Donnerstag, 27. Mai 2010

Und weiter warten

Der Termin heute wurde auf Dienstag verschoben. Auf die Frage nach einem OP-Termin hieß es "14. Juni". Da will ich aber nicht, mag nicht meinen Geburtstag (16.6.) im Krankenhaus verbringen, außerdem ist da die Prüfungswoche fürs Abi. Und wenn ich eh schon so lange warten muss, kommt es auf die eine Woche jetzt auch nciht mehr an. Also komme ichi am 21.Juni unters Messer. Wenn nicht wieder was dazwischenkommt. Wie ich das bis dahin aushalten soll weiß ich nicht. Aber muss ja, in anderen Krankenhäusern geht es auch nicht schneller. Habe zumindest in einem weiteren angerufen. Wäre das auch so, wenn man sicher Krebs hätte. Schreckliche Vorstellung...

Dienstag, 25. Mai 2010

Der Doc heute...

... hat auch nichts anderes gesagt als der Doc beim letzten Mal. Im Befund steht "Malignität kann nicht mit hinreichender Sicherheit ausgeschlossen werden." Knoten ist "hormonell inaktiv", wird also wohl weiterwachsen, empfohlen wird "mittelfristig operatives Vorgehen mit histologischer Abklärung des Knotenbefundes".

Das "kann nicht mit hinreichender Sicherheit ausgeschlossen werden" macht mich etwas panisch, das "mittelfristig" relativiert das wieder ein wenig. Er hat versucht mich ein wenig zu beruhigen, mit eher mäßigem Erfolg. Aber das liegt wohl in meiner Natur, dass ich mir über alles einen Kopf mache. Von daher will ich das schnell hinter mir haben.

Woher das kommt weiß kein Mensch. Genetische Veranlagung, Zufall,...

Weiteres am Donnerstag.

Donnerstag, 20. Mai 2010

Auf ein Hoch folgt ein Tief

Irgendwie ist 2010 bisher nicht mein Jahr. Ich hatte mich Anfang März auf eine reizvolle Stelle beworben (in der Lehrerausbildung an der Uni, für 4 Jahre). Am 23.4. habe ich dann erfahren, dass es nicht geklappt hat. Also fast zwei Monate gewartet, überlegt, ob ich das wirklich will, den Schule ist ja auch ganz schön. Sollte halt nicht sein. Hat aber Kraft gekostet.
Am Tag vorher hatte ich Routine-Check beim Hausarzt mit Schilddrüsen-Ultraschall. Statt eines "alles bestens, bis nächstes Jahr" kam "der Knoten ist größer geworden, lassen Sie mal eine Szintigraphie machen". Also habe ich in der Radiologie angerufen, recht schnell einen Termin bekommen, um dann gesagt zu kriegen, dass man für ein sinnvolles Ergebnis mindestens drei Wochen lang keine Schilddrüsenhormone nehmen darf. Das Ultraschall ergab, dass der Knoten ganz schön groß ist (4cm, mein Hausarzt hatte ihn bei 2 cm, keine Ahnung, wie solche Diskrepanzen zustandekommen). Also Termin gemacht für den 18.5., Tabletten abgesetzt und gegrübelt.
Die Szintigraphie ergab, dass ich einen kalten Knoten habe. Der ist durch Medikamente nicht zu beeindrucken, wird also vermutlich weiter wachsen. Also muss er raus. Nicht akut, aber auch nicht erst in einem Jahr oder so. Das war jetzt nicht wirklich das Ergebnis, auf das ich gehofft hatte. Ich habe am Dienstag einen ausführlichen Besprechungstermin bei meinem Hausarzt, der vermutlich auch zu nichts anderem raten kann als die Radiologen, kann mir überlegen, wo ich das machen lasse und vor allem wann. In der Schule ist Hochstressphase, ich hatte heute Abschlussprüfung 10, meine Abiklausuren sind in der Zweitkorrektur und ich werde wohl noch ein paar Mündliche machen müssen, so richtig akut ist es nicht, also wäre es wohl schwierig, das jetzt sofort machen zu lassen. Andererseits drehe ich am Rad, schlafe nicht, mache mir einen Kopf und grüble, was das wohl sein könnte, ob es wohl Krebs ist, was einem halt durch den Kopf geht, wenn man weiß, dass man einen Knoten hat, der da nicht hingehört. Und natürlich drückt es im Hals, das hilft auch nicht gerade. In der Schule ist das OK, da habe ich genug zu tun und bin abgelenkt. Schlimm ist es beim Autofahren und nachts im Bett, wenn ich versuche zu schlafen. Und dass ich nicht oder nur sehr schlecht schlafe führt natürlich dazu, dass ich körperlich ziemlich daneben bin. Vermutlich auch dadurch, dass ich die Hormone drei Wochen nicht nehmen durfte. Vorhin beim Laufen habe ich nach drei Kilometern einen Heulkrampf bekommen, weil nichts mehr ging.
Das ist mein Wonnemonat Mai. Kann nur besser werden...

Donnerstag, 13. Mai 2010

Schönwetterläuferin?

Bin ich eine Schönwetterläuferin? Bisher hätte ich ohne groß zu überlegen "ja" gesagt. Ich mag es sonnig, ich liebe blauen Himmel. Dienstag war wieder so ein Tag, an dem es geschüttet hat wie aus Kübeln und wir, statt laufen zu gehen, lieber ins nahe gelegene Forsthaus gesprintet sind, um ein Heißgetränk zu uns zu nehmen.
Heute war das Wetter auch wieder nicht so dolle. Für die Jahreszeit zu kalt. Aber ich bin laufen gegangen, und es lief richtig gut. Besser als bei Sonne (und Pollen). Gegenbeweis?

Sonntag, 9. Mai 2010

Mein Wald

Der Winter scheint endlich vorbei zu sein und ich kann mich an dem frischen Grün gar nicht sattsehen. Wenn ich von zu Hause aus loslaufe, habe ich auf der linken Seite erst einma eine grüne Wiese.

Nach ein paar Metern kann man dann die Kühe besser erkennen.

Und man hat das Gefühl, von einem grünen Dach bedeckt zu sein. Wenn dann noch ein bisschen die Sonne durchscheint, ist es besonders schön.

Am Ende des ersten Wegabschnitts die nächste grüne Wiese.

Und dann geht es links herum und einigermaßen lange bergauf.


Oben biegt man dann wieder links ab.


Und im Grunde genommen sieht es gerade überall im Wald so ähnlich aus. Sagte ich schon, dass ich mich an dem frischen grün kaum sattsehen kann?

Sonntag, 2. Mai 2010

Meerblick

Mag nach langer Funkstille mein Blog mal wieder mit Leben füllen. Und was bietet sich da besser an als der letzte Urlaub? Wir waren in Südfrankreich, hatten ein Apartment mit Meerblick und der war quasi täglich ein Bildchen wert.

Der erste Blick am ersten Abend.


Am ersten Tag war das Wetter nicht so toll. Stürmisch, regnerisch, aber wie gemacht für Kite-Surfer.



Am nächsten Morgen war ich einigermaßen verwirrt. Was ist das da hinten? Sieht aus wie schneebedeckte Berge. Die hatte ich noch nie gesehen, und ich war im Sommer schon zwei Wochen hier. Tatsächlich, es sind schneebedeckte Berge, die sonst eigentlich immer im Dunst verschwinden.

Perfektes Bilderbuch-Urlaubswetter hatten wir auch.


Und ein Schiff in der Abenddämmerung. Im Sommer wäre das nicht gegangen.


Am Tag unserer Abreise wieder perfektes Wetter. Und man kann sehen, dass sich so langsam alles bereitmacht für den Sommer.


Natürlich haben wir nicht die kompletten zwei Wochen am Fenster gesessen und rausgeschaut. Wir haben uns diverse Orte angesehen (Sète, La Grande Motte, Les Baux, Aigues Mortes, Beziers, Arles), sind ganz viel am Strand und an der Promenade spazieren gegangen, haben lecker gekocht und gegessen, Wein getrunken, meterweise Bücher gelesen und so weiter.

Tja, Ostr- oder Sommerferien, ich kann gar nicht sagen, was mir besser gefällt. Im Sommer ist das Meer schön warm, man kann jeden Tag am Strand liegen und schwimmen gehen, alle Cafés sind geöffnet, die Sonne scheint, Sommer am Meer eben. Der Haken im Sommer ist, dass es auch entsprechend voll ist. Und das bringt eben mit sich, dass es schwer ist einen Parkplatz zu finden, oder einen Platz am Strand, dass es trubelig und rummelig ist und abends auch gerne mal bis in die Nacht gefeiert wird. Jetzt ist es ruhig, parken ist kein Problem, abends ist nichts los, also im Grunde genommen sind die ganzen Sommer-Nachteile jetzt nicht vorhanden. Die Vorteile aber auch nicht. An Schwimmen ist nicht zu denken, dafür ist das Meer viel zu kalt. Das Wetter ist unberechenbar, mal scheint die Sonne, dann ist es im T-Shirt ganz angenehm, mal scheint sie nicht, dann ist es frisch. Der Wind ist kalt, was auch nicht hilft. Aber man läuft auch nicht Gefahr einen Sonnenbrand zu kriegen. Und so tot wie Maubuisson, wo wir im Herbst waren, ist Sète zum Glück nicht. Da hier ganz viele Menschen leben, gibt es eben alles, was man braucht. In Maubuisson sind außerhalb der Saison vielleicht 10 Leute und es gibt in gangbarer Entfernung noch nicht einmal einen Bäcker. An einkaufen ist gar nicht zu denken. Das ist selbst mir zu einsam.