Freitag, 21. Oktober 2016

A Holiday in Paradise



Oder: ein kleiner Rückblick auf unseren Urlaub in Florida. Wo ich ja nie hinwollte. Wegen der Moskitos und der Hitze und überhaupt. Wie doof! (Aber im Sommer, wenn richtig Regenzeit ist, will ich da nach wie vor nicht hin.)
Aber von vorne. Los ging es sonntags, mit dem Flug Köln – Miami. Hat alles wunderbar geklappt. Aber ein bisschen bekloppt ist das alles schon. Wir haben unzählige Male unsere Pässe (und ESTA) zeigen müssen: vor der Schlange beim Einchecken, beim Einchecken, auf dem Weg zur Sicherheitskontrolle, auf dem Weg zum Gate (S. ist da sehr gründlich durchsucht worden) und dann nochmal beim Einsteigen. Ich frage mich, warum da nicht einmal reicht. Aber gut, dann hat man halt irgendwann das nötige Zeugs einfach in der Hand.
Die Einreise in die USA lief auch diesmal problemlos. Und wir haben einen funkelnagelneuen Mietwagen bekommen. Der war so neu, dass die Uhr noch nicht eingestellt war und überall noch Schutzfolien klebten. Da mussten wir diesmal keine Sorge haben, dass wir mit einem Platten liegenbleiben. Wir sind dann nach Hollywood gefahren und dort noch was essen gegangen (Pizza). Es war ziemlich stürmisch, aber trocken.



Am nächsten Morgen (Montag) war ich sehr früh wach und habe die Gelegenheit genutzt, noch vor Sonnenaufgang laufen zu gehen. Auf dem Hinweg lief es unglaublich gut, fast wie fliegen. Auf dem Rückweg war dann klar, warum: ich hatte gut Rückenwind. Der Gegenwind auf dem Rückweg war dann richtig heftig, und die fliegenden Sandkörner haben gut wehgetan. Letzte Reste von Hurrikan Matthew. Danach waren wir dann einkaufen und sind eine Runde cachen gegangen und haben dabei einiges an Meilen gemacht. Da schmeckte der berühmte Burger bei „Le Tub“ dann besonders gut.

 

Am nächsten Tag (Dienstag) war ich wieder ziemlich früh wach. Die Sonne ging leider hinter einer dichten Wolkendecke auf, das war etwas schade. Morgens sind wir im West Lake Park cachen gegangen, nachmittags waren wir dann am Strand. Schwimmen ging aber nicht, dafür waren die Wellen zu heftig. Ich bin mit den Füßen ins Wasser und ein ganzes Stück am Strand entlang gelaufen. Als wir dann genug Sand im Ohr, im Mund und überall hatten, sind wir ins Kino gegangen (The Girl on the Train –hat mir gut gefallen). Vorher waren wir noch lecker essen (Red Lobster).

Mittwoch bin ich dann morgens wieder laufen gegangen, diesmal vor dem Frühstück. Das ging eine halbe Stunde ganz gut, und dann ist mir ziemlich der Saft ausgegangen. Muss man vielleicht trainieren. Wir sind dann mit dem einen oder anderen Zwischenstopp nach Sanibel Island gefahren. Da gefiel es uns richtig gut. Alles ist auf Radfahrer und Fußgänger ausgerichtet, und in unserem Hotel konnte man kostenlos Fahrräder mieten, den Kraftraum benutzen, am Strand einen Sonnenschirm und Liegen nehmen und so weiter. Total schön. Am ersten Abend haben wir uns einen Cocktail geleistet.

 

Danach sind wir zu Fuß gegangen, am zweiten Tag (bei perfektem Wetter) haben wir eine kleine Radtour Richtung Leuchtturm gemacht und morgens den Kraftraum getestet, und am letzten Tag (Freitag) waren wir über 40 Kilometer unterwegs Richtung Captiva, wo der Strand fast noch schöner ist. Also Bewegung satt. 

 

 

 

 

Danach ging es dann nach Tavernier. Die Fahrt hat sich ziemlich gezogen, sodass wir abends nur was essen und einkaufen waren und ansonsten nicht mehr viel gemacht haben. Am nächsten Tag waren wir im Pennekamp State Park. Da gibt es diverse Strände, die Möglichkeit, den einen oder anderen kleinen Trail zu wandern, Kayaks auszuleihen, zu schnorcheln, alles, was das Herz begehrt. Wir haben uns dann Kayaks ausgeliehen und damit eine Runde gedreht. Das hat ziemlich viel Spaß gemacht, man kriegt auch recht schnell raus, wie man damit umgehen muss. Danach war ich noch eine Runde schwimmen, auch schön. Abends waren wir dann wieder im Kino (Miss Peregrins’s Home for Peculiar Children. Gut gemacht).

Sonntag ging es dann nach Key West. My favourite place. Wir konnten zum Glück recht früh einchecken und sind ein bisschen shoppen gegangen (T-Shirts und Flip Flops). Abends haben wir dann am Sunset Pier einen Tisch bekommen und uns bei einem leckeren Cocktail einen ziemlich schönen Sonnenuntergang angeschaut. Perfekt. 

 




Am Montag haben wir uns dann Fahrräder geliehen und eine schöne Tour gemacht, mit Stopp am Strand, richtig traumhaft. Das war so super schön, dass ich am nächsten Tag gleich nochmal hin musste. Abends waren wir dann wieder im Kino und haben The Accountant gesehen. Mir persönlich war der zu brutal und auch ziemlich verwirrend. Nicht so meins. Abends haben wir uns dann zum Nachtisch so ungefähr den größten Eisbecher geteilt, den ich je gesehen habe. Und lecker war der!


 

 


 

Am nächsten Tag mussten wir leider zurück Richtung Ostküste, und das hat unglaublich lange gedauert, wir waren erst gegen 19.00 da. Den Highway 1 fahre ich lieber Richtung Süden, weil dann der Urlaub beginnt.

 

Stefan wollte unbedingt noch The Magnificent 7 sehen, das ging dann nur noch in der Spätvorstellung. Arg spät für meine Verhältnisse. Da dadurch, dass wir so spät waren, am Hotel alle vernünftigen Parkplätze belegt waren und es in den Seitenstraßen 2 Dollar die Stunde kostet (auch nachts), musste ich noch etwas unorthodox einparken. Hab es geschafft, ohne das funkelnagelneue Auto zu zerkratzen.

Der letzte Tag war doof. Ich hatte extra gefragt, ob wie später auschecken können. Und wir hatten dann das einzige Zimmer, das wirklich pünktlich fertig sein sollte. Also ging das nicht. Wir wollten aber nochmal Kayaks leihen. Uns wurde dann angeboten, in einem Partner-Hotel duschen zu gehen. Das haben wir dann gar nicht mehr gemacht, weil es von der Zeit her nicht gereicht hätte. Die Paddeltour hat trotz diverser Regengüsse total Spaß gemacht. Wir haben uns dann nur kurz umgezogen und sind zum Flughafen gefahren. Miami Airport könnte dringend mal eine Renovierung gebrauchen. 70er-Jahre-Charm. Ein neuer Teppich wäre mal dringend nötig.

War total schön. Gerne wieder. Gerne auch länger.