Gesundheits-Update:
Es wird. Die Schiene habe ich seit Freitag vor Karneval. Über Karneval habe ich das Teil brav getragen und bin fast bekloppt geworden, weil es so drückte. Am Eckzahn vorne links, am letzten Backenzahn hinten rechts. Tat dann nachts so weh, dass ich davon wach geworden bin. Und morgens und überhaupt den Tag über war Kauen wieder nicht möglich. Dachte, man gewöhnt sich dran, wurde aber immer schlimmer. Mittwoch habe ich das Ding vorläufig in die Ecke geworden, Donnerstag zur Ärztin gefahren. Sie hat dann hier und da ein bisschen was weggeschliffen (Zehntelmillimeter, sagte sie) und seitdem ist es deutlich besser. Ich hatte auch inzwischen 5 Physio-Termine. Das war auch ein Erlebnis, bloß gut, dass der Mann es zu seinem Job gemacht hat Leuten zu helfen. Ich denke als Foltermeister wäre er auch sehr gut geeignet, weil er genau weiß, wo man drücken muss, damit es wehtut. Er war ziemlich beeindruckt, wie verkrampft und unbeweglich bei mir das Ganze war. Eine echte Herausforderung. Was ich gut fand war sein ganzheitlicher Ansatz. Er hat im Grunde genommen mal von unten nach oben geguckt, ob die Beine gleich lang sind (ja), ob ich einen Beckenschiefstand habe (nein), wo die Verspannung losgeht bei mir ( etwa Höhe Brustwirbelsäule). Hat für den zweiten Termin einen Osteopathen zur Unterstützung geholt. Der wiederum hat dann auch gefunden, wo das Problem in der Brustwirbelsäule war (da hatte ich mir mal blöd beim Anstreichen einen Wirbel ausgerenkt und das war wohl immer noch nicht ganz OK) und alles wieder geradegebogen (zumindest kam mir das so vor). Von Mal zu Mal wurde es besser und gestern tat dann nichts mehr weh. Er war ganz begeistert, wie schnell das bei mir besser wurde, er meinte, normalerweise würde er 12-15 Behandlungen brauchen. Bei mir reichen die 6, die ich erst einmal verschrieben bekommen habe. Die Kombination aus Schiene und Physio hat bei mir Wunder gewirkt. Die Baustelle ist schon mal weg.
Das Projekt „Kampf dem Heuschnupfen“ ist eher nicht so spaßig. Aber wenn’s hilft, ist es das wert. Bin gespannt.
Zum Laufen hatte ich auch so gar keine Lust. Diese 13,5 km waren wohl etwas zu viel, ich war in den Tagen danach total KO. Letzten Freitag habe ich mich mit Mühe und Not dann über 7 km gequält, und bei dem herrlichen Wetter letzte Woche hat es mich zwar rausgezogen an die frische Luft, aber ich wollte doch eher spazieren gehen (täglich 1-2,5 Stunden). Außerdem haben wir die Inliner-Saison eröffnet (2 Runden um den See).
Ich bin aber nachher zum Laufen verabredet, und ausgerechnet heute umhüllt uns den ganzen Tag schon tiefster Nebel. Muss ich durch.
Nachtrag:
Laufen bei Nebel mit Stirnlampe geht gar nicht. Man sieht den Lichtkegel (der voll blendet), einen kleinen Ausschnitt vom Weg und sonst nix. Die erste halbe Stunde war es noch so halbwegs hell, ab dann nicht mehr so wirklich. Erstaunlich, wie sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnen. Und ein bisschen Licht ist doch immer noch irgendwie da. An den ganz dunklen Stellen habe ich die Lampe in die Hand genommen, das ging so halbwegs. Fast wie die Kulisse in einem schlechten Horrorfilm.