Samstag, 24. September 2016

Côte 'Azur on a budget



Ihre Erlebnis-Reise an die Côte d’Azur, mit Anreise, Halbpension und Programm, für unter 350 Euro
Unsere Leistungen:
Sie steigen am Samstagabend mit ca. 66 Jugendlichen in einen modernen Doppeldecker-Bus. Unser Fahrer bringt sie sicher auf die andere Seite der Alpen. Ja, sie mögen sich unterwegs wundern, warum wir über Frankfurt und Basel fahren, wo das doch irgendwie nicht auf dem Weg liegt, aber wir haben uns was dabei gedacht, ganz sicher. Kommen sie nach einer wunderbaren Nacht in komfortablen Liegesesseln entspannt am Ziel an. Die oben genannten 66 Jugendlichen sind natürlich immer ein gewisser Risikofaktor. Bitte überprüfen Sie nach jedem Stopp, ob es immer noch 66 Jugendliche sind. 



Am Ziel werden Sie bereits von Dominique, Gilbert und Laetitia erwarte, die Ihnen dann Ihre bestens ausgestatteten Bungalows zeigen. Diese sind zwar ein bisschen klein, aber aufgrund des tollen Programms und der schönen Anlage verbringt man darin ja eh nur einen Teil der Nacht zum Schlafen.
Der Sonntagnachmittag steht zu Ihrer freien Verfügung. Entdecken Sie die Einkaufsmöglichkeiten oder spazieren Sie gemütlich am Strand entlang, beobachten Sie die Reichen und Schönen in ihrer natürlichen Umgebung. Abends erwartet Sie ein sorgfältig ausgewähltes 3-Gänge-Menü mit lokalen Spezialitäten (diese Woche: gefüllte Blätterteigtasche an Salat, Pommes frites, Hähnchen Nuggets und Apfelkuchen). Danach sorgen die 66 Jugendlichen für ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm, bis dann um 22.00 Bettruhe herrscht, für deren Einhaltung Sie verantwortlich sind. Bitte überprüfen Sie spätestens um Mitternacht, ob die 66 Jugendlichen vollzählig in der Anlage erschienen sind. Sorgen Sie auch dafür, dass alle ruhig sind, sodass schlafen kann, wer schlafen möchte. Sie gehen dann ins Bett, wenn alles ruhig ist.

Am Montag startet der Tag mit einem kontinentalen Frühstück (Baguette, Butter, Marmelade, Cerealien sowie Kaffee, Tee, Kakao oder Milch). Danach entdecken Sie Monaco. Unser Fahrer bringt Sie sicher ans Ziel. Dank der 66 Jugendlichen ist das Parken für Sie kostenlos. Auch der Eintritt ins ozeanografische Museum und den exotischen Garten ist für Sie frei. Genießen Sie die Aussicht von der Dachterrasse des Museums und aus dem Garten, spekulieren Sie, was die Schiffe im Hafen wohl so kosten und fühlen Sie sich wie ein Rennfahrer am Start des Grand Prix. Aber Vorsicht, Monaco gehört irgendwie nicht zu Europa, was das Roaming angeht. Man bezahlt dort zwar mit Euro und spricht Französisch, aber die EU-Reise-Flat gilt dort nicht. 







Abends haben Sie erneut die Gelegenheit, Juan-les-Pins zu entdecken. Wir empfehlen einen Spaziergang ins nahe gelegene Golfe Juan, da dort die richtig dicken Schiffe im Hafen liegen. Auch an diesem Abend erwarte Sie ein frisch zubereitetes Menü (Pizza, Fischstäbchen mit Reis und Ratatouille und Flan Caramel). Das Unterhaltungsprogramm gestaltet sich dann ähnlich wie am Vortag. 



Der Dienstag beinhaltet einige Herausforderungen. Sie fahren an den Lac de Ste-Croix und die Verdon-Schlucht. Diese wird gerne mit dem Grand Canyon verglichen. Dort erhalten Sie die Gelegenheit, mit dem Kayak sowohl den See als auch die Schlucht zu erkunden. Das Panorama ist spektakulär, das Wasser sauber und von angenehmer Bade-Temperatur. Die Anreise mit einem modernen Doppeldecker-Bus bietet jedoch eine Herausforderung für Nerven und Magen, da die engen, kurvigen Straßen unserem Fahrer alles abverlangen. Empfindliche Personen sollten vor Antritt der Fahrt Reisetabletten nehmen oder eine entsprechende Tüte bereithalten. 



Da das Paddeln besonders für Ungeübte recht anstrengend sein kann, erwartet Sie abends ein kulinarisches Highlight: ein umfangreiches Salat-Buffet, 3 Sorten frisch gegrilltes Fleisch, Ofenkartoffeln und als Nachtisch feinstes Eis. Der Abend wird dann eher ruhig, da die 66 Jugendlichen (bitte unterwegs mehrfach nachzählen!) erwartungsgemäß ziemlich KO sein werden und früh schlafen gehen. Also die meisten. Zum Abendprogramm siehe oben.

Der Mittwoch steht dann im Zeichen der beiden Städte Nizza und Cannes. Den Vormittag verbringen Sie in Nizza. Dort besichtigen Sie die Confiserie Florian und erhalten die Gelegenheit, die eine oder andere Spezialität zu probieren. Danach flanieren Sie entlang der berühmten Promenade zum Hard Rock Café, wo Sie mit einem Rock’n’Roll-Menu kulinarisch verwöhnt werden. Zur Auswahl stehen verschiedene Burger, dazu reichen wir Softdrinks und Eis. 





Nach etwas Freizeit nach dem Essen besteigen Sie dann wieder den Bus (sobald alle 66 Jugendlichen den Abfahrtsort gefunden haben) und werden nach Cannes gebracht, wo Sie die Gelegenheit haben, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden und sich selbst ein Bild zu machen, welche Strandpromenade Ihnen besser gefällt. Idealerweise ist in Cannes dann Regatta, sodass Sie unzählige Segelschiffe im Hafen und auf dem Wasser bewundern können. 



Abends erwartet Sie dann ein weiteres kulinarisches Highlight, Croque Monsieur an Salat, Putenschnitzel mit Penne und Beignets aux Pommes. Da es sich um den letzten gemeinsamen Abend in der Anlage handelt, erhalten die 66 Jugendlichen etwas länger Ausgang. Bitte überprüfen Sie ebenfalls wieder, dass alle da sind.

Am Donnerstag erhalten Sie die Gelegenheit, die spektakuläre Küste vom Wasser aus zu bewundern. Sie gehen zum Hafen und besteigen mit 66 Jugendlichen dort ein Boot, das sie zu den lerinischen Inseln bringt. Dort können Sie das Musee de la Mer und das Fort Sainte Marguerite umsonst besichtigen, sofern Sie mindestens 30 Jugendliche mitnehmen. Auch empfehlenswert: das Restaurant mit Meerblick, in dem Sie auf eigene Kosten eine wunderbare Pizza essen können. 





Gegen 15.00 geht es gemeinsam zurück zum Festland, Sie erhalten die Gelegenheit, noch den einen oder anderen Einkauf zu tätigen, und dann bringt Sie unser Fahrer sicher und bequem nach Hause. Auf der Rückfahrt erleben Sie dann aufgrund der Schließung des Tunnels eine Überquerung des Gotthard-Passes im modernen Doppeldecker-Bus, der so gerade eben um die Kurven kommt. Auch hier sind Nerven und Magen wieder sehr gefordert. Am Morgen des Freitag erreichen Sie dann Ihr Ziel und übergeben die hoffentlich immer noch 66 Jugendlichen an Ihre Eltern.

Ja, die Anreise dauert deutlich länger als mit dem Flugzeug, dem eigenen Porsche oder der eigenen Yacht. Ja, das Essen ist jetzt nicht so edel, wie man das an der Côte d’Azur erwarten würde. Und enge, kurvige Straßen oben im Doppeldecker machen nur bedingt Spaß. Aber ansonsten ist es echt ein Erlebnis.

Mittwoch, 14. September 2016

Kann mir mal jemand das Wasser reichen?

So lautete die Aufschrift auf dem Shirt des diesjährigen Brückenlaufs. Dazu zuerst: ja, mir wurde an mehreren Stellen das Wasser gereicht, was das angeht, gab es kein Problem.
Aber nun von vorne. Wir, das sind vier Frauen, haben uns um 7.30 getroffen, um gemeinsam noch Köln zu fahren. Wir haben gut einen Parkplatz gefunden und schnell unsere Startunterlagen erhalten. Ich konnte dann zum Glück mein T-Shirt noch umtauschen, ich scheine mich immer noch breiter einzuschätzen als ich tatsächlich bin.

Die Stunde bis zum Start haben wir uns dann damit vertrieben, Leute zu gucken und uns zu unterhalten sowie das eine oder andere Mal aufs Klo zu gehen.

Am Start war es dann einigermaßen eng und mir persönlich zu voll, aber nachdem alle erst einmal losgelassen waren, hatte ich dann genug Platz. Ich bin die ersten 11 km mit M. zusammen gelaufen, das passte gut. Wir haben einen Kilometer nach dem anderen geschafft, es lief einfach rund. Auf der Hohenzollernbrücke (das ist die mit den Schlössern) war es aber unheimlich. Die Gitter mit den Schlössern bewegten sich vor und zurück, und die ganze Brücke vibrierte und klapperte. Ich hatte teilweise sogar das Gefühl, dass mir der Boden entgegenkam. Spooky.
Auf einem Teilstück klebte der Boden, sodass man das Gefühl bekam, nicht von der Stelle zu kommen. Dafür spendeten die Bäume aber auch sehr willkommenen Schatten.

Bei Kilometer 11 gab es eine kleine Erfrischung im Wasserbogen, und spätestens ab da war mir klar, dass ich locker ins Ziel komme. M. wurde irgendwann sie dann langsamer und ich habe dann eine Art Endspurt eingelegt. Bin einen für mich sensationellen 6:45er Schnitt gelaufen. Genial.
Wir sind dann alle gemeinsam noch einen Kaffee trinken gegangen. Und jetzt bin ich KO, aber glücklich.

Einziger Wermutstropfen: ich habe schon wieder eine Blase am Zeh und frage mich, wann der jemals wieder richtig in Ordnung kommt.