Mittwoch, 31. Dezember 2014

Im Dezember gelesen



Einer der guten Vorsätze fürs Neue Jahr ist aufzuschreiben, was ich alles so lese, damit ich einen besseren Überblick habe und es mir nicht passiert, dass ich Bücher doppelt kaufe. Der Rückblick auf Dezember gestaltet sich etwas schwierig, weil ich bei den Büchern, die etwas länger zurückliegen,  nicht mehr weiß, ob ich sie im Dezember oder doch schon im November gelesen habe. Ab Januar sollte das dann einfacher sein.

Den Anfang macht die „Maze Runner“-Trilogie von James Dashner (Maze Runner, Scorch Trials, Dark Cure – die Menschheit droht von einer Epidemie ausgerottet zu werden und man sucht verzweifelt nach demHeilmittel). Den Film haben wir in Florida gesehen, S. hatte da auch das Buch gelesen und war ganz angetan. Dass ich alle drei hintereinander weg gelesen habe, sagt ja schon das eine oder andere. Aber irgendwie hat mich das Ende geärgert. Mehr sage ich dazu nicht, will ja nichts verraten.

Dann kam Dan Wells, „Ruins“. Das ist der dritte Teil der Partial-Trilogie (auch eine Art Endzeit-Roman, alle menschlichen Babys sterben, und die Partials gehen auch nach 20 Jahren kaputt, außerdem sind sich die beiden Gruppen nicht grün). Ich hatte anfangs etwas Schwierigkeiten wieder in die Geschichte reinzukommen, weil es eine Weile her war, dass ich die ersten beiden Teile gelesen hatte. Insgesamt hat mir die Serie gut gefallen, aber ich hätte an der einen oder anderen Stelle die „Anführer“ packen und schütteln mögen, weil deren Rassismus und Engstirnigkeit so ärgerlich war.

The Girl with all the Gifts“ von M.C. Carey (ein Pilz verwandelt Menschen in fleischfressende Zombies (Hungries), die Protagonistin ist ein solches Wesen, aber „anders“). Auf dem Cover stand unter anderem: "If you only read one novel this year, make sure it's this one, it's amazing."—Martina Cole. Gut, es ist sonnenklar, dass ich dieses Jahr nicht nur ein Buch lesen würde, aber trotzdem, das ist schon eine Ansage. Dieser Roman hat mich von Anfang an gepackt und nicht mehr losgelassen. Das Ende war logisch, aber irgendwie heftig.

John Katzenbach, „Der Professor“ (mal auf Deutsch). Es geht um einen dementen ehemaligen Psychologieprofessor, der mitbekommt, wie ein junges Mädchen entführt wird und der alles daran setzt, diese Entführung aufzuklären. Die Ausgangsidee fand ich interessant, zwischendrin musste ich ganz schön schlucken angesichts der menschlichen Abgründe. Insgesamt spannend zu lesen und keine leichte Kost.

Und da ich „angefixt“ war, habe ich direkt einen weiteren Roman von John Katzenbach gelesen, und zwar „Der Patient“. Ein ehemaliger Patient bedroht den Psychoanalytiker Frederick Starks. Entweder er findet binnen 15 Tagen heraus, um wen es sich handelt, oder er begeht Selbstmord oder seine Verwandten werden der Reihe nach umgebracht. Auch dieses Buch habe ich innerhalb weniger Tage mehr oder weniger verschlungen, fand es aber an der einen oder anderen Stelle doch recht weit hergeholt.

Und dann war da noch „Gone Girl: A Novel“ von Gillian Flynn. Gemischte Gefühle. Es fing an wie ein richtig guter Thriller. Frau weg, Ehemann verzweifelt. Dann kam eine Phase des Zweifels. Ehemann der Killer? Dann wurde das wiederum in Frage gestellt. Und das Ende ging gar nicht. Das war so ein Buch, das ich nicht aus der Hand legen wollte, aber immer weniger leiden konnte, je mehr es aufs Ende zuging.

Und was Leichtes für zwischendurch („Komm, wir laufen aus!“), obwohl Heidi Schmitt wahrscheinlich sauer wäre, wenn ich sie als „leichte Lektüre“ bezeichnen würde. Kleine Geschichten aus ihrem Leben als Läuferin, ich habe mindestens geschmunzelt und manchmal auch laut gelacht, habe mich an der einen oder anderen Stelle wiedererkannt und mich mehr als einmal darüber geärgert, dass der Husten mich fest im Griff hatte und ich nicht laufen gehen konnte.

Noch so ein Buch, von dem ich nicht restlos begeistert war: Jeffery Deaver, „The October List“. Novel in reverse. Das erste Kapitel ist eigentlich das letzte, und die Geschichte ist quasi eine Reise in die Vergangenheit. Nach dem ersten Kapitel war gar nichts klar und ich war gespannt, ob und wie sich das alles erklären würde. Ich habe mich aber, ehrlich gesagt, ziemlich durch das Buch gequält und an der einen oder anderen Stelle überlegt, ob ich es überhaupt zu Ende lesen möchte. Ja, es wird aufgeklärt, und ja, das erste Kapitel ist entgegen des ersten Eindrucks ein „richtiges“ Ende, aber irgendwie kam das dann doch alles sehr überraschend und unvorhersehbar. Eigentlich müsste ich es mit dem Wissen, das ich jetzt habe, noch einmal lesen, um zu prüfen, ob das auch alles so zusammenpasst, aber dazu habe ich keine Lust.

Sonntag, 28. Dezember 2014

Endlich Winter

Gestern war ein seltsamer Tag, so wettermäßig. Ich wurde vom Radiowecker geweckt, es waren gerade Nachrichten und die Sprecherin berichtete von chaotischen Straßenverhältnissen wegen Schneefalls. Also erwartete ich, hinterm dem Vorhang auf eine verschneite Straße zu schauen. Nö, Fehlanzeige. Nur nass. Und das blieb auch erst einmal so. Das Radio brachte einen Staumeldung nach der anderen, Verzögerungen im Flug- und Bahnverkehr, und bei uns: nichts.




 Das Tief drehte sich um uns herum im Kreis. Wir sind dann spazieren gegangen und haben uns richtig schön dreckig gemacht, weil die Wege alle total matschig waren.
Irgendwann gegen 17.00 fing es dann doch leicht an zu rieseln, und ein cm oder so blieb auch liegen. Und so sah es dann heute aus:

Bisschen Schnee, und ganz wichtig: Sonnenschein und blauer Himmel. So mag ich Winter. Man musste allerdings sehr vorsichtig gehen, da es spiegelglatt war.


Donnerstag, 25. Dezember 2014

Mein Laufjahr 2014



Das Jahr fing nicht gut an, ähnlich wie 2013 aufgehört hatte: mit Krankheit und Stress durch hohe Korrekturbelastung.
Ich bin im Januar zwei Mal gelaufen, insgesamt sagenhafte 11,22 km.
Im Februar waren es dann fast doppelt so viele Kilometer (21,15 km). Klingt toll, ist aber in der Summe auch eher traurig. Ich muss aber zu meiner Ehrenrettung sagen, dass ich relativ regelmäßig beim Pump war und viel spazieren gegangen bin.
Im März waren es wieder nur 2 Läufe und 12.06 km. Weil ich mal wieder richtig krank war. Ich habe dann erfahren, dass ich Peiffersches Drüsenfieber hatte. Damit war dann wenigstens geklärt, warum ich seit Dezember so angeschlagen war.
Im April waren es dann 17,93 km, verteilt auf 3 Läufe. Die waren alle in der ersten Aprilwoche. Danach war ich zwei Wochen im Urlaub und hatte zum ersten Mal keine Lust laufen zu gehen. Wir sind unheimlich viel spazieren gegangen, und das reichte mir völlig. Außerdem wurde ich in der zweiten Urlauswoche mal wieder krank und bin quasi direkt aus den Ferien in die Krankschreibung gewechselt. Solche Halsschmerzen hatte ich noch niemals zuvor.
Im Mai waren es vier Einheiten und insgesamt 21,12 km. Korrekturmarathon (Abi) und immer nach Nachwehen der überaus hartnäckigen Halsentzündung.
Der Juni war richtig gut, also im Vergleich zu den anderen Monaten: 6 Läufe, 32,77 km. Die laufen andere am Stück. Aber mehr ging nicht, weil ich gefühlt wieder nur korrigiert habe und außerdem wieder kränkelte.
Im Juli waren es dann 27,1 km, verteilt auf sechs Läufe. Alle, bevor mein Besuch aus Amerika kam. Ich glaube mir hat kein einziger davon Spaß gemacht.
Im August waren es auch wieder nur 15,17 km. Das lag am Besuch, zumindest zur Hälfte. Meine beiden amerikanischen Freundinnen wollten und konnten so gut wie nicht laufen und so habe ich mehr Zeit im Auto verbracht, als mir lieb war. Aber ich war in Schottland und England beim Pump. Das war cool.
Fazit für September: 4 Läufe, 23,46 km. Ein Lauf pro Woche. Dazu Korrekturen und eine kleine Klassenfahrt.
Im Oktober waren es vier Läufe und 27,75 km. Ich hatte im Urlaub keine Laufschuhe dabei. Danach gab es dann den x-ten Wiedereinstieg.
Der November war für meine Verhältnisse richtig gut. 11 Läufe, 81,32 Kilometer. Training für den Winterlauf und überhaupt die Erfahrung, dass es mal wieder Spaß macht.
Der Dezember war und ist wieder doof: 2 Läufe, 23,52 km. Das war’s. In der Woche vor dem Winterlauf war ich erkältet und habe die Füße stillgehalten, und ab Mittwoch nach dem Winterlauf hat es mich gesundheitlich völlig zerlegt, ich sitze nur noch röchelnd auf der Couch. Und da wir schon in der 52. Kalenderwoche sind, startet das neue Laufjahr am 29.12. Bis dahin werden definitiv keine Kilometer mehr dazukommen.
In Summe: 314,57. 20 km weniger als 2013, und das war schon schlecht.

Ziele für 2015: mehr laufen. Wenn alle Monate so wären wie November, wären die 1000 Jahreskilometer drin. Meine Laufpartnerin hat sich für einen Halbmarathon im April angemeldet und ich möchte mit ihr dafür trainieren. Ich muss jetzt aber erst einmal wieder gesund werden. Und bleiben. Dann sehen wir weiter.

Sonntag, 21. Dezember 2014

Alle Jahre wieder


"Mein" Weihnachtsbaum. Unsere Wohnung ist zu klein und irgendwie habe ich auch ein Problem damit, wie viele Bäume jedes Jahr extra gezüchtet werden, ein paar Tage oder Wochen in der Wohnung stehen und dann auf den Müll wandern.
Dann lieber so. Ich MUSS mindestens einmal im Jahr dort vorbeilaufen, sonst fehlt mir was. 


Samstag, 20. Dezember 2014

Die Rache der Erkältung

War irgendwie klar, dass das nicht gutgeht, wenn man sofort, wenn die Erkältung etwas besser ist, in die Vollen geht und einen Wettkampf läuft. 
Montag und Dienstag nach dem Winterlauf ging es mir soweit gut. Ich hatte Muskelkater in den Beinen, vor allem in den Waden, und im Bauch (???), aber abgesehen davon war alles gut. Mein Mann hingegen hustete sich die Seele aus dem Leib. Es kam, wie es kommen musste, Mittwoch fing das bei mir dann auch an. Ich habe mich Mittwoch und Donnerstag noch zur Schule geschleppt, weil es einiges an wichtigen Terminen gab, aber am Freitag ging dann nichts mehr.
Jetzt sind zum Glück Ferien, und ich hoffe, dass ich schnell wieder gesund werde. Ich war seit zwei Wochen nicht beim Pump und fühle mich ohne Bewegung gar nicht wohl.

Sonntag, 14. Dezember 2014

ATG Winterlauf 2014


Wie ich ja bereits letzte Woche geschrieben hatt, war ich krank. Ich hatte mich erkältet, habe die ganze Woche keinen Sport gemacht und mich zur Schule gequält.
Dann war da das Wetter. Gruseliger geht ja nun wirklich nicht. Sturmtief, Starkregen oder Schneeregen, zwar nicht kalt, aber einfach nur rundum usselig. Die ganze Woche, besonders Donnerstag und Freitag. Ich bin ja nun wirklich nicht aus Zucker, aber da wir langsam laufen, brauchen wir ja immer etwas länger, und bei so einem Mistwetter wären wir ja innerhalb kürzester Zeit bis auf die Haut nass.
Freitag und gestern kam dann noch Migräne dazu, so richtig fies einseitig, mit leichter Übelkeit. Ich hatte den Lauf eigentlich schon abgeschrieben, aber meine Laufpartnerin schrieb "es gibt keinen Plan B", also habe ich literweise Tee getrunken und bin richtig früh ins Bett gegangen. Bei leichtem Schneeregen.
Heute war auf wundersame Weise auf einmal wunderschönes Wetter. Sonnig, frisch, aber nicht kalt, wie neu. Meinem Kopf ging es auch besser, die Erkältung war so gut wie weg, also habe ich mich auf den Weg gemacht. Habe blöderweise mein Startnummernband zu Hause vergessen und mit der Sicherheitsnadel meine Weste kaputtgemacht (Faden gezogen). Meine Laufpartnerin hat auf dem Weg dahin ihr Stirnband verloren. Die Zeit reichte nicht, noch einmal zurückzugehen. Also habe ich meinen Mann angerufen und der hat es dann gerettet.
Der Transfer zum Start klappt wie immer super. Vor Ort haben wir uns noch einen heißen Tee gegönnt und gewartet, dass es endlich losgeht. Miterlebt, wie ein kleiner Junge Angst vor dem Nikolaus hatte (der ihm ganz nett einen Schokoriegel schenken wollte). Die Mitläufer so angeschaut. Und gewartet.
Wir haben uns ganz hinten aufgestellt, weil ja klar war, dass wir zu den Langsameren gehören. Quasi direkt vor dem Besenwagen.


Schnell kristallisierte sich heraus, dass noch 4 Leute langsamer sind als wir. Aber nicht viel. Und wir sind viel zu schnell losgelaufen. Die ersten Kilometer lief ich schon echt am Anschlag, aber ich habe es nicht geschafft, meine Laufpartnerin zu bremsen. Bis Kilometer 10 ging das auch ganz gut, aber ab dann hatte ich echt zu kämpfen. Das war auch der Teil der Strecke, der so richtig matschig war. Und dass ca. 200 Läuferinnen und Läufer vor uns schon da langgerannt waren, hat auch nicht geholfen. Aber die paar Leute, die anfeuernd dastanden, taten das auch noch für uns. Und auch die paar Straßen, die wir überqueren mussten, waren auch für uns noch gesperrt. Also lagen wir nicht so schlecht in der Zeit.
Richtig schlimm waren dann die letzten 4 km. In dem Teil des Waldes kenne ich mich aus, und die Streckenführung war eher ausgesucht, um auch die letzte Steigung noch mitzunehmen. Ich hatte an der einen oder anderen Stelle eine nette Alternative gewusst, aber das macht man ja nicht.
Fies auch: auf den letzten 2 Kilometern kommen einem diejenigen entgegen, die schon fertig sind. Ein Mann am Schluss meinte dann nur trocken "Ihr seid was spät". Ja, stimmt, aber ich hätte beim besten Willen nicht schneller gekonnt. Zielschluss war bei 2:15, wir haben 2:22 gebraucht. Wir bekamen noch unser Zielgeschenk ausgehändigt. Ein Handtuch (siehe Foto). Ich habe jetzt also ein T-Shirt, etliche Halstücher und ein Handtuch. Kann ich demnächst beim Pump mit angeben. Die Printenplatte werde ich wohl wieder meine Familie zu Weihnachten schenken. Sieht toll aus, aber ich mag keine Printen. 

Und jetzt bin ich KO. Richtig KO. Aber glücklich und zufrieden, dass ich es geschafft habe. Werde wohl morgen den Aufzug in den 3. Stock nehmen...

Dienstag, 9. Dezember 2014

Mist Mist Mist!!!

Das darf echt nicht wahr sein. Sonntagabend fing meine Nase an zu kribbeln. Es kratzte im Hals. Montag wurde ich mit heftigen Kopfschmerzen wach, das Halskratzen hatte sich zum Kloß im Hals weiterentwickelt. Die Nase kribbelte weiter.
Heute dann richtige Halsschmerzen. Und immer noch Kopfschmerzen. Die Nase kribbelt weiter, wenn sie nicht läuft.
Kein Fieber. Kein Husten. Noch nicht.
Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten. Entweder ich bin bis Sonntag wieder fit oder nicht. Entweder ich kann beim Winterlauf antreten oder ich muss schon wieder absagen. Letzteres fände ich extrem ärgerlich, weil ich ja doch einigermaßen in Form bin und das unter normalen Umständen schaffen würde.
Bitte alle verfügbaren Daumen drücken.

Sonntag, 7. Dezember 2014

Wie war das mit der Generalprobe?

Noch eine Woche bis zum Winterlauf. Quasi Zeit für eine Generalprobe. Die Woche war jetzt irgendwie nicht so optimal verlaufen. Dienstag das Lauftreff-Desaster, Mittwoch bis Freitag dann bleierne Müdigkeit, die zu absoluter Sportunlust führte. Also habe ich auch nichts gemacht und ständig in mich reingehorcht. Kratz es im Hals? Läuft die Nase wegen der Kälte, oder sind das die ersten Anzeichen einer Erkältung? Husten? Oder doch nicht?
Gestern war ich bei Pump. Alles paletti. Hat Spaß gemacht. Heute war ich zum Laufen verabredet. Das Wetter meinte es gut mit uns, statt des Dauergrau der letzten Tage konnte man die Sonne sehen. Aber irgendwie lief es nicht. Die Beine waren schwer, irgendwie fehlte die Luft, und das irgendwie bei beiden. Eigentlich waren 12 km geplant, gelaufen sind wir letztendlich 5,5. Und dann noch 3,5 gegangen, weil wir ja irgendwie nach Hause mussten.
Ursachen? War vielleicht doch nicht so schlau zum Pump zu gehen. Oder steckt da doch eine Erkältung in den Knochen? (Nein, bitte nicht!!!) War ich gestern doch zu spät im Bett (es war nach Mitternacht)? Bei meiner Laufpartnerin war es klar Schlafmangel und ein Bier zu viel. Und bei uns beiden der Kopf, denke ich.
Aber egal, letzte Woche haben wir uns bewiesen, dass wir die Strecke schaffen können. Und jetzt heißt es gesund bleiben. Die Generalprobe ist gründlich daneben gegangen, das ist doch ein gutes Omen für die Aufführung.

Dienstag, 2. Dezember 2014

Muss ich mir das antun?

Lauftreff heute. Extra etwas früher für "Wiedereinsteiger und langsame Läufer". War einmal da und hatte Frust, weil mir die anderen zu schnell waren. War noch einmal da und bin nett mit einer Frau in meinem Tempo gelaufen. Dann kam eine Weile dauernd was dazwischen. Heute war ich dann mal wieder da.
Außer mir noch drei Leute. Es hieß "wir bleiben auf alle Fälle zusammen. Der Langsamste gibt das Tempo an". Ja, klingt toll, so theoretisch.
Zwei sind direkt recht zügig losgerannt, ich bin von Anfang an hinterhergehechelt. Eine ist bei mir geblieben, und wenn sie auch gesagt hat, dass ihr das nichts ausmacht und sie gerne auch mal langsam läuft, fand ich das für mich echt blöd. Ich war von Anfang an ziemlich am Limit. Und wenn ich am Limit renne, werde ich irgendwann sauer. Und irgendwann hatte ich dann einen Heulkrampf. Dann soll man nicht sagen, dass der Langsamste das Tempo angibt. Dann soll man direkt ehrlich sagen, was die Minimalanforderung ist.

Na ja, das Gute: ich bin heute 7km gelaufen, und zwar relativ schnell für meine Verhältnisse. Ich kann nur schneller werden, wenn ich mal schneller laufe.

Das Schlechte: ich bin total platt jetzt. Und ziemlich frustriert.

Sonntag, 30. November 2014

Generalprobe? Oder doch nur ein langer Lauf?

Das Wetter war nicht so, wie es der Wetterbericht versprochen hatte. Statt sonnigen 8  Grad erwarteten uns nebelige 2 Grad und ein frischer Wind. Aber da wir uns ja einen langen Lauf vorgenommen hatten, haben wir einen langen Lauf gemacht.

So ganz stimmt die Statistik aber nicht, denn wir sind die letzten 3,4 km zügig gegangen, weil Laufen nicht mehr gegangen wäre.

Erkenntnisse: die schlumpfblauen Schuhe sind super. Traubenzucker bringt keine Leistungssteigerung, aber macht ganz furchtbar Durst. Mein Speck scheint furchbar schlecht durchblutet zu sein, meine Beine sind nämlich immer noch eiskalt, und das obwohl ich seit ca. 5 Stunden in der warmen Wohnung sitze und auch ca. eine halbe Stunde in einer sehr warmen Badewanne verbracht habe. Wir werden den Winterlauf schaffen, wenn nichts dazwischen kommt.

Heute in zwei Wochen ist Winterlauf

Werde ich es dieses Jahr schaffen, am Winterlauf teilzunehmen? Die Statistik sieht diesbezüglich nicht gut aus. Angemeldet war ich seit 2005 eigentlich immer, aber ich habe es erst zwei Mal geschafft, da tatsächlich anzutreten (2005 und 2012). Die Gründe sind schnell zusammengefasst: entweder ich war in der Vorbereitung dauernd krank, sodass ich nicht den Hauch einer Chance gehabt hätte anzukommen. Oder ich war am Tag des Laufs dann krank. Oder beides (wie letztes Jahr).

Im Moment geht es mir gut. Es ist Ende November und ich hatte bisher eine kleine Kopfschmerz-Attacke und eine Blasenentzündung. Keine richtige Erkältung.

Der Countdown läuft...


Samstag, 22. November 2014

Midlife crisis? Oder "Vorher - nachher"



Mag sein, dass es wie ein Schnellschuss wirkt, aber ich war schon seit Wochen mit dem Ist-Zustand meiner Haare unzufrieden. Ich mochte meine Urlaubsfotos gar nicht. Ich war vor ein paar Tagen in Köln unterwegs und dachte bei jedem Blick in den Spiegel „Wer ist denn die alte Frau?“ Auch beim Sport gibt es ja reichlich Spiegel, und auch da gefiel ich mir nicht mehr. Meine Haare sind irgendwie neben meinen Augen das Beste, was ich habe. Aber mich hätte keine Shampoo-Firma mehr als Haar-Model genommen. Und auch Heidi Klum hätte mich gnadenlos umgestylt. Und von daher brauchte ich dringend eine Veränderung.

Vorher: lang (bis etwa Hälfte des Rückens), grau-meliert, witzigerweise fast überwiegend das Deckhaar vorne, von hinten sehe ich nach wie vor mehr Natur. Zuppelige Spitzen. Frisur: meist Zopf, da mich meine Haare offen nerven (95%). Gefühlt recht dünn. Natur-Locken, die man an der leichten Welle und an den sich kringelnden Spitzen erkennt.


Das Zopf-Foto geht ja noch, aber mit offenen Haaren habe ich mir das tolle Sonnenuntergangsfoto auf Key West doch einigermaßen ruiniert. Gut, da waren die Haare auch noch relativ feucht und von Sonne und Salzwasser strapaziert, aber trotzdem.

So war ich dann also gestern beim Frisör. Er fragt: "Was darf ich denn auf keinen Fall tun?" Ich antworte "Pony schneiden, grün färben und raspelkurz abschneiden!" Und so kam es dann, dass ich etwa die Hälfte der Länge verlor und die Farbe veränderte. 


Nachher: schulterlang, dunkelblond, wirken fülliger, meine Natur-Locken kommen deutlich besser raus. Ein Zopf geht so gerade noch. Alle, denen ich es bisher gezeigt hatte, waren ganz angetan. Krasse Veränderung. Bin gespannt, wie es aussieht, wenn ich die Haare selbst gewaschen habe. Und bin gespannt auf weitere Reaktionen.  Und ja, jetzt habe ich wieder das Problem, dass man nach ein paar Wochen den Ansatz sehen wird. Aber ich bin einfach zu jung, um richtig alt auszusehen. 


Samstag, 15. November 2014

Ausgebremst

Ich bin echt voll motiviert, endlich mal wieder längere Läufe zu machen und schneller zu werden, und wenn sich dabei das eine oder andere überflüssige Kilo vom Acker macht, nehme ich diese "Nebenwirkung" gerne in Kauf.
Problem Hose habe ich gelöst, ich habe ein anderes Modell gefunden, das passt und bleibt, wo es hingehört. Schon getestet und für gut befunden. Die neuen Schuhe sind auch gut.
Warum zum Kuckuck habe ich dann jetzt richtig üble Kopf- und Ohrenschmerzen? Fing gestern an, machte mich nachts wach und hält mich heute definitiv vom Pump ab.
Ich hoffe jetzt, dass es "nur" vom Wetterumschwung kommt und im Laufe des Tages wieder verschwindet. Ich will morgen unbedingt einen langen Lauf machen. Und ich will NICHT krank werden. Basta!

Mittwoch, 12. November 2014

Laufen mit Hindernissen

Ich hab da mal ein Problem. Und zwar habe ich wunderschöne, neongelbe Laufschuhe, die, als ich sie vor etwa einem halben Jahr gekauft habe, auch ganz wunderbar passten. Und jetzt auf einmal, seitdem ich versuche, mal wieder etwas längere Strecken zu laufen, schläft mir immer der linke Fuß ein. Und irgendwann tut er weh. Ich habe noch ein älteres Paar, aber das ist mir irgendwie eine halbe Nummer zu klein geworden. Ich fand das seltsam, habe aber nicht weiter darüber nachgedacht.
Also habe ich mir  heute ein neues Paar geleistet, um was zum Wechseln und was für den Winter zu haben. Bei der Anprobe mehrerer Schuhe musste ich dann leider feststellen, dass ich in allen Modellen die berühmte halbe Nummer größer brauche. Das wiederum könnte schon eine Erklärung für die seltsamen Fußschmerzen sein. Aber warum wachsen meine Füße? Oder wachsen die gar nicht, sondern sind lediglich platter geworden, weil ich sie endlich mal wieder regelmaßig benutze???

Mein zweites Problem ist, dass ich große Schwierigkeiten habe, eine passende Tight zu finden. Ich besitze eine, aber die ist schon 10 Jahre alt und wird langsam an gewissen Stellen etwas dünn. Also habe ich mir dann zur Feier des Tages auch noch eine neue Tight gegönnt, die im Laden in der Umkleide echt perfekt saß.

Hoch motiviert bin ich dann also vorhin losgelaufen und habe vor lauter Motivation sogar ignoriert, dass ich eigentlich Hunger hatte und es dunkel war. War zunächst ein sehr kurzer Lauf, weil die tolle neue Hose nach etwa 100 Metern schon nicht mehr perfekt saß, sondern sich unaufhaltsam den Kniekehlen näherte. Das heißt dann wohl, dass wir auf die Dauer keine Freunde werden, denn wenn ich alle 100 Meter anhalten muss, um die Hose wieder hochzuziehen (und nein, sie ist auf gar keinen Fall zu weit, nur offenbar irgendwie komisch geschnitten), dann ist das für den Laufstil eher nicht so förderlich. Ich bin dann mal eben zurück nach Hause gelaufen, war ja zum Glück nicht weit gekommen, habe eine andere Hose angezogen und bin eine Runde gelaufen. War jetzt nicht die reine Freude, aber immerhin besser als direkt auf die Couch zu wechseln. Und morgen tausche ich dann die Hose um und probiere die nächste, falls ich eine finde, direkt im Laden aus.


Mittwoch, 22. Oktober 2014

Paradise Found - oder was man für einen perfekten Urlaub braucht

Unser Urlaub (zwei Wochen Florida) war richtig genial. Sonne hatten wir reichlich. Und Meer. Und Regen und Gewitter. Und allerlei Getier.
Ein kurzer Überblick:
Ziemlich schrecklicher Hinflug. Ich sag nur pampige Flugbegleiterinnen, Turbulenzen und kotzende Mitreisende. Ich war heilfroh, als ich endlich aussteigen konnte.
Mietwagen abholen war dann kein Problem, die ersten Kilometer auch nicht.
Unsere Stationen:
4 Nächte Hollywood, Florida. Super Strand, netter Ort, süßes Hotel. Ganz tolle Strandpromenade. Richtig schön.

  

   


Tagesausflug nach Fort Lauderdale. Da wohnen nicht die armen Leute.

3 Nächte Key West. Viele kleine Läden und nette Restaurants. Das Hemingway House. Die Strände leider eher steinig. Autsch. Wir waren schnorcheln. Für mich klasse, S. mochte das nicht so. Der berühmteste Sonnenuntergang der Welt sowie der südlichste Punkt der USA.






1 Nacht Key Largo, in einer Ferienanlage. Das Doppelzimmer entpuppte sich als Suite. Mit allem, was man so braucht. Super Pool. Der Strand leider winzig und nicht sehr einladend.

1 Nacht Florida City, auf dem Weg in die Everglades. Ganz anders als ich mir das vorgestellt hatte. Gar nicht sumpfig und fies, sondern klares Wasser. Viele Tiere. Alligatoren, Vögel, die eine oder andere Mücke. Aber lange nicht so krass wie befürchtet.



2 Nächte Naples. Am Golf von Mexiko. Da wohnen die armen Leute auch nicht. War nett. Schöner Strand. War leider nicht im Wasser, weil ich voll meine Tage hatte und nach einem Tag in der Stadt keine Lust mehr hatte dahin zu laufen. Delphine gesehen.

2 Nächte Miami Beach. Parken kostet 25 Dollar am Tag. Krass. Und das Hotel blieb deutlich hinter den anderen zurück. Als wir ankamen war es extrem schwül. Hab noch nie so geschwitzt ohne mich zu bewegen. Dann kam ein richtig heftiges Gewitter und ab dann perfektes Wetter. Strahlend blauer Himmel, nicht zu heiß, gar nicht schwül. Herrlich.





War richtig klasse!
Erkenntnisse:
1. Ich will nicht im Sommer nach Florida. Noch wärmer, viel mehr Luftfeuchtigkeit und viel mehr Mücken. Alle, die wir getroffen haben, rieten wärmstens davon ab.
2. Mehr als 9 km gehen in neuen Flipflops ist eine ganz schlechte Idee.
3. Es ist dämlich, das Ladegerät fürs Handy im Hotel zu vergessen. Dann hat man nämlich im nächsten Hotel keinen Saft mehr.
4. Moskitos in Florida sind zum Glück anders als die in Texas und Kalifornien, hatte keine üble Reaktion.