Donnerstag, 20. Mai 2010

Auf ein Hoch folgt ein Tief

Irgendwie ist 2010 bisher nicht mein Jahr. Ich hatte mich Anfang März auf eine reizvolle Stelle beworben (in der Lehrerausbildung an der Uni, für 4 Jahre). Am 23.4. habe ich dann erfahren, dass es nicht geklappt hat. Also fast zwei Monate gewartet, überlegt, ob ich das wirklich will, den Schule ist ja auch ganz schön. Sollte halt nicht sein. Hat aber Kraft gekostet.
Am Tag vorher hatte ich Routine-Check beim Hausarzt mit Schilddrüsen-Ultraschall. Statt eines "alles bestens, bis nächstes Jahr" kam "der Knoten ist größer geworden, lassen Sie mal eine Szintigraphie machen". Also habe ich in der Radiologie angerufen, recht schnell einen Termin bekommen, um dann gesagt zu kriegen, dass man für ein sinnvolles Ergebnis mindestens drei Wochen lang keine Schilddrüsenhormone nehmen darf. Das Ultraschall ergab, dass der Knoten ganz schön groß ist (4cm, mein Hausarzt hatte ihn bei 2 cm, keine Ahnung, wie solche Diskrepanzen zustandekommen). Also Termin gemacht für den 18.5., Tabletten abgesetzt und gegrübelt.
Die Szintigraphie ergab, dass ich einen kalten Knoten habe. Der ist durch Medikamente nicht zu beeindrucken, wird also vermutlich weiter wachsen. Also muss er raus. Nicht akut, aber auch nicht erst in einem Jahr oder so. Das war jetzt nicht wirklich das Ergebnis, auf das ich gehofft hatte. Ich habe am Dienstag einen ausführlichen Besprechungstermin bei meinem Hausarzt, der vermutlich auch zu nichts anderem raten kann als die Radiologen, kann mir überlegen, wo ich das machen lasse und vor allem wann. In der Schule ist Hochstressphase, ich hatte heute Abschlussprüfung 10, meine Abiklausuren sind in der Zweitkorrektur und ich werde wohl noch ein paar Mündliche machen müssen, so richtig akut ist es nicht, also wäre es wohl schwierig, das jetzt sofort machen zu lassen. Andererseits drehe ich am Rad, schlafe nicht, mache mir einen Kopf und grüble, was das wohl sein könnte, ob es wohl Krebs ist, was einem halt durch den Kopf geht, wenn man weiß, dass man einen Knoten hat, der da nicht hingehört. Und natürlich drückt es im Hals, das hilft auch nicht gerade. In der Schule ist das OK, da habe ich genug zu tun und bin abgelenkt. Schlimm ist es beim Autofahren und nachts im Bett, wenn ich versuche zu schlafen. Und dass ich nicht oder nur sehr schlecht schlafe führt natürlich dazu, dass ich körperlich ziemlich daneben bin. Vermutlich auch dadurch, dass ich die Hormone drei Wochen nicht nehmen durfte. Vorhin beim Laufen habe ich nach drei Kilometern einen Heulkrampf bekommen, weil nichts mehr ging.
Das ist mein Wonnemonat Mai. Kann nur besser werden...

Donnerstag, 13. Mai 2010

Schönwetterläuferin?

Bin ich eine Schönwetterläuferin? Bisher hätte ich ohne groß zu überlegen "ja" gesagt. Ich mag es sonnig, ich liebe blauen Himmel. Dienstag war wieder so ein Tag, an dem es geschüttet hat wie aus Kübeln und wir, statt laufen zu gehen, lieber ins nahe gelegene Forsthaus gesprintet sind, um ein Heißgetränk zu uns zu nehmen.
Heute war das Wetter auch wieder nicht so dolle. Für die Jahreszeit zu kalt. Aber ich bin laufen gegangen, und es lief richtig gut. Besser als bei Sonne (und Pollen). Gegenbeweis?

Sonntag, 9. Mai 2010

Mein Wald

Der Winter scheint endlich vorbei zu sein und ich kann mich an dem frischen Grün gar nicht sattsehen. Wenn ich von zu Hause aus loslaufe, habe ich auf der linken Seite erst einma eine grüne Wiese.

Nach ein paar Metern kann man dann die Kühe besser erkennen.

Und man hat das Gefühl, von einem grünen Dach bedeckt zu sein. Wenn dann noch ein bisschen die Sonne durchscheint, ist es besonders schön.

Am Ende des ersten Wegabschnitts die nächste grüne Wiese.

Und dann geht es links herum und einigermaßen lange bergauf.


Oben biegt man dann wieder links ab.


Und im Grunde genommen sieht es gerade überall im Wald so ähnlich aus. Sagte ich schon, dass ich mich an dem frischen grün kaum sattsehen kann?

Sonntag, 2. Mai 2010

Meerblick

Mag nach langer Funkstille mein Blog mal wieder mit Leben füllen. Und was bietet sich da besser an als der letzte Urlaub? Wir waren in Südfrankreich, hatten ein Apartment mit Meerblick und der war quasi täglich ein Bildchen wert.

Der erste Blick am ersten Abend.


Am ersten Tag war das Wetter nicht so toll. Stürmisch, regnerisch, aber wie gemacht für Kite-Surfer.



Am nächsten Morgen war ich einigermaßen verwirrt. Was ist das da hinten? Sieht aus wie schneebedeckte Berge. Die hatte ich noch nie gesehen, und ich war im Sommer schon zwei Wochen hier. Tatsächlich, es sind schneebedeckte Berge, die sonst eigentlich immer im Dunst verschwinden.

Perfektes Bilderbuch-Urlaubswetter hatten wir auch.


Und ein Schiff in der Abenddämmerung. Im Sommer wäre das nicht gegangen.


Am Tag unserer Abreise wieder perfektes Wetter. Und man kann sehen, dass sich so langsam alles bereitmacht für den Sommer.


Natürlich haben wir nicht die kompletten zwei Wochen am Fenster gesessen und rausgeschaut. Wir haben uns diverse Orte angesehen (Sète, La Grande Motte, Les Baux, Aigues Mortes, Beziers, Arles), sind ganz viel am Strand und an der Promenade spazieren gegangen, haben lecker gekocht und gegessen, Wein getrunken, meterweise Bücher gelesen und so weiter.

Tja, Ostr- oder Sommerferien, ich kann gar nicht sagen, was mir besser gefällt. Im Sommer ist das Meer schön warm, man kann jeden Tag am Strand liegen und schwimmen gehen, alle Cafés sind geöffnet, die Sonne scheint, Sommer am Meer eben. Der Haken im Sommer ist, dass es auch entsprechend voll ist. Und das bringt eben mit sich, dass es schwer ist einen Parkplatz zu finden, oder einen Platz am Strand, dass es trubelig und rummelig ist und abends auch gerne mal bis in die Nacht gefeiert wird. Jetzt ist es ruhig, parken ist kein Problem, abends ist nichts los, also im Grunde genommen sind die ganzen Sommer-Nachteile jetzt nicht vorhanden. Die Vorteile aber auch nicht. An Schwimmen ist nicht zu denken, dafür ist das Meer viel zu kalt. Das Wetter ist unberechenbar, mal scheint die Sonne, dann ist es im T-Shirt ganz angenehm, mal scheint sie nicht, dann ist es frisch. Der Wind ist kalt, was auch nicht hilft. Aber man läuft auch nicht Gefahr einen Sonnenbrand zu kriegen. Und so tot wie Maubuisson, wo wir im Herbst waren, ist Sète zum Glück nicht. Da hier ganz viele Menschen leben, gibt es eben alles, was man braucht. In Maubuisson sind außerhalb der Saison vielleicht 10 Leute und es gibt in gangbarer Entfernung noch nicht einmal einen Bäcker. An einkaufen ist gar nicht zu denken. Das ist selbst mir zu einsam.



Donnerstag, 7. Januar 2010

Winterwonderland

Relativ ohne Wort einfach mal ein paar Bilder. So mag ich Winter.







Und dass fürs Wochenende Schneechaos angesagt ist und die Stadt Aachen kein Streusalz mehr hat lasse ich auch mal unkommentiert stehen.

Montag, 4. Januar 2010

Eine total bekloppte Aktion

Wir wohnen hier seit Sommer 2001. Beim Einzug war die Kohle knapp, deshalb haben wir den Teppich übernommen. Der ist hellblau und war zu dem Zeitpunkt noch ganz schön. Der Zahn der Zeit nagt natürlich an ihm, der nagte schon damals, aber da ging es noch. 8 ½ Jahre und unzählige Flecken später (besonders klasse: rote Tinte) reifte die Erkenntnis, dass der Teppich gar nicht mehr geht. Die Vermieterin spielte mit, also warum noch lange fackeln, raus mit dem Mist.


Der Haken: wir sind Jäger und Sammler. Wir jagen und sammeln alles, was schwer ist und viel Platz wegnimmt: Bücher, Schallplatten, CDs. Dazu kommt, dass ich Lehrerin bin und von daher auch Ordner sammle, voll gefüllt mit wertvollem Unterrichtsmaterial. Von dem ganzen Kleinkram ganz zu schweigen. Oder anders: unser Hab und Gut geht nicht in 50 Umzugskartons. Aber wir hatten uns das vorgenommen, also ziehen wir das auch durch. Das Gute: die Wohnung über uns steht leer, da können wir den ganzen Kram reinstellen.


Tag 1, 23.12.2009:

Ich fange in meinem Arbeitszimmer an zu räumen. Nach 20 Kartons, die gepackt und nach oben geschleppt sind, kann ich nicht mehr. Die Altpapiertonne ist voll. Stefan hat mittlerweile die CDs aus dem Flur nach oben geschleppt. Wir fallen total KO ins Bett.



Tag 2, 24.12.2009. Heiligabend.

Den halben Tag (oder etwas länger) kann man ja noch räumen. Ich gebe meinem Arbeitszimmer den Rest, na ja, bis auf den Schreibtisch und das eine Regal. Stefan fängt an den Kleiderschrank auszuräumen. Wir füllen einige Tüten mit Klamotten, die entweder nicht mehr passen oder furchtbar aussehen. Abends lassen wir uns lecker bekochen. Weihnachten! Auch der erste Feiertag bleibt räumfrei.

Tag 3, 26.12.2009. 2. Weihnachtstag.

Darf man eigentlich keinem sagen, aber wir haben weitergeräumt. Ein bisschen. Dazu gab es einen netten Waldspaziergang und was Leckeres zu essen. Abends ist mein Arbeitszimmer leer, das Wohnzimmer fast.



Tag 4, 27.12.2009

Heute muss alles fertig, morgen kommt der Handwerker. Der Schreibtisch wird abgebaut und ich sinniere eine halbe Stunde, wie ich ihn wohl wieder aufbaue. Der Kleiderschrank wird abgebaut, ebenso das Bett. Geht besser als erwartet. Abends steht noch das Sofa, der Tisch, im Schlafzimmer liegt eine Matratze und das war’s. Kann losgehen. Fazit: vier Tage geräumt, etliche Kisten und Möbel bewegt. Gut, dass wir Regalsysteme haben, die extrem leicht auseinanderzunehmen sind.



Tag 5, 28.12.2009

Das Abenteuer kann beginnen. Der alte Teppich muss raus, und es ist in etwa so schlimm wie ich es befürchtet hatte. Kommt in drei Schichten, das Blaue, eine Kleberschicht und so ein rosa Zeugs, was noch auf dem Boden klebt. Nach 90 Minuten ist im Schlafzimmer das Blaue raus.



Dem Rest geht der Handwerker mit einer Maschine an den Kragen. Die gibt leider nach wenigen Metern den Geist auf, er braucht eine Stunde, um sie reparieren zu lassen. Danach geht es ratzfatz. Abends ist der neue Boden drin. Ist schön geworden. Sobald der Handwerker Feierabend macht, bauen wir Bett und Schränke wieder auf. Na ja, so ist zumindest der Plan. nach Bett und einem Schrank hängt der Magen in der Kniekehle. We call it a day!



Tag 6, 29.12.2009

Ich habe ab 9.00 hier im Schlafzimmer gearbeitet. Erst das Fenster geputzt, dann den zweiten Schrank aufgebaut, dann die Schränke und die Kommode wieder eingeräumt. Die Regale stehen immer noch nicht, weil hier im Moment das Sofa und der Tisch aus dem Wohnzimmer zwischengelagert sind. Habe bis 15.00 gebraucht, das Ausräumen ging viel schneller. Ein großer Teil der Klamotten liegt noch im Waschkeller, der muss erst einmal gewaschen werden, bevor er wieder in den Schrank darf.

Abends die Erfolgsmeldung: Der Teppich ist raus! Yeah!



Das war eine Sauerei, die Vormieter sollte man mit der Rechnung konfrontiere. Neue Theorie: Hier lag ein Teppich, der war voll verklebt, würde sagen grün. Der hatte eine rosa Dämmschicht. Unsere Vormieter fanden den doof, haben aber gemerkt, dass das Rausreißen viel viel Arbeit ist und sie das nicht wollen. Im Flur haben sie versucht und dann aufgegeben und doch die rosa Schicht und einen Teil des grünen Krams liegenlassen. Da, wo sie schon den Kram weggerissen hatten, haben sie Spachtelmasse verschmiert, damit alles wieder auf einer Höhe ist. Unglaublich! Und darauf haben sie wiederum den neuen Teppich verklebt. Der Handwerker hat den ganzen Tag damit verbracht den Teppich rauszureißen.

Tag 7, 30.12.2009

Heute konnten wir zunächst nicht viel tun. Zuerst muss ja der Boden gelegt werden. Die Zeit habe ich genutzt was für die Schule zu tun, mein Auto abzuholen, zum schwedischen Möbelhaus zu fahren für Kleinkram, der noch fehlt. Zum Beispiel ein Stützkreuz, weil ich meinen Schreibtisch anders stellen will, oder eine Matte, damit ich mir mit meinem Bürostuhl den neuen Boden nicht direkt wieder verkratze. Und Filzfüße für die anderen Möbel. Und so.



Abends sind im Arbeitszimmer sowohl Boden als auch Fußleisten fertig. Also kommt keine Langeweile auf, weil wir das Regal und meinen Schreibtisch wieder aufbauen. Und das Regal im Schlafzimmer.

Tag 8, 31.12.2009

Der Tag steht im Zeichen der Bastelei im Flur. Der besteht nämlich irgendwie nur aus Ecken und Türen. Gegen Abend liegt auch dort Laminat. Im Wohnzimmer ist alles fertig, und insgesamt fehlen nur noch die Übergangsschienen. Der Handwerker hat keine Lust mehr und geht nach Hause. Will Montag wiederkommen, lässt sein Werkzeug stehen.


Anstatt eine wilde Party zu feiern bauen wir unsere Wohnzimmermöbel auf (bis auf das eine Regal) und räumen diverse Kartons wieder aus. Irgendwann ist gut, wir kochen was Leckeres und warten aufs neue Jahr.

Tag 9, 1.1.2010

Das Regal im Arbeitszimmer wird mit Büchern gefüllt. Das zweite Regal wird aufgebaut und ebenfalls eingeräumt. Karton für Karton leert sich und wird in den Keller geschleppt. Am Ende des Tages ist ein wenig Land in Sicht.



Tag 10, 2.1.2010

Die Luft ist raus. Das schöne Winterwetter lockt uns in den Wald, außerdem ist der Kühlschrank leer. Irgendwann raffen wir uns wieder auf und bauen das Fernsehregal wieder auf. Ich schaffe es sogar alles so zu verkabeln, dass Video- und DVD-Player funktionieren, ohne dass man umstöpseln muss. Gegen Abend sind alle Kisten leer! Yeah! Fertig (na ja, bis auf das eine Regal).

Tag 11. 3.1.2010

Heute noch mal putzen, vor allem Küche und Bad sehen aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Ansonsten genießen wir den neuen Boden. Ist das schön geworden. Findet unsere Vermieterin auch. Auch meine Freundin bricht in Jubeln aus, als sie einen Blick in die Wohnung wirft und zieht draußen die Schuhe aus.

Tag 12, 4.1.2010

Heute sind dann auch die Übergangsschienen fertig und das Werkzeug ist weg. Theoretisch könnten wir jetzt das letzte Regal aufbauen. Gleich vielleicht. Eilt ja nicht, irgendwie.

Samstag, 19. Dezember 2009

Läuft wieder nicht

Mache Laufpause, weil ich mal wieder krank bin. Immerhin hat es dieses Jahr bis Anfang Dezember gedauert und mich nicht schon im September zerlegt. Und mein Ziel, am Sylvesterlauf teilzunehmen, habe ich noch nicht ganz begraben.
Im Dezember ist bisher so viel Mist passiert (krank, Beule im Auto, zwei Mal kaputter neuer Computer, Korrekturstress ohne Ende), dass ich mich aufs neue Jahr freue wie doof!