Sonntag, 8. Mai 2016

Wings for Life World Run - runing for those who can't

Der Wings for Life World Run findet zeitgleich an 34 verschiedenen Orten rund um die Welt statt. Das Prinzip ist ebenso genial wie simpel, man bekommt eine halbe Stunde Vorsprung, dann startet ein Catcher Car und man darf so lange weiterlaufen, bis man eingeholt wird. Das Auto erhöht dann jede Stunde oder so die Geschwindigkeit, aber das war für mich jetzt nicht weiter relevant, denn so schnell bin ich leider nicht.

Ich habe durch meinen Laufverein von diesem Event erfahren - eigentlich bin ich da nur zahlendes Mitglied und laufe lieber alleine, weil die mir alle zu schnell sind, aber ich fand das Konzept spannend und wollte mitmachen. In Deutschland fand das ganze in München statt - arg weit weg von Zuhause. Also haben wir einen kleinen Bus gebucht und sind nach Breda (NL) gefahren, in knapp 2 Stunden zu erreichen.

Punkt 13.00 ging es los, bei perfektem Frühlingswetter. Eigentlich fast schon Sommerwetter. Ich habe in der Zeit 8 km geschafft und unterwegs sehr genossen, dass der eine oder andere Anwohner mit dem Gartenschlauch bereit stand, einen etwas abzukühlen.

Kurz vor Kilometer 8 deutete sich dann an, dass das Ende nahte, und kurz nach dem Schild wurde ich dann eingeholt. Bis zum Shuttle-Bus war es dann noch ein Kilometer, und dann wurde man zum Start zurück gefahren.

So nach und nach trudelten dann die anderen ein, wir haben noch gemütlich was gegessen und getrunken und sind dann nach Hause gefahren. Ein rundherum gelungenes Event. Gerne nächstes Jahr wieder.





Samstag, 30. April 2016

Warum ich mich auf den Mai freue



Weil der April ganz furchbar arbeitsreich und damit ganz furchtbar anstrengend war. 
Zur Veranschaulichung mal eine "typische" Woche (die vergangene): 

Montag hatte ich lange Schule. Wie immer habe ich in den Freistunden gearbeitet und versucht, alles für den Rest der Woche vorzubereiten. Im Laufe des Tages bekam ich Kopfschmerzen und mir ging es einfach nur miese. Also bin ich abends nicht zum Sport gefahren, sondern auf der Couch geblieben. 5087 Schritte und angeblich nur 1481 kcal verbrannt.

Dienstag war ich bis 16.15 in der Schule (Unterricht und FPA fürs Abi) und bin direkt von da aus zum Pump gefahren. Das ist mir unglaublich schwergefallen, obwohl ich die Gewichte nicht weiter gesteigert hatte. Mir war auch die Musik zu laut und es war nicht die reine Freude. 6956 Schritte und 1866 kcal.

Mittwoch hatte ich dienstlich in Köln zu tun. Natürlich fuhr ausgerechnet an dem Tag wegen eines Streiks kein Bus. Normalerweise wäre ich mit dem Rad zum Bahnhof gefahren, aber es hat geschneit wie blöde. Also hat mich mein Mann gefahren und ist dann mit dem Auto zur Arbeit (er fährt sonst nie). Der Zug hatte Verspätung, und da ich mich dazu auch noch mit der Zeit vertan hatte, war ich dann 5 Min. zu spät. Nicht zu ändern. Die Veranstaltung ging von 9.00 bis 15.30 und wir sind dann noch einen Kaffee trinken gegangen.  Kein Sport, es sei denn, man zählt das zügige Gehen mit Gepäck beim Versuch den Zug noch zu erreichen als Sport. 7191 Schritte und 1612 kcal. Und unnötigerweise ein Schokokeks und abends noch ein Riegel Schokolade. Sicherlich mehr gegessen als verbraucht, aber da ich keinen Nerv mehr hatte, alles einzugeben, kann ich das nicht genau sagen.

Donnerstag war ich den ganzen Tag in Sachen Abitur eingesetzt. Prüfungen und Aufsichten. Ich war zwar relativ früh zu Hause (16.00 statt sonst 17.30). aber ich war so platt, dass ich mich zu nichts mehr aufraffen konnte. Der eigentlich noch geplante Spaziergang zum Kopflüften ist dann dem Wetter zum Opfer gefallen, denn pünktlich zum Feierabend setzte mal wieder eiskalter Regen ein. 6230 Schritte und nur 1470 kcal. Nett heute: eine Kollegin, die wegen Krankheit länger nicht in der Schule war, sprach mich auf meine Abnehme an. Die erste bisher. Wir haben uns noch kurz darüber unterhalten, wie ich das gemacht haben (weniger essen, mehr Sport) und dass es alles andere als einfach ist. Keine Kalorien eingegeben, weil wir mittags allerlei leckere Sachen aus der Mensa bekamen und ich nicht wusste, wie ich das eingeben sollte.

Freitag dann wieder den ganzen Tag Abiturprüfungen. Um 17.30 waren dann alle Ergebnisse verkündet und ich bin im Wolkenbruch nach Hause gefahren. Es hat dann auch den ganzen Abend weitergeschüttet. Ich habe um 21.00 aufgegeben und bin ins Bett gegangen. In Sachen Essen war der Tag auch alles andere als gut. Ich brauchte vormittags ein zweites Brötchen, weil es einfach gar nicht geht, wenn während einer Prüfung der Magen knurrt. Mittags gab es Quiche, sehr gehaltvoll. Und abends dann noch ein leckeres Stück Fleisch und Kartoffeln und Gemüse. Zwischendurch dann drei Schokokekse. Und da es ja nur 6388 Schritte und 1531 kcal waren, habe ich sicher den doppelten Bedarf zu mir genommen. Auch heute wieder habe ich nichts eingegeben.

Ich finde allerdings das, was mein Band als Bedarf ausspuckt, extrem wenig. Klar, der Grundumsatz ist immer eine Schätzung, und ich habe nicht viel Bewegung bekommen, aber ich habe auch nicht im Koma gelegen. Das ist seit dem letzten Update so, irgendwie wurde wohl der Algorithmus verändert. Da ja aber mein Körper nicht weiß, was die App ausspuckt, kann mir das an sich auch egal sein. Ich finde auch interessant, dass so gar nicht erfasst werden kann, wie unglaublich anstrengend es ist, sich den ganzen Tag zu konzentrieren und in jeder Prüfung so aufmerksam zu sein, als wäre es die erste des Tages. Ich war wirklich auch körperlich erschöpft dadurch, aber der Herzschlag und damit der Verbrauch wird dadurch nicht erhöht. Das wiederum erklärt aber , warum ich zunehme, wenn solche Phasen länger dauern. Ich meine viel Energie zu brauchen, aber eigentlich ist das gar nicht so. Und irgendwie spielt da Essen als Belohnung mit rein. Ich habe mir dann was Leckeres verdient, vielleicht sogar mit einem Glas Wein oder so. Eigentlich Quatsch. Aber Essen ist halt nicht nur Nahrungsaufnahme, sonders vieles mehr.
Ich zähle ab heute wieder Kalorien, und ich werde auch gleich zum Pump fahren. Vielleicht gehe ich heute Nachmittag auch noch im Regen spazieren, mal sehen.

Arbeiten werde ich jedenfalls nicht. Ich habe nächste Woche zum Glück nur zwei Tage Unterricht und dann ein sehr langes Wochenende. Da werde ich dann die Akkus wieder aufladen.

Und ab morgen ist Mai. Im Mai wird alles besser. 

Sonntag, 24. April 2016

Vom Kalorienzählen und dessen Auswirkungen

Ich hatte ja hier bereits darüber geschrieben, inwiefern die Lektüre des Buchs "Fettlogik überwinden" von Nadja Hermann mich beeinflusst hat.
Inzwischen ist noch mehr Zeit ins Land gegangen, ich habe nochmal 4 kg abgenommen, also insgesamt 9, und ich zähle immer noch Kalorien.

Das klappt mal mehr und mal weniger gut. Auswärts essen ist immer schwierig, weil ich nicht genau weiß, was drin ist, da kann ich nur schätzen. Je mehr Stress ich habe, desto weniger Lust habe ich, frisch zu kochen, und das ist das A und O. Denn belegte Brote haben, gemessen am Sättigungs- und Zufriedenheitswert, zu viele Kalorien.

Ich finde es auch immer noch schwierig, wenig zu essen und trotzdem Sport zu machen, hungrig laufen geht gar nicht. Die Hoffnung, dass man sich daran gewöhnt, habe ich inzwischen aufgegeben.

Aber das Zählen leistet, dass ich bewusster esse und mir einiges verkneife, was ich mir früher eher gedankenlos in den Mund geschoben habe. Zwischenmahlzeiten fallen fast völlig weg, außer wenn der Sport mit den geplanten Essenszeiten nicht zusammenpasst. Ich trinke so gut wie nie Alkohol und verkneife mir auch alkoholfreies Weizen, weil es einfach die Tagesbilanz sprengt. Auch Süßigkeiten sind eher selten geworden. Und trotzdem schaffe ich es kaum, unter 1700 kcal am Tag zu bleiben, und auch dabei habe ich immer noch Hunger.

Ich bin auch unsicher, was mein Tagesbedarf ist. Mein Fitness-Tracker spuckt an nicht sehr aktiven Tagen sehr traurige Werte aus (zwischen 1500 und 1600 kcal), und an aktiven Tagen werden es mal 2000 kcal. Ist jetzt nicht der Rede wert. Erklärt aber, warum die Abnahme eher langsam vonstatten geht.

Was heißt das für die Zukunft? Ich werde weiter Kalorien zählen, weiter bewusst essen und Sport machen, und ich hoffe, dass ich weiter abnehmen werde. Mal sehen, was geht.

Mittwoch, 17. Februar 2016

Dem Karneval entkommen


Ich mag Karneval nicht besonders. Von daher finde ich ziemlich prima, dass wir hier drei unserer beweglichen Ferientag nehmen und ein langes Wochenende daraus machen (Freitag bis Dienstag). Dann können die einen fröhlich feiern und für die anderen lohnt es sich, die Flucht zu ergreifen. Ich gehöre zu den anderen.

Donnerstag war echt nervig. Der war nämlich noch nicht frei, wohl um die Jugendlichen davonbn abzuhalten, schon morgens betrunken durch die gegen zu torkeln. Klappt aber leider nicht in allen Fällen, manchmal sitzen die Schüler dann besoffen im Unterricht. Mama war bestimmt nicht erfreut, als sie ihr Töchterlein um 9.00 abholen durfte. Ich war einfach nur froh, als ich um 12.30 dann verschwinden konnte. Schnell nach Hause, schnell ein Köfferchen gepackt und auf zum Flughafen, Karnevalsflucht. Wir sind nach London geflogen, und das war richtig gut.

Sind gegen 19.00 gelandet. Dann Stansted Express, dann London Underground bzw. DLR. Erfolgreich eine Oyster-Card gekauft und das Hotel gefunden. Wir waren in Greenwich, weil das nett aussah und die zentral gelegeneren Hotels deutlich teurer waren. Irgendwann gegen 22.00 waren wir dann endlich angekommen und ich wollte nur noch schlafen.

Freitag haben wir dann gemütlich gefrühstückt und sind in Greenwich cachen gegangen. Besonders spannend fand ich den Cache, der einen über den Null-Meridian führt, der ca. 100 m von der eigentlich festgelegten Linie zu finden ist. Wir haben dann festgestellt, dass es eine wunderbare Idee ist, im Café einer Buchhandlung Kaffee zu trinken. Nach dieser Stärkung sind wir dann in Richtung Innenstadt gefahren und da noch an der Themse entlang spazieren gegangen. War gut. Wir sind in einem netten Restaurant an der Themse essen gegangen und zurück zum Hotel gefahren. Ich bin dann sehr sehr geschafft ins Bett gefallen.



Cutty Sark in Greenwich
Längengrad 0. Eigentlich steht dann da weder West noch Ost, aber mein Screenshot kam etwas spät.
 
Aussicht von da aus auf die Themse
Samstag haben wir eine Weile überlegt, ob wir uns die Houses of Parliament ansehen oder einen Tour im London Eye machen. Die Houses of Parliament haben gewonnen. Das war richtig sehenswert. Danach sind wir dann noch kreuz und quer durch die Gegend gelaufen auf der Suche nach Caches. Irgendwann war ich total durchgefroren und hatte die Nase voll von Leuten und wir haben uns in Greenwich ein nettes Lokal gesucht. Leider sind wir sowohl auf dem Hin- als auch dem Rückweg klatschnass geworden. Aber es war trotzdem ein netter Abend.
 
Big Ben - also der Turm, wo die Glocke drin ist
Sonntag waren wir im Camden Market. Das hat mir überhaupt nicht gefallen. Früher war das total klasse, ganz viele spannende Stände mit coolen Klamotten, man konnte stundenlang bummeln, richtig schön. 2016 nur voll. Nur Gedränge, Geschiebe, das hat mir überhaupt nicht gefallen. Wir sind dann am Kanal entlang zum Regent‘s Park gelaufen, das war viel besser. 
 
Die berühmten Pelikane
Danach haben wir noch die eine oder andere Dose gesucht, unter anderem das Finale eines wirklich genialen Rätselcaches. Da muss man diverse Fragen mit Hilfe eines gigantischen Panorama-Bilds beantworten (Klick). Ein bestimmtes Autokennzeichen, oder wie viele Leute auf der Tower Bridge gelbe Warnwesten tragen. Geniale Idee.

Montag haben wir dann vereinbart, dass wir unseren Koffer noch ein paar Stunden im Hotel lassen dürfen und sind dann doch ins London Eye gegangen. Das wollte ich schon, seit es das Ding gibt. Und das war richtig klasse. 

Von der anderen Seite der Themse
Kurz bevor es losgeht

Aussicht
 

 

Der Rückweg war aber blöde. Der Zug war total voll und dadurch, dass es sehr stürmisch war, war der Rückflug einigermaßen turbulent. Und mir wird übel. Früher hatte ich da nie ein Problem mit, mittlerweile leider immer mehr. Mir war zwei Stunden nach der Landung immer noch etwas schlecht.

Fazit: London im Februar hat was. Bis auf Camden deutlich weniger voll als im Sommer. Leider war das Wetter aber auch eher so, wie man das erwarten würde. Das Vorurteil, dass es kalt, windig und regnerisch ist, hat sich voll bestätigt (sieht man ja in den Fotos auch). Ich hätte eine dickere Jacke und Handschuhe gebrauchen können. Bin dann beim nächsten Mal schlauer.