15.30 fertig, gegen 16.00 zum Badminton verabredet. Danach war mir dermaßen kotzübel, dass ich abends nur noch einen Süßen Moment gegessen habe (hilft gegen Unterzuckerung nach Überanstrengung), der aber gestern nicht geholfen hat. Kamillentee getrunken, früh ins Bett, heute war’s wieder gut. Warum auch immer. Lust/Zeit zum Kochen hatte ich die ganze Woche nicht. Und doch einigermaßen viel Süßkram gefuttert, wenig Obst/Gemüse. Aber ich habe immerhin Sport gemacht. Heute tut mir vom Badminton der rechte Arm so weh, dass ich kaum die Tasse halten kann und auch beim Schreiben ein echtes Problem habe. Muss aber trotzdem korrigieren. Und dann war ich noch laufen heute. Die übliche Runde in etwas schneller (7:55er-Schnitt), aber mit niedrigerer Herzfrequenz. Die reine Freude war es nicht, weil ich doch dezent Muskelkater im Popo hatte, aber es wird von Mal zu Mal besser.

Sonntag, 21. Oktober 2007

Herbstlaub

Es ist nicht mehr zu übersehen, es ist Herbst. Die Blätter werden bunt und fallen von den Bäumen, es wird kälter und die Tage werden kürzer. Wenn dann die Sonne scheint, sieht es einfach nur schön aus. Deshalb bin ich gestern laufen gegangen und habe meine Kamera mitgenommen. Bin alle paar Meter mal stehengeblieben und habe ein Bild gemacht. Dies ist also meine typische Waldrunde:

Auf den ersten Metern konnte ich nicht fotografieren, weil die Sonne so blendete. Nach ca. einem Kilometer muss ich abbiegen, um einen kleinen Hügel hochzulaufen. Gesäumt von Bäumen ist dieser Weg eigentlich immer schön schattig.

Oben dann heißt es links abbiegen. Ganz hinten, wo es heller, wird, ist die Monschauer Straße, die man dann überqueren muss.

Da es immer wieder zu Unfällen gekommen ist (eigentlich ist die Höchstgeschwindigkeit 70, aber daran halten sich nicht alle), wurde eine Ampel installiert. Für Fußgänger und für Reiter. Der Druckknopf am linken Pfahl ist so hoch angebracht, dass man prima drankommt, wenn man hoch zu Ross ist, als Fußgänger muss man noch zwei Meter mehr gehen und auf den normalen Knopf drücken. Oder springen.

Auf der anderen Seite geht es erst einmal ein bisschen bergab. Zum Erholen.

Ein Stück ist ziemlich steil.

Dann wiederum geht es auch mal relativ eben durch die Bäume.

Die ist die letzte Steigung des Rückwegs, das Stück, das oben direkt nach der Ampel kam. Runter sehr nett, rauf kostet es mich meist die letzten Kraftreserven.

So sieht es aus, wenn man von der Straße auf den Parkplatz einbiegt.

Ich und mein Schatten. Mein Schatten und ich. Rückweg, jetzt nur noch rollen lassen.

Die Wiese im Sonnenschein.

Und der letztes Rest meines Wegs. Insgesamt eine sehr schöne Runde, die auch an den sonnigsten Tagen angenehm schattig ist. Wenn ich wieder so weit bin, nehme ich auf die Verlängerung zur 10 km-Runde mal wieder die Kamera mit. Eigentlich ein geniales Laufrevier, aber ab und zu vermisse ich längere ebene Abschnitte. Und Lampen.

In Sachen laufen bin ich zwar lange von der alten Form entfernt, aber immerhin habe ich diese Woche zwei Läufe geschafft. Und der Lauf gestern hat auch Spaß gemacht, war nicht mehr so mühsam, auf den Abschnitten bergab fühlte sich die Bewegung sogar wieder wie laufen an (bergauf ist es immer noch eher unrundes Geschluffe). Dranbleiben, dann wird das schon!

Mein anderes Thema: das leidige Übergewicht. Klar, ich bin nicht richtig dick. Nur ein bisschen. Aber ich habe seit Anfang es Jahres ca. 2 kg zugenommen, und da war ich schon relativ unzufrieden. Nach meiner „großen“ Abnahme 1998/99 hatte ich mir geschworen, nie wieder über 70 kg zu wiegen. Damals hatte ich ca. 66 kg und fand das prima, recht schnell wurden daraus 67/68 kg und auch damit konnte ich gut leben. Mit dem „richtigen“ Arbeiten an der Schule ging das Gewicht dann auf 71/72 hoch (mir eigentlich zu viel) und in dem Rahmen blieb dann. Mal 69 in Phasen, wo ich viel Sport gemacht habe, mal 73 in Phasen, wo ich Stress hatte, krank war und eine für mich nicht geeignete Pille getestet habe. Ich habe nach solchen Phasen aber die Kurve wieder gekriegt und das muss jetzt auch passieren. Bis 71 passen die Hosen halbwegs bequem, aber jetzt mit 72/73 kneifen sie. Mich wundert es nicht, dass ich zugenommen habe, ich durfte eine Zeitlang keinen Sport machen, habe dann ein paar Wochen lang die Kurve nicht gekriegt, ohne dass das meinen Appetit beeindruckt hätte. Aber so leicht, wie die Kilos sich auf die Hüften schleichen, wollen sie leider nicht wieder weg. Ich wünsche mir die nötige Selbstdisziplin, um weniger und bewusster zu essen und endlich mal wieder regelmäßig Sport zu machen. Ab sofort. Werde berichten…

Donnerstag, 18. Oktober 2007

Alltag

Montag und Dienstag war durch Elternsprechtag quasi keine ruhige Minute und Arbeit von 8.00 bis 20.30 (Montag) und 8.00 bis 19.00 (Dienstag). Die Pausen habe ich zum Essen genutzt (halbwegs gesund) und bin jeweils eine Mini-Runde spazieren gegangen (eine Runde ums Kappes-Feld, ca. 1,6 km). Mittwoch habe ich durchgehangen, weil ich Dienstag zu viel Sekt getrunken hatte (Geburtstag eines Kollegen gefeiert) und auch heute ging es mir nicht so richtig gut, fiese Kopfschmerzen und irgendwie Magendrücken. Was aber nicht mehr am Alkohol gelegen haben kann. Ich habe mich trotzdem zum Laufen aufgerafft, weil ich so das dumpfe Gefühl hatte, dass die Kopfschmerzen Spannungskopfschmerzen vom Feinsten waren und Bewegung da normalerweise hilft. Hat funktioniert. Das Wetter war auch ganz OK, es hat nur ein bisschen getröpfelt unterwegs, aber ein bisschen Sonne war auch dabei. Wahnsinnig schnell wechselnde Wolkenformationen, teils bedrohlich-grau, teils federleicht wirkend und weiß. Dazwischen auch mal strahlend blauer Himmel. Ich war langsam wie immer, aber ich habe mich immerhin bewegt. Nach einem Liter Kamillentee geht es auch meinem Magen besser. Fühle mich aber immer noch wie eine Tonne auf Beinen.


Sonntag, 14. Oktober 2007

Geht doch

War ein sportliches Wochenende. Freitag nach der Schule waren wir zum Klettern verabredet. Meine Kollegin und ich waren so unendlich müde, dass wir am liebsten direkt einfach was essen gegangen wären, aber wir waren ja verabredet und wollten die anderen beiden da nicht dumm stehen lassen. Auch die 30 Kinder, die da Geburtstag feierten und sämtliche Gurte belegten, haben rechtzeitig Schluss gemacht, also gab es keine Ausrede mehr. Und was soll ich sagen, es hat Spaß gemacht und gut getan. Ich habe drei Wände geschafft, eine so halb, bis mir die Kraft in den Armen fehlte und nichts mehr ging. Und danach dann das Essen und das alkoholfreie Weizen umso mehr genossen. Der Kopf war wieder klar und ich war jetzt auch körperlich müde. Habe geschlafen wie ein Stein.

Samstag lachte die Sonne und ich hatte Lust zum Laufen. Geht doch! Die übliche Runde in der üblichen Zeit. Ein Radfahrer hat einen netten Spruch gelassen, ein älterer Herr, den ich überholt habe, ebenso. Und dann hat mich noch jemand nach dem Weg gefragt. Alle total freundlich, super Laufwetter, besser geht es nicht.

Und heute hatte ich dann Lust auf einen langen Spaziergang. Ich habe leider meine Kamera vergessen, die Bilder wären klasse geworden. Wir sind nach Kornelimünster gelaufen, haben dort einen Kaffee getrunken und haben einen anderen Rückweg gesucht (einen Abschnitt des Aachener Winterlaufs), den aber nur zu 70% gefunden. Deshalb hat der Rückweg auch eine halbe Stunde länger gedauert als der Hinweg. Insgesamt ca. 3 ½ Stunden gegangen. Durch Wald und Felder, herrlicher Sonnenschein, schöne Aussicht, einfach klasse.

Und jetzt bin ich wohlig müde und werde nachher bestimmt wie ein Stein schlafen. Geht doch! (Ich glaube, ich laufe auf Sonnenenergie).

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Läuft nicht

Wie die Motivation zum Laufen wieder finden? Ich habe vor dem Urlaub zwei Läufe gemacht. Haben beide keinen Spaß gemacht, was natürlich auch daran lag, dass ich körperlich nicht 100%ig fit war und die Kondition arg gelitten hatte. Im Urlaub sind wir viel spazieren gegangen. Das hat mir gereicht, mehr Lust auf Bewegung hatte ich nicht. Seit ich wieder hier bin, habe ich keine Lust zum Laufen. (Sonntag bis Dienstag hatte ich auch keine Zeit, heute hätte ich welche gehabt und mochte nicht. Bin stattdessen lieber in die Stadt gegangen - Spaziergang, ca. 6 km). Ich scheine zwar meine Erkältung so ziemlich überwunden zu haben *klopfaufholz*, aber ich werde schnell müde, immer noch. Ich bin nach einem Tag in der Schule körperlich erledigt. Ich müsste mich zum Laufen zwingen. Bringt es das dann? Das kenne ich anders, ich kenne das so, dass ich mich aufs Laufen freue. Dass ich mich gerne bewege, kaum erwarten kann, endlich loszukönnen. Ich kenne auch Phasen, in denen ich mich zwingen musste. Und meist habe ich diese erzwungenen Läufe dann nach einer halben Stunde abgebrochen, weil es mir nicht gut ging. Andererseits wird die Kondition davon, dass ich hier sitze und keine Lust habe auch nicht besser. Oder doch erst einmal lange Spaziergänge machen, gerne auch zügige, mit ein paar gelaufenen Schritten zwischendurch?

Dienstag, 9. Oktober 2007

Urlaub

Wir sind am Samstag recht früh losgefahren, das Auto voll mit allen möglichen Sachen, Klamotten, Küchekiste, Kühlbox mit dem Inhalt unseres Kühlschranks, was man halt so braucht. Die Fahrt ging problemlos. Es ist ein bisschen nervig, sich um Paris herumzuschlängeln, außerdem ist der Sprit in Frankreich noch viel teurer als bei uns, zumindest in Autobahnnähe und in den kleinen Dörfern. Nach ca. 11 Stunden waren wir dann da. "Da" ist Carcans Maubuisson, das ist ein kleiner Ort an einem See, ca. 60 km von Bordeaux entfernt. Carcans Océan oder Carcans Plage ist ca. 4 km weit entfernt und liegt am Atlantik. Meine Kollegin hat dort zwei Ferienhäuschen, in jedem Ort eins. Sie hat die Ferien am Meer verbracht, sodass wir am See wohnen konnten, für kleines Geld. Das Haus war ganz niedlich. Unten gab es ein Bad und einen großen Wohnraum mit Küchenzeile (Spüle, Kühlschrank, zwei Herdplatten) und Schlafsofa, oben ein Schlafzimmer mit einem Doppelbett und eine Art Vorflur mit einem weiteren Schlafsofa. Theoretisch könnten da also sechs Leute pennen. Ausreichend Geschirr und Töpfe und sowas. Der Ort war an sich ganz niedlich, aber leider ziemlich verlassen. Die Saison endet Ende September, das heißt, es gab noch einen Mini-Lebensmittelladen, der allerdings kein Obst oder Gemüse hatte, einen Bäcker, einen Laden für Postkarten und Zeitungen und eine Pizzeria, die aber auch an den ersten drei Tagen der Woche geschlossen war. Tote Hose sozusagen. Aber dadurch eben auch sehr ruhig. Und wir hatten ja ein Haus mit Küche, von daher war das völlig in Ordnung.

Sonntag sind wir dann nach Carcans Océan gelaufen. Sind so ca. 5km, es gibt einen wunderschönen Radweg durch den Wald.

Dort war dann noch totere Hose, aber eben ein wahnsinnig breiter und langer Sandstrand, war richtig schön.


Wir sind ein wenig am Strand entlang gegangen und haben dann zufällig meine Kollegin im Garten gesehen. Sie hat uns dann auf ein Wasser eingeladen und wir haben uns ein wenig erzählen lassen, was man in der Gegend alles so anstellen kann. Nach dem Rückweg war ich auch gut ausgelastet, was Bewegung angeht. Das Wetter war gut, leicht bewölkt, aber trocken.

Montag hat's dann geregnet wie aus Kübeln, den ganzen Vormittag. Wir sind dann in den nächsten Ort gefahren, auf der Suche nach einem Supermarkt, und haben den dann auch gefunden. Nachmittags haben wir es dann gewagt spazieren zu gehen. Es hat an sich die ganze Zeit getröpfelt, aber da es sehr warm dabei war, war das nicht so tragisch. Eigentlich wollten wir einen Rundweg am Kanal entlang machen, aber da wir schlauerweise die Beschreibung nicht dabei hatten und beide der Meinung waren, man müsse irgendwann rechts abbiegen, haben wir den Weg (der natürlich links abbog) nicht gefunden. War aber nett, so am Kanal entlang durchs Naturschutzgebiet.

Bloß blöd, dass der Weg einigermaßen sandig war, das war ganz schön anstrengend.

Abends sind wir dann noch eine kleine Runde durch den Wald am See entlang gegangen, Richtung Bombannes, nicht ganz bis da, weil es sonst unterwegs dunkel geworden wäre.

Der Hinweg war oben, auf einem schön ausgebauten Wanderweg, beim Rückweg waren wir abenteuerlustig und sind unten am See entlang gegangen. Zum Teil direkt am Wasser, zum Teil durchs Gestrüpp, über Bäume, unter Bäumen her, war aber tatsächlich als Wanderweg ausgewiesen, auch wenn's nicht immer so aussah.


Dienstag regnete es immer noch, also haben wir beschlossen, ein wenig mit dem Auto durch die Gegend zu fahren. Ein Ort am Meer im Regen, hätte im Sonnenschein viel mehr Spaß gemacht. Warm war es aber trotz des Regens. Pauillac, eher enttäuschend. Nachmittags kam dann aber die Sonne raus und es war richtig heiß. Wäre dann ideal gewesen, um an den Strand zu fahren, aber wir hatten keine Lust mehr und sind auf der Terrasse geblieben. Auch schön.

Mittwoch wollten wir dann eine lange Wanderung am Strand entlang machen, meine Kollegin hatte angeboten, uns in Lacanau (ca. 9 km entfernt) wieder abzuholen. Es regnete. Und regnete. Also haben wir nett im Haus gesessen und gelesen. Gegen Mittag wurde es dann heller und wir sind los. Die erste halbe Stunde noch im Regen, dann hörte es zum Glück langsam auf. Danach hat sie uns dann zum Essen eingeladen. War nett.



Donnerstag sind wir nach Bordeaux gefahren. Schöne Stadt, schöner Stadtkern, sehenswert. Besonders beeindruckend: der Wasserspiegel. Mal spiegelglatt, mal im Dunst.

An dem Tag war es natürlich wieder sonnig, war ja klar. Deshalb sind wir abends dann noch einmal nach Bombannes gegangen, dieses Mal bis ins "Zentrum". Bombannes ist keine Stadt, sondern eine Art Sportpark. Es gibt da Segel- und Surfschulen, Wasserski und sowas, Badminton, Tennis, Beachvolleyball, eine Kletterwand, einen sehr schönen Hochseilgarten und jede Menge mehr, leider alles von April bis September. Also haben wir bewundernd vor dem Hochseilgarten gestanden und uns geärgert, dass wir nicht direkt am Sonntag (30.9.) hingegangen sind, hätte ja sein können, dass da noch auf war. Klasse angelegt, weitläufig, gepflegt, richtig schön.



Freitag hat's dann nur noch geschüttet morgens, war bedeckt, wurde gar nicht mehr hell. Wir sind nochmal an den Strand gefahren, ein wenig da langgegangen, aber so richtig viel Spaß hat das nicht gemacht.

Irgendwie beruhigend, dass auch nicht alle Menschen alle Sprachen fehlerfrei beherrschen.
Ab Nachmittag war dann Land unter. Also haben wir Tee gekocht und gelesen.

Und Samstag früh dann gepackt, geputzt und ab nach Hause. Unterwegs war es bis kurz vor Paris total bedeckt und fast schon nebelig. Sehr angenehm zum Fahren.

War ein sehr erholsamer Urlaub, mit viel Ruhe und einigermaßen viel Bewegung. Joggen war ich nicht. Hatte kein Bedürfnis, nach 10 km Spaziergang oder einem Tag in Bordeaux ist mein Bewegungsdrang erschöpft.

Donnerstag, 27. September 2007

Das große schwarze Loch

Das sonst für Ferien übliche große schwarze Loch kommt nicht. Ist weg, ist ersatzlos gestrichen. Heute ist Donnerstag, die erste Ferienwoche ist fast vorbei und ich habe nicht einmal überlegen müssen, was ich mit meiner Zeit so anfangen soll. Sonntag waren wir eingeladen, ab Montag habe ich korrigiert und mir immer mal wieder Freiräume geschaffen, in denen ich lesen, spazieren gehen oder laufen konnte, oder meinen Gedanken nachgehen. Ich genieße es ausschlafen zu können, habe wohl auch einiges an Schlaf nachzuholen. Und habe, im Gegensatz zu den Sommerferien, auch reichlich für die Schule zu tun. Zwei Stapel Klausuren sind fertig, morgen dann noch die 8er-Englischarbeiten und dann kann die Erholung kommen.

Mich hat heute auch nicht sonderlich gestört, dass es ununterbrochen geregnet hat. Es korrigiert sich irgendwie besser, wenn es schüttet wie aus Eimern und einen nicht viel nach draußen zieht. Aber ich war ja zum Laufen verabredet, und wir sind ja nicht aus Zucker, und überhaupt kann man ja nicht direkt nach dem Anfang schon wieder aufhören. Nach der kleinen Runde war ich bis auf die Haut nass, mir war kalt und ich hätte nicht noch mehr Kilometer dranhängen mögen. Andererseits hat es was, so fast alleine durch den Wald zu laufen (uns sind nur noch vier andere Läufer/innen begegnet, an schönen Tages wimmelt es nur so von Läufern, Spaziergängern aller Altersklassen, Hunden, Ponys, Radfahrern…), und es hat was, sich bei dem usseligen Wetter aufzuraffen. Aber Romeo spinnt, der ist den ganzen Tag schon lila, was so viel heißt wie wechselhaftes Wetter. Quietschrosa müsste der sein, bei dem Dauerregen. Wechselhaft, dass ich nicht lache. Noch nicht einmal die Intensität des Regens hat sich verändert.

Eckdaten des Laufs: 52.02, HF 166, 6,3 km, 8:15er-Schnitt. Damit komme ich bisher auf 13 Wochenkilometer. Yeah! Mal sehen, was nächste Woche geht, wenn wir in Frankreich sind. Ich werde die Laufklamotten mal auf jeden Fall einpacken.

Dienstag, 25. September 2007

Immer wieder neu anfangen (II)

Eigentlich wollte ich ja schon gestern wieder laufen gehen. Aber da ich vorgestern Abend nett zum Essen eingeladen war und ganz furchtbar versumpft bin, habe ich das dann doch gelassen und bin nur spazieren gegangen. 6 Klausuren korrigiert habe ich auch noch.

Heute Morgen habe ich dann Unterricht vorbereitet. Hat ewig gedauert, ist aber gut geworden, denke ich. Mochte nicht korrigieren, also bin ich laufen gegangen. Ähnlich wie letzte Woche war ich ganz langsam aber mit hoher Anstrengung unterwegs. Noch macht es keinen Spaß. Aber es tat gut mal wieder frische Luft zu tanken und das Gefühl zu haben einen Neuanfang gemacht zu haben. Und ich denke, dass es jetzt mit jedem Lauf wieder aufwärts geht und ich mich irgendwann wieder an längere Strecken wagen kann. Und auch mal wieder etwas schneller vorankomme. Ich muss nur dranbleiben. Das würde auch meinem Gewicht ganz gut tun. Als ich aus Italien wiederkam, bin ich fast vor Schreck von der Waage gefallen. Das Gewicht heute (72,4 kg) ist realistischer, aber immer noch weit über der Schmerzgrenze. Also weniger essen und mehr bewegen! Hört sich ganz einfach an…

Eckdaten des Laufs: 56:44, HF 166, ca. 6,7 km, 8:33er Schnitt. Bin ich nicht stolz drauf, aber es geht gerade nicht schneller.

Sonntag, 23. September 2007

Romeo ist blau

Ich habe einen Wetterstein geschenkt gekriegt, von drei Schülerinnen. In der Form von Romeo und Julia. Und wenn der blau ist, scheint die Sonne. Oder wenn die Sonne scheint, ist er blau, ich weiß nicht, ob das Teil irgendwelche Fähigkeiten hat in die Zukunft zu sehen. Jedenfalls ist er blau heute. Und die Sonne scheint.

Unsere Klassenfahrt war eigentlich sehr schön, wenn der letzte Abend nicht gewesen wäre. Klassenfahrt in Stichworten:

Sonntagabend los, Montagmittag da. Nudeln, Sonne, Wasser. Nachts nur Krach durch Gewitter, Schüler brav.

Dienstag Tour an der Küste nach Malcesine. Schön, viel zu gucken hatte. Danach Sirmione, auch total nett. Pizza, Eis. Stress mit Kollegen. Doof das. Ab 1.00 Ruhe, Schüler wieder brav (oder unauffällig).


Mittwoch Venedig. Perfektes Wetter. Schön. Kollege wieder ansprechbar. Nachts wieder nix Auffälliges passiert.

Donnerstag Verona. Shoppen mit Kollegin aus Parallelklasse. Pizza. Richtig schön. Nachmittag Freizeit. Versucht zu lesen, aber immer Besuch von Schülern, auch nett. Kollege hatte wieder schlechte Laune. Ab 20.00 leider Katastrophe: 3 Fälle von Alkoholmissbrauch (Wodka), Wirkung stieg umgekehrt proportional zum Körpergewicht. Für die leichteste Krankenwagen gerufen. Kollege bei ihr im Krankenhaus übernachtet. Die anderen mehr oder weniger aufgeregt. Ich hilflos im Umgang mit Alkohol. Schüler klasse, die einen haben sich gekümmert, die anderen saubergemacht. Gute Nachricht aus dem KH, alles soweit OK, Kind schläft. Nix Schlimmes passiert. Trotzdem nicht geschlafen.

Freitag Gardaland. Vorher Abnahme der Bungalows, alles OK: Gardaland toll für die Kids, ich war fertig. Ernstes Wort mit den drei Mädels. Die fitter als ich (unfair!).

Rückfahrt schneller (14 Stunden), ich habe fast durchgepennt.

Fazit: bis auf letzten Abend und Stress mit Kollegen eine sehr schöne Fahrt.

Hier ist zum Glück auch wunderbares Wetter. Und nach einer Nacht im eigenen Bett bin ich auch wieder fit. Habe sogar schon drei Klausuren nachgeschaut und die Wohnung geputzt.