Samstag, 30. April 2016

Warum ich mich auf den Mai freue



Weil der April ganz furchbar arbeitsreich und damit ganz furchtbar anstrengend war. 
Zur Veranschaulichung mal eine "typische" Woche (die vergangene): 

Montag hatte ich lange Schule. Wie immer habe ich in den Freistunden gearbeitet und versucht, alles für den Rest der Woche vorzubereiten. Im Laufe des Tages bekam ich Kopfschmerzen und mir ging es einfach nur miese. Also bin ich abends nicht zum Sport gefahren, sondern auf der Couch geblieben. 5087 Schritte und angeblich nur 1481 kcal verbrannt.

Dienstag war ich bis 16.15 in der Schule (Unterricht und FPA fürs Abi) und bin direkt von da aus zum Pump gefahren. Das ist mir unglaublich schwergefallen, obwohl ich die Gewichte nicht weiter gesteigert hatte. Mir war auch die Musik zu laut und es war nicht die reine Freude. 6956 Schritte und 1866 kcal.

Mittwoch hatte ich dienstlich in Köln zu tun. Natürlich fuhr ausgerechnet an dem Tag wegen eines Streiks kein Bus. Normalerweise wäre ich mit dem Rad zum Bahnhof gefahren, aber es hat geschneit wie blöde. Also hat mich mein Mann gefahren und ist dann mit dem Auto zur Arbeit (er fährt sonst nie). Der Zug hatte Verspätung, und da ich mich dazu auch noch mit der Zeit vertan hatte, war ich dann 5 Min. zu spät. Nicht zu ändern. Die Veranstaltung ging von 9.00 bis 15.30 und wir sind dann noch einen Kaffee trinken gegangen.  Kein Sport, es sei denn, man zählt das zügige Gehen mit Gepäck beim Versuch den Zug noch zu erreichen als Sport. 7191 Schritte und 1612 kcal. Und unnötigerweise ein Schokokeks und abends noch ein Riegel Schokolade. Sicherlich mehr gegessen als verbraucht, aber da ich keinen Nerv mehr hatte, alles einzugeben, kann ich das nicht genau sagen.

Donnerstag war ich den ganzen Tag in Sachen Abitur eingesetzt. Prüfungen und Aufsichten. Ich war zwar relativ früh zu Hause (16.00 statt sonst 17.30). aber ich war so platt, dass ich mich zu nichts mehr aufraffen konnte. Der eigentlich noch geplante Spaziergang zum Kopflüften ist dann dem Wetter zum Opfer gefallen, denn pünktlich zum Feierabend setzte mal wieder eiskalter Regen ein. 6230 Schritte und nur 1470 kcal. Nett heute: eine Kollegin, die wegen Krankheit länger nicht in der Schule war, sprach mich auf meine Abnehme an. Die erste bisher. Wir haben uns noch kurz darüber unterhalten, wie ich das gemacht haben (weniger essen, mehr Sport) und dass es alles andere als einfach ist. Keine Kalorien eingegeben, weil wir mittags allerlei leckere Sachen aus der Mensa bekamen und ich nicht wusste, wie ich das eingeben sollte.

Freitag dann wieder den ganzen Tag Abiturprüfungen. Um 17.30 waren dann alle Ergebnisse verkündet und ich bin im Wolkenbruch nach Hause gefahren. Es hat dann auch den ganzen Abend weitergeschüttet. Ich habe um 21.00 aufgegeben und bin ins Bett gegangen. In Sachen Essen war der Tag auch alles andere als gut. Ich brauchte vormittags ein zweites Brötchen, weil es einfach gar nicht geht, wenn während einer Prüfung der Magen knurrt. Mittags gab es Quiche, sehr gehaltvoll. Und abends dann noch ein leckeres Stück Fleisch und Kartoffeln und Gemüse. Zwischendurch dann drei Schokokekse. Und da es ja nur 6388 Schritte und 1531 kcal waren, habe ich sicher den doppelten Bedarf zu mir genommen. Auch heute wieder habe ich nichts eingegeben.

Ich finde allerdings das, was mein Band als Bedarf ausspuckt, extrem wenig. Klar, der Grundumsatz ist immer eine Schätzung, und ich habe nicht viel Bewegung bekommen, aber ich habe auch nicht im Koma gelegen. Das ist seit dem letzten Update so, irgendwie wurde wohl der Algorithmus verändert. Da ja aber mein Körper nicht weiß, was die App ausspuckt, kann mir das an sich auch egal sein. Ich finde auch interessant, dass so gar nicht erfasst werden kann, wie unglaublich anstrengend es ist, sich den ganzen Tag zu konzentrieren und in jeder Prüfung so aufmerksam zu sein, als wäre es die erste des Tages. Ich war wirklich auch körperlich erschöpft dadurch, aber der Herzschlag und damit der Verbrauch wird dadurch nicht erhöht. Das wiederum erklärt aber , warum ich zunehme, wenn solche Phasen länger dauern. Ich meine viel Energie zu brauchen, aber eigentlich ist das gar nicht so. Und irgendwie spielt da Essen als Belohnung mit rein. Ich habe mir dann was Leckeres verdient, vielleicht sogar mit einem Glas Wein oder so. Eigentlich Quatsch. Aber Essen ist halt nicht nur Nahrungsaufnahme, sonders vieles mehr.
Ich zähle ab heute wieder Kalorien, und ich werde auch gleich zum Pump fahren. Vielleicht gehe ich heute Nachmittag auch noch im Regen spazieren, mal sehen.

Arbeiten werde ich jedenfalls nicht. Ich habe nächste Woche zum Glück nur zwei Tage Unterricht und dann ein sehr langes Wochenende. Da werde ich dann die Akkus wieder aufladen.

Und ab morgen ist Mai. Im Mai wird alles besser. 

Sonntag, 24. April 2016

Vom Kalorienzählen und dessen Auswirkungen

Ich hatte ja hier bereits darüber geschrieben, inwiefern die Lektüre des Buchs "Fettlogik überwinden" von Nadja Hermann mich beeinflusst hat.
Inzwischen ist noch mehr Zeit ins Land gegangen, ich habe nochmal 4 kg abgenommen, also insgesamt 9, und ich zähle immer noch Kalorien.

Das klappt mal mehr und mal weniger gut. Auswärts essen ist immer schwierig, weil ich nicht genau weiß, was drin ist, da kann ich nur schätzen. Je mehr Stress ich habe, desto weniger Lust habe ich, frisch zu kochen, und das ist das A und O. Denn belegte Brote haben, gemessen am Sättigungs- und Zufriedenheitswert, zu viele Kalorien.

Ich finde es auch immer noch schwierig, wenig zu essen und trotzdem Sport zu machen, hungrig laufen geht gar nicht. Die Hoffnung, dass man sich daran gewöhnt, habe ich inzwischen aufgegeben.

Aber das Zählen leistet, dass ich bewusster esse und mir einiges verkneife, was ich mir früher eher gedankenlos in den Mund geschoben habe. Zwischenmahlzeiten fallen fast völlig weg, außer wenn der Sport mit den geplanten Essenszeiten nicht zusammenpasst. Ich trinke so gut wie nie Alkohol und verkneife mir auch alkoholfreies Weizen, weil es einfach die Tagesbilanz sprengt. Auch Süßigkeiten sind eher selten geworden. Und trotzdem schaffe ich es kaum, unter 1700 kcal am Tag zu bleiben, und auch dabei habe ich immer noch Hunger.

Ich bin auch unsicher, was mein Tagesbedarf ist. Mein Fitness-Tracker spuckt an nicht sehr aktiven Tagen sehr traurige Werte aus (zwischen 1500 und 1600 kcal), und an aktiven Tagen werden es mal 2000 kcal. Ist jetzt nicht der Rede wert. Erklärt aber, warum die Abnahme eher langsam vonstatten geht.

Was heißt das für die Zukunft? Ich werde weiter Kalorien zählen, weiter bewusst essen und Sport machen, und ich hoffe, dass ich weiter abnehmen werde. Mal sehen, was geht.

Mittwoch, 17. Februar 2016

Dem Karneval entkommen


Ich mag Karneval nicht besonders. Von daher finde ich ziemlich prima, dass wir hier drei unserer beweglichen Ferientag nehmen und ein langes Wochenende daraus machen (Freitag bis Dienstag). Dann können die einen fröhlich feiern und für die anderen lohnt es sich, die Flucht zu ergreifen. Ich gehöre zu den anderen.

Donnerstag war echt nervig. Der war nämlich noch nicht frei, wohl um die Jugendlichen davonbn abzuhalten, schon morgens betrunken durch die gegen zu torkeln. Klappt aber leider nicht in allen Fällen, manchmal sitzen die Schüler dann besoffen im Unterricht. Mama war bestimmt nicht erfreut, als sie ihr Töchterlein um 9.00 abholen durfte. Ich war einfach nur froh, als ich um 12.30 dann verschwinden konnte. Schnell nach Hause, schnell ein Köfferchen gepackt und auf zum Flughafen, Karnevalsflucht. Wir sind nach London geflogen, und das war richtig gut.

Sind gegen 19.00 gelandet. Dann Stansted Express, dann London Underground bzw. DLR. Erfolgreich eine Oyster-Card gekauft und das Hotel gefunden. Wir waren in Greenwich, weil das nett aussah und die zentral gelegeneren Hotels deutlich teurer waren. Irgendwann gegen 22.00 waren wir dann endlich angekommen und ich wollte nur noch schlafen.

Freitag haben wir dann gemütlich gefrühstückt und sind in Greenwich cachen gegangen. Besonders spannend fand ich den Cache, der einen über den Null-Meridian führt, der ca. 100 m von der eigentlich festgelegten Linie zu finden ist. Wir haben dann festgestellt, dass es eine wunderbare Idee ist, im Café einer Buchhandlung Kaffee zu trinken. Nach dieser Stärkung sind wir dann in Richtung Innenstadt gefahren und da noch an der Themse entlang spazieren gegangen. War gut. Wir sind in einem netten Restaurant an der Themse essen gegangen und zurück zum Hotel gefahren. Ich bin dann sehr sehr geschafft ins Bett gefallen.



Cutty Sark in Greenwich
Längengrad 0. Eigentlich steht dann da weder West noch Ost, aber mein Screenshot kam etwas spät.
 
Aussicht von da aus auf die Themse
Samstag haben wir eine Weile überlegt, ob wir uns die Houses of Parliament ansehen oder einen Tour im London Eye machen. Die Houses of Parliament haben gewonnen. Das war richtig sehenswert. Danach sind wir dann noch kreuz und quer durch die Gegend gelaufen auf der Suche nach Caches. Irgendwann war ich total durchgefroren und hatte die Nase voll von Leuten und wir haben uns in Greenwich ein nettes Lokal gesucht. Leider sind wir sowohl auf dem Hin- als auch dem Rückweg klatschnass geworden. Aber es war trotzdem ein netter Abend.
 
Big Ben - also der Turm, wo die Glocke drin ist
Sonntag waren wir im Camden Market. Das hat mir überhaupt nicht gefallen. Früher war das total klasse, ganz viele spannende Stände mit coolen Klamotten, man konnte stundenlang bummeln, richtig schön. 2016 nur voll. Nur Gedränge, Geschiebe, das hat mir überhaupt nicht gefallen. Wir sind dann am Kanal entlang zum Regent‘s Park gelaufen, das war viel besser. 
 
Die berühmten Pelikane
Danach haben wir noch die eine oder andere Dose gesucht, unter anderem das Finale eines wirklich genialen Rätselcaches. Da muss man diverse Fragen mit Hilfe eines gigantischen Panorama-Bilds beantworten (Klick). Ein bestimmtes Autokennzeichen, oder wie viele Leute auf der Tower Bridge gelbe Warnwesten tragen. Geniale Idee.

Montag haben wir dann vereinbart, dass wir unseren Koffer noch ein paar Stunden im Hotel lassen dürfen und sind dann doch ins London Eye gegangen. Das wollte ich schon, seit es das Ding gibt. Und das war richtig klasse. 

Von der anderen Seite der Themse
Kurz bevor es losgeht

Aussicht
 

 

Der Rückweg war aber blöde. Der Zug war total voll und dadurch, dass es sehr stürmisch war, war der Rückflug einigermaßen turbulent. Und mir wird übel. Früher hatte ich da nie ein Problem mit, mittlerweile leider immer mehr. Mir war zwei Stunden nach der Landung immer noch etwas schlecht.

Fazit: London im Februar hat was. Bis auf Camden deutlich weniger voll als im Sommer. Leider war das Wetter aber auch eher so, wie man das erwarten würde. Das Vorurteil, dass es kalt, windig und regnerisch ist, hat sich voll bestätigt (sieht man ja in den Fotos auch). Ich hätte eine dickere Jacke und Handschuhe gebrauchen können. Bin dann beim nächsten Mal schlauer.

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Roma



Am ersten Weihnachtstag sind wir Richtung Rom aufgebrochen. Mit dem Auto nach Köln, mit dem Flieger nach Rom und mit dem Shuttle zum Hotel. Der Flug war leider etwas verspätet, sodass wir um 15.44 am Airport Shuttle waren, das 15.45 fahren sollte. Da aber außer uns nur noch ein Herr mit sollte, der im selben Flugzeug gesessen hatte, hätte der Fahrer vermutlich noch gewartet. Das Hotel war richtig edel, wir konnten uns gar nicht dagegen wehren, dass unsere Koffer ins Zimmer gebracht wurden. Wir sind dann noch nach Trastevere gefahren, das Hotel bietet einen Shuttle-Bus an, waren dort Pizza essen und sind ein bisschen rumgelaufen. War richtig schön, und eine stressfreie Art Weihnachten zu verbringen. 12497 Schritte, 9,0 km.

 
Am zweiten Weihnachtstag sind wir vom Hotel aus gemütlich zum Petersplatz gelaufen (ca. 5 km). Ich hatte irgendwo gelesen, dass der Papst ein kurzes gebet sprechen würde. Es gab Einlasskontrollen wie beim Flughafen, die Videoleinwände waren an, aber es war uns zunächst nicht klar, ob etwas in die Richtung stattfinden würde oder nicht. Um 12.00 jubelte die Menge, und ein paar Minuten später hatte ich ihn dann auch gesehen. Die gesamte Predigt war auf Italienisch und ging um den heiligen Stefan. Am Ende gab es dann das Angelus-Gebet. 
 

Ich bin zwar nur auf dem Papier katholisch, aber das hatte was. Im Anschluss haben wir uns den Massen angeschlossen und sind auf die Kuppel des Petersdoms gestiegen. Von dort aus hat man eine traumhafte Aussicht. 
 

Danach ging es dann Richtung Piazza Navona, Fontana di Trevi usw. 
 

Es war leider überall unglaublich voll, und solche Menschenmassen erschlagen mich immer ein wenig. Wir sind noch was essen gegangen und haben dann ein Shuttle zurück zum Hotel genommen. 27546 Schritte, 19,8 km.
Am Sonntag gab es dann das alte Rom, mit Forum Romanum und Kolosseum. Außerdem noch die eine oder andere Kirche und das berühmte Schlüsselloch, wo mein Foto allerdings nichts geworden ist. Wir haben auch ein paar Caches gefunden und sind von hier nach da und wieder zurück gelaufen. 29677 Schritte, 21,4 km. 
 
 
 
Montag haben wir dann Cinecittá besichtigt, die Filmstudios in Rom. Es gab eine englischsprachige Führung durch das Außengelände mit Kulissen diverser Spielfilm- und Fernsehproduktionen und innen eine größere Ausstellung zu berühmten italienischen Filmen und Regisseuren. Das war ganz spannend. 
 
Danach ging es zurück in die Stadt. Die spanische Treppe wird leider gerade renoviert und war gesperrt. 
 
Wir sind dann nochmal zum Petersplatz gelaufen, weil wir natürlich die Gelegenheit nutzen wollten, durch die heilige Pforte zu gehen, die ja nur alle Jubeljahre geöffnet ist. Laut Wikipedia ist 2015 ein außerordentliches heiliges Jahr zum Jubiläum der Barmherzigkeit (misericordiae vultus), und das Eintreten durch die Heilige Pforte soll einem die Sünden erlassen. Fotos habe ich leider keine, das war unerwünscht. 26183 Schritte, 18,9 km.
Dienstag war dann unser letzter ganzer Tag in Rom. Wir sind wieder den ganzen Tag durch die Stadt gelaufen, haben uns die eine oder andere Kirche angesehen, Cappuccino getrunken und die Sonne genossen. 28468 Schritte, 20,5 km.
Mittwoch waren wir dann morgens nur noch im Park (Villa Doria Pamphili), ein paar Caches suchen. 
 
Danach ging es mit dem Shuttle zum Flughafen, und bis wir zu Hause waren, war der Tag vorbei.
Mir haben die Tage in Rom wunderbar gefallen, ich habe den Kopf frei bekommen und mich erholt. Was nicht heißt, dass ich jetzt motiviert wäre, Klausuren zu korrigieren.

Sonntag, 22. November 2015

Mein neues Spielzeug

Ich bin seit gestern stolze Besitzerin eines Garmin Forerunner 225. Und das kam so:
ich hatte seit 2012 einen Forerunner 110, das ist das einfachste Modell mit GPS. War damit eigentlich ziemlich zufrieden, weil der so ziemlich alle Funktionen hatte, die ich brauchte: Streckenmessung mit GPS, Herzfrequenzmessung, Anzeige der durchschnittlichen Geschwindigkeit, die Möglichkeit, sich das alles hinderher schön anzugucken und auszuwerten.
Es gab aber auch ein paar Haken (oder Häkchen): die Übertragung an Garmin Connect und das Aufladen erfolgten mit Hilfe einer ziemlich wackeligen Klemme, die einiges an Fingerspitzengefühl erforderte. Die Suche nach dem GPS-Signal dauerte schonmal 5 Minuten. Und der Brustgurt sorgte immer mal wieder für wunde Stellen, weil der sich mit dem BH ins Gehege kam.
Nach der letzten Wanderung merkte ich, dass sich das Armband vom Gehäuse löste. Außerdem gab der Akku nach 5 Stunden den Geist auf. So lange laufe ich normalerweise nicht, aber bei Wanderungen sind 5 Stunden jetzt eher normal als die Ausnahme. Also habe ich bei Garmin angerufen. Der freundliche Mitarbeiter teilte mir mit, dass man diesen Fehler nicht reparieren können und das deswegen die neueren Modelle andere Armbänder hätten. Das hatte ich jetzt eigentlich nicht hören wollen. Er machte mir dann aber ein unwiderstehliches Angebot: da das das Gerät nicht mehr hergestellt werde, könne ich mir einen anderen Forerunner aussuchen, den ich dann zu reduziertem Preis erhalten würde (40% unter Ladenpreis). Also entschied ich mich für den 225. Der Austausch ging dann super schnell. RMA-Ticket per Mail, altes Gerät zur Post (Donerstag). E-Mail, dass es angekommen ist (Freitag), E-Mail, dass das neue Gerät im Versand sei (ebenfalls Freitag). Ich hatte gerade am Samstag die Sendungsverfolgung geöffnet, als es auch schon klingelte und der Postbote mir das neue überreichte. Ich hatte zum Glück die entsprechende Menge Bargeld im Haus.

Ausgepackt. Der erste Eindruck war schon einmal positiv. Schön schlicht, viel schwarz, also auch im Alltag zu gebrauchen. Das Einrichten ging dann auch einigermaßen gut. Die Ladeklemme ist deutlich komfortabler, die Bedienung relativ intuitiv. Die Verbindung mit dem Smartphone über Bluetooth wollte aber nicht funktionieren. Also bin ich erst einmal eine Runde spazieren gegangen, um Herzfrequenzmessung am Handgelenk und GPS zu testen. Die Satelliten waren super schnell gefunden, ich konnte sofort loslegen. Und die HF wurde auch sehr sehr schnell angezeigt. Unterwegs kamen mir die Werte aber einigermaßen spanisch vor. 178, während ich gemütlich durch den Wald latsche? Eher nicht. Also abgenommen, am Mann ausprobiert (68), wieder bei mir (70, schon eher). Durch Ausprobieren ergab sich dann, dass die Uhr eher fester als sonst und eher höher als normal getragen werden sollte, dann ist alles gut. Bye bye Brustgurt!
Ich habe dann die Aktivität per USB zu Garmin Conct hochgeladen. Wähend der Synchronisierung gab es ein Software-Update, und damit hatte sich das Bluetooth-Problem auch erledigt. Jetzt können alle Aktivitäten direkt über das Handy erfasst werden.
Schöne Spielerei.
Ach ja, als Aktivitäts-Tracker kann man den Forerunner auch verwenden. Es gibt einen Schrittzähler (mit Tagesziel), der einen immer wieder durch sanftes Vibrieren daran erinnert, sich mal vom Sofa zu lösen. Es gibt eine Kalorienangabe, basierend auf Gewicht und Größe sowie Aktivität und natürlich Datum, Uhrzeit etc.
In Sachen Training kann man einstellen, welche Werte man auf einer Seite angezeigt haben möchte (ich habe HF, Pace und Distanz für mich ausgewählt), auf einer weiteren Seite wird die HF in verschiedenen Bereichen (moderat, aerob, anaerob) farbig markiert. Am Ende erhält man dann eine Übersicht der Trainingseinheit und es erscheint eine Meldung, ob man neue persönliche Rekorde aufgestellt hat. Netter Schnickschnack.
Nachher kommt mein erster Lauf mit dem neuen Spielzeug. Bin gespannt.

Samstag, 17. Oktober 2015

Florida 2015



Florida hatte uns im letzten Jahr so super gut gefallen, dass wir direkt, nachdem wir wieder zu Hause waren, die nächsten Flüge gebucht haben. Und das ich, die nie nach Florida wollte, weil da so viele Moskitos sind und es so warm ist und so gefährlich. Ja, es gibt Moskitos, aber weit weniger als erwartet. Und die mögen kein Autan. Ja, es ist warm, aber im Herbst ist so langsam der Übergang zur Trockenzeit, und von daher ist das gut auszuhalten. Texas im Sommer war richtig heiß (38°C), Florida jetzt hatte so um die 28°C. Und gefährlich? Hängt vermutlich davon ab, wo man ist und was man tut. Ich habe mich jedenfalls ziemlich sicher gefühlt die ganze Zeit. Und außerdem ist es schön da.

Wir hatten dieses Jahr keinen Direktflug, weil ein Zwischenstopp in London insgesamt gut 500 Euro billiger war. Das machte die Anreise natürlich etwas anstrengend. Mit dem Auto nach Düsseldorf (etwas mehr als eine Stunde), vom P13 zum Terminal (1,8 km zu Fuß), dann mit dem Flieger nach Heathrow (etwas mehr als eine Stunde). Dann dort drei Stunden Aufenthalt, die ganz schnell dadurch vorbei gingen, dass wir innerhalb des Terminals noch einmal durch die Sicherheitskontrolle mussten und diverse Male das Gate sich änderte. Dann Flug nach Miami (etwa 9 Stunden), dann MiaMover (Zug) zum Mietwagen, dann mit dem Auto zum ersten Hotel in Hollywood (halbe Stunde). Wir sind morgens um 7.00 zu Hause los und waren Ortszeit 20.30 da. bei 6 Stunden Zeitunterschied also alles in allem  etwa 20 Stunden. Ich war gut durch, aber wir sind trotzdem noch was essen gegangen. Ich war zwar dann am nächsten Morgen recht früh wach, aber ansonsten hatte ich dieses Mal kaum Probleme mit Jetlag.
Hollywood ist eine nette Stadt an der Ostküste, so zwischen Miami und Fort Lauderdale, genauso schön am Wasser gelegen, aber nicht so rummelig/touristisch wie Miami und nicht so superreich wie Fort Lauderdale. Es gibt einen total schönen Strand (mit schattenspendenden Palmen an den richtigen Stellen) , eine richtig tolle Promenade, und man kann stundenlang in beide Richtungen spazierengehen. Wir haben dort die ersten drei Nächte verbracht, sind schwimmen gegangen, haben im Park ein paar Caches gefunden (da waren reichlich Moskitos), sind die Promenade auf und ab flaniert, waren im Kino, lecker essen, sowas halt.






Dienstag sind wir dann nach Key West gefahren. Die Fahrt ist nichtganz kurz, aber total schön, zumindest, wenn man erst einmal aus Miami raus ist. Der Overseas Highway ist schon spektakulär. Key West gefällt mir einfach richtig gut, total entspannt, man ist quasi nie länger als eine Meile vom Wasser entfernt, einfach herrlich. Einen Tag sind wir viel gelaufen, einen Tag waren wir schnorcheln und haben jede Menge Delphine gesehen (super Tour!), und einen Tag haben wir uns Fahrräder geliehen, das war auch klasse. Ach ja, und das Little White House haben wir auch besichtig, ein bisschen Geschichte muss sein. Die Strände sind aber nicht ganz so toll, weil das Wasser da unheimlich seicht ist, dementsprechend warm, und dementsprechend „belebt“ (Quallen, kleine und große Fische, und angeblich wurde auch ein Hai gesehen). Das einzige, was uns den Aufenthalt ein kleines bisschen verdorben hat war der Zustand des Leihwagens. Der hatte nämlich am Donnerstag dann einen Platten. Das war total blöde, wir hatten ja die Tour gebucht und sollten um 12.00 beim Boot sein. Das war so im Rückblick, ganz gut, denn sonst hätten wir das Auto ja erst am Samstag wieder benutzt. Ich fuhr los, es ging eine Warnlampe an (Reifendruck), ich bin zur nächstbesten Tanke gefahren zum Aufpumpen und habe da gemerkt, dass da in dem einen Reifen sehr sehr wenig Luft war. Pannendienst von Herzt angerufen, das sollte aber 80 Dollar kosten. Das habe ich nun gar nicht eingesehen, mit Hilfe den Reifen wieder aufgepumpt (total nette Leute da! Und der Reifen war nicht kaputt, sondern nur total abgefahren) und erst einmal zum Boot gefahren. Nach dem Schnorcheln war immer noch Luft drin. Zum Glück gibt es am Flughafen von Key West auch eine Hertz-Station, und da habe ich dann ein anderes Auto bekommen. Das war etwas besser gewartet. (Und wahrscheinlich hat der nächste Dumme dann das platte Auto bekommen, denn auf den ersten Blick war ja alles OK). 







Von Key West aus ging es dann für eine Nacht nach Key Largo. Das eigentlich bestellte Doppelzimmer gab es nicht und wir bekamen stattdessen eine Dreizimmerwohnung. Luxus pur. Leider nur für eine Nacht.
Von Key Largo aus ging es nach Naples. Dort hatten wir ebenfalls traumhaftes Wetter und haben die Stadt zu Fuß erkundet. Der Strand war im Prinzip auch schön, aber es gab überhaupt kein schattiges Plätzchen. Deshalb sind wir nicht schwimmen gegangen. (Ich habe übrigens das Ladegerät wiederbekommen, das ich im letzten Jahr dort vergessen hatte). 


Von Naples aus ging es wieder zurück an die Ostküste, nach Cocoa Beach, ausgesucht wegen der Nähe zu Cape Canaveral, denn das Kennedy Space Center war schon lange auf meiner bucket list. Absolut sehenswert, besonders die Busrundfahrt, die Ausstellung zu den Mond-Missionen und das Spaceshuttle Atlantis. 



  
Es war allerdings ein bisschen schade, dass wir den letzten schönen Sonnentag überwiegend in klimatisierten und abgedunkelten Ausstellungsräumen verbracht haben. Konnte ja keiner ahnen, dass das Wetter umschlagen würde. Es war nämlich dann am Donnerstag bewölkt und windig. Ich bin nachmittags trotz gelber Fahne nochmal schwimmen gegangen, aber das war schon heftig.



Freitag ging dann unser Flieger erst um 20.40. Eigentlich wollten wir den Tag am Strand verbringen, aber da war es arg ungemütlich (inzwischen rote Fahne) und so sind wir einfach noch was spazieren gegangen und waren im Kino. Ab Mittag setzte dann Dauerregen ein. Macht den Abschied leichter.
Die Rückreise hat sich dann ähnlich hingezogen wie die Hinreise, und ich war froh, als ich heile wieder zu Hause war. Und jetzt habe ich den toten Punkt überwunden. Mal sehen, wie die Nacht wird. Der Temperaturunterschied ist allerdings heftig.