Sonntag, 19. Dezember 2010

Schneegestöber



Hier schneit es wie doof. Und ich finde Schnee deutlich besser als Regen. Wir waren gerade laufen und das hat richtig Spaß gemacht. Auf dem Foto (Blick aus dem Fenster) sieht man die Flocken nicht so richtig, aber sie fallen und fallen und fallen. Ich frage mich, wie ich morgen zur Schule komme. Vielleicht gibt es ja in NRW mal schneefrei?

Sonntag, 5. Dezember 2010

Kölner Nikolauslauf


Ich war heute beim Nikolauslauf in Köln. Fing alles ein bisschen hektisch an, weil wir ein wenig spät bei meiner Freundin losgekommen sind und das Navi den nächstbesten Umweg genommen hat. Mit mehr Glück als Verstand haben wir direkt vor dem Eingang zum Tierpark einen Parkplatz bekommen, schnell unsere Startnummern abgeholt, und in dem Moment, wo wir auf den Start zugingen, ging es auch schon los. Die Wetterverhältnisse hätten mieser nicht sein können: es schneeregnete auf gefrorenen Boden mit Schneeresten. Dementsprechend glatt war es, es hat einige Leute von den Beinen geholt. Aber ich hatte Spaß und einen sicheren Tritt. Die Kunst ist wohl, einfach zu laufen und nicht darüber nachzudenken, ob was passieren könnte. Witzig: der wirklich riesige Schwan, der auf einmal mitten im Weg stand. Der muss sich doch sehr gewundert haben, was die Leute da alle wollen. Bemerkenswert: der Obdachlose, der auf halber Strecke mit all seinen Habseligkeiten in einem überdachten Fahrradständer saß und alle Läufer anfeuerte.
Nach zwei Runden (6,8 km) hatten wir aber genug, weil wir wirklich durch und durch nass waren. Das war das Schöne an dem Lauf, man konnte nach jeder Runde (3,4 km) entscheiden, ob man aufhören oder weiterlaufen wollte. Im Ziel gab's einen Nikolaus, ich habe bei meiner Freundin noch nett Mittagessen bekommen und bin dann gut nach Hause gekommen, bevor das Schneechaos einsetzte. 

Dienstag, 26. Oktober 2010

Stadsloop in Kerkrade

Ich habe an meinem ersten Wettkampf im Ausland teilgenommen. Bin jetzt international. Na ja, Kerkrade (Kirchrath) ist quasi die zweite Hälfte von Herzogenrath und von daher näher dran als manch anderer Ort, in dem ich bisher gelaufen bin. Aber ich habe eine "Oorkunde" bekommen und da steht "Hartelijk gefeliciteerd" drauf, für "Plaats Totaalklassement: 78". Gut, das ist jetzt nicht so super, aber ich habe meine Zeit auf 5 km mal wieder "verbessert" (auch wenn 35:16 immer noch weit entfernt von meiner PB ist) und Spaß dabei hatte ich auch noch.

Samstag, 23. Oktober 2010

Zypern im Herbst

Donnerstag
Gegen Nachmittag habe ich meine Freundin in Köln abgeholt und wir sind dann zusammen nach Rüsselsheim gefahren. Dort haben wir das Auto abgestellt und uns zum Flughafen fahren lassen. Hin hatten wir zum Glück einen Direktflug, der aber erst gegen 1.55 Ortszeit landete. Im Hotel waren wir gegen 3.30 und sind an sich nur noch ins Bett gefallen.

Freitag
Erkundung der Umgebung. Nettes Apartment, nette Anlage. Von dort aus sind wir an der Küste lang zum nächsten Ort (Protaras) gelaufen, haben dort einen Salat gegessen und sind nach einer schönen Pause am Strand wieder zurück. Danach waren wir kaputt, weil die Nacht ja doch sehr kurz gewesen war. Wir haben nur noch kurz was gekocht und sind dann ins Bett gefallen. Unterwegs sieht mannette kleine Kirchen, schöne Wege und Kunstwerke am Strand. 



 

Sonntag
Mit dem Bus zur nächst größeren Stadt (Agia Napa) gefahren, dort ein bisschen umgesehen und eingekauft. Von da aus sind wir dann die Küste entlang in Richtung unserer Anlage gelaufen. Hat aber viel länger gedauert als gedacht, weil der Pfad (in weiten Teilen der europäische Wanderweg E4) doch wesentlich länger war als die Straße. Nach 5 Stunden hatten wir keine Lust mehr, es wurde langsam dunkel und wir hatten das Glück, dass eine deutsche Familie mit Leihwagen sich verfahren hatte, wir zum selben Hotel wollten und den Weg kannten. Sehr bequemer Rückweg. Abends haben wir dann wieder was gekocht, gequatscht, ganz relaxed.


Sonntag
Zu Fuß nach Protaras, dort ein wenig umgesehen, die Läden unsicher gemacht. Wir sind dann mit dem Bus zurück zum Hotel, weil ich unbedingt noch ins Meer wollte. War total klasse. Das Wasser war noch warm, total klar, einfach nur schön. Abends hat mich dann meine Freundin quasi gezwungen laufen zu gehen. So richtig viel Spaß hat es nicht gemacht. Was muss, das muss. War ein total schöner, klarer Tag vom Wetter her. 


 
Montag
Wir sind mit dem Bus nach Nicosia gefahren, das ist die letzte geteilte Hauptstadt Europas. Wir sind dann für zwei Stunden in den türkischen Teil eingereist und sind dort der blauen Linie gefolgt, die einen an den Sehenswürdigkeiten entlangführt. Ich war vor 5 Jahren schon einmal da, seitdem hat sich was getan, aber der Nordteil ist immer noch um einiges heruntergekommener als der Südteil. Wie eine andere Welt, wie eine andere Zeit. Ein Erlebnis. Und die Flagge im Berg finde ich nach wie vor krass.  Nachmittags bin ich nochmal schwimmen gegangen. Das Abendprogramm war wieder ähnlich.

Dienstag
Busfahrt nach Agia Napa, zum berühmten Nissi Beach. Total schön da. Wir haben im Grunde den ganzen Tag am Strand gelegen und die Sonne und das Wasser genossen. Herrlich.
Mittwoch
Letzter Tag. Sollte eigentlich genauso ablaufen wie der vorletzte, hat aber nicht geklappt, weil gegen Mittag ein Wahnsinns-Sturm aufzog, dass sich die Palmen bogen und der Sand nur so flog (das sieht man auf dem Foto gar nicht. Aber auf dem Film kann man es erahnen). Also haben wir dann die Idee aufgegeben und sind zurück zum Hotel gefahren. Kofferpacken musste ja auch sein. Irgendwann war der Wind weg, aber die Luft war echt übel, es war total schwül und drücken, wie kurz vor Gewitter. Wir sind trotzdem wieder laufen gegangen, die reine Quälerei mal wieder. So gesehen gut, dass meine Freundin so ein Sturschädel ist, alleine wäre ich nicht gegangen. Abends sind wir dann essen gegangen, war lecker.







Donnerstag
Rückreise. Voll doof. 5.20 Taxi zum Flughafen, 8.00 Flug nach Athen, da 4 Stunden doof rumgesessen, dann Flug nach Frankfurt, dann Auto nach Hause. Ich war um 21.00 hier und völlig platt.



Fazit: super schöner, erholsamer Urlaub. Ideal, um den Sommer noch ein bisschen zu verlängern. Warum ich jetzt nicht völlig motiviert wieder an die Arbeit gehen kann ist mir ein Rätsel. Eigentlich bräuchte ich noch eine Woche Ferien um zu arbeiten.

Samstag, 18. September 2010

Jedes Jahr im September...

Dieses Jahr stand eine geführte Wanderung im Hohen Venn an. Unser Guide hat spannend erzählt, uns viele Pflanzen gezeigt und eine schöne Strecke ausgesucht.

 

Es war von allem was dabei: richtiges Moor (man sieht oben, wie er fast einsinkt, und auch der "befestigte" Weg neben dieser Moorpfütze war sehr sehr schwabbelig, man hatte fast Angst fest aufzutreten, weil es sich so anfühlte, als würde man jeden Moment durchbrechen), befestigte Waldwege, Stege, war richtig klasse.



 Das Wetter hat auch mitgespielt es hat nur einmal ganz kurz geregnet. Nach der Wanderung gab's was zu essen und dann ging es zurück nach Hause. Dieses Jahr keine Übernachtung, was für mich gut war, denn ich bin, wie oben schon gesagt, tierisch erkältet.

Benefizlauf

Nurganz kurz: letzten Sonntag war Benefizlauf quasi bei mir vor der Tür. Versteht sich von selbst, dass ich da mitlaufe. 5 km inclusive Hausberg und Stadionrunde. Die Zeit war nicht berühmt (selbst gestoppt 36:40), aber immerhin 4 Minuten schneller und mit deutlich weniger Quälerei als beim Women's Run. Ich war so schnell, dass alle Fotos voll unscharf geworden sind ;)

Sonntag, 15. August 2010

Ich sehe rosa


Im Runners Point Magazin wird wie folgt geworben: Die Beauty Lounge, das bunte Bühnenprogramm im „Women's Village“ sowie das rosa Finishertäschchen als Belohnung im Ziel lassen Frauenherzen höher schlagen.“ Ja, stimmt, meine maximale Herzfrequenz gestern lag bei 187, aber so leid mir das tut, das war nicht beim Anblick des rosa Täschchens. Ich mag eigentlich kein rosa.

Von vorne. Kurzentschlossen hatten meine Freundin und ich uns für den Women's Ru nachgemeldet. Das rosa T-Shirt mit der Aufschrift „Favoritin“ wollten wir uns, im Gegensatz zu den meisten anderen Läuferinnen, erst für nach dem Lauf aufsparen. War auch gut so, sonst hätten wir uns in der Masse der rosa T-Shirts vermutlich verloren. Vor dem Lauf schlenderten wir durch's Village, verzichteten auf einen Fitness-Test, besorgten uns das kostenlose Startnummernband (sowas wollte ich immer schon haben), standen an der Toilette Schlange und genossen den Sonnenschein. Gegen 15.15 stellten wir uns für den Start auf. Man weiß ja, langsame Läufer bitte nach hinten, damit die Schnellen vorne nicht behindert werden. Die Zeitmessung erfolgt per Chip (oder überhaupt nicht), also ist es auch wurscht egal, wann man über die erste Matte läuft. Das hätte mal jemand den Walkerinnen sagen sollen. Als eine Laufschnecke aus L. (stand auf ihrem T-Shirt) mich an der Taille packte und zur Seite schon, um an mir vorbeizudrängeln, war ich kurz vorm Explodieren (zumal neben mir reichlich Platz war). Aber egal, ich lasse mir nicht die Stimmung vermiesen, alles ist rosa und das Wetter ist schön.

Beim Start flogen ungezählte rosa Luftballons und los ging's. Es ging, ich ging, alle Frauen gingen (außer die ganz vorne, schätze ich). Und das lustige Walkerinnen-Überholspiel begann. Nichts gegen Walkerinnen, die guten unter ihnen sind sicher schneller als ich beim Laufen, aber die guten waren noch weiter vorne. Munter zu viert nebeneinander, wild die Stöcke schwingend, das war jetzt nicht wirklich lustig. Den ersten Kilometer bewältigten wir in der sensationellen Zeit von 9:09. Das ist selbst für meine Verhältnisse extrem langsam. Und irgendwie wurde es nicht besser. Erst auf der Brücke hatten wir ein wenig Platz, das hatte sich aber einigermaßen schnell wieder erledigt. Das nächste Nadelöhr kam dann an den Treppen zur Philharmonie, wo man echt aufpassen musste, die wilden Stöcke nicht noch vors Schienbein oder ins Gesicht zu bekommen. Dazu kam, dass mir die Temperaturen überhaupt nicht lagen und meine Tagesform alles andere als gut war. So bin ich mit der schlechtesten 5er Zeit in meinem bisherigen Läuferinnenleben ins Ziel gelaufen (knapp unter 41 Minuten). Aber die schubsende Laufschnecke hatte ich unterwegs wieder eingeholt.

Im Zielbereich gab es dann Wasser, lecker Obst und alkoholfreies Weizen. Und auch dort Gedränge ohne Ende. Sind Frauen unentspannter als Männer? Oder war dieser Lauf extrem voll? Ich habe schon an einigen Läufen teilgenommen, aber noch nie an einem nur für Frauen, und noch nie im Zielbereich so ein Gedränge und Geschubse erlebt. Und so grundlos, es war genug von allem da. Genug Wasser, genug Obst, genug Weizen, also überhaupt kein Grund andere aus dem Weg schubsen zu müssen.

In einer ruhigen Minute haben wir dann mal unser Täschchen in Augenschein genommen. Deo, Duschgel, Körperlotion, was zu lesen (jede Menge Werbung und Runner's World), Fußbad, Waschmittel, ein Blasenpflaster, Schweißband, sowas halt. Ganz nett.

Kann ich diesen Lauf empfehlen? Jein. Mir war es zu voll und ich hab's nicht so mit Gedränge. Gut, Bestzeiten laufe ich eh nicht, aber das wäre da auch nicht gegangen. Die Organisation fand ich gut, außer dass man vielleicht den Walkerinnen hätte sagen können, dass sie hinten bleiben, und dass Stöcke bei der Strecke nicht wirklich eine gute Idee sind. Die Strecke war insgesamt ganz schön, halt mitten durch Köln, das hatte was. Die Stimmung an der Strecke war gut, auch wenn die Kommentare der biertrinkenden Samstagnachmittaggenießer nicht immer freundlich waren. Ich hatte allein deshalb Spaß, weil ich mich mit meiner Freundin unterhalten konnte und auch witzig fand, mir die Teilnehmerinnen anzuschauen. Nächstes Jahr wieder? Mal sehen...
Ich bin übrigens genau 1000. geworden. Das ist auch eine Leistung, finde ich.