Montag, 12. Januar 2009

Vollmond

Ich hatte gestern einen total schönen Lauf. Wir sind erst relativ spät losgekommen, gegen 17.00, und es wurde schon dunkel. Zur Sicherheit hatten wir eine Lampe dabei, aber die haben wir gar nicht gebraucht. Es lag noch Schnee auf den Wegen und die letzten Reste der Sonne waren zu sehen. Traumhaft schöne Farben. Dann setzte sich so langsam das Mondlicht durch. Es war ganz still im Wald, außer uns kaum Leute unterwegs, und es war einfach nur schön. Ich bin zuerst relativ langsam gelaufen und nach etwa der Hälfte der Strecke hat mir meine Freundin ihre Stöcke geliehen. Ich muss zugeben, dass mir Nordic Walking Spaß gemacht hat und ich mir ernsthaft überlege, mit auch Stöcke zuzulegen. Das ist von der Intensität genau richtig, wenn mir laufen eigentlich zu anstrengend ist.

Dienstag, 6. Januar 2009

Noch ein Winterlauf

Das nenne ich einfach mal perfektes Winterwetter. Sonnenschein, Schnee, einfach nur schön. Ich musste einfach entgegen aller Vernunft laufen gehen. Habe das Kratzen im Hals also schnöde ignoriert und bin los.

Es war im Gegenlicht ganz schön hell.

Heute war der kleine See menschenleer. Vielleicht hatte der Appell, der gestern in der Zeitung war, ja doch geholfen.


Auch die lang gezogene Steigung war bei der Kulisse einfacher zu bewältigen als sonst.


Alles weiß.

Auch auf der anderen Seite der Hauptstraße.


Der Bach ist auch relativ zugefroren. Relativ. Darauf steigen würde ich nicht.

Ich fand lustig, wie sich auf mir so langsam eine Eisschicht bildete. Von der Atemluft und vom Schwitzen (offenbar ist meine Kleidung echt atmungsaktiv).

Und es waren ausgeprochen nette Spaziergänger unterwegs. Ich habe von ihnen ein Bild gemacht, sie von mir dann auch.

Und das war's. Nach einer Stunde hatte ich genug. Mein Kinn war eingefroren, der Kragen meiner Jacke auch. Aber es war einfach nur schön. Ich hoffe jetzt nur, dass mein Immunsystem das ebenso sieht.

Samstag, 3. Januar 2009

Winterimpressionen

Ich war heute laufen. Und mein Weg führt mich immer an einem kleinen See vorbei. Eigentlich ist dieser See ein Regenwasserrückhaltebecken, glaube ich. Einige Jahre lang war kein Wasser drin, weil die Mauern saniert werden mussten. Das Gewässer ist Heimat zahlreicher Fische, Fräsche, Enten und Insekten.
Seit ich hier wohne ist es zum ersten Mal zugefroren. Und Eisflächen locken die Menschen an.
Ist ja irgendwie auch schön.

Verbotsschilder interessieren keinen. Zäune auch nicht, da kann man ja drüberklettern. Winteridylle? Oder doch eher irgendwie doof?

Im Moment liegt ein wenig Schnee auf den Wegen, während der Rest eher nicht mehr weiß ist. Meinetwegen könnte es gern ein bisschen mehr Schnee sein, eben so viel, dass alles weiß ist.

Winterlandschaften mit dem entsprechenden blauen Himmel und der dazu gehörenden klaren Luft finde ich großartig. Auch wenn mir das Laufen recht schwerfällt, weil meine Lunge die Käle nicht so mag und meine Nase sich sofort in einen Wasserhahn verwandelt.

Mittwoch, 31. Dezember 2008

Sylvesterlauf 2008

Auch in diesem Jahr bin ich zu Silvester weder krank noch im Urlaub, also habe ich mich überreden lasse, am Aachener Sylvesterlauf teilzunehmen, zusammen mit zweien der drei Mitläufer aus unserem Lehrer-Lauftreff. So richtig Lust hatte ich nicht, aber ds ist ja auch irgendwie immer so. Und 5 km gehen immer, außerdem hatte ich ja der Kollegin versprochen, dass ich bei ihr bleibe. Dieses Jahr war die Streckenführung anders, es ging drei Runden durch die Innenstadt.

(links bin ich)

Auch der Lauf an sich war anders. Letztes Jahr wollte ich an meiner Laufpartnerin dranbleiben und die ist abgegangen wie Schmitz' Katze, ich bin die ganze Zeit am Anschlag gelaufen und habe 32.00 selbst gestoppt, 32.41 offiziell gebraucht. War ätzend anstrengend.
Dieses Jahr habe ich zweieinhalb Runden lang erst Bremse und dann Antrieb für meine Kollegin gespielt, zwar angestrengt, aber nicht am Anschlag, und hatte dann Luft für einen Endspurt den ollen Berg hoch. Da war der Puls dann am Anschlag, aber eben nur für kurze Zeit. Und ich war mit 32.32 selbst gestoppt nur eine halbe Minute langsamer als letztes Jahr, bei viel weniger Anstrengung. Das versteh mal einer.



Am Training kann es nicht gelegen haben, das war quasi kaum vorhanden. Die Jahreskilometer 2007 sind irgendwo über 500, beim Kiloemterspiel noch viel weniger, weil ich das total vergessen hatte und man nicht endlos nachtragen kann. Egal, der Lauf hat Spaß gemacht, und gute Vorsätze für 2009 sind vorhanden.

Samstag, 29. November 2008

Alle Jahre wieder...


...schmückt jemand den Tannenbaum. Irgendwie geht mir jedes Mal das Herz auf, wenn ich daran vorbeilaufe. Weihnachten ist nicht mehr weit...
Und hier dann das Bild:

Sonntag, 23. November 2008

Der erste Schnee

Der erste Schnee dieses Winters. So richtig viel war es jetzt nicht, aber da es seit zwei Stunden ununterbrochen rieselt werde ich morgen vielleicht noch weißere Bilder machen können.


Ich wüsste ja mal gerne, warum der Schnee auf den Waldwegen nicht liegen bleibt, wohl aber drumherum. Diese Frage fasziniert mich seit ich hier wohne.


Ja, ich war laufen und bin nur fürs Foto mal kurz stehengeblieben.

So lange ich nicht Auto fahren muss mag ich Schnee. Alles ist viel heller, außerdem wirkt die Welt ruhiger, als ob der Schnee die Geräusche dämpft. Bin mal gespannt, was mich morgen auf dem Weg zur Schule erwartet....

Samstag, 8. November 2008

Same procedure as last year

Der Winter kommt, das ist nicht mehr länger zu leugnen. Es ist arg früh dunkel, die Bäume lassen die Blätter fallen, es wird jeden Tag ein bisschen kälter und so langsam kann ich den Drang, mir abends mal eine Kerze anzuzünden, nicht mehr verleugnen. Damit kommt aber auch, wie alle Jahre wieder, mein Winterschlaf-Gen wieder zum Vorschein. Lecker essen, viel schlafen und möglichst wenig bewegen. Dazu ein kuscheliger Pelz in Form einer neuen Fleece-Jacke und alles wird gut.

Eigentlich müsste man, wie ganz früher, die tägliche Arbeitszeit auch anpassen und einfach im Dunkeln nichts mehr tun. Klappt leider nicht, irgendwie ist gerade die dunkle Jahrszeit die stressigste.

Blöd ist auch, dass mir meine Laufpartnerin abhanden gekommen ist, in der Versenkung verschwunden, sie reagiert leider nicht mehr auf E-Mails, Handy-Anrufe oder SMS, ist umgezogen, ohne mir vorher ihre neue Adresse zu geben. Ein wenig Sorgen mache ich mir, weiß aber auch nicht, was ich noch tun kann. Schade, denn alleine im Dunkeln durch den Wald laufen mag ich nicht. So richtig Fortschritte sind auch nicht zu spüren, jeder Lauf fällt mir in etwa so schwer wie der davor. Am Ende bin ich immer froh, was getan zu haben, aber so richtig Spaß will nicht aufkommen.

Von daher habe ich auch so lange nichts geschrieben, weil irgendwie nichts Spannendes passiert ist.