Freitag, 26. Juli 2013

Das Leben geht weiter - irgendwie

Gestern Nachmittag ging es wieder einigermaßen. Habe mich abgelenkt. Es gibt hier einen Cache, der „Sesam öffne dich“ heißt. Der Schlüssel dazu ist ein Travelbug, den man sich vorher erst besorgen muss. S. hatte ihn in einem Rätselcache entdeckt, und dieses Rätsel haben wir dann gestern gelöst. Jetzt ist der Schlüssel in unserem Besitz. Und den Cache werden wir heute Nachmittag suchen. Außerdem haben wir noch zwei andere Dosen gefunden. Leider bin ich dabei ganz furchtbar zerstochen worden. Ich reagiere mittlerweile auch auf Mückenstiche ziemlich heftig. Und wenn ich nach der Schwellung gehe, die trotz Allergietablette und Cortison-Salbe entstanden ist, waren bei den insgesamt 13 Stichen 4 Bremsen dabei. Ich werde gleich mal Antibrumm der sowas kaufen gehen.
Ich werde gleich in die Stadt fahren. Muss einen Scheck einlösen (Rückzahlung vom Mietwagen), in die Apotheke und mit einer Freundin Kaffee trinken. Ablenkung.
Morgen ist die Beerdigung. Das wird noch einmal richtig übel. Und dann geht das Leben weiter - irgendwie. Für mich ist es vermutlich einfacher als für meine Mutter und meinen Bruder, weil ich nicht ständig an ihn erinnert werde. Das war in den letzten beiden Wochen auch irgendwie surreal. Er liegt auf der Intensivstation, wir sind völlig geschockt und niedergeschlagen, und nebenan wird gefeiert, es werden Babys geboren, die Sonne scheint und die Welt dreht sich weiter. 


Ab Montag kümmere ich mich dann auch mal wieder um mich. Sport und vernünftige Ernährung sind in den letzten beiden Wochen arg zu kurz gekommen. 

Donnerstag, 25. Juli 2013

In Memoriam

Meine Eltern im Urlaub. Das letzte Mal. Nie wieder werde sie zusammen wegfahren können. Es ging dann auf einmal alles ganz schnell. Niederschmetternde Diagnose des Neurologen, massiver Infekt, und keine drei Stunden später war er tot. Er war erst 66.


Montag, 22. Juli 2013

Sommerferien in Theorie und Praxis

Theorie: eigentlich würden wir gerade im Flugzeug sitzen, Destination Orlando, Florida. Geplant war eine Rundreise, zuerst ein paar Tage in Orlando, dann Richtung Hollywood, Key West, Everglades und so weiter und dann an der Küste entlang gemütlich nach Texas, mit Zwischenstop unter anderem in New Orleans. Dann noch eine ruhige Woche bei meiner Freundin in Texas verbringen. Gegen Mitte August langsam mal an den Rückflug denken.

Praxis: letzte Woche Donnerstag kam spät Abends ein verzweifelter Anruf meines Bruders, er hatte gerade unseren Vater aus dem Gartenteich gezogen, in dem er ertrunken war. Hat ihn wiederbelebt, seitdem liegt er auf der Intensivstation im Koma. Wie das passiert ist, ist nicht zu rekonstruieren.
Zunächst war es künstliches Koma, um den Stoffwechsel soweit wie möglich herunterzufahren, damit das Gehirn eine Chance hat sich zu regenerieren. Ich habe das gesamte Wochenende in meiner Heimatstadt bzw. im Krankenhaus verbracht, immer auf neue Erkenntnisse gewartet, die kamen aber nicht. Die behandelnden Ärzte waren nicht sehr optimistisch und brachten das teilweise sehr drastisch zum Ausdruck.Wir hatten die Hoffnung, dass er aufwacht und alles gut wird. Tat er nicht.
Montag habe ich dann bei meiner Reiserücktrittsversicherung nachgefragt (zum Glück hatten wir eine abgeschlossen). Wenn wir sofort stornieren, kommen die für sämtliche Storno-Kosten auf, wenn nicht, dann zahlen wir drauf. Also haben wir hin und her überlegt und schweren Herzens unseren gesamten Sommerurlaub abgeblasen. Eine Untersuchung ergab, dass er einen massiven Schlaganfall hatte, somit war dann auch nachvollziehbarer, wie es zu dem Unglück gekommen war. Ich habe wieder zwei Tage im Krankenhaus verbracht, war in der Zeit arbeitsunfähig. Keine neuen Erkenntnisse.
Donnerstag bin ich wieder arbeiten gegangen, bisschen ablenken. Freitag auch. Immer noch nichts Neues. Tag für Tag vergeht und nichts passiert, weder so noch so. Er liegt im Koma, atmet zum Teil selbständig, aber zeigt sonst keine Reaktion. Weitere neurologische Tests sind offenbar schwierig, solange er beatmet werden muss, wir schwanken zwischen Hoffen und Bangen, wissen nicht, was wir uns wünschen wollen und warten.

Schöne Ferien.

Samstag, 1. Juni 2013

Sportliche Motivation

Um Sudda noch mehr zu motivieren schreibe ich mal auf, was ich diese Woche so an Sport gemacht habe:
Montag: Krafttraining bei der Rückenschule. 12 Geräte, jeweils 15 Wiederholungen mit ordentlich Gewicht. Vorher 10 Minuten rudern zum Aufwärmen.
Dienstag: RPM (Indoor-Cycling). So richtig warm werde ich damit noch nicht, aber man kann sich ordentlich auspowern.
Mitwoch: Bodypump.
Donnerstag: nur ein kleiner Spaziergang.
Freitag: vormittags Rückenschule (siehe oben), nachmittags ein Lauf bei gefühlt tropischen Temperaturen. 8,7 km.
Samstag: Bodypump.
Ich  mache echt andauernd Sport. War mir gar nicht so aufgefallen. Kein Wunder, dass ich dauernd Hunger habe...

Dienstag, 28. Mai 2013

Alles wieder gut

Behaupte ich jedenfalls. Ich mache wieder ganz normal Sport, gehe wieder relativ regelmäßig laufen und bisher ist alles prima, keine Schmerzen mehr. Stress, die Zwangspause und ein gewisser Hang zu Schokolade als Nervennahrung haben mir allerdings zwei Kilo Zunahme beschert, zusätzlich zum eh schon vorhandenen Bauchspeck. Das gefällt mir gar nicht.
Maßnahmen: vernünftig essen, die Schokolade weglassen und beim Sport bleiben. Werde berichten.

Sonntag, 21. April 2013

Darf wieder

Noch nicht laufen, aber Rad fahren. Und Krafttraining machen. Und den ersten etwas längeren Spaziergang habe ich auch unbeschadet und schmerzfrei überstanden.
So war ich also gestern nach 5 Wochen Pause wieder beim Bodypump. Heute habe ich arg Mühe Treppen zu steigen und mich hinzusetzen und wieder aufzustehen. Und das, obwohl ich bei den Squats die kleinsten Gewichte genommen und auf die Lunges (Ausfallschritte) völlig verzichtet hatte (die fühlten sich so an, als wären sie Gift für die arme Sehne, und da ich keine Lust habe einen Rückfall zu riskieren, bin ich da lieber vorsichtig.)
Morgen geht's weiter mit dem Rückentraining. Und Ende der Woche darf ich vorsichtig testen, ob Laufen wieder schmerzfrei möglich ist. Es wird...

Sonntag, 14. April 2013

Es wird...

...aber langsam.
Der Verband ist ab, es tut kaum noch weh, winzig kleine Spaziergänge und arbeiten sind möglich. Ich habe als Geheimrezept noch Quarkwickel empfohlen bekommen. Habe ich ausprobiert, schön kühl.
Ansonsten habe ich in den 10 Tagen ohne Sport ein Kilo zugenommen.
Die Frage ist jetzt: wie steige ich wieder ein? Ich denke Krafttraining für den Oberkörper geht jetzt schon, mein Rücken wird's mir danken. In Sachen gehen/walken/laufen werde ich am Montag meinen Doc fragen. Bloß nicht zu früh zu viel.
In Sachen Ursachenforschung bin ich auch nicht viel weiter. Ich habe im Urlaub nichts anders gemacht als sonst auch, wir sind viel spazierengegangen, ich war ein paar Mal laufen, und bisher hat mir diese Art von Aktivität niemals eine Verletzung eingebracht. Gut, wenn ich ehrlich bin, hätte ich aufs Laufen auch verzichten können, aber ich hatte mich für den Aachener Engel-Lauf angemeldet und so ganz ohne Training wird das nichts. Das kann ich jetzt wohl vergessen, fürchte ich. Schade eigentlich.