Mittwoch, 13. Mai 2009

Voll eingegangen

War wohl nix heute. Ich wollte eine kleine Runde laufen (7 km), ganz gemütlich. Beim Loslaufen war's schon doof, irgendwie klebten die Beine am Boden, und irgendwie wollte es nicht besser werden. Dauertriefnase, irgendwie keine Luft gekriegt, irgendwie schwere Beine, flaues Gefühl im Bauch, irgendwie lief es nicht. Nach einer guten halben Stunde und ungefähr 4 Kilometern habe ich aufgegeben und bin langsam nach Hause gegangen. Gründe? Das komische Wetter? In den letzten Tagen hatte es wie aus Eimern geschüttet, heute kam die Sonne raus und man konnte fast sehen, wie die feucht-warme Luft vom Boden aufstieg. Die Pollen? Ohne Allergietabletten wird die Nase zum Dauerläufer und die Bronchien setzen sich zu. Nicht gut. Zu wenig gegessen? Das flaue Gefühl im Bauch verwandelte sich recht schnell in extremes Magenknurren. Dauerkopfweh. Oder alles zusammen? Kann jedenfalls nur besser werden. Mal sehen, wann ich die Zeit für einen neuen Versuch finde.

Sonntag, 26. April 2009

Projekt 26A

Das war der Codename von Silke und mir für ein Vorhaben, das sich ursprünglich ganz vernünftig anhörte und im Laufe des Jahres immer bekloppter wurde. Irgendwann letztes Jahr (Oktober oder so) hatten wir uns überlegt gemeinsam einen Halbmarathon zu bewältigen, Silke als Power-Walkerin und ich als langsame Läuferin. Langsam laufen kann ich gut, halbwegs zügig walken kann sie auch, und wir wollten die Distanz langsam ausbauen, na ja, wie man das halt normalerweise so tut. Es kam, wie es kommen musste, Winterzeit, Erkältungszeit, immer abwechselnd oder auch beide gleichzeitig, und so richtig optimal war das mit der Vorbereitung nicht, um es mal ganz positiv zu formulieren. Letzten Sonntag gab es eine Art Generalprobe, wir hatten uns überlegt, dass wir, wenn wir 18 km am Stück schaffen, trotzdem hinfahren, entgegen aller Vernunft. Die 18 waren nicht so das Problem, also haben wir uns ein nettes Wochenende gemacht. Gestern die Startunterlagen abgeholt, bei ihr in Köln übernachtet und heute nach Bonn gefahren. Unser Vorhaben: ankommen. Leise Hoffnung: nicht Letzte werden.

Das Wetter war ausgesprochen nett, sonnig, nicht zu kalt. Wir haben den Parkplatz problemlos gefunden, nach einigen Startschwierigkeiten mit völliger Überladung funktionierte auch das mit den Shuttlebussen. Eigentlich wollte ich auch noch ein bisschen Ballast im Dixie-Klo lassen, aber mangels Papier habe ich mir das dann anders überlegt. Unterwegs sollten ja auch noch welche sein. Als es dann endlich losging, hatte ich das aber vergessen, reine Nervensache. Den ersten Teil der Strecke fand ich total schön, es ging durch ein schönes Wohngebiet und ein Stück am Rhein lang. Und wir kamen ganz gut voran. Die Zuschauer machten ordentlich Stimmung, die Sonne lachte und wir hatten Spaß. Es gab auch genug zu gucken, sodass es nicht langweilig wurde. Irgendwann wurden meine Beine schwer (welch Wunder) und ich bin auch ein wenig gegangen (ab Kilometer 17), irgendwie war auch gerade zu dem Zeitpunkt die Strecke doof. Dafür wurden wir dann aber durch die ersten Marathonläufer wieder entschädigt, die mal eben mühelos an uns vorbeiflitzen, obwohl wir zwei Stunden Vorsprung hatten. Ab Kilometer 19 waren so viele Leute an der Strecke, dass ich irgendwoher doch noch ein bisschen Kraft geholt habe und ins Ziel gelaufen (nicht gegangen) bin. Angekommen, nicht Letzte geworden. Mit etwas mehr Training wäre das ein ganzes Stück schneller gegangen, aber bei meinem letzten HM ging es mir danach gar nicht gut, mir war kotzübel und ich hatte heftigst Kopfweh. Heute hingegen tun mir zwar die Beine weh und ich habe Hunger ohne Ende, aber ansonsten ist alles in Ordnung.

Nach dem Lauf waren wir noch ein bisschen schwimmen und sind dann gemütlich nach Hause gefahren. Und dass ich eigentlich korrigieren müsste habe ich ganz erfolgreich verdrängt und bin voll entspannt. Bekloppt? Ja, schon, aber irgendwie auch wieder nicht…

Samstag, 18. April 2009

Ich bleibe dran

Auch heute war ich wieder laufen. Zum zweiten Mal in diesem Monat, yeah! War zwar immer noch mühsam, aber irgendwie auch schön. Nachdem es gestern ja ununterbrochen geschüttet hatte, war heute die Welt quasi frisch gewaschen. Und ich habe eine Stunde erwischt, in der sogar ein wenig die Sonne schien. Bisher tut weder der Hals weh noch kribbelt die Nase. Vielleicht wird aus dem bisher desolaten Laufjahr ja doch noch was.

Freitag, 17. April 2009

Alles ist relativ

Ich war gestern laufen. War eine knappe Stunde unterwegs und bin 7 km weit gekommen. Unterwegs gingen verschiedene Gedanken durch meinen Kopf. Die eine Seite meiner Seele freute sich, dass ich endlich wieder laufe, dass die blöde Erkältung endlich weg ist und es ja doch irgendwie geht, trotz der langen Pause. Hey, ich kann eine Stunde am Stück laufen, da würde manch einem, der sonst auf dem Weg vom Sofa zum Kühlschrank schon ins Schwitzen kommt, vor Bewunderung der Mund offen stehen bleiben. Im Vergleich dazu bin ich relativ sportlich. Die andere Seite fauchte immer fies dazwischen "Ja, aber schau dich doch mal an, da ist ja mancher Spaziergänger schneller. Dir richtigen Läufer können gar nicht so langsam laufen, außerdem ziehen die sich für so eine lächerliche Strecke gar nicht erst um..." Im Vergleich zu einem Ultra-Läufer oder so bin ich relativ unsportlich. Im Vergleich zu mir selbst vor vier Jahren bin ich auch relativ dick und relativ unsportlich. Im Vergleich zu mir vor 18 Jahren wiederum bin ich relativ schlank und ausdauernd. Alles ist relativ.
Jedenfalls, und darauf kommt es an, ein neuer Anfang ist gemacht und ich hoffe ehrlich, dass ich es dieses Mal schaffe dranzubleiben, ohne dass es mich wieder umhaut. Der Korrekturmarathon beginnt am 23.4., aber vielleicht schaffe ich es ja, gelassen und zu bleiben und den Stress nicht so an mich ranzulassen.

Montag, 13. April 2009

Die Insel der Aphrodite

Osterferien. Reisezeit. Der lang ersehnte Urlaub.
Der Anreisetag war etwas anstrengend, weil wir um kurz nach 3.00 losmussten. Aber der erste Blick aufs Meer hat mich quasi sofort wieder aufgeweckt. Leider war es relativ windig und relativ kalt.


Was schön war: alles war grün, alles blühte. Und so sind wir stellenweise durch eine wahre Blumenwiese am Meer entlang gewandert.

Sonne und Wolken wechselten sich ab. Und abends waren wir sehr früh im Bett.

Am nächsten Tag sind wir nach Paphos gewandert (eine Strecke ca. 11km) und haben uns dort den Hafen und einige römische Mosaike angesehen.

Hier einfach mal ein Ausschnitt. Irre, welche Motive man mit so ein paar bunten Steinchen legen kann. Und irre, wie gut vieles davon erhalten ist.

Und immer wieder haben mich bunte Blumen von den Altertümern abgelenkt.

Die Wolken wirkten immer mal wieder bedrohlich, aber es hat zum Glück an dem Tag nicht geregnet.

Leider wurden wir am nächsten Morgen vom Prasseln des Regens geweckt.

Irgendwann hörte es auf und wir haben uns rausgewagt. Die Schnecken fanden die nasse Straße offenbar ganz klasse. Wir sind ins nächste Dorf (Coral Bay) gelaufen. Die Strecke war eher doof, weil der Pfad am Meer entlang total unter Wasser stand und der Weg an der Straße entlang für meine Verhältnisse zu nah an den nicht gerade langsam fahrenden Autos vorbeiging. Das Wetter war auch doof, es zog sich wieder ganz schön zu und wir haben es gerade noch in ein nettes Cafe geschafft, bevor der nächste Guss kam. Wenn es regnet, dann richtig.


Am Strand hatten sich gerade einige Familien Sonnenliegen gemietet, als sich der nächste Schauer ankündigte. Für die Zeit konnten wir uns zum Glück ebenfalls wieder unterstellen.

Ab dem Nachmittag war der Spuk vorbei, die Wolken verschwanden und es wurde richtig warm. Wir haben den Tag ganz gemütlich am Strand ausklingen lassen.

Am nächsten Tag wollten wir zum Bad der Aphrodite. Erste Station war die Busstation in Paphos, völlig unfotogen. Aber das Auto fand ich witzig:


In Polis hatten wir eine Stunde Aufenthalt, die wir für ein Foto der Schwalbennester und einen Kaffee genutzt haben.

Das Bad der Aphrodite an sich fand ich eher unspektakulär.



Aber die Landschaft drumherum war umso schöner. Ich liebe diese Farben, dieses Blau. Hach *seufz*. Konnte mich gar nicht sattsehen, finde aber, dass es auf den Fotos nur halb so schön wirkt wie in echt.




Wir sind zweieinhalb Stunden spazierengegangen und haben dann den Bus zurück nach Paphos genommen. Eine halbe Weltreise, irgendwie. Ein Mietwagen wäre natürlich einfacher gewesen, aber auf Zypern ist Linksverkehr und das schreckt ab. Ich schaffe es meistens, in die richtige Richtung zu schauen, wenn ich die Straße überquere, und Rad fahren geht auch (da kann man zur Not an der Kreuzung absteigen, wenn man gerade nicht peilt, wo es langgeht), aber Auto fahren traue ich mir nicht zu. Ein Ding ist, dass eben alle auf der "falschen" Seite fahren, das andere Ding ist, dass die Autos auch falschrum sind. Beifahrerautos eben. Mit links schalten. Abschätzen, wie breit das Auto jeweils ist, auch wenn man auf der falschen Seite sitzt. Und dann auch noch auf den Verkehr achten. Stress. Und Stress wollten wir im Urlaub nicht. Also haben wir und ganz dekadent am nächsten Tag zu viert ein Taxi geteilt und zu den wesentlichen Sehenswürdigkeiten fahren lassen.
Station eins: der Tempel der Aphrodite mit einem Mosaik von Leda.

Danach der Geburtstort der Aphrodite (die nicht umsonst die Schaumgeborene heißt):


Der Tempel von Apollo Hylates:


Mosaike und Ruinen in Kourion. Wirkt fast dreidimensional.


Die Aussicht ist klasse.

Kollossi Castle.


Nach all der Kultur haben wir nachmittags am Strand entspannt und ich habe mich sogar ins Meer gewagt. War schön kalt. Lange habe ich es nicht ausgehalten. Beweisphoto.

Und wir hatten sogar doch ein Zimmer mit Meerblick ;) Wenn man ganz genau hinsieht, kann man zwischen den Häusern das Meer sehen - und ein Schiff, das vor einigen Jahren dort auf Grund gelaufen ist und seitdem da rum"steht".


Sonntag sind wir zum Stausee gewandert. Das war eine schöne Wanderung an einem kleinen Fluss entlang.

Die Ablaufrinne.

Was das sein soll, ist mir nicht klar. Mini-Kirche?

Abends ist es uns dann endlich mal gelungen, den richtigen Moment für einen kitschigen Sonnenuntergang abzupassen.


Und heute ging es leider schon wieder nach Hause. Ein letzter Blick zurück:


War ein schöner Urlaub, war alles in allem sehr erholsam. Zypern im Frühjahr ist einfach wunderschön, weil alles grün ist. Es ist warm, aber nicht zu heiß und vor allem nicht überlaufen.

Samstag, 4. April 2009

Zeit Abschied zu nehmen?

Irgendwie sind Frauen ja sentimental. Anders als Männer ist ihnen beim Auto nicht unbedingt die Technik wichtig, sondern das Gefühl. Also bei mir ist das zumindest so. Und bei meinem Auto war es Liebe auf den ersten Blick. Mittlerweile sind 8 Jahre vergangen, wir haben über 150 000 Kilometer zusammen zurückgelegt und ich habe mein Auto quasi runderneuert, zumindest fühlt sich das so an, wenn ich überlege, wie viele Macken und Mucken und ernste "Krankheiten" ich bisher behandeln ließ. Ganz "gesund" ist der arme Kleine immer noch nicht, der Motor müsste mal auseinandergenomen und gesäubert werden, mir macht das Radlager vorne links Sorgen und die Kupplung fühlt sich auch komisch an... So langsam, auch angesichts der verlockenden Abwrackprämie, merke ich, wie mein Blick immer wieder auf nette neue Autos fällt und ich ins Grübeln gerate. Zeit Abschied zu nehmen? Zeit für einen Neuanfang? Wobei ich eigentlich den endgültigen Abschied noch herauszögern könnte, denn mein Auto ist eh noch nicht alt genug und eigentlich hoffentlich noch mehr wert als 2500 Euro. Meine Mutter hat ein 15 Jahre altes Auto, das sie schon seit einiger Zeit verschrotten will und so hat sie mir das verlockende Angebot gemacht, den Neuwagenkauf für mich zu übernehmen und mir die Prämie zu schenken. Langer Rede kurzer Sinn: ich fahre gleich mal Autos gucken. Mal sehen, ob ich mich neu verlieben kann.

Donnerstag, 2. April 2009

Der Weg der Besserung

So langsam kommen die Lebensgeister wieder. 2009 ist, was gesund sein angeht, mal wieder der Wurm drin. Ich habe jetzt aber quasi Ferien (bin krankgeschrieben und kommenden Montag geht der Flieger in den Urlaub) und hoffe, dass die deutsche Frühlingssonne (die bis dahin sicher scheinen wird) und die nette Luft am Mittelmeer dann ein und für allemal Ruhe reinbringen werden.
Und nach den Ferien geht es in der Schule richtig rund, aber damit werde ich mich auseinandersetzen, wenn es soweit ist. Ich hoffe, dass unser neues Arbeitszeitmodell bald genehmigt wird, das dürfte mir nämlich ein wenig Entlastung verschaffen.