Samstag, 26. Januar 2008

Gesundheits-Update

Am Donnerstag war ich wegen meiner Kieferschmerzen dann bei der empfohlenen Ärztin. Die machte einen netten, kompetenten Eindruck. Hat im Grunde die Diagnose bestätigt und folgendes empfohlen: Aufbiss-Schiene und Physio-Therapie (war mir neu, dass es das auch für den Bereich gibt, aber warum nicht?). Die Schiene kann ich nächste Woche Freitag abholen (früher geht bei mir wegen des Unterrichts nicht), die erste Physio kommt am Dienstag. Insgesamt ist es aber auch von selbst deutlich besser geworden. Die Zähne passen wieder aufeinander, ich kann halbwegs kauen und es tut nur noch ein bisschen weh. Dafür knackte es heute beim Frühstück. Immer was.

Dienstag, 22. Januar 2008

Vollmond

Es ist Vollmond. Und da die ollen Wolken, die seit Tagen über uns hingen, endlich verschwunden sind, sieht man ihn in seiner ganzen Pracht. Hat was. Die Wirkung auf Mensch und Tier ist jedoch nicht grundlegend angenehm. Ich schlafe schlecht, träume lebhaft, und diese Träume sind nicht immer toll. Außerdem habe ich pausenlos Hunger. Manche meiner Schüler drehen völlig ab. Ich habe schon ganz oft gehabt, dass ich aus einer Stunde (oder Pausenaufsicht) komme und denke „Was war das denn???“ Ein Blick in den Kalender: Vollmond. Ah ja. Also noch nicht einmal eine selbsterfüllende Prophezeiung. Gestern fing es bereits an. Heute setzte sich das fort. Viele Autofahrer verhalten sich total dämlich. Und die ca. 20 Hunde, die mir heute im Wald begegnet sind, waren auch extrem unruhig. Und in der Dämmerung erfüllte ein Dauerkläffen die Luft, aus allen Richtungen. Warum eigentlich? Gibt es dafür eine logische Erklärung?

Samstag, 19. Januar 2008

Wochenende

Freitag gab’s Zeugnisse. Dadurch war um 10.45 der Unterricht zu Ende. Meine Freundin und ich sind sofort ins Wochenende gestartet und haben noch nett einen Kaffee getrunken. Danach hatte ich eine Putzwut, aber so was von. Ich habe dreieinhalb Stunden gewirbelt und danach war alles wieder so, wie ich’s gerne hätte. Habe sogar Fenster geputzt. Abends hatte ich sogar Lust noch ein bisschen was zu planen. Wir haben Wer wird Millionär geguckt (ich war einmal ganz im Bild, yeah), und einen Wein getrunken und uns was erzählt. Tat gut. No sports (wobei ich putzen ganz schön anstrengend finde).

Heute haben meine Freundin und ich unseren Flug nach Australien klar gemacht. Doof war, dass seit der Reservierung der Preis um 200 Euro gestiegen ist. Müssen wir durch. Gleich am ersten Tag der Sommerferien geht es los. Kann’s kaum erwarten und freue mich wie Bolle. Danach waren wir noch Nudeln essen und sind gemütlich nach Hause gelaufen. Nachdem ich also zu Fuß in der Stadt war, hatte sich damit mein Bewegungsdrang erschöpft.

Heute Nachmittag habe ich mal gekramt, was ich noch an Fotos von meiner Klasse finde. Leider sind die Negative der allerersten Aufnahmen vom Anfang der 5. Klasse verschwunden. Aber Ende der 5 habe ich. Irre, was seitdem passiert ist, absolut irre, wie die sich entwickelt haben. Ich werde ja jetzt schon ganz sentimental, wenn ich daran denke, dass die Ende des Schuljahres weg sind.

Kein Fortschritt bei der Beißproblematik. Ich beobachte an mir, dass sich eine gewisse Resignation einstellt. Kann keine Suppe mehr sehen. Kriege Heißhunger auf Fleisch. Auf knackiges Gemüse. Vollkornbrot. Nehme die Schmerzen teilweise in Kauf. Ich hoffe echt, dass der Arztbesuch am Donnerstag mir Klarheit bringen wird.

Kaum Sport diese Woche. Ein Lauf am Mittwoch, morgen kommt noch einer. Mehr war nicht drin diese Woche. Ab nächste Woche wird es in der Schule ruhiger, da schaffe ich vielleicht wieder drei Läufe. Ich habe mal bei VicSystems nachgefragt bzgl. der langsamen Einheiten. Die Antwort „Die langsamen Tempovorgaben sind in Deiner Leistungsklasse halt eben wirklich gehend und nicht laufend zu absolvieren.“ Tja. Dann könnte ich den heutigen Spaziergang als Trainingseinheit definieren. Bloß blöd, dass Spazierengehen im Kilometerspiel nicht zählt. Ich denke im Moment wäre so ein Plan nichts für mich. Ich fand die beiden Probewochen ganz spannend, bin zurzeit aber eher für entspanntes Laufen nach Lust und Laune. Mag mir keinen zusätzlichen Druck machen.

Mittwoch, 16. Januar 2008

Will Wochenende

Woche in Kürze: Montag Zeugniskonferenzen, von 8.00 bis 16.30. Danach Änderungen eingegeben, Zeugnisse gedruckt. Ende 19.15. Nach Hause gefahren, kurz was gegessen, tot ins Bett gefallen.

Dienstag 4 Stunden Unterricht, in den Freistunden Zeugnisse gegengelesen, Unterricht vorbereitet. In der Pause vor der Oberstufenkonferenz festgestellt, dass auf keinem Zeugnis (ca. 900) ein Datum steht. Fehler in der Vorlage. Kurze Panik im Team, dann hatte jemand ’ne clevere Idee. Kostet halt nur Zeit. Dann endlos lange Oberstufenkonferenz, bis 16.30. Kopfweh, Schoko-Fressflash, abends auf dem Sofa abgehangen, früh schlafen gegangen.

Heute: Sprechstundenhilfe angemacht, weil es in der Praxis nur dienstags zwischen 8.30 und 9.30 möglich ist die Schiene anzupassen. Da habe ich aber meinen LK (Jg. 13), ich kann mir ja nicht frei nehmen. Mag auch nicht bis Karneval warten. Bis dahin ist es allemal von selbst wieder weggegangen. Sauer. Wobei die Arme am Telefon auch nix dafür konnte. Sorry. Anderen Arzt gesucht. Termin nächste Woche Donnerstag, immerhin. Die andere Praxis sieht mich nie wieder, sollen die sich den Abdruck doch sonstwohin stecken.

Zwei Stunden Unterricht. Nett. Fehler auf Zeugnissen korrigiert, alle noch mal durch den Drucker geschoben (wegen des Datums). Danach Material für den nächsten Methodentag kopiert. Dabei nett mit Kollegen gequatscht. Zeugnisse fertig??? War es vielleicht doch ein Fluch und kein Segen, die Dinger jetzt nicht mehr mit der Hand zu schreiben? Aber eigentlich müsste der Stress jetzt erst einmal vorbei sein. 3 Wochen Ruhe, bis die ersten Klausuren kommen.

Dann Massage, dann kurze Kaffeepause zu Hause. Abends dann ein Läufchen durch den Regen, im Dunkeln, alleine, immer im Kreis (eine Runde 1,7 km, zwar Wald, aber ganz nahe am Wohngebiet). So richtig Spaß gemacht hat’s nicht. Wenn ich fast zu Hause bin fällt es mir tierisch schwer auf noch eine Runde zu gehen. Nach 5 langsamen Kilometern war’s gut für heute. Süppchen gekocht, mit Stefan gequatscht, Buch zu Ende gelesen. Gleich ins Bett.

Sonntag, 13. Januar 2008

Das Auge isst mit

Ich habe mir heute ein leckeres Süppchen gekocht, Lauch, Kartoffeln, Hackfleisch, bisschen Schmelzkäse. Sah lecker aus (das ist Stefans Portion, er ist ja nicht beißbehindert):



Nachdem ich seinen Teller abgefüllt hatte, habe ich einen Pürierstab reingehalten. Irgendwie hat das Ganze dann ziemlich die Farbe verändert. War auf einmal gar nicht mehr so appetitlich. Aber ich wusste ja, was drin war. Und es roch immer noch lecker. Also habe ich mit Genuss mein Süppchen verspeist. Stefan hatte nach der ersten Portion noch Hunger und hat dann zum Püree gegriffen. Er fand es auch geschmacklich anders, die Original-Suppe lässt einen die Einzelteile herausschmecken, das Pürierte kommt eher als geschmackliche Einheit daher. Nicht schlecht, aber anders. Bin gespannt auf die Kommentare morgen (habe noch eine Portion zum Mitnehmen).



Ich freue mich auf den Tag, an dem ich wieder kraftvoll zubeißen kann und bilde mir ein, dass es langsam besser wird. Ich habe mich heute aber auch entspannt wie ein Weltmeister. Zuerst war ich schön lang laufen, 12 km im Schneckentempo, die langen Läufe und die Regenerationsläufe, die Cony in ihrem Plan hat, bekommen mir ganz hervorragend (und die Intervalle kann sie gerne alleine laufen). Danach habe ich mir ein Entspannungsbad gegönnt, herrlich für die laufmüden Gräten (war immerhin der längste Lauf in diesem Jahr) und auch für den Kiefer, weil ich bis zur Nasenspitze untergetaucht bin. Und danach dann gemütlich Unterricht vorbereitet (eigentlich wollte ich heute ja Schule Schule sein lassen, aber ich hatte eine gute Idee und Lust das umzusetzen. Das definiere ich dann auch mal als Entspannung.)

Samstag, 12. Januar 2008

Ohne Titel

Gestern war ich mal wieder laufen. Ich hatte drei ätzend anstrengende Tage in der Schule hinter mir und brauchte Bewegung, um den Kopf frei zu kriegen. Und während ich stupide meine Runden drehte (im Stadion) hatte ich Zeit ein bisschen auf meine Umwelt zu achten. Ein Junge lief mit seiner Mutter, sie liefen nebeneinander und hatten einen Staffelstab zwischen sich. Sie waren schneller, haben mich ein paar Mal überrundet und ich habe mich gefragt, was der tiefere Sinn dahinter sein soll. Als sie dann fertig waren, habe ich die beiden von vorne gesehen und dabei ist dann der Grund klar gewesen: der Junge ist sehbehindert und kann so Sport machen. Fand ich klasse. Und dann war da noch die dreiköpfige Familie, Mutter, Vater, Tochter (11?). Ich habe keine Ahnung, was der tiefere Sinn war, aber sie haben sich die Zeit damit vertrieben, dass einer immer etwas vormachte und die anderen beiden das dann nachmachen mussten. Um den Lampenpfahl kreisen, Hopserlauf auf der Wiese, Sprint die Böschung hoch und runter, Gymnastik auf dem Boden (es hatte geregnet, aber macht ja nix), 100-m-Sprints, Dehnübungen, Turnen am Geländer, ..., ich habe ja auch nicht alles mitbekommen. So richtig mit Spaß bei der Sache waren die Eltern, die Tochter schien es eher albern zu finden. Aber gut. Ansonsten ist Rundeziehen eher langweilig. Aber ich habe mich nicht alleine in den dunklen Wald getraut. Dem Kiefer hat es nicht gut getan, dabei hätte ich gedacht, dass Bewegung helfen würde, durch die bessere Durchblutung, dadurch, dass ich mich dabei entspannen kann, dadurch, dass ich in der Zeit sicher nichts esse und auch nicht mit jemandem reden kann…. Nö, hat nicht so geklappt. Schade auch. War vielleicht zu kalt draußen. Beim nächsten Mal werde ich mich in einen Schal wickeln.

Die Tabletten sind der Hammer und ich will mir das nicht antun. Punkt. Alleine wenn man die möglichen Nebenwirkungen liest wird einem übel. Montag war ich so verzweifelt, dass ich das ausprobiert habe, aber das Gefühl hat mir nicht gefallen.

Das Gelenk ist sicher nicht ausgerenkt, das wurde am Montag auch ausgiebig untersucht. Im Prinzip ist die Beweglichkeit auch vorhanden, nur dass es bei gewissen Bewegungen und bei Belastung dann weh tut.

Entspannung hilft. Am besten war es nach der Fernsehaufzeichnung. Da hatte ich drei Stunden Spaß, habe 5 Stunden nichts gegessen, nichts getrunken und viel gelacht. Allerdings habe ich ganz schön Hunger geschoben, und das ist halt das ganz große Problem. Auch wenn ich mir meine Süppchen schon mit Käse aufpeppe, halten sie nicht sehr lange gegen. Und, das mag psychologisch sein, aber Essen, das durch einen Strohhalm geht, sättigt mich nicht so wirklich. Wobei ich in Sachen Entspannung immer noch nicht dazu gekommen bin, mir außer progressiver Muskelentspannung (das finde ich sehr meditativ) andere Techniken mal anzugucken oder mich nach Kursen umzusehen.

Und wir hatten heute Tag der offenen Tür und ich war bis 15.30 in der Schule (ab 12.30 war’s aber mehr lustig habe mir eine Aufführung angeguckt und wir haben danach noch nett zusammen gesessen.) Noten sind alle im Rechner, Zeugniskonferenz kann kommen (Montag).

Und dann habe ich noch meine Tage und bin dann eh immer ziemlich mies drauf (Kopfschmerzen, Depri, Heißhunger auf Süßkram…). Dafür geht es mir dann doch erstaunlich gut.

Mittwoch, 9. Januar 2008

Ups and Downs

Zuerst das Nette

Ich war gestern bei einer Aufzeichnung von Wer wird Millionär. Irgendwann (Herbst 2006) hatte eine Freundin Karten dafür und hat uns mitgenommen. Weil ich das damals so lustig fand, habe ich mich auch auf die Warteliste setzen lassen. Und kurz vor Weihnachten kam dann ein Anruf, dass ich jetzt Tickets haben könnte, für den 8.Januar. Passte mir ganz gut, weil ich wusste, dass ich da nachmittags frei hatte. Außerdem hatte ich so ein nettes Weihnachtsgeschenk für meine Eltern. Zumindest war das so geplant. Leider war meine Mutter gestern so erkältet, dass sie absagen mussten (kommt nicht gut, wenn man bei einer Fernsehaufzeichnung andauernd hustet). Ganz spontan habe ich zwei Freundinnen gefunden, die mit wollten und so sind wir dann nach Hürth gefahren. War ein Erlebnis. Ich weiß jetzt gar nicht, wie viel ich erzählen darf, ohne Ärger zu bekommen, denn die Sendungen werden ja nächste Woche erst ausgestrahlt. Ich jedenfalls wäre in den beiden Sendungen nicht Millionär geworden. Der Herr Jauch ist super locker, total professionell und mir war er sehr sympathisch. Publikumsnah, ständig mit seinen Mitarbeitern am Rumblödeln (gut, auch das ist Show, aber nett gemacht) und viel schmaler als im Fernsehen. Überhaupt macht Fernsehen breit, das konnte ich ganz gut sehen, weil ich das Original im Blick hatte sowie Jauchs Monitor, auf dem er erkennen kann, welches Bild gerade „auf Sendung“ ist. Die Sprüche, die er immer mal wieder auf seinem Schirm hat, sind auch ganz witzig. Dadurch, dass einiges nicht ganz so glatt lief, hatten wir dreieinhalb Stunden Spaß fürs Geld. Das war die gute Nachricht.

Die schlechte: mir gehen langsam die Ideen aus, was man alles pürieren kann. Vielleicht sollte ich doch den Tipp einer Schülerin beherzigen und mal ein paar Hipp-Gläschen einkaufen. Ich bin relativ desillusioniert, weil es offenbar nicht ganz schnell von selber wieder weggeht. Ich warte darauf, dass die Aufbiss-Schiene fertig wird, andererseits könnte die jetzt eh nicht ordentlich angepasst werden, weil meine Zähne immer noch nicht aufeinander passen. Ich schone mich, indem ich weiche Sachen esse und so weit es geht auf das Kauen verzichte. Kriege so langsam Heißhunger auf knuspriges Brot oder ein schönes Stück Fleisch oder auch auf einen knackigen Apfel (obwohl ich Äpfel eh nicht vertrage). Ich habe andauernd Hunger, weil das olle Weißbrot einfach nicht satt macht und finde auch nicht gerade erholsam, dass ich nachts andauernd wach werde, weil ich mal wieder aufgebissen habe und es weh tut. Schule ist doof, weil ich nicht ganz auf dem Damm bin und die Schüler das natürlich mitkriegen. Dazu kommt die Scheiß-egal-Haltung, weil ja alle wissen, dass die Zeugnisnoten fertig sind und die Ankündigung, dass alles fürs zweite Halbjahr zählt, sowieso keiner ernst nimmt. Und ich habe arg viel zu tun, weil die ganzen Noten eingegeben werden müssen. Konzentrationsleistung. Und Samstag ist zu allem Überfluss auch noch Tag der offenen Tür, also wieder ein voller Tag dazu. Und damit nur ein halbes Wochenende.

Ich habe die Massagen, die ich eigentlich für meinen Nacken verschrieben bekommen habe, jetzt zum Teil in Gesichtsmassagen umgewandelt. Das tut super gut, aber zeigt noch mal ganz deutlich, wie sehr das im Argen liegt. Warm halten, die Entspannungstabletten nehmen (abends, sonst bin ich nicht mehr arbeitsfähig), mehr kann ich gerade nicht tun.

Vielleicht sollte ich kleinere Warnzeichen nicht einfach ignorieren (Schmerzen beim Kauen hatte ich vor Weihnachten schon)? Vielleicht komme ich ja noch dahinter, was so in mir wühlt.

Zum Laufen bin ich nicht gekommen bzw. war ich nicht in der Lage.

Sonntag, 6. Januar 2008

Langlauf und Gelenkschmerzen

In Sachen Sport war diese Woche gut. Donnerstag und Freitag war mir nicht nach laufen, aber ich habe relativ lange Spaziergänge gemacht (zwischen 90 und 120 Minuten). Dabei frische Luft getankt und mich mit der jeweiligen Begleitung gut unterhalten.

Samstag war ich im Fitness-Studio. Auch das war gut. Ich habe mich mit rudern aufgewärmt und dann was für Rücken, Bauch und Arme getan. Das sollte ich auf jeden Fall regelmäßiger tun, denn es tut gut.

Heute war ich laufen. Auf Conys Plan stand was von 17 km im langsamen Tempo. An die Geschwindigkeitsvorgaben haben wir uns gehalten, fanden aber die 17 Kilometer etwas übertrieben. Wir sind im Novemer oder Dezember einmal 14 gelaufen und sonst immer nur zwischen 6,5 und 10, das wäre in unseren Augen zu schnell zu weit gewesen, auch was die Wochenkilometer angeht. Waren dann knapp 10 km in 1.19, schön langsam und irgendwie auch nett. Solche Einheiten mag ich :).

Insgesamt also drei Läufe mit ungefähr 24 Kilometern und einmal Krafttraining. Das ist doch mal ein guter Start ins Jahr!

Aber:
Es sind zwar noch Ferien, aber ich habe auch viel für die Schule getan. So gesehen ist vielleicht auch zu erklären, warum ich solche Probleme beim Kauen habe. Ich habe immer mal wieder Last mit dem linken Kiefergelenk. Wenn ich Kaugummi kaue (was ich deshalb äußerst selten tue). Wenn ich harte Sachen esse (knuspriges Brot, zähes Fleisch, Müsli, …) Und wenn ich nachts heftig die Zähne aufeinanderbeiße. Ich habe deshalb mal eine Aufbissschiene verschrieben bekommen. Da ich das Teil aber ausgesprochen unangenehm finde, habe ich es selten benutzt, wenn ich keine Beschwerden hatte. Und da ich seit ca. anderthalb Jahren nichts hatte, lag das Teil halt im Schrank. Aus welchen Gründen auch immer tut mir die ganzen Ferien schon der Kiefer weh. Also Schiene rausgekramt, nachts benutzt (das war Mittwoch, glaube ich) und damit fing das ganz große Trauerspiel an. Jetzt habe ich nicht nur leichte Schmerzen, sondern kriege die Zähne nicht mehr aufeinander (passt nicht richtig) und habe heftige Schmerzen bei allen Bewegungen. Freitag war ich beim Zahnarzt (nicht deshalb, sondern zur üblichen Kontrolle. Aber wo ich schon da war…). Der hatte keine große Idee, außer dass die Schiene nicht optimal sitzt (hat sich wohl was verändert – er hatte die aber auch nicht angefertigt, sondern ein Kieferorthopäde), ich die also besser nicht mehr benutze und dass ich das Gelenk schonen soll, damit das dann von selber wieder weggeht. Schonen OK, ich esse also nur noch Suppe und andere weiche Sachen. Macht keinen Spaß, und ich Vollkornbrot-Fetischist finde Milchbrötchen gerade nicht so genial. Aber nachts scheint in meinem Kiefer nach wie vor die Post abzugehen. Ich habe heute Nacht geträumt, dass mir die Zähne ausfallen, weil sie abgebrochen sind. Da müssen ungeheure Kräfte wirken, damit es zu solchen Träumen kommt. Heute Morgen passte alles, aber das hatte sich nach dem Frühstück (Zwieback aufgeweicht und ein Milchbrötchen) schon wieder erledigt. Habe nicht den Eindruck, dass es besser wird. Also muss ich mal sehen, dass ich morgen oder Dienstag einen Termin bei dem Arzt bekomme, der die Schiene erstellt hat (am liebsten irgendwie arbeitstauglich, ohne dass ich mich krankmelden muss), und dann hoffe ich, dass der einfallsreicher ist. Bis dahin gibt es halt Suppe. Wobei das morgen in der Schule echt schwierig wird.

Ich fühle mich aber nicht angespannt. Ich fühle mich im Moment auch nicht gestresst. Auch wenn ich einigermaßen viel gearbeitet habe, war das irgendwie normal. Ich verstehe gerade nicht, wo das herkommt…

Mittwoch, 2. Januar 2008

Tempolauf

Meine Laufpartnerin hat sich bei VicSystems angemeldet. Wir sind in etwa gleich groß, gleich schwer, gleich langsam, aber mein Herz schlägt 10-15 Schläge schneller und sie ist im Moment ein bisschen besser in Form. Aber nur ein bisschen. Also habe ich mir überlegt, dass ich einfach mal mitlaufe. Spaßeshalber. Auf den Plan stand Folgendes:

10Minuten einlaufen (ca.1km)
2'000m mit 09:34min/km
4'800m mit 07:00min/km
10Minuten auslaufen (ca. 1km)

Hörte sich ja erst einmal machbar an. Erste Schwierigkeit: ich kann nicht soooo langsam laufen. 9:34 habe ich nicht geschafft. Mein Spielzeug spuckte für die ersten drei Kilometer folgende Werte aus:

8:40, 8:00, 9:12 (da ging es auch recht heftig hoch) - das war das Einlaufen.

Dann das: 7:49 (zu langsam, viel zu langsam. Aber das war die Tücke des Geländes, es ging halt hoch, kann man nicht viel machen, es gibt hier keine ebenen Strecken, es sei denn man geht ins Stadion auf die Bahn. Und ohne Vereinszugehörigkeit geht das nur montags und freitags. Das war Schwierigkeit Nummer zwei.)

7:06, 7:04 (im Prinzip OK, weil sich hoch und runter in etwa die Waage hielt)

6:39 (bergab)

7:40 (ich hatte keinen Bock mehr. Schwere Beine, hoher Puls, bäh! Und als der letzte halbe Kilometer wieder heftig hoch ging, habe ich das Tempo rausgenommen).

8:21 war auslaufen (hätte wohl wieder langsamer gemusst)

Insgesamt 1:11, HF max 181, HF im Schnitt 157, Tempo im Schnitt 7:51, 9,1 km (Zahlen für Leute wie mich, die Statistiken lieben.

Ich bin ganz schön KO jetzt. Und kann nicht wirklich behaupten, dass mir das Ganze Spaß gemacht hat. Den 9er-Schnitt fand ich viel zu langsam, in dem „Tempo“ kann ich nicht rund laufen. Und der 7er war mir für das hügelige Gelände zu schnell. Da müsste man noch mal überlegen, wie viel langsamer es bergauf sein darf und wie viel schneller dann, wenn es runtergeht. Aber da schaut man ja nur noch auf die Uhr, und das ist abends im Winter auch nicht so einfach. Ich quäle mich so ungern. Schon klar, dass ich mich aber ein bisschen quälen muss (mich herausfordern muss, positiv formuliert), um besser zu werden. Oder bin ich doch ganz zufrieden damit, im 8er-Schlappschritt durch den Wald zu schluffen?

Meine Fotos vom Sylvesterlauf sind auch nicht so der Brüller. http://www.sportograf.de/01,1484,243.html

War halt anstrengend. Und irgendwie sehe ich immer so aus, als würde ich am Boden kleben.