Sonntag, 19. Dezember 2010
Schneegestöber
Hier schneit es wie doof. Und ich finde Schnee deutlich besser als Regen. Wir waren gerade laufen und das hat richtig Spaß gemacht. Auf dem Foto (Blick aus dem Fenster) sieht man die Flocken nicht so richtig, aber sie fallen und fallen und fallen. Ich frage mich, wie ich morgen zur Schule komme. Vielleicht gibt es ja in NRW mal schneefrei?
Sonntag, 5. Dezember 2010
Kölner Nikolauslauf
Nach zwei Runden (6,8 km) hatten wir aber genug, weil wir wirklich durch und durch nass waren. Das war das Schöne an dem Lauf, man konnte nach jeder Runde (3,4 km) entscheiden, ob man aufhören oder weiterlaufen wollte. Im Ziel gab's einen Nikolaus, ich habe bei meiner Freundin noch nett Mittagessen bekommen und bin dann gut nach Hause gekommen, bevor das Schneechaos einsetzte.
Dienstag, 26. Oktober 2010
Stadsloop in Kerkrade
Samstag, 23. Oktober 2010
Zypern im Herbst
Gegen Nachmittag habe ich meine Freundin in Köln abgeholt und wir sind dann zusammen nach Rüsselsheim gefahren. Dort haben wir das Auto abgestellt und uns zum Flughafen fahren lassen. Hin hatten wir zum Glück einen Direktflug, der aber erst gegen 1.55 Ortszeit landete. Im Hotel waren wir gegen 3.30 und sind an sich nur noch ins Bett gefallen.
Freitag
Erkundung der Umgebung. Nettes Apartment, nette Anlage. Von dort aus sind wir an der Küste lang zum nächsten Ort (Protaras) gelaufen, haben dort einen Salat gegessen und sind nach einer schönen Pause am Strand wieder zurück. Danach waren wir kaputt, weil die Nacht ja doch sehr kurz gewesen war. Wir haben nur noch kurz was gekocht und sind dann ins Bett gefallen. Unterwegs sieht mannette kleine Kirchen, schöne Wege und Kunstwerke am Strand.
Sonntag
Mit dem Bus zur nächst größeren Stadt (Agia Napa) gefahren, dort ein bisschen umgesehen und eingekauft. Von da aus sind wir dann die Küste entlang in Richtung unserer Anlage gelaufen. Hat aber viel länger gedauert als gedacht, weil der Pfad (in weiten Teilen der europäische Wanderweg E4) doch wesentlich länger war als die Straße. Nach 5 Stunden hatten wir keine Lust mehr, es wurde langsam dunkel und wir hatten das Glück, dass eine deutsche Familie mit Leihwagen sich verfahren hatte, wir zum selben Hotel wollten und den Weg kannten. Sehr bequemer Rückweg. Abends haben wir dann wieder was gekocht, gequatscht, ganz relaxed.
Sonntag
Zu Fuß nach Protaras, dort ein wenig umgesehen, die Läden unsicher gemacht. Wir sind dann mit dem Bus zurück zum Hotel, weil ich unbedingt noch ins Meer wollte. War total klasse. Das Wasser war noch warm, total klar, einfach nur schön. Abends hat mich dann meine Freundin quasi gezwungen laufen zu gehen. So richtig viel Spaß hat es nicht gemacht. Was muss, das muss. War ein total schöner, klarer Tag vom Wetter her.
Wir sind mit dem Bus nach Nicosia gefahren, das ist die letzte geteilte Hauptstadt Europas. Wir sind dann für zwei Stunden in den türkischen Teil eingereist und sind dort der blauen Linie gefolgt, die einen an den Sehenswürdigkeiten entlangführt. Ich war vor 5 Jahren schon einmal da, seitdem hat sich was getan, aber der Nordteil ist immer noch um einiges heruntergekommener als der Südteil. Wie eine andere Welt, wie eine andere Zeit. Ein Erlebnis. Und die Flagge im Berg finde ich nach wie vor krass. Nachmittags bin ich nochmal schwimmen gegangen. Das Abendprogramm war wieder ähnlich.
Dienstag
Busfahrt nach Agia Napa, zum berühmten Nissi Beach. Total schön da. Wir haben im Grunde den ganzen Tag am Strand gelegen und die Sonne und das Wasser genossen. Herrlich.
Letzter Tag. Sollte eigentlich genauso ablaufen wie der vorletzte, hat aber nicht geklappt, weil gegen Mittag ein Wahnsinns-Sturm aufzog, dass sich die Palmen bogen und der Sand nur so flog (das sieht man auf dem Foto gar nicht. Aber auf dem Film kann man es erahnen). Also haben wir dann die Idee aufgegeben und sind zurück zum Hotel gefahren. Kofferpacken musste ja auch sein. Irgendwann war der Wind weg, aber die Luft war echt übel, es war total schwül und drücken, wie kurz vor Gewitter. Wir sind trotzdem wieder laufen gegangen, die reine Quälerei mal wieder. So gesehen gut, dass meine Freundin so ein Sturschädel ist, alleine wäre ich nicht gegangen. Abends sind wir dann essen gegangen, war lecker.
Donnerstag
Rückreise. Voll doof. 5.20 Taxi zum Flughafen, 8.00 Flug nach Athen, da 4 Stunden doof rumgesessen, dann Flug nach Frankfurt, dann Auto nach Hause. Ich war um 21.00 hier und völlig platt.
Fazit: super schöner, erholsamer Urlaub. Ideal, um den Sommer noch ein bisschen zu verlängern. Warum ich jetzt nicht völlig motiviert wieder an die Arbeit gehen kann ist mir ein Rätsel. Eigentlich bräuchte ich noch eine Woche Ferien um zu arbeiten.
Samstag, 18. September 2010
Jedes Jahr im September...
Es war von allem was dabei: richtiges Moor (man sieht oben, wie er fast einsinkt, und auch der "befestigte" Weg neben dieser Moorpfütze war sehr sehr schwabbelig, man hatte fast Angst fest aufzutreten, weil es sich so anfühlte, als würde man jeden Moment durchbrechen), befestigte Waldwege, Stege, war richtig klasse.
Das Wetter hat auch mitgespielt es hat nur einmal ganz kurz geregnet. Nach der Wanderung gab's was zu essen und dann ging es zurück nach Hause. Dieses Jahr keine Übernachtung, was für mich gut war, denn ich bin, wie oben schon gesagt, tierisch erkältet.
Benefizlauf
Sonntag, 15. August 2010
Ich sehe rosa
Im Runners Point Magazin wird wie folgt geworben: Die Beauty Lounge, das bunte Bühnenprogramm im „Women's Village“ sowie das rosa Finishertäschchen als Belohnung im Ziel lassen Frauenherzen höher schlagen.“ Ja, stimmt, meine maximale Herzfrequenz gestern lag bei 187, aber so leid mir das tut, das war nicht beim Anblick des rosa Täschchens. Ich mag eigentlich kein rosa.
Von vorne. Kurzentschlossen hatten meine Freundin und ich uns für den Women's Ru nachgemeldet. Das rosa T-Shirt mit der Aufschrift „Favoritin“ wollten wir uns, im Gegensatz zu den meisten anderen Läuferinnen, erst für nach dem Lauf aufsparen. War auch gut so, sonst hätten wir uns in der Masse der rosa T-Shirts vermutlich verloren. Vor dem Lauf schlenderten wir durch's Village, verzichteten auf einen Fitness-Test, besorgten uns das kostenlose Startnummernband (sowas wollte ich immer schon haben), standen an der Toilette Schlange und genossen den Sonnenschein. Gegen 15.15 stellten wir uns für den Start auf. Man weiß ja, langsame Läufer bitte nach hinten, damit die Schnellen vorne nicht behindert werden. Die Zeitmessung erfolgt per Chip (oder überhaupt nicht), also ist es auch wurscht egal, wann man über die erste Matte läuft. Das hätte mal jemand den Walkerinnen sagen sollen. Als eine Laufschnecke aus L. (stand auf ihrem T-Shirt) mich an der Taille packte und zur Seite schon, um an mir vorbeizudrängeln, war ich kurz vorm Explodieren (zumal neben mir reichlich Platz war). Aber egal, ich lasse mir nicht die Stimmung vermiesen, alles ist rosa und das Wetter ist schön.
Beim Start flogen ungezählte rosa Luftballons und los ging's. Es ging, ich ging, alle Frauen gingen (außer die ganz vorne, schätze ich). Und das lustige Walkerinnen-Überholspiel begann. Nichts gegen Walkerinnen, die guten unter ihnen sind sicher schneller als ich beim Laufen, aber die guten waren noch weiter vorne. Munter zu viert nebeneinander, wild die Stöcke schwingend, das war jetzt nicht wirklich lustig. Den ersten Kilometer bewältigten wir in der sensationellen Zeit von 9:09. Das ist selbst für meine Verhältnisse extrem langsam. Und irgendwie wurde es nicht besser. Erst auf der Brücke hatten wir ein wenig Platz, das hatte sich aber einigermaßen schnell wieder erledigt. Das nächste Nadelöhr kam dann an den Treppen zur Philharmonie, wo man echt aufpassen musste, die wilden Stöcke nicht noch vors Schienbein oder ins Gesicht zu bekommen. Dazu kam, dass mir die Temperaturen überhaupt nicht lagen und meine Tagesform alles andere als gut war. So bin ich mit der schlechtesten 5er Zeit in meinem bisherigen Läuferinnenleben ins Ziel gelaufen (knapp unter 41 Minuten). Aber die schubsende Laufschnecke hatte ich unterwegs wieder eingeholt.
Im Zielbereich gab es dann Wasser, lecker Obst und alkoholfreies Weizen. Und auch dort Gedränge ohne Ende. Sind Frauen unentspannter als Männer? Oder war dieser Lauf extrem voll? Ich habe schon an einigen Läufen teilgenommen, aber noch nie an einem nur für Frauen, und noch nie im Zielbereich so ein Gedränge und Geschubse erlebt. Und so grundlos, es war genug von allem da. Genug Wasser, genug Obst, genug Weizen, also überhaupt kein Grund andere aus dem Weg schubsen zu müssen.
In einer ruhigen Minute haben wir dann mal unser Täschchen in Augenschein genommen. Deo, Duschgel, Körperlotion, was zu lesen (jede Menge Werbung und Runner's World), Fußbad, Waschmittel, ein Blasenpflaster, Schweißband, sowas halt. Ganz nett.
Kann ich diesen Lauf empfehlen? Jein. Mir war es zu voll und ich hab's nicht so mit Gedränge. Gut, Bestzeiten laufe ich eh nicht, aber das wäre da auch nicht gegangen. Die Organisation fand ich gut, außer dass man vielleicht den Walkerinnen hätte sagen können, dass sie hinten bleiben, und dass Stöcke bei der Strecke nicht wirklich eine gute Idee sind. Die Strecke war insgesamt ganz schön, halt mitten durch Köln, das hatte was. Die Stimmung an der Strecke war gut, auch wenn die Kommentare der biertrinkenden Samstagnachmittaggenießer nicht immer freundlich waren. Ich hatte allein deshalb Spaß, weil ich mich mit meiner Freundin unterhalten konnte und auch witzig fand, mir die Teilnehmerinnen anzuschauen. Nächstes Jahr wieder? Mal sehen...
Ich bin übrigens genau 1000. geworden. Das ist auch eine Leistung, finde ich.
Samstag, 14. August 2010
Haarige Sachen
Ich habe ja schon lange keine Lust aufs Färben mehr. Der Urlaub im Süden hat aus den getönten Haaren blonde gemacht, die weißen wachsen munter weiter und ich finde die Mischung gar nciht schlecht. Witzigerweise fand meine Frisörin das heute auch und hat mir nur ein Stück abgeschnitten. Die Spitzen waren sehr trocken (und noch sehr dunkel) und ich bin insgesamt wohl 15 cm losgeworden. So wie oben sieht es jetzt aus.
Einerseits sehr kurz für meine Verhältnisse, andererseits aber auch klasse, weil die Haare schöner fallen und viel leichter sind.
Freitag, 6. August 2010
So sieht es jetzt aus
Hier ist das Ganze am Anfang des Urlaubs.
Dienstag, 20. Juli 2010
4 Wochen nach der OP
Mittwoch, 7. Juli 2010
Der Schulalltag hat mich auch wieder, aber dazu sage ich besser nichts, das ist nicht gut für die Schilddrüse. Donnerstag werden mal die Werte bestimmt, die Auswertung kommt dann eine Woche später. Ich bin heute einigermaßen schlapp, das kann aber auch daran liegen, dass ich nach einer recht langen Pause wieder arbeite und natürlich voll in den Zeugnisstress gekommen bin. War gestern und heute erst um 18.00 zu Hause. Dafür sind meine Zeugnisse fertig. In einer Woche sind Ferien, und das ist auch gut so.
Freitag, 2. Juli 2010
Grünes Licht
Das Fädenziehen war total schnell erledigt. Hinter den Knöpfen war es ein bisschen entzündet, sieht so aus wie zwei kleine Pickel, ich schätze aber, das wird bald von selbst verheilen. Ich soll jetzt meinen Hals mit Johanniskrautöl massieren, das ist wohl gut für die Narbe und den ganzen Rest. Mache ich, aber erst heute Abend. Die haben allen Ernstes gefragt, ob ich die Knöpfe behalten will. Nein danke, so schön fand ich die nicht. Und ich habe ja Fotos gemacht.So sieht es jetzt aus (voll schwierig, sich selbst zu knippsen, deshalb gucke ich auch so grimmig):
Mittwoch, 30. Juni 2010
Von der Geduld
Im Moment warte ich darauf, wieder ganz gesund zu sein. Ich warte darauf, dass die Fäden rauskommen (Freitag), dass das beklemmende Gefühl beim Schlucken weggeht (Freitag? Mit den Fäden zusammen?). Dass ich wieder Sport machen kann (keine Ahnung, wann). Ich warte darauf, wieder arbeiten zu gehen (Montag?). So langsam ist der Punkt erreicht, an dem ich soweit wieder fit bin, dass ich ausruhen nicht als Wohltat, sondern als Qual empfinde. Das freut mich total, ich hätte nicht gedacht, dass das so schnell gehen würde. D.h. das Warten ist zum Glück kürzer als es sein könnte. Trotzdem will ich wieder laufen gehen, sofort!
Dienstag, 29. Juni 2010
Doch oben ohne
So sieht es inzwischen aus.
Freitag, 25. Juni 2010
MIt und ohne Pflaster
Ja ja, so ein Pflaster ist schon ein ganz schön kommunikativer Gegenstand. Ich war heute nur mal kurz in der Apotheke und beim Bäcker, und wurde prompt gefragt, was ich denn gemacht hätte. Schön, dass sich die Mitmenschen um einen sorgen.
In der Apotheke war ich, weil ich eine Alternative zu dem weißen Ungeheuer brauchte. Das ist mir nämlich viel zu hoch und drückt. Und die Streifen, die ich aus dem Krankenhaus mitbekommen habe, sind so schmal, dass mir entweder die Plastikdinger oder die Narbe unter den Klebestreifen geraten, und das geht gar nicht. Oben ohne geht auch nicht, finde ich. Oder sollte man aus den bunten Plastikteilen eine Art neuen Modeschmuck kreieren?
Im Gegensatz dazu ist der Blumenstrauß, den mir meine Kollegen geschenkt haben, ein richtig schöner Anblick. Dazu noch eine Karte und ein Buchgutschein, damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Hat mich riesig gefreut.
Donnerstag, 24. Juni 2010
Frankensteins Monster
Donnerstag, 23. Juni 2010
Bin gerade aus dem Krankenhaus entlassen worden. Puh! Leider hatte da das WLAN nicht funktioniert, deshalb konnte ich mich von da nicht melden.
Die Nacht auf Montag war nicht der Hit. Bis 5.00 ging es, dann nicht mehr. Nervös. Und wie. Bin zu KH gefahren, habe auf meiner Station eingecheckt, bekam sexy Thrombosestrümpfe, ein richtig sexy rückenfreies OP-Hemd und die Scheiß-egal-Pille und kann nicht behaupten, eine Wirkung gespürt zu haben. Ich war völlig klar die ganze Zeit, habe vergeblich gewartet, dass eine Wirkung einsetzt, mich nett mit den Schwestern und den Narkoseärzten unterhalten und gewartet, dass es endlich losgeht. Keine Ahnung, wie die darauf gekommen sind, dass ich nervös bin. Erst das Beruhigungsmittel intravenös hat's gebracht.
Irgendwann wurde ich wieder wach und wurde auf mein Zimmer gebracht. Stefan war zum Glück die ganze Zeit da, sodass ich nicht alleine war. Ich bin unsicher, wie ich den Tag verbracht habe, dösend, schätze ich. Ich konnte sprechen, das fand ich schonmal gut, ich konnte atmen, irgendwann durfte ich was trinken, später Joghurt essen, noch später ein Brot. Das ging nicht so richtig gut, weil das Schlucken irre wehtat. Von der Intensität her wie eine fette Halsentzündung, aber halt nicht von innen, sondern von außen. Gegen 17.00 kam der Chefarzt und sagte, dass alles gut ist. Da ist mir erst einmal ein Stein vom Herzen gefallen. Wobei ich spannenderweise den Tag über gar nicht mehr nervös war, weil sich das irgendwie einseitig anfühlte. Als ob links ein großes und rechts ein kleineres Loch wäre. Gutes Zeichen.
Die Nacht war der totale Horror. Ich habe gefühlt gar nicht geschlafen, weil das KH Aufnahme hatte und andauernd Betrieb war. Das Telefon klingelte ständig, ständig drückte einer nach dem Pfleger (und da mein Zimmer nicht ganz weit weg von seinem Raum war, habe ich natürlich alles gehört). Irgendeine blöde Kuh latschte auf Holzclogs über die Station (zumindest hörte sich das so an), und jedes Mal, wenn ich gerade weggedöst war, war wieder was. Der Drainage-Beutel, der da aus mir raushing, hat auch nicht geholfen. Außerdem wusste ich nicht so recht, wie ich liegen sollte. Hat natürlich auch nicht geholfen, dass ich irgendwie halbwegs ausgeschlafen war, weil ich ja den ganzen Tag rumgelegen hatte.
Dienstag beim Frühstück habe ich den Fehler gemacht zwei Tassen Kaffee zu trinken. Der war schön stark. Wobei das alleine nicht erklärt hat, wie es mir ging. Wie eins A Nervosität, bisschen schneller Herzschlag, eine extrem gute Verdauung, der Wahnsinn. Dabei war ich überhaupt nicht angespannt. Bei der Visite abends meinte der Chefdoc dann, dass bei der OP jede Menge Schilddrüsenhormon freigesetzt wurde. Das erklärt einiges. Und überdosieren möchte ich das Zeug nun wirklich nicht. Ansonsten plätscherte der Tag so vor sich hin. Ich habe gelesen, vergeblich versucht ins Internet zu kommen, meine Tante war da, Stefan war da. Ich bin die ersten Schritte spazieren gegangen, habe lecker gegessen (das Essen war super). Abends habe ich noch was gelesen und bin dann mit Ohrenstöpseln sofort eingeschlafen.
Mittwoch durfte ich dann zu Fango und Massage. Eine Wohltat! Und ja, so verspannt war ich noch nie. Von der Lagerung bei der OP, von der Schonhaltung, ganz übel. Meine Eltern waren da, Stefan, wir sind nett Kaffee trinken gegangen und eine Runde um den Block. Ging. Abends habe ich dann alleine Fußball geschaut. Da ging es mir nicht so toll. Irgendwie war die Erleichterung weg und der Schmerz da. Ich wusste kaum mehr, wie ich sitzen oder liegen sollte. Bin dann irgendwann eingeschlafen, aber ab 3.00 war die Nacht zu Ende. Heute noch einmal Fango und Massage, der erste Blick auf die Narbe. Urgs. Ich sehe aus, geht gar nicht. Nicht nur dass alles blau ist, es hängen auch noch zwei Plastiknöppel raus, mit denen wohl die Fäden fixiert sind. Also wieder Pflaster drüber.
Und jetzt bin ich zu Hause. Und wenn ich noch länger überlege, fallen mir bestimmt noch ein paar Anekdoten ein.
Ich muss aber erstmal zum Hausdoc gleich, wegen der Krankschreibung. Und hoffe, dass ich noch ein paar Massagen verschrieben kriege.
Sonntag, 20. Juni 2010
Morgen also
Ich fand die letzten Wochen extrem anstrengend, weil ihc leider dazu neige mir einen Kopf zu machen und mir das Schlimmste auszumalen. Dazu kam der übliche Schuljahresendstress, Klausuren, Abitur, was auch immer. Auch ohne die anstehende OP wäre ich einigermaßen ferienreif, was das alles auch nicht einfacher macht.
Bitte Daumen drücken! UNd hoffentlich bis bald, mit guten Nachrichten.
Donnerstag, 27. Mai 2010
Und weiter warten
Dienstag, 25. Mai 2010
Der Doc heute...
... hat auch nichts anderes gesagt als der Doc beim letzten Mal. Im Befund steht "Malignität kann nicht mit hinreichender Sicherheit ausgeschlossen werden." Knoten ist "hormonell inaktiv", wird also wohl weiterwachsen, empfohlen wird "mittelfristig operatives Vorgehen mit histologischer Abklärung des Knotenbefundes".
Das "kann nicht mit hinreichender Sicherheit ausgeschlossen werden" macht mich etwas panisch, das "mittelfristig" relativiert das wieder ein wenig. Er hat versucht mich ein wenig zu beruhigen, mit eher mäßigem Erfolg. Aber das liegt wohl in meiner Natur, dass ich mir über alles einen Kopf mache. Von daher will ich das schnell hinter mir haben.
Woher das kommt weiß kein Mensch. Genetische Veranlagung, Zufall,...
Weiteres am Donnerstag.
Donnerstag, 20. Mai 2010
Auf ein Hoch folgt ein Tief
Am Tag vorher hatte ich Routine-Check beim Hausarzt mit Schilddrüsen-Ultraschall. Statt eines "alles bestens, bis nächstes Jahr" kam "der Knoten ist größer geworden, lassen Sie mal eine Szintigraphie machen". Also habe ich in der Radiologie angerufen, recht schnell einen Termin bekommen, um dann gesagt zu kriegen, dass man für ein sinnvolles Ergebnis mindestens drei Wochen lang keine Schilddrüsenhormone nehmen darf. Das Ultraschall ergab, dass der Knoten ganz schön groß ist (4cm, mein Hausarzt hatte ihn bei 2 cm, keine Ahnung, wie solche Diskrepanzen zustandekommen). Also Termin gemacht für den 18.5., Tabletten abgesetzt und gegrübelt.
Die Szintigraphie ergab, dass ich einen kalten Knoten habe. Der ist durch Medikamente nicht zu beeindrucken, wird also vermutlich weiter wachsen. Also muss er raus. Nicht akut, aber auch nicht erst in einem Jahr oder so. Das war jetzt nicht wirklich das Ergebnis, auf das ich gehofft hatte. Ich habe am Dienstag einen ausführlichen Besprechungstermin bei meinem Hausarzt, der vermutlich auch zu nichts anderem raten kann als die Radiologen, kann mir überlegen, wo ich das machen lasse und vor allem wann. In der Schule ist Hochstressphase, ich hatte heute Abschlussprüfung 10, meine Abiklausuren sind in der Zweitkorrektur und ich werde wohl noch ein paar Mündliche machen müssen, so richtig akut ist es nicht, also wäre es wohl schwierig, das jetzt sofort machen zu lassen. Andererseits drehe ich am Rad, schlafe nicht, mache mir einen Kopf und grüble, was das wohl sein könnte, ob es wohl Krebs ist, was einem halt durch den Kopf geht, wenn man weiß, dass man einen Knoten hat, der da nicht hingehört. Und natürlich drückt es im Hals, das hilft auch nicht gerade. In der Schule ist das OK, da habe ich genug zu tun und bin abgelenkt. Schlimm ist es beim Autofahren und nachts im Bett, wenn ich versuche zu schlafen. Und dass ich nicht oder nur sehr schlecht schlafe führt natürlich dazu, dass ich körperlich ziemlich daneben bin. Vermutlich auch dadurch, dass ich die Hormone drei Wochen nicht nehmen durfte. Vorhin beim Laufen habe ich nach drei Kilometern einen Heulkrampf bekommen, weil nichts mehr ging.
Das ist mein Wonnemonat Mai. Kann nur besser werden...
Donnerstag, 13. Mai 2010
Schönwetterläuferin?
Heute war das Wetter auch wieder nicht so dolle. Für die Jahreszeit zu kalt. Aber ich bin laufen gegangen, und es lief richtig gut. Besser als bei Sonne (und Pollen). Gegenbeweis?
Sonntag, 9. Mai 2010
Mein Wald
Und im Grunde genommen sieht es gerade überall im Wald so ähnlich aus. Sagte ich schon, dass ich mich an dem frischen grün kaum sattsehen kann?
Sonntag, 2. Mai 2010
Meerblick
Der erste Blick am ersten Abend.
Am ersten Tag war das Wetter nicht so toll. Stürmisch, regnerisch, aber wie gemacht für Kite-Surfer.
Am nächsten Morgen war ich einigermaßen verwirrt. Was ist das da hinten? Sieht aus wie schneebedeckte Berge. Die hatte ich noch nie gesehen, und ich war im Sommer schon zwei Wochen hier. Tatsächlich, es sind schneebedeckte Berge, die sonst eigentlich immer im Dunst verschwinden.
Am Tag unserer Abreise wieder perfektes Wetter. Und man kann sehen, dass sich so langsam alles bereitmacht für den Sommer.
Natürlich haben wir nicht die kompletten zwei Wochen am Fenster gesessen und rausgeschaut. Wir haben uns diverse Orte angesehen (Sète, La Grande Motte, Les Baux, Aigues Mortes, Beziers, Arles), sind ganz viel am Strand und an der Promenade spazieren gegangen, haben lecker gekocht und gegessen, Wein getrunken, meterweise Bücher gelesen und so weiter.
Tja, Ostr- oder Sommerferien, ich kann gar nicht sagen, was mir besser gefällt. Im Sommer ist das Meer schön warm, man kann jeden Tag am Strand liegen und schwimmen gehen, alle Cafés sind geöffnet, die Sonne scheint, Sommer am Meer eben. Der Haken im Sommer ist, dass es auch entsprechend voll ist. Und das bringt eben mit sich, dass es schwer ist einen Parkplatz zu finden, oder einen Platz am Strand, dass es trubelig und rummelig ist und abends auch gerne mal bis in die Nacht gefeiert wird. Jetzt ist es ruhig, parken ist kein Problem, abends ist nichts los, also im Grunde genommen sind die ganzen Sommer-Nachteile jetzt nicht vorhanden. Die Vorteile aber auch nicht. An Schwimmen ist nicht zu denken, dafür ist das Meer viel zu kalt. Das Wetter ist unberechenbar, mal scheint die Sonne, dann ist es im T-Shirt ganz angenehm, mal scheint sie nicht, dann ist es frisch. Der Wind ist kalt, was auch nicht hilft. Aber man läuft auch nicht Gefahr einen Sonnenbrand zu kriegen. Und so tot wie Maubuisson, wo wir im Herbst waren, ist Sète zum Glück nicht. Da hier ganz viele Menschen leben, gibt es eben alles, was man braucht. In Maubuisson sind außerhalb der Saison vielleicht 10 Leute und es gibt in gangbarer Entfernung noch nicht einmal einen Bäcker. An einkaufen ist gar nicht zu denken. Das ist selbst mir zu einsam.
