Montag, 16. Februar 2015

Das unrühmliche Ende einer nicht ganz einfachen Beziehung

Bevor jetzt jemand auf falsche Gedanken kommt: nein, es geht hier nicht um meine Ehe. Sondern um mein Smartphone. Das gelangte im Mai 2013 in meine Handy und funktionierte bis September tadellos. Ab da hatte es eine Macke, es ließ sich zwar aus-, aber nicht wieder einschalten. Ich habe es insgesamt vier Mal zur "Reparatur" eingeschickt, zwischendrin an meinem Verstand gezweifelt (bei der Reparatur trat der Fehler nicht auf und vielleicht bin ich ja einfach zu doof, so ein Telefon einzuschalten?), zahlreiche mehr oder weniger sachliche Gespräche mit der Hotline geführt und dann irgendwann einen Techniker erwischt, der einfach die Hauptplatine getauscht hat. Und damit war es gut.
Gestern waren wir cachen. War eigentlich super, genial schönes Wetter, alles gut gefunden, wir wollten jetzt nur noch das Finale des Multis suchen und dann gemütlich nach Hause. Und dann musste ich aufs Klo. Und damit nahm das Unheil seinen Lauf. Ich gab Stefan meine Tasche (mit Handy drin), weil die nur im Weg sein würde, schlug mich in die Büsche, musste dabei einen kleinen Graben überwinden und bin abgerutscht und fast reingefallen. Von daher hatte ich auf dem Rückweg etwas Schiss und habe mich ein wenig zögerlich angestellt. Meinem Mann ging das nicht schnell genug und er wollte mir dann vormachen, wie es geht. Dabei ist er dann ausgerutscht und stand mit einem Fuß im Graben. Das hat ihn dann so wütend gemacht, dass er meine Tasche (auf die er AUFPASSEN sollte) mit Schmackes auf den Boden geknallt hat. Dem Handy in der Tasche hat das gar nicht gefallen, das ist dabei kaputtgegangen. Und zwar so richtig, Rahmen rechts so verbogen, dass der Einschalter nicht mehr zu bewegen war und, noch viel schlimmer, Display im Eimer. Aber so richtig. Nur die Schutzfolie hat verhindert, dass die Glasstückchen jetzt in meiner Tasche liegen. Mehr als ein paar grüne Streifen waren nicht mehr zu sehen. Totalschaden, würde ich sagen.


Ich bin komischerweise ganz ruhig geblieben. War ziemlich geschockt und einigermaßen sprachlos.
Den Weg nach Hause haben wir trotzdem gefunden, weil auch ohne Karte und GPS die Richtung klar war.
Mit viel Mühe und Not habe ich es dann gestern Abend geschafft, ein uraltes "Smart"phone wieder ans Laufen zu kriegen. Das kann SMS, telefonieren und Whatsapp. Mehr nicht. Und diese Tastatur treibt mich in den Wahnsinn. Nee, was kann man sich an den Luxus eines modernen Smartphones gewöhnen.
Glück im Unglück: mein Vetrag stand kurz vor dem Auslaufen, und für eine Verlängerung bekam ich ein sehr günstiges Angebot für ein neues Gerät. Mein völlig zerknirschter Mann spendiert mir jetzt dafür eine schöne Hülle.

Sonntag, 18. Januar 2015

War das schön

Die heutige Wanderung war rundum gelungen. Wir sind in Roetgen gestartet und von da aus ins Hohe Venn gewandert. Der Screenshort zeigt einen großen Teil der Strecke, bis zu dem Zeitpunkt, wo der Akku meines Handys sich verabschiedet hat.Vo da aus fehlen noch ca. 4 Kilometer. Nach dem Kilometerzähler meines Onkelns waren es 18,6 km, nach meinem Garmin 17,1 km. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen.
Die Strecke war super abwechslungsreich, auch wenn das auf dem Bild jetzt nicht so aussieht. Man hatte enge Pfade bergauf und bergab, man hatte Schneisen und Holzstege im Venn und dann wieder etwas Gekraxel.
Es hatte leicht gefroren, sodass der Boden nicht so matschig war, wie er hätte sein können. Trotzdem konnte man, vor allem im Venn, an keiner Stelle sicher sein, dass die Füße trocken bleiben.


Auch wenn die Brücke nicht allzu vertrauenerweckend aussieht und auch arg wackelt, hat sie gehalten.


 


Auf den Bildern oben sieht man diverse Eiszapfen, die zeigen, dass es eigentlich permanent unter Null war. 


Und hier noch einmal ein typischer Blick in die Landschaft.

Nach dem Wandern sind wir noch eingekehrt, während wie auf meine Tante gewartet haben, die uns wieder abgeholt hat. Mir ist es nicht gelungen, echte belgische Fritten zu essen, weil der Koch sich angeblich weigert, Fritten einfach so rauszugeben. Die gehen nur mit Currywurst, und die wiederum mag ich gar nicht. Fritten mit Currywurst zu bestellen, um dann die Currywurst zurückgehen zu lassen, war mir dann auch zu blöd. Ist auch besser für die Figur, wenn man keine Fritten isst.

Samstag, 17. Januar 2015

Oh, schon Januar

Die Zeit vergeht wie im Flug. Es sind zwar erst 10 Schultage seit den Ferien, aber die hatten es massiv in sich, dadurch, dass ich Beratungslehrerin eines Abiturjahrgangs bin und die früher als alle anderen Zeugnisse bekommen. Die habe ich nun gestern verteilt, aber Entspannung setzt nicht so recht ein, weil ich für die Revision eines Kollegen eine Vorführstunde machen muss. Der muss mich dann beraten. Das Gute daran: für mich geht es um nichts, es ist quasi egal, wie die Stunde läuft. Von daher bin ich recht gelassen, auch wenn das bloße Formulieren eines Unterrichtsentwurfs echt Arbeit ist...

Ich kann kaum glauben, dass ich Mitte Dezember noch 18 km am Stück gelaufen bin. Gestern hatte ich nach 4 km die Nase voll. Aber so ist das halt, wenn man nach einer Pause wieder anfängt. Heute war ich beim Pump, die Übungen der neuen Release finde ich gut, die Musik eher na ja. Und morgen gehe ich wandern. Hoffe, das Wetter wird ähnlich nett wie heute.

Mittwoch, 31. Dezember 2014

Im Dezember gelesen



Einer der guten Vorsätze fürs Neue Jahr ist aufzuschreiben, was ich alles so lese, damit ich einen besseren Überblick habe und es mir nicht passiert, dass ich Bücher doppelt kaufe. Der Rückblick auf Dezember gestaltet sich etwas schwierig, weil ich bei den Büchern, die etwas länger zurückliegen,  nicht mehr weiß, ob ich sie im Dezember oder doch schon im November gelesen habe. Ab Januar sollte das dann einfacher sein.

Den Anfang macht die „Maze Runner“-Trilogie von James Dashner (Maze Runner, Scorch Trials, Dark Cure – die Menschheit droht von einer Epidemie ausgerottet zu werden und man sucht verzweifelt nach demHeilmittel). Den Film haben wir in Florida gesehen, S. hatte da auch das Buch gelesen und war ganz angetan. Dass ich alle drei hintereinander weg gelesen habe, sagt ja schon das eine oder andere. Aber irgendwie hat mich das Ende geärgert. Mehr sage ich dazu nicht, will ja nichts verraten.

Dann kam Dan Wells, „Ruins“. Das ist der dritte Teil der Partial-Trilogie (auch eine Art Endzeit-Roman, alle menschlichen Babys sterben, und die Partials gehen auch nach 20 Jahren kaputt, außerdem sind sich die beiden Gruppen nicht grün). Ich hatte anfangs etwas Schwierigkeiten wieder in die Geschichte reinzukommen, weil es eine Weile her war, dass ich die ersten beiden Teile gelesen hatte. Insgesamt hat mir die Serie gut gefallen, aber ich hätte an der einen oder anderen Stelle die „Anführer“ packen und schütteln mögen, weil deren Rassismus und Engstirnigkeit so ärgerlich war.

The Girl with all the Gifts“ von M.C. Carey (ein Pilz verwandelt Menschen in fleischfressende Zombies (Hungries), die Protagonistin ist ein solches Wesen, aber „anders“). Auf dem Cover stand unter anderem: "If you only read one novel this year, make sure it's this one, it's amazing."—Martina Cole. Gut, es ist sonnenklar, dass ich dieses Jahr nicht nur ein Buch lesen würde, aber trotzdem, das ist schon eine Ansage. Dieser Roman hat mich von Anfang an gepackt und nicht mehr losgelassen. Das Ende war logisch, aber irgendwie heftig.

John Katzenbach, „Der Professor“ (mal auf Deutsch). Es geht um einen dementen ehemaligen Psychologieprofessor, der mitbekommt, wie ein junges Mädchen entführt wird und der alles daran setzt, diese Entführung aufzuklären. Die Ausgangsidee fand ich interessant, zwischendrin musste ich ganz schön schlucken angesichts der menschlichen Abgründe. Insgesamt spannend zu lesen und keine leichte Kost.

Und da ich „angefixt“ war, habe ich direkt einen weiteren Roman von John Katzenbach gelesen, und zwar „Der Patient“. Ein ehemaliger Patient bedroht den Psychoanalytiker Frederick Starks. Entweder er findet binnen 15 Tagen heraus, um wen es sich handelt, oder er begeht Selbstmord oder seine Verwandten werden der Reihe nach umgebracht. Auch dieses Buch habe ich innerhalb weniger Tage mehr oder weniger verschlungen, fand es aber an der einen oder anderen Stelle doch recht weit hergeholt.

Und dann war da noch „Gone Girl: A Novel“ von Gillian Flynn. Gemischte Gefühle. Es fing an wie ein richtig guter Thriller. Frau weg, Ehemann verzweifelt. Dann kam eine Phase des Zweifels. Ehemann der Killer? Dann wurde das wiederum in Frage gestellt. Und das Ende ging gar nicht. Das war so ein Buch, das ich nicht aus der Hand legen wollte, aber immer weniger leiden konnte, je mehr es aufs Ende zuging.

Und was Leichtes für zwischendurch („Komm, wir laufen aus!“), obwohl Heidi Schmitt wahrscheinlich sauer wäre, wenn ich sie als „leichte Lektüre“ bezeichnen würde. Kleine Geschichten aus ihrem Leben als Läuferin, ich habe mindestens geschmunzelt und manchmal auch laut gelacht, habe mich an der einen oder anderen Stelle wiedererkannt und mich mehr als einmal darüber geärgert, dass der Husten mich fest im Griff hatte und ich nicht laufen gehen konnte.

Noch so ein Buch, von dem ich nicht restlos begeistert war: Jeffery Deaver, „The October List“. Novel in reverse. Das erste Kapitel ist eigentlich das letzte, und die Geschichte ist quasi eine Reise in die Vergangenheit. Nach dem ersten Kapitel war gar nichts klar und ich war gespannt, ob und wie sich das alles erklären würde. Ich habe mich aber, ehrlich gesagt, ziemlich durch das Buch gequält und an der einen oder anderen Stelle überlegt, ob ich es überhaupt zu Ende lesen möchte. Ja, es wird aufgeklärt, und ja, das erste Kapitel ist entgegen des ersten Eindrucks ein „richtiges“ Ende, aber irgendwie kam das dann doch alles sehr überraschend und unvorhersehbar. Eigentlich müsste ich es mit dem Wissen, das ich jetzt habe, noch einmal lesen, um zu prüfen, ob das auch alles so zusammenpasst, aber dazu habe ich keine Lust.

Sonntag, 28. Dezember 2014

Endlich Winter

Gestern war ein seltsamer Tag, so wettermäßig. Ich wurde vom Radiowecker geweckt, es waren gerade Nachrichten und die Sprecherin berichtete von chaotischen Straßenverhältnissen wegen Schneefalls. Also erwartete ich, hinterm dem Vorhang auf eine verschneite Straße zu schauen. Nö, Fehlanzeige. Nur nass. Und das blieb auch erst einmal so. Das Radio brachte einen Staumeldung nach der anderen, Verzögerungen im Flug- und Bahnverkehr, und bei uns: nichts.




 Das Tief drehte sich um uns herum im Kreis. Wir sind dann spazieren gegangen und haben uns richtig schön dreckig gemacht, weil die Wege alle total matschig waren.
Irgendwann gegen 17.00 fing es dann doch leicht an zu rieseln, und ein cm oder so blieb auch liegen. Und so sah es dann heute aus:

Bisschen Schnee, und ganz wichtig: Sonnenschein und blauer Himmel. So mag ich Winter. Man musste allerdings sehr vorsichtig gehen, da es spiegelglatt war.


Donnerstag, 25. Dezember 2014

Mein Laufjahr 2014



Das Jahr fing nicht gut an, ähnlich wie 2013 aufgehört hatte: mit Krankheit und Stress durch hohe Korrekturbelastung.
Ich bin im Januar zwei Mal gelaufen, insgesamt sagenhafte 11,22 km.
Im Februar waren es dann fast doppelt so viele Kilometer (21,15 km). Klingt toll, ist aber in der Summe auch eher traurig. Ich muss aber zu meiner Ehrenrettung sagen, dass ich relativ regelmäßig beim Pump war und viel spazieren gegangen bin.
Im März waren es wieder nur 2 Läufe und 12.06 km. Weil ich mal wieder richtig krank war. Ich habe dann erfahren, dass ich Peiffersches Drüsenfieber hatte. Damit war dann wenigstens geklärt, warum ich seit Dezember so angeschlagen war.
Im April waren es dann 17,93 km, verteilt auf 3 Läufe. Die waren alle in der ersten Aprilwoche. Danach war ich zwei Wochen im Urlaub und hatte zum ersten Mal keine Lust laufen zu gehen. Wir sind unheimlich viel spazieren gegangen, und das reichte mir völlig. Außerdem wurde ich in der zweiten Urlauswoche mal wieder krank und bin quasi direkt aus den Ferien in die Krankschreibung gewechselt. Solche Halsschmerzen hatte ich noch niemals zuvor.
Im Mai waren es vier Einheiten und insgesamt 21,12 km. Korrekturmarathon (Abi) und immer nach Nachwehen der überaus hartnäckigen Halsentzündung.
Der Juni war richtig gut, also im Vergleich zu den anderen Monaten: 6 Läufe, 32,77 km. Die laufen andere am Stück. Aber mehr ging nicht, weil ich gefühlt wieder nur korrigiert habe und außerdem wieder kränkelte.
Im Juli waren es dann 27,1 km, verteilt auf sechs Läufe. Alle, bevor mein Besuch aus Amerika kam. Ich glaube mir hat kein einziger davon Spaß gemacht.
Im August waren es auch wieder nur 15,17 km. Das lag am Besuch, zumindest zur Hälfte. Meine beiden amerikanischen Freundinnen wollten und konnten so gut wie nicht laufen und so habe ich mehr Zeit im Auto verbracht, als mir lieb war. Aber ich war in Schottland und England beim Pump. Das war cool.
Fazit für September: 4 Läufe, 23,46 km. Ein Lauf pro Woche. Dazu Korrekturen und eine kleine Klassenfahrt.
Im Oktober waren es vier Läufe und 27,75 km. Ich hatte im Urlaub keine Laufschuhe dabei. Danach gab es dann den x-ten Wiedereinstieg.
Der November war für meine Verhältnisse richtig gut. 11 Läufe, 81,32 Kilometer. Training für den Winterlauf und überhaupt die Erfahrung, dass es mal wieder Spaß macht.
Der Dezember war und ist wieder doof: 2 Läufe, 23,52 km. Das war’s. In der Woche vor dem Winterlauf war ich erkältet und habe die Füße stillgehalten, und ab Mittwoch nach dem Winterlauf hat es mich gesundheitlich völlig zerlegt, ich sitze nur noch röchelnd auf der Couch. Und da wir schon in der 52. Kalenderwoche sind, startet das neue Laufjahr am 29.12. Bis dahin werden definitiv keine Kilometer mehr dazukommen.
In Summe: 314,57. 20 km weniger als 2013, und das war schon schlecht.

Ziele für 2015: mehr laufen. Wenn alle Monate so wären wie November, wären die 1000 Jahreskilometer drin. Meine Laufpartnerin hat sich für einen Halbmarathon im April angemeldet und ich möchte mit ihr dafür trainieren. Ich muss jetzt aber erst einmal wieder gesund werden. Und bleiben. Dann sehen wir weiter.

Sonntag, 21. Dezember 2014

Alle Jahre wieder


"Mein" Weihnachtsbaum. Unsere Wohnung ist zu klein und irgendwie habe ich auch ein Problem damit, wie viele Bäume jedes Jahr extra gezüchtet werden, ein paar Tage oder Wochen in der Wohnung stehen und dann auf den Müll wandern.
Dann lieber so. Ich MUSS mindestens einmal im Jahr dort vorbeilaufen, sonst fehlt mir was.