Sonntag, 20. Januar 2013

"Richtiger" Winterlauf

Massives Schneegestöber. Alles weiß. Also ein "richtiger" Winterlauf heute. Schön, eigentlich. 
Dieser Lauf war aber heute mit einigen Hindernissen verbunden. Akku des Garmin leer. Also keine Puls- und Streckenmessung heute. Außerdem war ich spät dran, weil ich mich im Chat verquatscht und dann natürlich die Laufklaotten nicht auf Anhieb gefunden habe. Zumindest nicht DAS Shirt und DIE Socken. 
Zum Treffpunkt gesprintet, schon mit schlechtem Gewissen. Laufpartnerin kam nicht. Habe mich derweil nett mti einem älteren Herrn unterhalten, der für seinen Lauftreff reichlich früh dran war. Ich hatte mein Handy nicht dabei, bin also nach 10 Minuten Warten und Frieren nach Hause gesprintet, um mal zu sehen, was los war. Währenddessen hatte der Mann mit ihr SMS ausgetauscht. Der Bus kam nicht, also konnte sie nicht kommen. Ich habe dann spontan beschlossen, dass ich mich dann dem älteren Herrn anschließe, weil ich irgendwie Lust auf Bewegung hatte. Zum Treffpunkt gesprintet. Mehrere andere ältere Herren und Damen begrüßten mich sehr freundlich.
Kaum bin ich da, klingelt das Handy, jetzt würde sie im Bus sitzen. Also habe ich ganz spontan doch wieder umdisponiert und bin zur Bushaltestelle gelaufen. Sie kam dann und so konnten wir eine halbe Stunde später als geplant doch losziehen.
Der Lauf war irgendwie schön. Es war nicht glatt, der Schnee machte ein schönes Licht. Einziges Manko: der Schnee ging dann irgendwann in Regen über, aber nicht in normalen Regen, es kamen viele kleine Eistropfen runter. Das habe ich auch noch nie erlebt. Ich bin auch nicht sicher, wie weit wir gelaufen sind. Ich denke es waren etwas über 7 km, durch den Schnee auch langsamer als sonst. 
Und jetzt bin ich schön müde und warte darauf, dass die Motivatin zum Arbeiten kommt.

Dienstag, 8. Januar 2013

Arbeitet der nicht im Hotel?

Aus der Kategorie "Die Jugend von heute".

Englischunterricht, Jahrgang 9. Es geht um Berufe, die Schüler sollen verschiedenen Definitionen entsprechende Berufe zuordnen. Ein Satz bereitete extreme Schwierigkeiten (this person works with wood) und wurde erst einmal weggelassen. Am Ende blieb "carpenter" (Zimmermann) übrig. Schülerin meldet sich:

"Ich brauche mal Hilfe. Da kann was nicht."

Ich gehe hin und frage, wo genau das Problem ist.

"Ja hier bei Aufgabe 17, der eine Satz. "works with wood" heißt doch "arbeitet mit Holz, oder? "

Ich bejahe.

"Ich habe nur noch "carpenter " übrig." (das heißt Zimmermann und ist die richtige Lösung).

"Ja, ist doch prima so," sage ich und frage nach, ob die Schülerin weiß, was "carpenter" bedeutet.

"Ja, das heißt Zimmermann. Aber der arbeitet doch nicht mit Holz. Der macht doch im Hotel die Betten und putzt das Bad und so.".

"Ähm, nein, das ist das Zimmermädchen."

"Und wie heißt das, wenn das ein Mann macht? Und was macht dann ein Zimmermann?"

Na ja, die erste Frage kann ich, ehrlich gesagt, nicht direkt beantworten*. Und habe dann erklärt, was ein Zimmermann tut. Er arbeitet mit Holz.**









* Eine schnelle Suche bei Google ergab "Etagenportier" oder "roomboy". Wieder was gelernt...

**Macht z.B. Dachkonstruktionen, Balkone, Bauwerke aus Holz, Wandverkleidungen, Fußböden, Treppen etc.





Freitag, 4. Januar 2013

Autsch!




Before doing it: Oh je, wird das klappen? Oder werde ich mich total zum Affen machen? Eine unkoordinierte nicht ganz schlanke Frau inmitten von durchtrainierten Super-Körpern? Oder mache ich doch lieber ganz normal Krafttraining?

Weil meine Waage gerade gemeine Werte anzeigt und weil meine Lieblings-Sporthose etwas kneift habe ich mich durchgerungen und bin zu meinem allerersten Kurs im Fitness-Studio gegangen. Bevor es richtig losging war ich schon leicht überfordert: was schleppen die da alle an? Was brauche ich? Wo kriege ich das? Ich habe dann kurzerhand die Trainerin gefragt und sie hat mir gesagt, was ich brauche (Step, Matte, Hantelstange, Scheiben, was zum Festmachen) und mir gleich einen Platz in der ersten Reihe zugewiesen: "Sonst siehst du mich nicht!"
"Ich würde mich lieber hinten verstecken."
"So'n Quatsch, hier hat jeder genug mit sich selbst zu tun und wird nicht darauf achten, was du machst." "Na gut."

Habe ich mir also einen Platz in der ersten Reihe ausgesucht und hatte eine sehr nette Frau neben mir, die mir währenddessen auch immer geholfen hat, die passenden Gewichte auszusuchen.

While doing it: Das macht Spaß! Und es braucht eine Weile, bis man das koordiniert kriegt. Heute hatte ich gut damit zu tun die Bewegungen richtig zu machen. Und ich hoffe alle hinter mir hatten genug mit sich selbst zu tun und haben sich nicht dauernd darüber lustig gemacht, dass ich mal wieder nicht im Takt war. Ich fand ganz interessant, dass die Übungen für Schultern und Arme einigermaßen gingen, die für die Beine aber gar nicht. Hätte ich jetzt anders herum erwartet, da ich ja durchs Laufen mehr mit den Beinen mache als mit den Armen.

After doing it: Autsch! Hatte ich schon "autsch" gesagt? Ich habe ganz dezent Muskelkater in den Oberschenkeln. Gut, die Arme merke ich auch, aber lange nicht so sehr. Es zwickt überall da, wo es schwabbelt, und das lässt vermuten, dass es ein gutes Workout war und möglicherweise der Schwabbel weniger wird, wenn ich ds jetzt öfter mache. Beim googeln habe ich eine Seite gefunden, wo die Bewegungen schön erläutert werden. Mangels einer Hantelstange werde ich das nachher mit einem Besenstiel mal ausprobieren und der Mann muss dann die durchtrainierte Frau auf dem Bild mit meinem Versuch sie nachzuahmen verleichen. Morgen ist der nächste Kurs.

Montag, 31. Dezember 2012

Sylvesterlauf einmal anders



Der letzte Tag des Jahres. Wetteraussichten: Sturmböen und Regen, zwischen 7 und 9 °C. Bäh. Ideales Wetter, um keine Lust zum Laufen zu haben. Aber ich bin für den Sylvesterlauf angemeldet. Dann muss ich da ja auch wohl hin. Ich würde aber lieber 5 km laufen, das würde mir allemal reichen. Und überhaupt habe ich keine Lust auf Laufen am Limit und trotzdem dauernd überrundet werden, auf 5 Runden durch die Innenstadt, und immer wieder diese blöde Großkölnstraße hoch, die endlos lang bergauf geht. Na ja, mal sehen, wie das wird.
Kaum hatte ich dies geschrieben, kam eine SMS von meiner Laufpartnerin und es entwickelte sich folgender Dialog:

„Es ist so stürmisch. Sollen wir lieber ne Runde durch den Wald zockeln?“

„Damit uns statt der Dachziegel Äste auf den Kopf fallen? Oder weil die Strecke kürzer ist? – Ich habe Kopfweh. Und keine Lust. Normal, oder?“

„Nee, weil’s entspannter ist. Willst du laufen? Wenn ja, wo?“

„Ich tendiere zu entspannt im Wald. Aber ist das nicht irgendwie doof?“

„Nee, wir haben am 16. [Winterlauf] bewiesen, dass wir’s draufhaben…“

„Also wann? Jetzt?“

Und so haben wir uns also recht bald darauf zum Laufen getroffen, sind gemütlich eine Runde durch den Wald gezockelt (6 km) und haben unterwegs festgestellt, dass das genau die richtige Entscheidung war.

Samstag, 29. Dezember 2012

Sportliches

Das mit dem Laufen läuft irgendwie nicht. Der Winterlauf war sensationell, grandios, wirklich richtig gut für meine Verhältnisse. Aber seitdem war ich vier Mal laufen, und jedes Mal war es so, als hätten meine Beine vergessen, wie sich Laufen anfühlt. Luft hatte ich irgendwie auch keine. Meine Ursachensuche ergab auch keine wesentlichen Erkenntnisse. Ja, es ist für die Jahreszeit zu warm, aber im Sommer laufe ich ja auch. Ich bin nicht erkältet, ich habe keinen Stress, da Ferien. Kann sein, dass Weihnachten in Sachen Essen etwas üppiger war als sonst, aber das sollte je eher mehr Energie geben. Na ja, bin gespannt, wie der Sylvesterlauf wird. Im Moment kann ich mir nicht vorstellen, dass das Spaß macht.

Ich bin heute über meinen Schatten gesprungen und habe im Studio einen Kurs ausprobiert. RPM, Indoor-Cycling. Das Gute daran ist, dass einem keiner wegfährt, auch wenn man etwas schwächelt, und dass man den Widerstand, im Gegensazu zum Berg im Real Life, selber bestimmen kann. Gute Musik gab es auch noch. Ich habe vor einigen Jahren schon einmal Spinning gemacht, und ich erinnere mich an mehr Aktionen im Takt der Musik. Mal sehen, ob ein anderer Trainer das anders handhabt, angeblich ist die Choreographie immer gleich. Ich habe jedenfalls geschwitzt wie doof und bin echt an meine Grenzen gegangen. Könnte mir vorstellen, dass das prima geeignet ist, die schlappen Oberschenkel in Form zu bringen.

Und nächste Woche, wenn ich den Sylvesterlauf überlebt habe, probiere ich BodyPump.

Sonntag, 23. Dezember 2012

I'm dreaming of a White Christmas

Aber das wird wohl nix, jedenfalls nicht in unseren Breiten. Wird wohl eher "A very wet Christmas", hört sich ja fast so ähnlich an. Wie es die Tradition verlangt, wollte ich unseren Weihnachtsbaum fotografieren. Das erfordert einen kleinen Spaziergang, da der mitten im Wald steht.




Unterwegs sah man dann, wo der ganze Regen der letzten Tage sich gesammelt hatte. Normalerweise fließt da ein kleines Rinnsal.


Die Bäume stehen normalerweise auch nicht im Wasser.



Der Weihnachtsbaum ist zum Glück da, wo er hingehört. Liebevoll geschmückt zaubert er jedem, der vorbeigeht, ein Lächeln ins Gesicht. Das untere Bild ist von 2007, und seitdem ist er schon ein ganzes Stück gewachsen, finde ich.

Und ich bin auch nur ein kleines bisschen nass geworden.

The Week After

Ein paar Tage nach dem Winterlauf hatte ich gar keine Lust auf Bewegung. Das passte ganz gut, weil Verabredungen und Weihnachtsfeiern sich häuften und sich ein wenig Vorferienstress breitmachte. Gestern bin ich dann mal wieder laufen gegangen. Mein Körper wollte das nicht, ich hatte unglaublich schwere Beine, habe kaum Luft bekommen und nach der Hälfte der Strecke beschlossen, nach Hause zu gehen, statt weiterzulaufen. Dass sich die Grundlagenausdauer innerhalb einer Woche komplett verabschiedet, glaube ich jetzt nicht. Also hake ich das mal als Sache der Tagesform ab und versuche es morgen wieder.
Heute gehe ich erst einmal zum Krafttraining. Ich schaffe es in letzter Zeit leider viel zu oft, mir durch blöde Bewegungen, einen Wirbel zu blockieren. Tut weh, strahlt überall hin aus und muss weg. Deshalb die Idee, dass eine kräftige Muskulatur das Wiederauftreten erschweren würde. Der gute Vorsatz: regelmäßig Krafttraining. Mal sehen...