Freitag, 21. Oktober 2016

A Holiday in Paradise



Oder: ein kleiner Rückblick auf unseren Urlaub in Florida. Wo ich ja nie hinwollte. Wegen der Moskitos und der Hitze und überhaupt. Wie doof! (Aber im Sommer, wenn richtig Regenzeit ist, will ich da nach wie vor nicht hin.)
Aber von vorne. Los ging es sonntags, mit dem Flug Köln – Miami. Hat alles wunderbar geklappt. Aber ein bisschen bekloppt ist das alles schon. Wir haben unzählige Male unsere Pässe (und ESTA) zeigen müssen: vor der Schlange beim Einchecken, beim Einchecken, auf dem Weg zur Sicherheitskontrolle, auf dem Weg zum Gate (S. ist da sehr gründlich durchsucht worden) und dann nochmal beim Einsteigen. Ich frage mich, warum da nicht einmal reicht. Aber gut, dann hat man halt irgendwann das nötige Zeugs einfach in der Hand.
Die Einreise in die USA lief auch diesmal problemlos. Und wir haben einen funkelnagelneuen Mietwagen bekommen. Der war so neu, dass die Uhr noch nicht eingestellt war und überall noch Schutzfolien klebten. Da mussten wir diesmal keine Sorge haben, dass wir mit einem Platten liegenbleiben. Wir sind dann nach Hollywood gefahren und dort noch was essen gegangen (Pizza). Es war ziemlich stürmisch, aber trocken.



Am nächsten Morgen (Montag) war ich sehr früh wach und habe die Gelegenheit genutzt, noch vor Sonnenaufgang laufen zu gehen. Auf dem Hinweg lief es unglaublich gut, fast wie fliegen. Auf dem Rückweg war dann klar, warum: ich hatte gut Rückenwind. Der Gegenwind auf dem Rückweg war dann richtig heftig, und die fliegenden Sandkörner haben gut wehgetan. Letzte Reste von Hurrikan Matthew. Danach waren wir dann einkaufen und sind eine Runde cachen gegangen und haben dabei einiges an Meilen gemacht. Da schmeckte der berühmte Burger bei „Le Tub“ dann besonders gut.

 

Am nächsten Tag (Dienstag) war ich wieder ziemlich früh wach. Die Sonne ging leider hinter einer dichten Wolkendecke auf, das war etwas schade. Morgens sind wir im West Lake Park cachen gegangen, nachmittags waren wir dann am Strand. Schwimmen ging aber nicht, dafür waren die Wellen zu heftig. Ich bin mit den Füßen ins Wasser und ein ganzes Stück am Strand entlang gelaufen. Als wir dann genug Sand im Ohr, im Mund und überall hatten, sind wir ins Kino gegangen (The Girl on the Train –hat mir gut gefallen). Vorher waren wir noch lecker essen (Red Lobster).

Mittwoch bin ich dann morgens wieder laufen gegangen, diesmal vor dem Frühstück. Das ging eine halbe Stunde ganz gut, und dann ist mir ziemlich der Saft ausgegangen. Muss man vielleicht trainieren. Wir sind dann mit dem einen oder anderen Zwischenstopp nach Sanibel Island gefahren. Da gefiel es uns richtig gut. Alles ist auf Radfahrer und Fußgänger ausgerichtet, und in unserem Hotel konnte man kostenlos Fahrräder mieten, den Kraftraum benutzen, am Strand einen Sonnenschirm und Liegen nehmen und so weiter. Total schön. Am ersten Abend haben wir uns einen Cocktail geleistet.

 

Danach sind wir zu Fuß gegangen, am zweiten Tag (bei perfektem Wetter) haben wir eine kleine Radtour Richtung Leuchtturm gemacht und morgens den Kraftraum getestet, und am letzten Tag (Freitag) waren wir über 40 Kilometer unterwegs Richtung Captiva, wo der Strand fast noch schöner ist. Also Bewegung satt. 

 

 

 

 

Danach ging es dann nach Tavernier. Die Fahrt hat sich ziemlich gezogen, sodass wir abends nur was essen und einkaufen waren und ansonsten nicht mehr viel gemacht haben. Am nächsten Tag waren wir im Pennekamp State Park. Da gibt es diverse Strände, die Möglichkeit, den einen oder anderen kleinen Trail zu wandern, Kayaks auszuleihen, zu schnorcheln, alles, was das Herz begehrt. Wir haben uns dann Kayaks ausgeliehen und damit eine Runde gedreht. Das hat ziemlich viel Spaß gemacht, man kriegt auch recht schnell raus, wie man damit umgehen muss. Danach war ich noch eine Runde schwimmen, auch schön. Abends waren wir dann wieder im Kino (Miss Peregrins’s Home for Peculiar Children. Gut gemacht).

Sonntag ging es dann nach Key West. My favourite place. Wir konnten zum Glück recht früh einchecken und sind ein bisschen shoppen gegangen (T-Shirts und Flip Flops). Abends haben wir dann am Sunset Pier einen Tisch bekommen und uns bei einem leckeren Cocktail einen ziemlich schönen Sonnenuntergang angeschaut. Perfekt. 

 




Am Montag haben wir uns dann Fahrräder geliehen und eine schöne Tour gemacht, mit Stopp am Strand, richtig traumhaft. Das war so super schön, dass ich am nächsten Tag gleich nochmal hin musste. Abends waren wir dann wieder im Kino und haben The Accountant gesehen. Mir persönlich war der zu brutal und auch ziemlich verwirrend. Nicht so meins. Abends haben wir uns dann zum Nachtisch so ungefähr den größten Eisbecher geteilt, den ich je gesehen habe. Und lecker war der!


 

 


 

Am nächsten Tag mussten wir leider zurück Richtung Ostküste, und das hat unglaublich lange gedauert, wir waren erst gegen 19.00 da. Den Highway 1 fahre ich lieber Richtung Süden, weil dann der Urlaub beginnt.

 

Stefan wollte unbedingt noch The Magnificent 7 sehen, das ging dann nur noch in der Spätvorstellung. Arg spät für meine Verhältnisse. Da dadurch, dass wir so spät waren, am Hotel alle vernünftigen Parkplätze belegt waren und es in den Seitenstraßen 2 Dollar die Stunde kostet (auch nachts), musste ich noch etwas unorthodox einparken. Hab es geschafft, ohne das funkelnagelneue Auto zu zerkratzen.

Der letzte Tag war doof. Ich hatte extra gefragt, ob wie später auschecken können. Und wir hatten dann das einzige Zimmer, das wirklich pünktlich fertig sein sollte. Also ging das nicht. Wir wollten aber nochmal Kayaks leihen. Uns wurde dann angeboten, in einem Partner-Hotel duschen zu gehen. Das haben wir dann gar nicht mehr gemacht, weil es von der Zeit her nicht gereicht hätte. Die Paddeltour hat trotz diverser Regengüsse total Spaß gemacht. Wir haben uns dann nur kurz umgezogen und sind zum Flughafen gefahren. Miami Airport könnte dringend mal eine Renovierung gebrauchen. 70er-Jahre-Charm. Ein neuer Teppich wäre mal dringend nötig.

War total schön. Gerne wieder. Gerne auch länger.

Samstag, 24. September 2016

Côte 'Azur on a budget



Ihre Erlebnis-Reise an die Côte d’Azur, mit Anreise, Halbpension und Programm, für unter 350 Euro
Unsere Leistungen:
Sie steigen am Samstagabend mit ca. 66 Jugendlichen in einen modernen Doppeldecker-Bus. Unser Fahrer bringt sie sicher auf die andere Seite der Alpen. Ja, sie mögen sich unterwegs wundern, warum wir über Frankfurt und Basel fahren, wo das doch irgendwie nicht auf dem Weg liegt, aber wir haben uns was dabei gedacht, ganz sicher. Kommen sie nach einer wunderbaren Nacht in komfortablen Liegesesseln entspannt am Ziel an. Die oben genannten 66 Jugendlichen sind natürlich immer ein gewisser Risikofaktor. Bitte überprüfen Sie nach jedem Stopp, ob es immer noch 66 Jugendliche sind. 



Am Ziel werden Sie bereits von Dominique, Gilbert und Laetitia erwarte, die Ihnen dann Ihre bestens ausgestatteten Bungalows zeigen. Diese sind zwar ein bisschen klein, aber aufgrund des tollen Programms und der schönen Anlage verbringt man darin ja eh nur einen Teil der Nacht zum Schlafen.
Der Sonntagnachmittag steht zu Ihrer freien Verfügung. Entdecken Sie die Einkaufsmöglichkeiten oder spazieren Sie gemütlich am Strand entlang, beobachten Sie die Reichen und Schönen in ihrer natürlichen Umgebung. Abends erwartet Sie ein sorgfältig ausgewähltes 3-Gänge-Menü mit lokalen Spezialitäten (diese Woche: gefüllte Blätterteigtasche an Salat, Pommes frites, Hähnchen Nuggets und Apfelkuchen). Danach sorgen die 66 Jugendlichen für ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm, bis dann um 22.00 Bettruhe herrscht, für deren Einhaltung Sie verantwortlich sind. Bitte überprüfen Sie spätestens um Mitternacht, ob die 66 Jugendlichen vollzählig in der Anlage erschienen sind. Sorgen Sie auch dafür, dass alle ruhig sind, sodass schlafen kann, wer schlafen möchte. Sie gehen dann ins Bett, wenn alles ruhig ist.

Am Montag startet der Tag mit einem kontinentalen Frühstück (Baguette, Butter, Marmelade, Cerealien sowie Kaffee, Tee, Kakao oder Milch). Danach entdecken Sie Monaco. Unser Fahrer bringt Sie sicher ans Ziel. Dank der 66 Jugendlichen ist das Parken für Sie kostenlos. Auch der Eintritt ins ozeanografische Museum und den exotischen Garten ist für Sie frei. Genießen Sie die Aussicht von der Dachterrasse des Museums und aus dem Garten, spekulieren Sie, was die Schiffe im Hafen wohl so kosten und fühlen Sie sich wie ein Rennfahrer am Start des Grand Prix. Aber Vorsicht, Monaco gehört irgendwie nicht zu Europa, was das Roaming angeht. Man bezahlt dort zwar mit Euro und spricht Französisch, aber die EU-Reise-Flat gilt dort nicht. 







Abends haben Sie erneut die Gelegenheit, Juan-les-Pins zu entdecken. Wir empfehlen einen Spaziergang ins nahe gelegene Golfe Juan, da dort die richtig dicken Schiffe im Hafen liegen. Auch an diesem Abend erwarte Sie ein frisch zubereitetes Menü (Pizza, Fischstäbchen mit Reis und Ratatouille und Flan Caramel). Das Unterhaltungsprogramm gestaltet sich dann ähnlich wie am Vortag. 



Der Dienstag beinhaltet einige Herausforderungen. Sie fahren an den Lac de Ste-Croix und die Verdon-Schlucht. Diese wird gerne mit dem Grand Canyon verglichen. Dort erhalten Sie die Gelegenheit, mit dem Kayak sowohl den See als auch die Schlucht zu erkunden. Das Panorama ist spektakulär, das Wasser sauber und von angenehmer Bade-Temperatur. Die Anreise mit einem modernen Doppeldecker-Bus bietet jedoch eine Herausforderung für Nerven und Magen, da die engen, kurvigen Straßen unserem Fahrer alles abverlangen. Empfindliche Personen sollten vor Antritt der Fahrt Reisetabletten nehmen oder eine entsprechende Tüte bereithalten. 



Da das Paddeln besonders für Ungeübte recht anstrengend sein kann, erwartet Sie abends ein kulinarisches Highlight: ein umfangreiches Salat-Buffet, 3 Sorten frisch gegrilltes Fleisch, Ofenkartoffeln und als Nachtisch feinstes Eis. Der Abend wird dann eher ruhig, da die 66 Jugendlichen (bitte unterwegs mehrfach nachzählen!) erwartungsgemäß ziemlich KO sein werden und früh schlafen gehen. Also die meisten. Zum Abendprogramm siehe oben.

Der Mittwoch steht dann im Zeichen der beiden Städte Nizza und Cannes. Den Vormittag verbringen Sie in Nizza. Dort besichtigen Sie die Confiserie Florian und erhalten die Gelegenheit, die eine oder andere Spezialität zu probieren. Danach flanieren Sie entlang der berühmten Promenade zum Hard Rock Café, wo Sie mit einem Rock’n’Roll-Menu kulinarisch verwöhnt werden. Zur Auswahl stehen verschiedene Burger, dazu reichen wir Softdrinks und Eis. 





Nach etwas Freizeit nach dem Essen besteigen Sie dann wieder den Bus (sobald alle 66 Jugendlichen den Abfahrtsort gefunden haben) und werden nach Cannes gebracht, wo Sie die Gelegenheit haben, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden und sich selbst ein Bild zu machen, welche Strandpromenade Ihnen besser gefällt. Idealerweise ist in Cannes dann Regatta, sodass Sie unzählige Segelschiffe im Hafen und auf dem Wasser bewundern können. 



Abends erwartet Sie dann ein weiteres kulinarisches Highlight, Croque Monsieur an Salat, Putenschnitzel mit Penne und Beignets aux Pommes. Da es sich um den letzten gemeinsamen Abend in der Anlage handelt, erhalten die 66 Jugendlichen etwas länger Ausgang. Bitte überprüfen Sie ebenfalls wieder, dass alle da sind.

Am Donnerstag erhalten Sie die Gelegenheit, die spektakuläre Küste vom Wasser aus zu bewundern. Sie gehen zum Hafen und besteigen mit 66 Jugendlichen dort ein Boot, das sie zu den lerinischen Inseln bringt. Dort können Sie das Musee de la Mer und das Fort Sainte Marguerite umsonst besichtigen, sofern Sie mindestens 30 Jugendliche mitnehmen. Auch empfehlenswert: das Restaurant mit Meerblick, in dem Sie auf eigene Kosten eine wunderbare Pizza essen können. 





Gegen 15.00 geht es gemeinsam zurück zum Festland, Sie erhalten die Gelegenheit, noch den einen oder anderen Einkauf zu tätigen, und dann bringt Sie unser Fahrer sicher und bequem nach Hause. Auf der Rückfahrt erleben Sie dann aufgrund der Schließung des Tunnels eine Überquerung des Gotthard-Passes im modernen Doppeldecker-Bus, der so gerade eben um die Kurven kommt. Auch hier sind Nerven und Magen wieder sehr gefordert. Am Morgen des Freitag erreichen Sie dann Ihr Ziel und übergeben die hoffentlich immer noch 66 Jugendlichen an Ihre Eltern.

Ja, die Anreise dauert deutlich länger als mit dem Flugzeug, dem eigenen Porsche oder der eigenen Yacht. Ja, das Essen ist jetzt nicht so edel, wie man das an der Côte d’Azur erwarten würde. Und enge, kurvige Straßen oben im Doppeldecker machen nur bedingt Spaß. Aber ansonsten ist es echt ein Erlebnis.

Mittwoch, 14. September 2016

Kann mir mal jemand das Wasser reichen?

So lautete die Aufschrift auf dem Shirt des diesjährigen Brückenlaufs. Dazu zuerst: ja, mir wurde an mehreren Stellen das Wasser gereicht, was das angeht, gab es kein Problem.
Aber nun von vorne. Wir, das sind vier Frauen, haben uns um 7.30 getroffen, um gemeinsam noch Köln zu fahren. Wir haben gut einen Parkplatz gefunden und schnell unsere Startunterlagen erhalten. Ich konnte dann zum Glück mein T-Shirt noch umtauschen, ich scheine mich immer noch breiter einzuschätzen als ich tatsächlich bin.

Die Stunde bis zum Start haben wir uns dann damit vertrieben, Leute zu gucken und uns zu unterhalten sowie das eine oder andere Mal aufs Klo zu gehen.

Am Start war es dann einigermaßen eng und mir persönlich zu voll, aber nachdem alle erst einmal losgelassen waren, hatte ich dann genug Platz. Ich bin die ersten 11 km mit M. zusammen gelaufen, das passte gut. Wir haben einen Kilometer nach dem anderen geschafft, es lief einfach rund. Auf der Hohenzollernbrücke (das ist die mit den Schlössern) war es aber unheimlich. Die Gitter mit den Schlössern bewegten sich vor und zurück, und die ganze Brücke vibrierte und klapperte. Ich hatte teilweise sogar das Gefühl, dass mir der Boden entgegenkam. Spooky.
Auf einem Teilstück klebte der Boden, sodass man das Gefühl bekam, nicht von der Stelle zu kommen. Dafür spendeten die Bäume aber auch sehr willkommenen Schatten.

Bei Kilometer 11 gab es eine kleine Erfrischung im Wasserbogen, und spätestens ab da war mir klar, dass ich locker ins Ziel komme. M. wurde irgendwann sie dann langsamer und ich habe dann eine Art Endspurt eingelegt. Bin einen für mich sensationellen 6:45er Schnitt gelaufen. Genial.
Wir sind dann alle gemeinsam noch einen Kaffee trinken gegangen. Und jetzt bin ich KO, aber glücklich.

Einziger Wermutstropfen: ich habe schon wieder eine Blase am Zeh und frage mich, wann der jemals wieder richtig in Ordnung kommt.

Dienstag, 30. August 2016

Fortschritts- oder Nachher-Fotos?

Ich habe seit letztes Jahr Mai knapp 14 kg abgenommen. Ich bin im Moment so leicht wie fast noch nie. Und ich habe eine ziemliche Sinnkrise.
Theoretisch ist mein BMI gerade eben nicht mehr übergewichtig. Mein Körperfettanteil ist weit über 35%. Immer noch. Meine Arme schwabbeln, meine Beine sind immer noch nicht schlank. Ich bin nicht so richtig zufrieden.

Andererseits habe ich nichts mehr zum Anziehen. Ich habe vor ein paar Wochen eine neue Jeans gekauft. Die passt. Alles andere schlabbert. Eigentlich schön. Ich habe in den letzten Tagen haufenweise Komplimente bekommen. Und, was vielleicht das Wichtigste ist: ich habe keine Lust mehr. Also bin ich doch halbwegs zufrieden?

Die Fotos im schwarzen Top sind bei einem Gewicht von ca. 82 kg entstanden. Die im blauen Top be ca. 74 kg. Und die weißen bei ca. 69 kg.





 Bin für jeden Kommentar dankbar.

Montag, 1. August 2016

Frankreich im Sommer



Nette Städte/Ausflugsziele
Wir waren in Sète. Da waren wir schon ganz oft, zu allen Jahreszeiten, und ich mag diese Stadt immer noch gerne, ich finde auch, sie wird immer schöner. Was Sète auszeichnet: tolle Strände, schöne Strandpromenade, ein Hafen, ein Berg mit Aussicht, Kanäle und Brücken, es ist immer was los, aber es ist nie furchtbar rummelig. Sète ist touristisch in dem Sinne, dass es Cafés und Restaurants gibt, man sich am Strand eine Liege mieten kann, oder ein Eis kaufen, es fahren Busse in alle Richtungen und so weiter, aber es ist trotzdem nicht nur für den Tourismus gebaut, sondern eine ganz normale Hafenstadt.Das obere Bild ist bei Vollmond aufgenommen. Auf dem unteren sieht man "Joute", ein ganz großes Spektakel.

 

 

Wir haben mehrere Ausflüge nach Frontignan und Umgebung gemacht. Der Strand dort gefällt mir persönlich jetzt nicht so, zu steinig. Spazierengehen am Etang und im Wald ist super. Es weht immer ein frischer Wind, sodass der Etang ein Paradies für Windsurfer (und Kitesurfer) ist. Und für Geocacher, aber dazu später mehr.

 

 

 

Balaruc les Bains. Am Etang. Ganz nett, aber ich persönlich würde lieber im Meer als im Etang schwimmen gehen.

Marseillan (Plage und Ville). Auch ganz süß. Schöner Sandstrand.Die oberen beiden Bilder sind auf dem Weg nach Marseillan Plage, die unteren sind am Etang in Marseillan Ville.

 

 

 

 

Aigues-Mortes.  Berühmt für die Stadtmauer. Dieses Jahr waren wir aber gar nicht wirklich in der Stadt, sondern sind drumherum gelaufen. Siehe Geocaching.

Montpellier. Hat alles, was man braucht (außer eine direkte Lage am Meer). Schöne Altstadt, beeindruckendes Neubaugebiet am Fluss, Prachtbauten, Geschäfte, Parks … Wir sind dieses Mal nicht mit dem Auto, sondern mit dem Zug hingefahren. Geht total einfach, dauert keine 20 Minuten, kostet hin und zurück 12 Euro. Sehr zu empfehlen.

Narbonne. Sehr süß. Wir haben uns von einem Wherigo-Cache durch die Stadt führen lassen. Auch empfehlenswert.

 

Bouzigues, Loupian, kleine Städte am Etang. Ganz nett, aber jetzt nicht super beeindruckend.Man hat aber einen schönen Blick auf Sète (wo es wohl gerade gewitterte).


Palavas-les-Flots und Carnon-Plage. Wahrscheinlich die Orte, wo die Leute aus Montpellier hinfahren, wenn sie ans Meer wollen. Sehr netter Strand, schöne Promenade, aber auch jede Menge Hochhäuser. Sehr rummelig, sehr viel Action, wäre eine andere Art von Urlaub. Für einen Tag ganz schön, aber da hätte ich jetzt keine drei Wochen bleiben wollen.
 
Arles. Hat eine ganz gut erhaltene Arena, man kann auf den Spuren van Goghs durch die Stadt flanieren, ist echt süß.

 

 

Kulinarisches
Croissants, Flan, Crêpe, frisches Baguette, hach, lecker. Außerdem freut sich Stefan jedes Mal schon im Voraus auf die Pizza „fruits de mer“. Ich habe dann aus Versehen eine Pizza mit Lachs und Kaviar bekommen, da stand was mit oeufs in der Speisekarte, das sind Eier. Dass es sich nicht um Hühnereier handelte, habe ich dann gesehen, als die Pizza kam. Die Pizza war super, die schwarzen Dinger haben zumindest nicht gestört. Wird jetzt aber nicht mein neues Lieblingsgericht.

 

 

 
Geocaching
Seit 2015 hat sich die Gegend zum Paradies für Geocacher entwickelt. Es gibt entlang der schöneren Radwege ganze Serien von Caches. Außerdem gibt es 34 Rätselcaches in der Nähe von Sète (siehe Bild), von denen wir 17 lösen konnten. Die total klasse gemachten Dosen lagen alle in etwa in derselben Gegend, und so war es ein wunderbarer Spaziergang, die dann alle einzusammeln. Außerdem sehr empfehlenswert: die beiden Serien der Roca family. BAC (Balade au Cailar - auf dem oberen Bild zu sehen) und BAM (Balade Aigues-Mortaise). Anhand der Caches macht man wunderschöne Spaziergänge am Kanal entlang, die Dosen sind echt liebevoll ausgesucht und gestaltet und es gibt auch die eine oder andere Challenge zu überwinden. Das hat richtig Spaß gemacht.
In Narbonne gibt es einen toll gemachten Wherigo-Cache, der einem die Sehenswürdigkeiten zeigt und ein bisschen erklärt.
Das Tolle ist, dass wir so Stellen gesehen haben, die wir ohne Cachen niemals aufgesucht hätten. 

 

 

 Aussicht beim Cachen:

 

 

Wetter
Sommer am Mittelmeer. Erwartung: sonnig und heiß. Ja, so war es in der dritten Woche. Wir hatten aber auch Gewitter und Regen (und dann durch die Feuchtigkeit den ganzen Tag Nebel), wir hatten Sturm, es war teilweise recht kühl, sodass man abends nicht mehr draußen sitzen wollte. Also eine bunte Mischung. Tagsüber war es aber immer warm, sodass ich in den drei Wochen niemals Socken und Schuhe brauchte (außer wenn ich laufen gegangen bin).

Gelesen
Ich habe in den drei Wochen so gut wie gar nicht ferngesehen, sondern gelesen: „Girl on the train“ von Paula Hawkins (spannend, viele plötzliche Wendungen, aber gut gemacht); „The Martian“ von Andy Weir (genial), „Friday on my mind“ von Nicci French, spannend, ein Sylt-Krimi, „Die Tote am Watt“ von Gisa Pauly, leichte Kost, aber ganz nett. „Endlich“, ganz OK. „Vanishing Acts“ von Jody Picoult, sehr spannend. Dann „Finders Keepers“ von Stephen King, hat mir richtig gut gefallen. Dann „The versions of us“ von Laura Barnett. 3 Versionen einer Geschicht. Ich fand es etwas verwirrend, die drei Handlungen auseinanderzuhalten, aber dieses Buch macht definitiv nachdenklich. Und „The other hand“ (auch bekannt unter dem Titel „Little Bee“) von Chris Cleave. Ein toll erzählter Roman über ein nach England geflüchtetes Mädchen aus Nigeria, macht nachdenklich, geht einem nicht so schnell aus dem Kopf. 9 Bücher. Herrlich, wenn man Zeit und Ruhe zum Lesen hat.