Einer der guten Vorsätze fürs Neue Jahr ist aufzuschreiben,
was ich alles so lese, damit ich einen besseren Überblick habe und es mir nicht
passiert, dass ich Bücher doppelt kaufe. Der Rückblick auf Dezember gestaltet
sich etwas schwierig, weil ich bei den Büchern, die etwas länger
zurückliegen, nicht mehr weiß, ob ich
sie im Dezember oder doch schon im November gelesen habe. Ab Januar sollte das
dann einfacher sein.
Den Anfang macht die „Maze Runner“-Trilogie von James Dashner
(Maze Runner, Scorch Trials, Dark Cure – die Menschheit droht von einer
Epidemie ausgerottet zu werden und man sucht verzweifelt nach demHeilmittel). Den
Film haben wir in Florida gesehen, S. hatte da auch das Buch gelesen und war
ganz angetan. Dass ich alle drei hintereinander weg gelesen habe, sagt ja schon
das eine oder andere. Aber irgendwie hat mich das Ende geärgert. Mehr sage ich
dazu nicht, will ja nichts verraten.
Dann kam Dan Wells, „Ruins“. Das ist der dritte Teil der
Partial-Trilogie (auch eine Art Endzeit-Roman, alle menschlichen Babys sterben,
und die Partials gehen auch nach 20 Jahren kaputt, außerdem sind sich die
beiden Gruppen nicht grün). Ich hatte anfangs etwas Schwierigkeiten wieder in
die Geschichte reinzukommen, weil es eine Weile her war, dass ich die ersten
beiden Teile gelesen hatte. Insgesamt hat mir die Serie gut gefallen, aber ich
hätte an der einen oder anderen Stelle die „Anführer“ packen und schütteln
mögen, weil deren Rassismus und Engstirnigkeit so ärgerlich war.
„The Girl with all the Gifts“ von M.C. Carey (ein Pilz
verwandelt Menschen in fleischfressende Zombies (Hungries), die Protagonistin
ist ein solches Wesen, aber „anders“). Auf dem Cover stand unter anderem: "If you only read one novel this
year, make sure it's this one, it's amazing."—Martina Cole. Gut, es ist
sonnenklar, dass ich dieses Jahr nicht nur ein Buch lesen würde, aber trotzdem,
das ist schon eine Ansage. Dieser Roman hat mich von Anfang an gepackt und
nicht mehr losgelassen. Das Ende war logisch, aber irgendwie heftig.
John Katzenbach, „Der Professor“ (mal auf Deutsch). Es geht
um einen dementen ehemaligen Psychologieprofessor, der mitbekommt, wie ein
junges Mädchen entführt wird und der alles daran setzt, diese Entführung
aufzuklären. Die Ausgangsidee fand ich interessant, zwischendrin musste ich
ganz schön schlucken angesichts der menschlichen Abgründe. Insgesamt spannend
zu lesen und keine leichte Kost.
Und da ich „angefixt“ war, habe ich direkt einen weiteren
Roman von John Katzenbach gelesen, und zwar „Der Patient“. Ein ehemaliger
Patient bedroht den Psychoanalytiker Frederick Starks. Entweder er findet
binnen 15 Tagen heraus, um wen es sich handelt, oder er begeht Selbstmord oder
seine Verwandten werden der Reihe nach umgebracht. Auch dieses Buch habe ich
innerhalb weniger Tage mehr oder weniger verschlungen, fand es aber an der
einen oder anderen Stelle doch recht weit hergeholt.
Und dann war da noch „Gone Girl: A Novel“ von Gillian Flynn.
Gemischte Gefühle. Es fing an wie ein richtig guter Thriller. Frau weg, Ehemann
verzweifelt. Dann kam eine Phase des Zweifels. Ehemann der Killer? Dann wurde
das wiederum in Frage gestellt. Und das Ende ging gar nicht. Das war so ein
Buch, das ich nicht aus der Hand legen wollte, aber immer weniger leiden
konnte, je mehr es aufs Ende zuging.
Und was Leichtes für zwischendurch („Komm, wir laufen aus!“),
obwohl Heidi Schmitt wahrscheinlich sauer wäre, wenn ich sie als „leichte
Lektüre“ bezeichnen würde. Kleine Geschichten aus ihrem Leben als Läuferin, ich
habe mindestens geschmunzelt und manchmal auch laut gelacht, habe mich an der
einen oder anderen Stelle wiedererkannt und mich mehr als einmal darüber
geärgert, dass der Husten mich fest im Griff hatte und ich nicht laufen gehen
konnte.
Noch so ein Buch, von dem ich nicht restlos begeistert war:
Jeffery Deaver, „The October List“. Novel in reverse. Das erste Kapitel ist
eigentlich das letzte, und die Geschichte ist quasi eine Reise in die
Vergangenheit. Nach dem ersten Kapitel war gar nichts klar und ich war
gespannt, ob und wie sich das alles erklären würde. Ich habe mich aber, ehrlich
gesagt, ziemlich durch das Buch gequält und an der einen oder anderen Stelle
überlegt, ob ich es überhaupt zu Ende lesen möchte. Ja, es wird aufgeklärt, und
ja, das erste Kapitel ist entgegen des ersten Eindrucks ein „richtiges“ Ende,
aber irgendwie kam das dann doch alles sehr überraschend und unvorhersehbar.
Eigentlich müsste ich es mit dem Wissen, das ich jetzt habe, noch einmal lesen,
um zu prüfen, ob das auch alles so zusammenpasst, aber dazu habe ich keine
Lust.













Nachher: schulterlang, dunkelblond, wirken fülliger, meine
Natur-Locken kommen deutlich besser raus. Ein Zopf geht so gerade noch. Alle,
denen ich es bisher gezeigt hatte, waren ganz angetan. Krasse Veränderung. Bin
gespannt, wie es aussieht, wenn ich die Haare selbst gewaschen habe. Und bin
gespannt auf weitere Reaktionen. Und ja, jetzt habe ich wieder das Problem, dass man nach ein paar
Wochen den Ansatz sehen wird. Aber ich bin einfach zu jung, um richtig alt
auszusehen.






