Nach der Beerdigung (erträglich) und einer weiteren Woche zum Regeln aller möglichen Dinge haben wir uns doch noch zwei Wochen Urlaub gegönnt, und zwar in Texas.
Texas? Wie kommt man auf Texas? Ist kein Staat, der hoch auf der Liste deutscher Touristen stehen würde. Zumindest haben wir in den zwei Wochen dort keinen gesehen. Ich denke, die waren alle in Florida, Kalifornien oder dem Südwesten. Oder in den großen Städten. Wir haben Freunde in Texas (die ursprünglich aus Kalifornien kommen). Die haben ein großes Haus, mit Pool, und auch noch lange nicht alles gesehen, was schön ist.
Hier also meine bisherigen Empfehlungen:
South Padre Island rühmt sich, den schönsten Strand in Texas zu haben. Kann gut sein. Mir hat er jedenfalls ganz hervorragend gefallen. Wir hatten ein Motel relativ am Ende der Straße, d.h. es war relativ ruhig, und es sah so aus:
Schöner, weicher Sand, Wasser in der genau richtigen Temperatur, nette Wellen, hat mir richtig gut gefallen. Auch das Drumherum ist um diese Jahreszeit ganz schön. Viele nette Geschäfte, reichlich Auswahl an netten Restaurants, freundliche Leute und wunderbarer Sonnenschein. Jede Menge Pelikane, die man vom Liegestuhl aus beim Fischen beobachten kann, und nicht so viele Menschen. Wenn Spring Break ist, muss es relativ furchtbar sein, zumindest lassen das die T-Shirt-Motive erahnen: "Don't tell your madre what you did on Padre". Oder "What happened in Padre stays in Padre". Oder: "Bitch". Oder "Drunk", schön durchnummeriert, je nachdem, mit wie vielen Freunden man unterwegs ist.
San Antonio ist berühmt für "The Alamo" und eine verlorene Schlacht gegen die Mexikaner. Mir hat die Stadt richtig gut gefallen. Klar, The Alamo ist sehenswert.
Aber mir hat der River Walk ebenfalls ausgesprochen gut gefallen. Ein ganzes Netz von kleinen Flüssen, daran entlang ein Fußweg und Geschäfte und Restaurants, man kann dort wunderschön spazieren gehen. Auch empfehlenswert: die Ghost Tour. Offenbar scheint es in San Antonio heftig umzugehen, wir haben dann erfahren, dass wir in einem Hotel übernachtet haben, in dem gleich mehrere Geister ihr Unwesen treiben. Uns war aber keiner begegnet.Das Holiday Inn Express war früher ein Gefängnis, in dem auch Hinrichtungen durchgeführt wurden. Weiß nicht, ob ich eine Übernachtung dort in Betracht ziehen würde. Und ob ich glauben soll, dass in einem Hotel, der früher ein Krankenhaus war, der Pool aus ehemaligen OP-Tischen zusammengezimmert wurde, weiß ich nicht. Die Tour führte zu einigen Highlights der Stadt und wir haben uns einige Gebäude am nächsten Tag noch einmal in Ruhe angesehen.
Galveston liegt ebenfalls am Golf von Mexiko. Dieses Jahr waren wir dort nicht am Strand, sondern in den Moody Gardens. Der Eintritt ist recht teuer, aber die Regenwald-Pyramide und das Aquarium sind absolut sehenswert. Auch toll: die Rundfahrt mit dem Schaufelraddampfer. Im Moment gibt es dort eine Sonderausstellung über Dinosaurier, die eher enttäuschend war für alle über 5, und eine Ausstellung über Klang und Musik, die ich ebenfalls nicht so toll fand,. Außerdem kann man diverse Filme in 3D oder 4D sehen, die haben wir aber nicht mehr geschafft.
Wir waren ein bisschen shoppen (dank des derzeitigen Dollar-Kurses sehr reizvoll) und im Kino. Und wir haben natürlich auch viel gegessen. Und da wird das Motto "Everything's bigger in Texas" extrem deutlich. Die beste Aussicht und einene sehr leckeren Burger gab es bei Papa's on the lake.
Uns so insgesamt waren die Portionen riesig und es gab immer noch eine Option, das ganze noch kalorienreicher zu gestalten. Papa Murphy's "stuffed pizza" ist zum Beispiel eine Art Doppeldecker-Pizza mir reichlich Käse drin und drauf. Eine Pizza reicht, um 4 Leute satt zu bekommen. Kartoffelpüree oder Ofenkartoffeln kann man immer "loaded" bestellen, d.h. mit reichlich Käse oder Sour Cream. Beim Burger muss man grundsätzlich dazusagen, dass man keinen Käse will. Getränke kommen mit Refill bis zum Abwinken. Und so weiter. Aber es gibt immer auch eine schlanke Option, man muss sie nur suchen.
Das Wetter: heiß. Sehr. Eigentlich jeden Tag über 35° C. Auch bei Regen (es gab das eine oder andere Gewitter). Hohe Luftfeuchtigkeit. Deshalb findet man auch so gut wie keine Fußgänger oder Radfahrer und ist ohne Auto aufgeschmissen. Das kann aber auch daran liegen, dass es so gut wie keine Gehwege gibt, zumindest in den Wohngegenden. Für mich blöd: die lästigen Moskitos lieben dieses Wetter, und sie lieben mich. Wahrscheinlich können die riechen, dass ich ziemlich allergisch darauf reagiere. Wenn man sich mit entsprechendem Zeugs einsprüht, dann geht es. Aber so richtig toll ist diese Kombination aus Sonnencreme und Bug Repellent nicht. Und leider hatte ich's am letzten Tag vergessen, sodass der Rückflug dank dreier extrem juckender Beulen (und 10 kleineren) etwas unangenehm war.
Fazit: Texas ist riesig. Und auf alle Fälle sehenswert. Die Leute sind total freundlich und freuen sich, mal Touristen aus Deutschland kennen zu lernen.
Montag, 26. August 2013
Freitag, 26. Juli 2013
Das Leben geht weiter - irgendwie
Gestern Nachmittag ging es wieder einigermaßen. Habe mich abgelenkt. Es
gibt hier einen Cache, der „Sesam öffne dich“ heißt. Der Schlüssel dazu ist ein
Travelbug, den man sich vorher erst besorgen muss. S. hatte ihn in einem
Rätselcache entdeckt, und dieses Rätsel haben wir dann gestern gelöst. Jetzt
ist der Schlüssel in unserem Besitz. Und den Cache werden wir heute Nachmittag
suchen. Außerdem haben wir noch zwei andere Dosen gefunden. Leider bin ich
dabei ganz furchtbar zerstochen worden. Ich reagiere mittlerweile auch auf
Mückenstiche ziemlich heftig. Und wenn ich nach der Schwellung gehe, die trotz
Allergietablette und Cortison-Salbe entstanden ist, waren bei den insgesamt 13
Stichen 4 Bremsen dabei. Ich werde gleich mal Antibrumm der sowas kaufen gehen.
Ich werde gleich in die Stadt fahren. Muss einen Scheck einlösen
(Rückzahlung vom Mietwagen), in die Apotheke und mit einer Freundin Kaffee
trinken. Ablenkung.
Morgen ist die Beerdigung. Das wird noch einmal richtig übel. Und dann geht
das Leben weiter - irgendwie. Für mich ist es vermutlich einfacher als für meine Mutter und
meinen Bruder, weil ich nicht ständig an ihn erinnert werde. Das war in den letzten beiden Wochen auch irgendwie surreal. Er liegt auf der Intensivstation, wir sind völlig geschockt und niedergeschlagen, und nebenan wird gefeiert, es werden Babys geboren, die Sonne scheint und die Welt dreht sich weiter.
Ab Montag kümmere ich mich dann auch mal wieder um mich. Sport und
vernünftige Ernährung sind in den letzten beiden Wochen arg zu kurz gekommen.
Donnerstag, 25. Juli 2013
In Memoriam
Meine Eltern im Urlaub. Das letzte Mal. Nie wieder werde sie zusammen wegfahren können. Es ging dann auf einmal alles ganz schnell. Niederschmetternde Diagnose des Neurologen, massiver Infekt, und keine drei Stunden später war er tot. Er war erst 66.
Montag, 22. Juli 2013
Sommerferien in Theorie und Praxis
Theorie: eigentlich würden wir gerade im Flugzeug sitzen, Destination Orlando, Florida. Geplant war eine Rundreise, zuerst ein paar Tage in Orlando, dann Richtung Hollywood, Key West, Everglades und so weiter und dann an der Küste entlang gemütlich nach Texas, mit Zwischenstop unter anderem in New Orleans. Dann noch eine ruhige Woche bei meiner Freundin in Texas verbringen. Gegen Mitte August langsam mal an den Rückflug denken.
Praxis: letzte Woche Donnerstag kam spät Abends ein verzweifelter Anruf meines Bruders, er hatte gerade unseren Vater aus dem Gartenteich gezogen, in dem er ertrunken war. Hat ihn wiederbelebt, seitdem liegt er auf der Intensivstation im Koma. Wie das passiert ist, ist nicht zu rekonstruieren.
Zunächst war es künstliches Koma, um den Stoffwechsel soweit wie möglich herunterzufahren, damit das Gehirn eine Chance hat sich zu regenerieren. Ich habe das gesamte Wochenende in meiner Heimatstadt bzw. im Krankenhaus verbracht, immer auf neue Erkenntnisse gewartet, die kamen aber nicht. Die behandelnden Ärzte waren nicht sehr optimistisch und brachten das teilweise sehr drastisch zum Ausdruck.Wir hatten die Hoffnung, dass er aufwacht und alles gut wird. Tat er nicht.
Montag habe ich dann bei meiner Reiserücktrittsversicherung nachgefragt (zum Glück hatten wir eine abgeschlossen). Wenn wir sofort stornieren, kommen die für sämtliche Storno-Kosten auf, wenn nicht, dann zahlen wir drauf. Also haben wir hin und her überlegt und schweren Herzens unseren gesamten Sommerurlaub abgeblasen. Eine Untersuchung ergab, dass er einen massiven Schlaganfall hatte, somit war dann auch nachvollziehbarer, wie es zu dem Unglück gekommen war. Ich habe wieder zwei Tage im Krankenhaus verbracht, war in der Zeit arbeitsunfähig. Keine neuen Erkenntnisse.
Donnerstag bin ich wieder arbeiten gegangen, bisschen ablenken. Freitag auch. Immer noch nichts Neues. Tag für Tag vergeht und nichts passiert, weder so noch so. Er liegt im Koma, atmet zum Teil selbständig, aber zeigt sonst keine Reaktion. Weitere neurologische Tests sind offenbar schwierig, solange er beatmet werden muss, wir schwanken zwischen Hoffen und Bangen, wissen nicht, was wir uns wünschen wollen und warten.
Schöne Ferien.
Praxis: letzte Woche Donnerstag kam spät Abends ein verzweifelter Anruf meines Bruders, er hatte gerade unseren Vater aus dem Gartenteich gezogen, in dem er ertrunken war. Hat ihn wiederbelebt, seitdem liegt er auf der Intensivstation im Koma. Wie das passiert ist, ist nicht zu rekonstruieren.
Zunächst war es künstliches Koma, um den Stoffwechsel soweit wie möglich herunterzufahren, damit das Gehirn eine Chance hat sich zu regenerieren. Ich habe das gesamte Wochenende in meiner Heimatstadt bzw. im Krankenhaus verbracht, immer auf neue Erkenntnisse gewartet, die kamen aber nicht. Die behandelnden Ärzte waren nicht sehr optimistisch und brachten das teilweise sehr drastisch zum Ausdruck.Wir hatten die Hoffnung, dass er aufwacht und alles gut wird. Tat er nicht.
Montag habe ich dann bei meiner Reiserücktrittsversicherung nachgefragt (zum Glück hatten wir eine abgeschlossen). Wenn wir sofort stornieren, kommen die für sämtliche Storno-Kosten auf, wenn nicht, dann zahlen wir drauf. Also haben wir hin und her überlegt und schweren Herzens unseren gesamten Sommerurlaub abgeblasen. Eine Untersuchung ergab, dass er einen massiven Schlaganfall hatte, somit war dann auch nachvollziehbarer, wie es zu dem Unglück gekommen war. Ich habe wieder zwei Tage im Krankenhaus verbracht, war in der Zeit arbeitsunfähig. Keine neuen Erkenntnisse.
Donnerstag bin ich wieder arbeiten gegangen, bisschen ablenken. Freitag auch. Immer noch nichts Neues. Tag für Tag vergeht und nichts passiert, weder so noch so. Er liegt im Koma, atmet zum Teil selbständig, aber zeigt sonst keine Reaktion. Weitere neurologische Tests sind offenbar schwierig, solange er beatmet werden muss, wir schwanken zwischen Hoffen und Bangen, wissen nicht, was wir uns wünschen wollen und warten.
Schöne Ferien.
Samstag, 1. Juni 2013
Sportliche Motivation
Um Sudda noch mehr zu motivieren schreibe ich mal auf, was ich diese Woche so an Sport gemacht habe:
Montag: Krafttraining bei der Rückenschule. 12 Geräte, jeweils 15 Wiederholungen mit ordentlich Gewicht. Vorher 10 Minuten rudern zum Aufwärmen.
Dienstag: RPM (Indoor-Cycling). So richtig warm werde ich damit noch nicht, aber man kann sich ordentlich auspowern.
Mitwoch: Bodypump.
Donnerstag: nur ein kleiner Spaziergang.
Freitag: vormittags Rückenschule (siehe oben), nachmittags ein Lauf bei gefühlt tropischen Temperaturen. 8,7 km.
Samstag: Bodypump.
Ich mache echt andauernd Sport. War mir gar nicht so aufgefallen. Kein Wunder, dass ich dauernd Hunger habe...
Montag: Krafttraining bei der Rückenschule. 12 Geräte, jeweils 15 Wiederholungen mit ordentlich Gewicht. Vorher 10 Minuten rudern zum Aufwärmen.
Dienstag: RPM (Indoor-Cycling). So richtig warm werde ich damit noch nicht, aber man kann sich ordentlich auspowern.
Mitwoch: Bodypump.
Donnerstag: nur ein kleiner Spaziergang.
Freitag: vormittags Rückenschule (siehe oben), nachmittags ein Lauf bei gefühlt tropischen Temperaturen. 8,7 km.
Samstag: Bodypump.
Ich mache echt andauernd Sport. War mir gar nicht so aufgefallen. Kein Wunder, dass ich dauernd Hunger habe...
Dienstag, 28. Mai 2013
Alles wieder gut
Behaupte ich jedenfalls. Ich mache wieder ganz normal Sport, gehe wieder relativ regelmäßig laufen und bisher ist alles prima, keine Schmerzen mehr. Stress, die Zwangspause und ein gewisser Hang zu Schokolade als Nervennahrung haben mir allerdings zwei Kilo Zunahme beschert, zusätzlich zum eh schon vorhandenen Bauchspeck. Das gefällt mir gar nicht.
Maßnahmen: vernünftig essen, die Schokolade weglassen und beim Sport bleiben. Werde berichten.
Maßnahmen: vernünftig essen, die Schokolade weglassen und beim Sport bleiben. Werde berichten.
Sonntag, 21. April 2013
Darf wieder
Noch nicht laufen, aber Rad fahren. Und Krafttraining machen. Und den ersten etwas längeren Spaziergang habe ich auch unbeschadet und schmerzfrei überstanden.
So war ich also gestern nach 5 Wochen Pause wieder beim Bodypump. Heute habe ich arg Mühe Treppen zu steigen und mich hinzusetzen und wieder aufzustehen. Und das, obwohl ich bei den Squats die kleinsten Gewichte genommen und auf die Lunges (Ausfallschritte) völlig verzichtet hatte (die fühlten sich so an, als wären sie Gift für die arme Sehne, und da ich keine Lust habe einen Rückfall zu riskieren, bin ich da lieber vorsichtig.)
Morgen geht's weiter mit dem Rückentraining. Und Ende der Woche darf ich vorsichtig testen, ob Laufen wieder schmerzfrei möglich ist. Es wird...
So war ich also gestern nach 5 Wochen Pause wieder beim Bodypump. Heute habe ich arg Mühe Treppen zu steigen und mich hinzusetzen und wieder aufzustehen. Und das, obwohl ich bei den Squats die kleinsten Gewichte genommen und auf die Lunges (Ausfallschritte) völlig verzichtet hatte (die fühlten sich so an, als wären sie Gift für die arme Sehne, und da ich keine Lust habe einen Rückfall zu riskieren, bin ich da lieber vorsichtig.)
Morgen geht's weiter mit dem Rückentraining. Und Ende der Woche darf ich vorsichtig testen, ob Laufen wieder schmerzfrei möglich ist. Es wird...
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