Oder: ein kleiner Rückblick auf unseren Urlaub in Florida.
Wo ich ja nie hinwollte. Wegen der Moskitos und der Hitze und überhaupt. Wie
doof! (Aber im Sommer, wenn richtig Regenzeit ist, will ich da nach wie vor
nicht hin.)
Aber von vorne. Los ging es sonntags, mit dem Flug Köln –
Miami. Hat alles wunderbar geklappt. Aber ein bisschen bekloppt ist das alles
schon. Wir haben unzählige Male unsere Pässe (und ESTA) zeigen müssen: vor der
Schlange beim Einchecken, beim Einchecken, auf dem Weg zur
Sicherheitskontrolle, auf dem Weg zum Gate (S. ist da sehr gründlich durchsucht
worden) und dann nochmal beim Einsteigen. Ich frage mich, warum da nicht einmal
reicht. Aber gut, dann hat man halt irgendwann das nötige Zeugs einfach in der
Hand.
Die Einreise in die USA lief auch diesmal problemlos. Und
wir haben einen funkelnagelneuen Mietwagen bekommen. Der war so neu, dass die
Uhr noch nicht eingestellt war und überall noch Schutzfolien klebten. Da
mussten wir diesmal keine Sorge haben, dass wir mit einem Platten
liegenbleiben. Wir sind dann nach Hollywood gefahren und dort noch was essen
gegangen (Pizza). Es war ziemlich stürmisch, aber trocken.
Am nächsten Morgen (Montag) war ich sehr früh wach und habe
die Gelegenheit genutzt, noch vor Sonnenaufgang laufen zu gehen. Auf dem Hinweg
lief es unglaublich gut, fast wie fliegen. Auf dem Rückweg war dann klar,
warum: ich hatte gut Rückenwind. Der Gegenwind auf dem Rückweg war dann richtig
heftig, und die fliegenden Sandkörner haben gut wehgetan. Letzte Reste von
Hurrikan Matthew. Danach waren wir dann einkaufen und sind eine Runde cachen
gegangen und haben dabei einiges an Meilen gemacht. Da schmeckte der berühmte
Burger bei „Le Tub“ dann besonders gut.
Am nächsten Tag (Dienstag) war ich wieder ziemlich früh
wach. Die Sonne ging leider hinter einer dichten Wolkendecke auf, das war etwas
schade. Morgens sind wir im West Lake Park cachen gegangen, nachmittags waren
wir dann am Strand. Schwimmen ging aber nicht, dafür waren die Wellen zu
heftig. Ich bin mit den Füßen ins Wasser und ein ganzes Stück am Strand entlang
gelaufen. Als wir dann genug Sand im Ohr, im Mund und überall hatten, sind wir
ins Kino gegangen (The Girl on the Train –hat mir gut gefallen). Vorher waren wir
noch lecker essen (Red Lobster).
Mittwoch bin ich dann morgens wieder laufen gegangen,
diesmal vor dem Frühstück. Das ging eine halbe Stunde ganz gut, und dann ist
mir ziemlich der Saft ausgegangen. Muss man vielleicht trainieren. Wir sind
dann mit dem einen oder anderen Zwischenstopp nach Sanibel Island gefahren. Da
gefiel es uns richtig gut. Alles ist auf Radfahrer und Fußgänger ausgerichtet,
und in unserem Hotel konnte man kostenlos Fahrräder mieten, den Kraftraum
benutzen, am Strand einen Sonnenschirm und Liegen nehmen und so weiter. Total
schön. Am ersten Abend haben wir uns einen Cocktail geleistet.
Danach sind wir zu Fuß gegangen, am zweiten Tag (bei perfektem
Wetter) haben wir eine kleine Radtour Richtung Leuchtturm gemacht und morgens
den Kraftraum getestet, und am letzten Tag (Freitag) waren wir über 40
Kilometer unterwegs Richtung Captiva, wo der Strand fast noch schöner ist. Also
Bewegung satt.
Danach ging es dann nach Tavernier. Die Fahrt hat sich
ziemlich gezogen, sodass wir abends nur was essen und einkaufen waren und
ansonsten nicht mehr viel gemacht haben. Am nächsten Tag waren wir im Pennekamp
State Park. Da gibt es diverse Strände, die Möglichkeit, den einen oder anderen
kleinen Trail zu wandern, Kayaks auszuleihen, zu schnorcheln, alles, was das
Herz begehrt. Wir haben uns dann Kayaks ausgeliehen und damit eine Runde
gedreht. Das hat ziemlich viel Spaß gemacht, man kriegt auch recht schnell
raus, wie man damit umgehen muss. Danach war ich noch eine Runde schwimmen,
auch schön. Abends waren wir dann wieder im Kino (Miss Peregrins’s Home for
Peculiar Children. Gut gemacht).
Sonntag ging es dann nach Key West. My favourite place. Wir
konnten zum Glück recht früh einchecken und sind ein bisschen shoppen gegangen
(T-Shirts und Flip Flops). Abends haben wir dann am Sunset Pier einen Tisch
bekommen und uns bei einem leckeren Cocktail einen ziemlich schönen Sonnenuntergang
angeschaut. Perfekt.
Am Montag haben wir uns dann Fahrräder geliehen und eine
schöne Tour gemacht, mit Stopp am Strand, richtig traumhaft. Das war so super
schön, dass ich am nächsten Tag gleich nochmal hin musste. Abends waren wir
dann wieder im Kino und haben The Accountant gesehen. Mir persönlich war der zu
brutal und auch ziemlich verwirrend. Nicht so meins. Abends haben wir uns dann
zum Nachtisch so ungefähr den größten Eisbecher geteilt, den ich je gesehen
habe. Und lecker war der!
Am nächsten Tag mussten wir leider zurück Richtung Ostküste,
und das hat unglaublich lange gedauert, wir waren erst gegen 19.00 da. Den Highway 1 fahre ich lieber Richtung Süden, weil dann der Urlaub beginnt.
Stefan
wollte unbedingt noch The Magnificent 7 sehen, das ging dann nur noch in der
Spätvorstellung. Arg spät für meine Verhältnisse. Da dadurch, dass wir so spät
waren, am Hotel alle vernünftigen Parkplätze belegt waren und es in den
Seitenstraßen 2 Dollar die Stunde kostet (auch nachts), musste ich noch etwas
unorthodox einparken. Hab es geschafft, ohne das funkelnagelneue Auto zu
zerkratzen.
Der letzte Tag war doof. Ich hatte extra gefragt, ob wie
später auschecken können. Und wir hatten dann das einzige Zimmer, das wirklich
pünktlich fertig sein sollte. Also ging das nicht. Wir wollten aber nochmal
Kayaks leihen. Uns wurde dann angeboten, in einem Partner-Hotel duschen zu
gehen. Das haben wir dann gar nicht mehr gemacht, weil es von der Zeit her
nicht gereicht hätte. Die Paddeltour hat trotz diverser Regengüsse total Spaß
gemacht. Wir haben uns dann nur kurz umgezogen und sind zum Flughafen gefahren.
Miami Airport könnte dringend mal eine Renovierung gebrauchen.
70er-Jahre-Charm. Ein neuer Teppich wäre mal dringend nötig.
War total schön. Gerne wieder. Gerne auch länger.












