Nette Städte/Ausflugsziele
Wir waren in Sète. Da waren wir schon ganz oft, zu allen
Jahreszeiten, und ich mag diese Stadt immer noch gerne, ich finde auch, sie
wird immer schöner. Was Sète auszeichnet: tolle Strände, schöne
Strandpromenade, ein Hafen, ein Berg mit Aussicht, Kanäle und Brücken, es ist
immer was los, aber es ist nie furchtbar rummelig. Sète ist touristisch in dem
Sinne, dass es Cafés und Restaurants gibt, man sich am Strand eine Liege mieten
kann, oder ein Eis kaufen, es fahren Busse in alle Richtungen und so weiter,
aber es ist trotzdem nicht nur für den Tourismus gebaut, sondern eine ganz
normale Hafenstadt.Das obere Bild ist bei Vollmond aufgenommen. Auf dem unteren sieht man "Joute", ein ganz großes Spektakel.


Wir haben mehrere Ausflüge nach Frontignan und Umgebung
gemacht. Der Strand dort gefällt mir persönlich jetzt nicht so, zu steinig.
Spazierengehen am Etang und im Wald ist super. Es weht immer ein frischer Wind,
sodass der Etang ein Paradies für Windsurfer (und Kitesurfer) ist. Und für
Geocacher, aber dazu später mehr.
Balaruc les Bains. Am Etang. Ganz nett, aber ich persönlich
würde lieber im Meer als im Etang schwimmen gehen.
Marseillan (Plage und Ville). Auch ganz süß. Schöner
Sandstrand.Die oberen beiden Bilder sind auf dem Weg nach Marseillan Plage, die unteren sind am Etang in Marseillan Ville.
Aigues-Mortes.
Berühmt für die Stadtmauer. Dieses Jahr waren wir aber gar nicht
wirklich in der Stadt, sondern sind drumherum gelaufen. Siehe Geocaching.
Montpellier. Hat alles, was man braucht (außer eine direkte
Lage am Meer). Schöne Altstadt, beeindruckendes Neubaugebiet am Fluss,
Prachtbauten, Geschäfte, Parks … Wir sind dieses Mal nicht mit dem Auto,
sondern mit dem Zug hingefahren. Geht total einfach, dauert keine 20 Minuten,
kostet hin und zurück 12 Euro. Sehr zu empfehlen.
Narbonne. Sehr süß. Wir haben uns von einem Wherigo-Cache
durch die Stadt führen lassen. Auch empfehlenswert.
Bouzigues, Loupian, kleine Städte am Etang. Ganz nett, aber
jetzt nicht super beeindruckend.Man hat aber einen schönen Blick auf Sète (wo es wohl gerade gewitterte).
Palavas-les-Flots und Carnon-Plage. Wahrscheinlich die Orte,
wo die Leute aus Montpellier hinfahren, wenn sie ans Meer wollen. Sehr netter
Strand, schöne Promenade, aber auch jede Menge Hochhäuser. Sehr rummelig, sehr
viel Action, wäre eine andere Art von Urlaub. Für einen Tag ganz schön, aber da
hätte ich jetzt keine drei Wochen bleiben wollen.
Arles. Hat eine ganz gut erhaltene Arena, man kann auf den
Spuren van Goghs durch die Stadt flanieren, ist echt süß.
Kulinarisches
Croissants, Flan, Crêpe, frisches Baguette, hach, lecker.
Außerdem freut sich Stefan jedes Mal schon im Voraus auf die Pizza „fruits de
mer“. Ich habe dann aus Versehen eine Pizza mit Lachs und Kaviar bekommen, da
stand was mit oeufs in der Speisekarte, das sind Eier. Dass es sich nicht um
Hühnereier handelte, habe ich dann gesehen, als die Pizza kam. Die Pizza war
super, die schwarzen Dinger haben zumindest nicht gestört. Wird jetzt aber
nicht mein neues Lieblingsgericht.
Geocaching
Seit 2015 hat sich die Gegend zum Paradies für Geocacher
entwickelt. Es gibt entlang der schöneren Radwege ganze Serien von Caches.
Außerdem gibt es 34 Rätselcaches in der Nähe von Sète (siehe Bild), von denen wir 17 lösen
konnten. Die total klasse gemachten Dosen lagen alle in etwa in derselben
Gegend, und so war es ein wunderbarer Spaziergang, die dann alle einzusammeln. Außerdem
sehr empfehlenswert: die beiden Serien der Roca family. BAC (Balade au Cailar - auf dem oberen Bild zu sehen)
und BAM (Balade Aigues-Mortaise). Anhand der Caches macht man wunderschöne
Spaziergänge am Kanal entlang, die Dosen sind echt liebevoll ausgesucht und
gestaltet und es gibt auch die eine oder andere Challenge zu überwinden. Das
hat richtig Spaß gemacht.
In Narbonne gibt es einen toll gemachten Wherigo-Cache, der
einem die Sehenswürdigkeiten zeigt und ein bisschen erklärt.
Das Tolle ist, dass wir so Stellen gesehen haben, die wir
ohne Cachen niemals aufgesucht hätten.
Aussicht beim Cachen:
Wetter
Sommer am Mittelmeer. Erwartung: sonnig und heiß. Ja, so war
es in der dritten Woche. Wir hatten aber auch Gewitter und Regen (und dann
durch die Feuchtigkeit den ganzen Tag Nebel), wir hatten Sturm, es war
teilweise recht kühl, sodass man abends nicht mehr draußen sitzen wollte. Also
eine bunte Mischung. Tagsüber war es aber immer warm, sodass ich in den drei
Wochen niemals Socken und Schuhe brauchte (außer wenn ich laufen gegangen bin).
Gelesen
Ich habe in den drei Wochen so gut wie gar nicht
ferngesehen, sondern gelesen: „Girl on the train“ von Paula Hawkins (spannend,
viele plötzliche Wendungen, aber gut gemacht); „The Martian“ von Andy Weir (genial),
„Friday on my mind“ von Nicci French, spannend, ein Sylt-Krimi, „Die Tote am
Watt“ von Gisa Pauly, leichte Kost, aber ganz nett. „Endlich“, ganz OK. „Vanishing
Acts“ von Jody Picoult, sehr spannend. Dann „Finders Keepers“ von Stephen King,
hat mir richtig gut gefallen. Dann „The versions of us“ von Laura Barnett. 3
Versionen einer Geschicht. Ich fand es etwas verwirrend, die drei Handlungen
auseinanderzuhalten, aber dieses Buch macht definitiv nachdenklich. Und „The
other hand“ (auch bekannt unter dem Titel „Little Bee“) von Chris Cleave. Ein
toll erzählter Roman über ein nach England geflüchtetes Mädchen aus Nigeria,
macht nachdenklich, geht einem nicht so schnell aus dem Kopf. 9 Bücher.
Herrlich, wenn man Zeit und Ruhe zum Lesen hat.