Sonntag, 24. April 2016

Vom Kalorienzählen und dessen Auswirkungen

Ich hatte ja hier bereits darüber geschrieben, inwiefern die Lektüre des Buchs "Fettlogik überwinden" von Nadja Hermann mich beeinflusst hat.
Inzwischen ist noch mehr Zeit ins Land gegangen, ich habe nochmal 4 kg abgenommen, also insgesamt 9, und ich zähle immer noch Kalorien.

Das klappt mal mehr und mal weniger gut. Auswärts essen ist immer schwierig, weil ich nicht genau weiß, was drin ist, da kann ich nur schätzen. Je mehr Stress ich habe, desto weniger Lust habe ich, frisch zu kochen, und das ist das A und O. Denn belegte Brote haben, gemessen am Sättigungs- und Zufriedenheitswert, zu viele Kalorien.

Ich finde es auch immer noch schwierig, wenig zu essen und trotzdem Sport zu machen, hungrig laufen geht gar nicht. Die Hoffnung, dass man sich daran gewöhnt, habe ich inzwischen aufgegeben.

Aber das Zählen leistet, dass ich bewusster esse und mir einiges verkneife, was ich mir früher eher gedankenlos in den Mund geschoben habe. Zwischenmahlzeiten fallen fast völlig weg, außer wenn der Sport mit den geplanten Essenszeiten nicht zusammenpasst. Ich trinke so gut wie nie Alkohol und verkneife mir auch alkoholfreies Weizen, weil es einfach die Tagesbilanz sprengt. Auch Süßigkeiten sind eher selten geworden. Und trotzdem schaffe ich es kaum, unter 1700 kcal am Tag zu bleiben, und auch dabei habe ich immer noch Hunger.

Ich bin auch unsicher, was mein Tagesbedarf ist. Mein Fitness-Tracker spuckt an nicht sehr aktiven Tagen sehr traurige Werte aus (zwischen 1500 und 1600 kcal), und an aktiven Tagen werden es mal 2000 kcal. Ist jetzt nicht der Rede wert. Erklärt aber, warum die Abnahme eher langsam vonstatten geht.

Was heißt das für die Zukunft? Ich werde weiter Kalorien zählen, weiter bewusst essen und Sport machen, und ich hoffe, dass ich weiter abnehmen werde. Mal sehen, was geht.

Mittwoch, 17. Februar 2016

Dem Karneval entkommen


Ich mag Karneval nicht besonders. Von daher finde ich ziemlich prima, dass wir hier drei unserer beweglichen Ferientag nehmen und ein langes Wochenende daraus machen (Freitag bis Dienstag). Dann können die einen fröhlich feiern und für die anderen lohnt es sich, die Flucht zu ergreifen. Ich gehöre zu den anderen.

Donnerstag war echt nervig. Der war nämlich noch nicht frei, wohl um die Jugendlichen davonbn abzuhalten, schon morgens betrunken durch die gegen zu torkeln. Klappt aber leider nicht in allen Fällen, manchmal sitzen die Schüler dann besoffen im Unterricht. Mama war bestimmt nicht erfreut, als sie ihr Töchterlein um 9.00 abholen durfte. Ich war einfach nur froh, als ich um 12.30 dann verschwinden konnte. Schnell nach Hause, schnell ein Köfferchen gepackt und auf zum Flughafen, Karnevalsflucht. Wir sind nach London geflogen, und das war richtig gut.

Sind gegen 19.00 gelandet. Dann Stansted Express, dann London Underground bzw. DLR. Erfolgreich eine Oyster-Card gekauft und das Hotel gefunden. Wir waren in Greenwich, weil das nett aussah und die zentral gelegeneren Hotels deutlich teurer waren. Irgendwann gegen 22.00 waren wir dann endlich angekommen und ich wollte nur noch schlafen.

Freitag haben wir dann gemütlich gefrühstückt und sind in Greenwich cachen gegangen. Besonders spannend fand ich den Cache, der einen über den Null-Meridian führt, der ca. 100 m von der eigentlich festgelegten Linie zu finden ist. Wir haben dann festgestellt, dass es eine wunderbare Idee ist, im Café einer Buchhandlung Kaffee zu trinken. Nach dieser Stärkung sind wir dann in Richtung Innenstadt gefahren und da noch an der Themse entlang spazieren gegangen. War gut. Wir sind in einem netten Restaurant an der Themse essen gegangen und zurück zum Hotel gefahren. Ich bin dann sehr sehr geschafft ins Bett gefallen.



Cutty Sark in Greenwich
Längengrad 0. Eigentlich steht dann da weder West noch Ost, aber mein Screenshot kam etwas spät.
 
Aussicht von da aus auf die Themse
Samstag haben wir eine Weile überlegt, ob wir uns die Houses of Parliament ansehen oder einen Tour im London Eye machen. Die Houses of Parliament haben gewonnen. Das war richtig sehenswert. Danach sind wir dann noch kreuz und quer durch die Gegend gelaufen auf der Suche nach Caches. Irgendwann war ich total durchgefroren und hatte die Nase voll von Leuten und wir haben uns in Greenwich ein nettes Lokal gesucht. Leider sind wir sowohl auf dem Hin- als auch dem Rückweg klatschnass geworden. Aber es war trotzdem ein netter Abend.
 
Big Ben - also der Turm, wo die Glocke drin ist
Sonntag waren wir im Camden Market. Das hat mir überhaupt nicht gefallen. Früher war das total klasse, ganz viele spannende Stände mit coolen Klamotten, man konnte stundenlang bummeln, richtig schön. 2016 nur voll. Nur Gedränge, Geschiebe, das hat mir überhaupt nicht gefallen. Wir sind dann am Kanal entlang zum Regent‘s Park gelaufen, das war viel besser. 
 
Die berühmten Pelikane
Danach haben wir noch die eine oder andere Dose gesucht, unter anderem das Finale eines wirklich genialen Rätselcaches. Da muss man diverse Fragen mit Hilfe eines gigantischen Panorama-Bilds beantworten (Klick). Ein bestimmtes Autokennzeichen, oder wie viele Leute auf der Tower Bridge gelbe Warnwesten tragen. Geniale Idee.

Montag haben wir dann vereinbart, dass wir unseren Koffer noch ein paar Stunden im Hotel lassen dürfen und sind dann doch ins London Eye gegangen. Das wollte ich schon, seit es das Ding gibt. Und das war richtig klasse. 

Von der anderen Seite der Themse
Kurz bevor es losgeht

Aussicht
 

 

Der Rückweg war aber blöde. Der Zug war total voll und dadurch, dass es sehr stürmisch war, war der Rückflug einigermaßen turbulent. Und mir wird übel. Früher hatte ich da nie ein Problem mit, mittlerweile leider immer mehr. Mir war zwei Stunden nach der Landung immer noch etwas schlecht.

Fazit: London im Februar hat was. Bis auf Camden deutlich weniger voll als im Sommer. Leider war das Wetter aber auch eher so, wie man das erwarten würde. Das Vorurteil, dass es kalt, windig und regnerisch ist, hat sich voll bestätigt (sieht man ja in den Fotos auch). Ich hätte eine dickere Jacke und Handschuhe gebrauchen können. Bin dann beim nächsten Mal schlauer.

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Roma



Am ersten Weihnachtstag sind wir Richtung Rom aufgebrochen. Mit dem Auto nach Köln, mit dem Flieger nach Rom und mit dem Shuttle zum Hotel. Der Flug war leider etwas verspätet, sodass wir um 15.44 am Airport Shuttle waren, das 15.45 fahren sollte. Da aber außer uns nur noch ein Herr mit sollte, der im selben Flugzeug gesessen hatte, hätte der Fahrer vermutlich noch gewartet. Das Hotel war richtig edel, wir konnten uns gar nicht dagegen wehren, dass unsere Koffer ins Zimmer gebracht wurden. Wir sind dann noch nach Trastevere gefahren, das Hotel bietet einen Shuttle-Bus an, waren dort Pizza essen und sind ein bisschen rumgelaufen. War richtig schön, und eine stressfreie Art Weihnachten zu verbringen. 12497 Schritte, 9,0 km.

 
Am zweiten Weihnachtstag sind wir vom Hotel aus gemütlich zum Petersplatz gelaufen (ca. 5 km). Ich hatte irgendwo gelesen, dass der Papst ein kurzes gebet sprechen würde. Es gab Einlasskontrollen wie beim Flughafen, die Videoleinwände waren an, aber es war uns zunächst nicht klar, ob etwas in die Richtung stattfinden würde oder nicht. Um 12.00 jubelte die Menge, und ein paar Minuten später hatte ich ihn dann auch gesehen. Die gesamte Predigt war auf Italienisch und ging um den heiligen Stefan. Am Ende gab es dann das Angelus-Gebet. 
 

Ich bin zwar nur auf dem Papier katholisch, aber das hatte was. Im Anschluss haben wir uns den Massen angeschlossen und sind auf die Kuppel des Petersdoms gestiegen. Von dort aus hat man eine traumhafte Aussicht. 
 

Danach ging es dann Richtung Piazza Navona, Fontana di Trevi usw. 
 

Es war leider überall unglaublich voll, und solche Menschenmassen erschlagen mich immer ein wenig. Wir sind noch was essen gegangen und haben dann ein Shuttle zurück zum Hotel genommen. 27546 Schritte, 19,8 km.
Am Sonntag gab es dann das alte Rom, mit Forum Romanum und Kolosseum. Außerdem noch die eine oder andere Kirche und das berühmte Schlüsselloch, wo mein Foto allerdings nichts geworden ist. Wir haben auch ein paar Caches gefunden und sind von hier nach da und wieder zurück gelaufen. 29677 Schritte, 21,4 km. 
 
 
 
Montag haben wir dann Cinecittá besichtigt, die Filmstudios in Rom. Es gab eine englischsprachige Führung durch das Außengelände mit Kulissen diverser Spielfilm- und Fernsehproduktionen und innen eine größere Ausstellung zu berühmten italienischen Filmen und Regisseuren. Das war ganz spannend. 
 
Danach ging es zurück in die Stadt. Die spanische Treppe wird leider gerade renoviert und war gesperrt. 
 
Wir sind dann nochmal zum Petersplatz gelaufen, weil wir natürlich die Gelegenheit nutzen wollten, durch die heilige Pforte zu gehen, die ja nur alle Jubeljahre geöffnet ist. Laut Wikipedia ist 2015 ein außerordentliches heiliges Jahr zum Jubiläum der Barmherzigkeit (misericordiae vultus), und das Eintreten durch die Heilige Pforte soll einem die Sünden erlassen. Fotos habe ich leider keine, das war unerwünscht. 26183 Schritte, 18,9 km.
Dienstag war dann unser letzter ganzer Tag in Rom. Wir sind wieder den ganzen Tag durch die Stadt gelaufen, haben uns die eine oder andere Kirche angesehen, Cappuccino getrunken und die Sonne genossen. 28468 Schritte, 20,5 km.
Mittwoch waren wir dann morgens nur noch im Park (Villa Doria Pamphili), ein paar Caches suchen. 
 
Danach ging es mit dem Shuttle zum Flughafen, und bis wir zu Hause waren, war der Tag vorbei.
Mir haben die Tage in Rom wunderbar gefallen, ich habe den Kopf frei bekommen und mich erholt. Was nicht heißt, dass ich jetzt motiviert wäre, Klausuren zu korrigieren.

Sonntag, 22. November 2015

Mein neues Spielzeug

Ich bin seit gestern stolze Besitzerin eines Garmin Forerunner 225. Und das kam so:
ich hatte seit 2012 einen Forerunner 110, das ist das einfachste Modell mit GPS. War damit eigentlich ziemlich zufrieden, weil der so ziemlich alle Funktionen hatte, die ich brauchte: Streckenmessung mit GPS, Herzfrequenzmessung, Anzeige der durchschnittlichen Geschwindigkeit, die Möglichkeit, sich das alles hinderher schön anzugucken und auszuwerten.
Es gab aber auch ein paar Haken (oder Häkchen): die Übertragung an Garmin Connect und das Aufladen erfolgten mit Hilfe einer ziemlich wackeligen Klemme, die einiges an Fingerspitzengefühl erforderte. Die Suche nach dem GPS-Signal dauerte schonmal 5 Minuten. Und der Brustgurt sorgte immer mal wieder für wunde Stellen, weil der sich mit dem BH ins Gehege kam.
Nach der letzten Wanderung merkte ich, dass sich das Armband vom Gehäuse löste. Außerdem gab der Akku nach 5 Stunden den Geist auf. So lange laufe ich normalerweise nicht, aber bei Wanderungen sind 5 Stunden jetzt eher normal als die Ausnahme. Also habe ich bei Garmin angerufen. Der freundliche Mitarbeiter teilte mir mit, dass man diesen Fehler nicht reparieren können und das deswegen die neueren Modelle andere Armbänder hätten. Das hatte ich jetzt eigentlich nicht hören wollen. Er machte mir dann aber ein unwiderstehliches Angebot: da das das Gerät nicht mehr hergestellt werde, könne ich mir einen anderen Forerunner aussuchen, den ich dann zu reduziertem Preis erhalten würde (40% unter Ladenpreis). Also entschied ich mich für den 225. Der Austausch ging dann super schnell. RMA-Ticket per Mail, altes Gerät zur Post (Donerstag). E-Mail, dass es angekommen ist (Freitag), E-Mail, dass das neue Gerät im Versand sei (ebenfalls Freitag). Ich hatte gerade am Samstag die Sendungsverfolgung geöffnet, als es auch schon klingelte und der Postbote mir das neue überreichte. Ich hatte zum Glück die entsprechende Menge Bargeld im Haus.

Ausgepackt. Der erste Eindruck war schon einmal positiv. Schön schlicht, viel schwarz, also auch im Alltag zu gebrauchen. Das Einrichten ging dann auch einigermaßen gut. Die Ladeklemme ist deutlich komfortabler, die Bedienung relativ intuitiv. Die Verbindung mit dem Smartphone über Bluetooth wollte aber nicht funktionieren. Also bin ich erst einmal eine Runde spazieren gegangen, um Herzfrequenzmessung am Handgelenk und GPS zu testen. Die Satelliten waren super schnell gefunden, ich konnte sofort loslegen. Und die HF wurde auch sehr sehr schnell angezeigt. Unterwegs kamen mir die Werte aber einigermaßen spanisch vor. 178, während ich gemütlich durch den Wald latsche? Eher nicht. Also abgenommen, am Mann ausprobiert (68), wieder bei mir (70, schon eher). Durch Ausprobieren ergab sich dann, dass die Uhr eher fester als sonst und eher höher als normal getragen werden sollte, dann ist alles gut. Bye bye Brustgurt!
Ich habe dann die Aktivität per USB zu Garmin Conct hochgeladen. Wähend der Synchronisierung gab es ein Software-Update, und damit hatte sich das Bluetooth-Problem auch erledigt. Jetzt können alle Aktivitäten direkt über das Handy erfasst werden.
Schöne Spielerei.
Ach ja, als Aktivitäts-Tracker kann man den Forerunner auch verwenden. Es gibt einen Schrittzähler (mit Tagesziel), der einen immer wieder durch sanftes Vibrieren daran erinnert, sich mal vom Sofa zu lösen. Es gibt eine Kalorienangabe, basierend auf Gewicht und Größe sowie Aktivität und natürlich Datum, Uhrzeit etc.
In Sachen Training kann man einstellen, welche Werte man auf einer Seite angezeigt haben möchte (ich habe HF, Pace und Distanz für mich ausgewählt), auf einer weiteren Seite wird die HF in verschiedenen Bereichen (moderat, aerob, anaerob) farbig markiert. Am Ende erhält man dann eine Übersicht der Trainingseinheit und es erscheint eine Meldung, ob man neue persönliche Rekorde aufgestellt hat. Netter Schnickschnack.
Nachher kommt mein erster Lauf mit dem neuen Spielzeug. Bin gespannt.

Samstag, 17. Oktober 2015

Florida 2015



Florida hatte uns im letzten Jahr so super gut gefallen, dass wir direkt, nachdem wir wieder zu Hause waren, die nächsten Flüge gebucht haben. Und das ich, die nie nach Florida wollte, weil da so viele Moskitos sind und es so warm ist und so gefährlich. Ja, es gibt Moskitos, aber weit weniger als erwartet. Und die mögen kein Autan. Ja, es ist warm, aber im Herbst ist so langsam der Übergang zur Trockenzeit, und von daher ist das gut auszuhalten. Texas im Sommer war richtig heiß (38°C), Florida jetzt hatte so um die 28°C. Und gefährlich? Hängt vermutlich davon ab, wo man ist und was man tut. Ich habe mich jedenfalls ziemlich sicher gefühlt die ganze Zeit. Und außerdem ist es schön da.

Wir hatten dieses Jahr keinen Direktflug, weil ein Zwischenstopp in London insgesamt gut 500 Euro billiger war. Das machte die Anreise natürlich etwas anstrengend. Mit dem Auto nach Düsseldorf (etwas mehr als eine Stunde), vom P13 zum Terminal (1,8 km zu Fuß), dann mit dem Flieger nach Heathrow (etwas mehr als eine Stunde). Dann dort drei Stunden Aufenthalt, die ganz schnell dadurch vorbei gingen, dass wir innerhalb des Terminals noch einmal durch die Sicherheitskontrolle mussten und diverse Male das Gate sich änderte. Dann Flug nach Miami (etwa 9 Stunden), dann MiaMover (Zug) zum Mietwagen, dann mit dem Auto zum ersten Hotel in Hollywood (halbe Stunde). Wir sind morgens um 7.00 zu Hause los und waren Ortszeit 20.30 da. bei 6 Stunden Zeitunterschied also alles in allem  etwa 20 Stunden. Ich war gut durch, aber wir sind trotzdem noch was essen gegangen. Ich war zwar dann am nächsten Morgen recht früh wach, aber ansonsten hatte ich dieses Mal kaum Probleme mit Jetlag.
Hollywood ist eine nette Stadt an der Ostküste, so zwischen Miami und Fort Lauderdale, genauso schön am Wasser gelegen, aber nicht so rummelig/touristisch wie Miami und nicht so superreich wie Fort Lauderdale. Es gibt einen total schönen Strand (mit schattenspendenden Palmen an den richtigen Stellen) , eine richtig tolle Promenade, und man kann stundenlang in beide Richtungen spazierengehen. Wir haben dort die ersten drei Nächte verbracht, sind schwimmen gegangen, haben im Park ein paar Caches gefunden (da waren reichlich Moskitos), sind die Promenade auf und ab flaniert, waren im Kino, lecker essen, sowas halt.






Dienstag sind wir dann nach Key West gefahren. Die Fahrt ist nichtganz kurz, aber total schön, zumindest, wenn man erst einmal aus Miami raus ist. Der Overseas Highway ist schon spektakulär. Key West gefällt mir einfach richtig gut, total entspannt, man ist quasi nie länger als eine Meile vom Wasser entfernt, einfach herrlich. Einen Tag sind wir viel gelaufen, einen Tag waren wir schnorcheln und haben jede Menge Delphine gesehen (super Tour!), und einen Tag haben wir uns Fahrräder geliehen, das war auch klasse. Ach ja, und das Little White House haben wir auch besichtig, ein bisschen Geschichte muss sein. Die Strände sind aber nicht ganz so toll, weil das Wasser da unheimlich seicht ist, dementsprechend warm, und dementsprechend „belebt“ (Quallen, kleine und große Fische, und angeblich wurde auch ein Hai gesehen). Das einzige, was uns den Aufenthalt ein kleines bisschen verdorben hat war der Zustand des Leihwagens. Der hatte nämlich am Donnerstag dann einen Platten. Das war total blöde, wir hatten ja die Tour gebucht und sollten um 12.00 beim Boot sein. Das war so im Rückblick, ganz gut, denn sonst hätten wir das Auto ja erst am Samstag wieder benutzt. Ich fuhr los, es ging eine Warnlampe an (Reifendruck), ich bin zur nächstbesten Tanke gefahren zum Aufpumpen und habe da gemerkt, dass da in dem einen Reifen sehr sehr wenig Luft war. Pannendienst von Herzt angerufen, das sollte aber 80 Dollar kosten. Das habe ich nun gar nicht eingesehen, mit Hilfe den Reifen wieder aufgepumpt (total nette Leute da! Und der Reifen war nicht kaputt, sondern nur total abgefahren) und erst einmal zum Boot gefahren. Nach dem Schnorcheln war immer noch Luft drin. Zum Glück gibt es am Flughafen von Key West auch eine Hertz-Station, und da habe ich dann ein anderes Auto bekommen. Das war etwas besser gewartet. (Und wahrscheinlich hat der nächste Dumme dann das platte Auto bekommen, denn auf den ersten Blick war ja alles OK). 







Von Key West aus ging es dann für eine Nacht nach Key Largo. Das eigentlich bestellte Doppelzimmer gab es nicht und wir bekamen stattdessen eine Dreizimmerwohnung. Luxus pur. Leider nur für eine Nacht.
Von Key Largo aus ging es nach Naples. Dort hatten wir ebenfalls traumhaftes Wetter und haben die Stadt zu Fuß erkundet. Der Strand war im Prinzip auch schön, aber es gab überhaupt kein schattiges Plätzchen. Deshalb sind wir nicht schwimmen gegangen. (Ich habe übrigens das Ladegerät wiederbekommen, das ich im letzten Jahr dort vergessen hatte). 


Von Naples aus ging es wieder zurück an die Ostküste, nach Cocoa Beach, ausgesucht wegen der Nähe zu Cape Canaveral, denn das Kennedy Space Center war schon lange auf meiner bucket list. Absolut sehenswert, besonders die Busrundfahrt, die Ausstellung zu den Mond-Missionen und das Spaceshuttle Atlantis. 



  
Es war allerdings ein bisschen schade, dass wir den letzten schönen Sonnentag überwiegend in klimatisierten und abgedunkelten Ausstellungsräumen verbracht haben. Konnte ja keiner ahnen, dass das Wetter umschlagen würde. Es war nämlich dann am Donnerstag bewölkt und windig. Ich bin nachmittags trotz gelber Fahne nochmal schwimmen gegangen, aber das war schon heftig.



Freitag ging dann unser Flieger erst um 20.40. Eigentlich wollten wir den Tag am Strand verbringen, aber da war es arg ungemütlich (inzwischen rote Fahne) und so sind wir einfach noch was spazieren gegangen und waren im Kino. Ab Mittag setzte dann Dauerregen ein. Macht den Abschied leichter.
Die Rückreise hat sich dann ähnlich hingezogen wie die Hinreise, und ich war froh, als ich heile wieder zu Hause war. Und jetzt habe ich den toten Punkt überwunden. Mal sehen, wie die Nacht wird. Der Temperaturunterschied ist allerdings heftig.

Freitag, 11. September 2015

Jubiläums-Blogstöckchen

Auch wenn ich jetzt nicht zu den super erfolgreichen Abnehmern gehöre, juckt es mich doch in den Fingern, das Stöckchen von Fettlogik überwinden aufzufangen. Also:

1. Wie & wann wann bist du auf Fettlogik gestoßen?
Ich habe das Buch am 2. Mai 2015 gekauft, ich denke, das war relativ schnell nach Erscheinen. Ich war irgendwie auf die Erzähmirnix-Comics gestoßen, war dann darüber gestolpert, dass sich einige der Comics mit Abnehmen und Übergwicht beschäftigten und war dann sehr gespannt auf das Buch.

2. Hattest du vorher irgendwelche Erfahrungen mit Gewichtsveränderung (Diäten o.ä.) und wie waren diese?
Ich war eigentlich immer schon übergwichtig. Nie richtig schlimm, aber schlimm genug. Zu meinen dicksten Zeiten (1994) lag mein BMI bei 34, zu meinen dünnsten Zeiten (2001) bei knapp unter 25. Der erste Abnehmerfolg kam nach dem 80. Geburtstag meiner Oma. Ich habe dann mit Rezepten in Freundin etc. 15 kg abgenommen. Das konnte ich auch einigermaßen halten. Im Examen 1999 habe ich dadurch, dass ich nur am Schreibtisch saß, einiges zugenommen und mich dann von einer Freundin überreden lassen, BCM auszuprobieren (Eiweißshakes statt "richtigem" Essen). Das habe ich ein halbes Jahr durchgezogen und 20 kg verloren. 15 davon haben sich dann im Laufe von 13 Jahren wieder draufgeschlichen, jedes Jahr ein, so ungefähr.
2012 dann ein neuer Anfang. 10 kg verloren, 12 wieder zugenommen. Also ein ständiges auf und ab.


3. Wie ging es dir beim Lesen? Hat sich durch das Lesen etwas verändert und wenn ja, was?
Ich habe das Buch quasi verschlungen, aber mich auch stellenweise geärgert. Ja klar, es ist einfach, man muss nur weniger essen, als man verbraucht, aber genau das ist eben nicht immer so einfach. Ich weiß, dass ich wunderbar abnehmen würde, wenn ich nur 500 kcal am Tag zu mir nehmen würde, aber das schaffe ich nicht. Und schon gar nicht, wenn ich in der Schule leistungsfähig sein will und auch noch Sport machen. Ich achte aber trotzdem besser auf meine Ernährung, ich zähle Kalorien, und auch wenn ich nicht jeden Tag ein Defizit schaffe, schafft es die App trotzdem, dass ich über jeden Bissen nachdenke.


4. Bei welchen Kapitel(überschrifte)n warst du skeptisch, bzw. von welchen Fettlogiken warst du bisher überzeugt? Wie siehst du es jetzt?
Meine persönlichen Fettlogiken: Meine schlanke Freundin isst viel mehr... Ich habe solche Freundinnnen (und vor allem Kollegen und Schüler), die viel viel mehr essen als ich (auf Klassenfahrten kriegt man das ganz gut mit) und schlank sind. Mag sein, dass der Grundumsatz minimal anders ist, aber offenbar läppern sich diese minimalen Unterschiede. Das hat mich jetzt nicht restlos überzeugt.
Ich persönlich habe auch keine Energie, wenn ich zu wenig esse. Ich kriege dann auch Kopfschmerzen oder mir wird schwindelig. Ja, ich habe an sich genug Reserven, aber ich bin schon zwei Mal beim Sport fast umgekippt. Nicht schön. Habe bisher keine Lösung, außer nicht hungrig Sport zu machen.
Ich bin auch nicht davon überzeugt, dass die Gene so wenig Einfluss haben. Ja, ich kann im Rahmen meiner Möglichkeiten Einfluss auf mein Gewicht nehmen. Und vielleicht hat auch die Art und Weise, wie ich aufgewachsen bin, Einfluss darauf, wie gerne ich mich bewege. Aber ich merke auch, dass es mir unheimlich schwerfällt, Kondition aufzubauen, dass ich beim Laufen auch mit regelmäßigem Training langsamer bin als manch einer, der aus dem Stand einfach losläuft. Das hat was mit Talent zu tun, und das ist nicht nur Training.
Das mit dem Genuss ist auch so eine Sache. Ja klar, man kann lecker kalorienarm kochen. Aber der Knackpunkt ist für mich das, was ich soziales Futtern nenne. Einladungen, gemeinsame Restaurantbesuche, Urlaub, Fortbildungen, das Glas Wein am Freitagabend... Da habe ich auch noch keine für mich dauerhafte Lösung gefunden.  Ach ja, und meine Blutwerte sind super - obwohl ich keine Schilddrüse mehr habe. (Eine Unterfunktion ist übrigens auch kein Spaß).
Ich wurde darin bestätigt, dass Krafttraining gut für mich ist und dass ich nicht unbedingt einem Ernährungsguru folgen muss, um abzunehmen.


5. Welches Kapitel würdest du ergänzen?
Eigentlich ergibt sich das aus dem, was ich oben geschrieben habe. Und Strategien/Hilfen für Stress-Esser wären toll.

6. Was war die letzte Fettlogik, der du begegnet bist, bei dir selbst oder anderen? Wie hast du reagiert?
Der Hungerstoffwechsel taucht immer und überall auf. In allen Varianten. Ich reagiere meistens gar nicht darauf, sondern denke mir meinen Teil.

7. Hatte Fettlogik Einfluss auf deine Körperwahrnehmung und/oder die Wahrnehmung deiner Umwelt? Falls ja: Wie genau?
Ich sehe mehr dicke Leute. Da ich immer noch genug Gewicht mit mir rumschleppe, maße ich mir allerdings kein Urteil an. Ich ertappe mich allerdings dabei, dass ich Einkaufswagen ansehe und versuche einen Zusammenhang zwischen deren Inhalt und den Einkäufern zu entdecken. Klappt aber nicht immer. 

Wenn sich dein Gewicht verändert hat: Welche Veränderungen bemerkst du an dir? Wie reagiert die Umwelt?
Ich habe seit Anfang Mai ca. 5 kg abgenommen. Langsam, aber sicher. Nicht weil ich Angst davor hätte, zu schnell abzunehmen, sondern weil ich es einfach nicht schaffe, ein größeres Defizit hinzukriegen. Wäre gerne konsequenter und schaffe es nicht. Diese 5 kg hat noch keiner kommentiert. Aber es hat auch keiner kommentiert, dass ich 2012 10 kg abgenommen hatte. Oder dass ich die 2014 wieder drauf hatte.

Vorher-Nacher Foto?
Es gibt im Blog das eine oder andere Foto, aber ich habe keine beachtenswerte Veränderung hingelegt. 

Mittwoch, 17. Juni 2015

Pinkpop 2015

Letztes Jahr waren wir zum ersten Mal bei Pinkpop. War toll, aber durch das heftige Gewitter nicht rundum angenehm. Kann man hier nachlesen: klick

Dieses Jahr lief es auch suboptimal, denn die Veranstaltung war nicht Pfingsten, sondern Mitte Juni. Es wurde angekündigt, dass Robbie Williams (einer meiner Lieblingssänger) zu den Headlinern gehören würde. Ich habe mich etwa zwei Tage lang total gefreut und den Kartenvorverkauf  herbeigesehnt, und dann kam der Terminkalender der Schule: die Abiturfeier wird um eine Woche vorverlegt. Das war's dann mit Robbie. Jede herkömmliche Abiturfeier hätte ich einfach so ausfallen lassen, aber als Beratungslehrerin kann man das irgendwie nicht bringen. Für Sonntag stand One Republic auf dem Pragramm. Die höre ich auch seit Jahren rauf und runter. Also kein Wochenend-Ticket gekauft, sondern eins für Sonntag. So nach und nach kristallisierte sich dann heraus, dass der Main Act für den Sonntag die Foo Fighters sein würden. Die finde ich jetzt nicht so richtig toll. Auch Pharell Williams mag ich nicht. Aber die Counting Crows und eben One Republic.
Zum Glück haben wir morgens nochmal nach den genauen Zeiten geschaut, die hatten sich nämlich dadurch, dass sich ein Bandmitglied der Foo Fighters ein Bein gebrochen hatte und deren Auftriit abgesagt werden musste, um einiges verschoben.

Wir sahen also Counting Crows (nett, aber jetzt nicht meine neue Lieblingsband) und die Pierce Brothers (ein australisches Duo - super Show, richtig genial).



Und dann One republic. Live total klasse. Leider durften die nur eine Stunde spielen, das hätte ich mir auch gerne noch länger angehört.




Pharell Williams haben wir uns dann erspart. So war ich dann so gegen 22.30 zu Hause, was völlig OK ist, wenn man am nächsten Morgen früh raus muss.

Das Wetter war übrigens richtig klasse, kein Gewitter in Sicht, das war freitags schon gewesen.

Das einzige, was mich stört: der Müll. Jedes Getränk gibt es im Eimal-Plastikbecher, jedes Essen irgendwie in Pappe oder auch Plastik, und so richtig viele Mülltonnen sind nicht zu finden. Ich weiß nicht, ob das jetzt der Müll von drei Tagen war oder ob da nachts jemand aufräumt, aber ich frage mich echt, ob man das nicht mit ordentlich Pfand auf den Bechern lösen könnte. Dann müsste man ein paar Leute für die Rückgabe einstellen, aber würde dadurch einiges an Müll vermeiden.