Das Wetter war nicht so, wie es der Wetterbericht versprochen hatte. Statt sonnigen 8 Grad erwarteten uns nebelige 2 Grad und ein frischer Wind. Aber da wir uns ja einen langen Lauf vorgenommen hatten, haben wir einen langen Lauf gemacht.
So ganz stimmt die Statistik aber nicht, denn wir sind die letzten 3,4 km zügig gegangen, weil Laufen nicht mehr gegangen wäre.
Erkenntnisse: die schlumpfblauen Schuhe sind super. Traubenzucker bringt keine Leistungssteigerung, aber macht ganz furchtbar Durst. Mein Speck scheint furchbar schlecht durchblutet zu sein, meine Beine sind nämlich immer noch eiskalt, und das obwohl ich seit ca. 5 Stunden in der warmen Wohnung sitze und auch ca. eine halbe Stunde in einer sehr warmen Badewanne verbracht habe. Wir werden den Winterlauf schaffen, wenn nichts dazwischen kommt.
Sonntag, 30. November 2014
Heute in zwei Wochen ist Winterlauf
Werde ich es dieses Jahr schaffen, am Winterlauf teilzunehmen? Die Statistik sieht diesbezüglich nicht gut aus. Angemeldet war ich seit 2005 eigentlich immer, aber ich habe es erst zwei Mal geschafft, da tatsächlich anzutreten (2005 und 2012). Die Gründe sind schnell zusammengefasst: entweder ich war in der Vorbereitung dauernd krank, sodass ich nicht den Hauch einer Chance gehabt hätte anzukommen. Oder ich war am Tag des Laufs dann krank. Oder beides (wie letztes Jahr).
Im Moment geht es mir gut. Es ist Ende November und ich hatte bisher eine kleine Kopfschmerz-Attacke und eine Blasenentzündung. Keine richtige Erkältung.
Der Countdown läuft...
Im Moment geht es mir gut. Es ist Ende November und ich hatte bisher eine kleine Kopfschmerz-Attacke und eine Blasenentzündung. Keine richtige Erkältung.
Der Countdown läuft...
Samstag, 22. November 2014
Midlife crisis? Oder "Vorher - nachher"
Mag sein, dass es wie ein Schnellschuss wirkt, aber ich war
schon seit Wochen mit dem Ist-Zustand meiner Haare unzufrieden. Ich mochte meine
Urlaubsfotos gar nicht. Ich war vor ein paar Tagen in Köln unterwegs und dachte
bei jedem Blick in den Spiegel „Wer ist denn die alte Frau?“ Auch beim Sport
gibt es ja reichlich Spiegel, und auch da gefiel ich mir nicht mehr. Meine
Haare sind irgendwie neben meinen Augen das Beste, was ich habe. Aber mich
hätte keine Shampoo-Firma mehr als Haar-Model genommen. Und auch Heidi Klum
hätte mich gnadenlos umgestylt. Und von daher brauchte ich dringend eine
Veränderung.
Vorher: lang (bis etwa Hälfte des Rückens), grau-meliert,
witzigerweise fast überwiegend das Deckhaar vorne, von hinten sehe ich nach wie
vor mehr Natur. Zuppelige Spitzen. Frisur: meist Zopf, da mich meine Haare offen
nerven (95%). Gefühlt recht dünn. Natur-Locken, die man an der leichten Welle
und an den sich kringelnden Spitzen erkennt.
Das Zopf-Foto geht ja noch, aber mit offenen Haaren habe ich mir das tolle Sonnenuntergangsfoto auf Key West doch einigermaßen ruiniert. Gut, da waren die Haare auch noch relativ feucht und von Sonne und Salzwasser strapaziert, aber trotzdem.
So war ich dann also gestern beim Frisör. Er fragt: "Was darf ich denn auf keinen Fall tun?" Ich antworte "Pony schneiden, grün färben und raspelkurz abschneiden!" Und so kam es dann, dass ich etwa die Hälfte der Länge verlor und die Farbe veränderte.

Nachher: schulterlang, dunkelblond, wirken fülliger, meine
Natur-Locken kommen deutlich besser raus. Ein Zopf geht so gerade noch. Alle,
denen ich es bisher gezeigt hatte, waren ganz angetan. Krasse Veränderung. Bin
gespannt, wie es aussieht, wenn ich die Haare selbst gewaschen habe. Und bin
gespannt auf weitere Reaktionen. Und ja, jetzt habe ich wieder das Problem, dass man nach ein paar
Wochen den Ansatz sehen wird. Aber ich bin einfach zu jung, um richtig alt
auszusehen. Samstag, 15. November 2014
Ausgebremst
Ich bin echt voll motiviert, endlich mal wieder längere Läufe zu machen und schneller zu werden, und wenn sich dabei das eine oder andere überflüssige Kilo vom Acker macht, nehme ich diese "Nebenwirkung" gerne in Kauf.
Problem Hose habe ich gelöst, ich habe ein anderes Modell gefunden, das passt und bleibt, wo es hingehört. Schon getestet und für gut befunden. Die neuen Schuhe sind auch gut.
Warum zum Kuckuck habe ich dann jetzt richtig üble Kopf- und Ohrenschmerzen? Fing gestern an, machte mich nachts wach und hält mich heute definitiv vom Pump ab.
Ich hoffe jetzt, dass es "nur" vom Wetterumschwung kommt und im Laufe des Tages wieder verschwindet. Ich will morgen unbedingt einen langen Lauf machen. Und ich will NICHT krank werden. Basta!
Problem Hose habe ich gelöst, ich habe ein anderes Modell gefunden, das passt und bleibt, wo es hingehört. Schon getestet und für gut befunden. Die neuen Schuhe sind auch gut.
Warum zum Kuckuck habe ich dann jetzt richtig üble Kopf- und Ohrenschmerzen? Fing gestern an, machte mich nachts wach und hält mich heute definitiv vom Pump ab.
Ich hoffe jetzt, dass es "nur" vom Wetterumschwung kommt und im Laufe des Tages wieder verschwindet. Ich will morgen unbedingt einen langen Lauf machen. Und ich will NICHT krank werden. Basta!
Mittwoch, 12. November 2014
Laufen mit Hindernissen
Ich hab da mal ein Problem. Und zwar habe ich wunderschöne, neongelbe Laufschuhe, die, als ich sie vor etwa einem halben Jahr gekauft habe, auch ganz wunderbar passten. Und jetzt auf einmal, seitdem ich versuche, mal wieder etwas längere Strecken zu laufen, schläft mir immer der linke Fuß ein. Und irgendwann tut er weh. Ich habe noch ein älteres Paar, aber das ist mir irgendwie eine halbe Nummer zu klein geworden. Ich fand das seltsam, habe aber nicht weiter darüber nachgedacht.
Also habe ich mir heute ein neues Paar geleistet, um was zum Wechseln und was für den Winter zu haben. Bei der Anprobe mehrerer Schuhe musste ich dann leider feststellen, dass ich in allen Modellen die berühmte halbe Nummer größer brauche. Das wiederum könnte schon eine Erklärung für die seltsamen Fußschmerzen sein. Aber warum wachsen meine Füße? Oder wachsen die gar nicht, sondern sind lediglich platter geworden, weil ich sie endlich mal wieder regelmaßig benutze???
Mein zweites Problem ist, dass ich große Schwierigkeiten habe, eine passende Tight zu finden. Ich besitze eine, aber die ist schon 10 Jahre alt und wird langsam an gewissen Stellen etwas dünn. Also habe ich mir dann zur Feier des Tages auch noch eine neue Tight gegönnt, die im Laden in der Umkleide echt perfekt saß.
Hoch motiviert bin ich dann also vorhin losgelaufen und habe vor lauter Motivation sogar ignoriert, dass ich eigentlich Hunger hatte und es dunkel war. War zunächst ein sehr kurzer Lauf, weil die tolle neue Hose nach etwa 100 Metern schon nicht mehr perfekt saß, sondern sich unaufhaltsam den Kniekehlen näherte. Das heißt dann wohl, dass wir auf die Dauer keine Freunde werden, denn wenn ich alle 100 Meter anhalten muss, um die Hose wieder hochzuziehen (und nein, sie ist auf gar keinen Fall zu weit, nur offenbar irgendwie komisch geschnitten), dann ist das für den Laufstil eher nicht so förderlich. Ich bin dann mal eben zurück nach Hause gelaufen, war ja zum Glück nicht weit gekommen, habe eine andere Hose angezogen und bin eine Runde gelaufen. War jetzt nicht die reine Freude, aber immerhin besser als direkt auf die Couch zu wechseln. Und morgen tausche ich dann die Hose um und probiere die nächste, falls ich eine finde, direkt im Laden aus.
Also habe ich mir heute ein neues Paar geleistet, um was zum Wechseln und was für den Winter zu haben. Bei der Anprobe mehrerer Schuhe musste ich dann leider feststellen, dass ich in allen Modellen die berühmte halbe Nummer größer brauche. Das wiederum könnte schon eine Erklärung für die seltsamen Fußschmerzen sein. Aber warum wachsen meine Füße? Oder wachsen die gar nicht, sondern sind lediglich platter geworden, weil ich sie endlich mal wieder regelmaßig benutze???
Mein zweites Problem ist, dass ich große Schwierigkeiten habe, eine passende Tight zu finden. Ich besitze eine, aber die ist schon 10 Jahre alt und wird langsam an gewissen Stellen etwas dünn. Also habe ich mir dann zur Feier des Tages auch noch eine neue Tight gegönnt, die im Laden in der Umkleide echt perfekt saß.
Hoch motiviert bin ich dann also vorhin losgelaufen und habe vor lauter Motivation sogar ignoriert, dass ich eigentlich Hunger hatte und es dunkel war. War zunächst ein sehr kurzer Lauf, weil die tolle neue Hose nach etwa 100 Metern schon nicht mehr perfekt saß, sondern sich unaufhaltsam den Kniekehlen näherte. Das heißt dann wohl, dass wir auf die Dauer keine Freunde werden, denn wenn ich alle 100 Meter anhalten muss, um die Hose wieder hochzuziehen (und nein, sie ist auf gar keinen Fall zu weit, nur offenbar irgendwie komisch geschnitten), dann ist das für den Laufstil eher nicht so förderlich. Ich bin dann mal eben zurück nach Hause gelaufen, war ja zum Glück nicht weit gekommen, habe eine andere Hose angezogen und bin eine Runde gelaufen. War jetzt nicht die reine Freude, aber immerhin besser als direkt auf die Couch zu wechseln. Und morgen tausche ich dann die Hose um und probiere die nächste, falls ich eine finde, direkt im Laden aus.
Mittwoch, 22. Oktober 2014
Paradise Found - oder was man für einen perfekten Urlaub braucht
Unser Urlaub (zwei Wochen Florida) war richtig genial. Sonne hatten wir
reichlich. Und Meer. Und Regen und Gewitter. Und allerlei Getier.
Ein kurzer Überblick:
Ziemlich schrecklicher Hinflug. Ich sag nur pampige Flugbegleiterinnen, Turbulenzen und kotzende Mitreisende. Ich war heilfroh, als ich endlich aussteigen konnte.
Mietwagen abholen war dann kein Problem, die ersten Kilometer auch nicht.
Unsere Stationen:
4 Nächte Hollywood, Florida. Super Strand, netter Ort, süßes Hotel. Ganz tolle Strandpromenade. Richtig schön.
Tagesausflug nach Fort Lauderdale. Da wohnen nicht die armen Leute.
3 Nächte Key West. Viele kleine Läden und nette Restaurants. Das Hemingway House. Die Strände leider eher steinig. Autsch. Wir waren schnorcheln. Für mich klasse, S. mochte das nicht so. Der berühmteste Sonnenuntergang der Welt sowie der südlichste Punkt der USA.
1 Nacht Key Largo, in einer Ferienanlage. Das Doppelzimmer entpuppte sich als Suite. Mit allem, was man so braucht. Super Pool. Der Strand leider winzig und nicht sehr einladend.
1 Nacht Florida City, auf dem Weg in die Everglades. Ganz anders als ich mir das vorgestellt hatte. Gar nicht sumpfig und fies, sondern klares Wasser. Viele Tiere. Alligatoren, Vögel, die eine oder andere Mücke. Aber lange nicht so krass wie befürchtet.
2 Nächte Naples. Am Golf von Mexiko. Da wohnen die armen Leute auch nicht. War nett. Schöner Strand. War leider nicht im Wasser, weil ich voll meine Tage hatte und nach einem Tag in der Stadt keine Lust mehr hatte dahin zu laufen. Delphine gesehen.
2 Nächte Miami Beach. Parken kostet 25 Dollar am Tag. Krass. Und das Hotel blieb deutlich hinter den anderen zurück. Als wir ankamen war es extrem schwül. Hab noch nie so geschwitzt ohne mich zu bewegen. Dann kam ein richtig heftiges Gewitter und ab dann perfektes Wetter. Strahlend blauer Himmel, nicht zu heiß, gar nicht schwül. Herrlich.
War richtig klasse!
Erkenntnisse:
1. Ich will nicht im Sommer nach Florida. Noch wärmer, viel mehr Luftfeuchtigkeit und viel mehr Mücken. Alle, die wir getroffen haben, rieten wärmstens davon ab.
2. Mehr als 9 km gehen in neuen Flipflops ist eine ganz schlechte Idee.
3. Es ist dämlich, das Ladegerät fürs Handy im Hotel zu vergessen. Dann hat man nämlich im nächsten Hotel keinen Saft mehr.
4. Moskitos in Florida sind zum Glück anders als die in Texas und Kalifornien, hatte keine üble Reaktion.
Ein kurzer Überblick:
Ziemlich schrecklicher Hinflug. Ich sag nur pampige Flugbegleiterinnen, Turbulenzen und kotzende Mitreisende. Ich war heilfroh, als ich endlich aussteigen konnte.
Mietwagen abholen war dann kein Problem, die ersten Kilometer auch nicht.
Unsere Stationen:
4 Nächte Hollywood, Florida. Super Strand, netter Ort, süßes Hotel. Ganz tolle Strandpromenade. Richtig schön.
Tagesausflug nach Fort Lauderdale. Da wohnen nicht die armen Leute.
3 Nächte Key West. Viele kleine Läden und nette Restaurants. Das Hemingway House. Die Strände leider eher steinig. Autsch. Wir waren schnorcheln. Für mich klasse, S. mochte das nicht so. Der berühmteste Sonnenuntergang der Welt sowie der südlichste Punkt der USA.
1 Nacht Key Largo, in einer Ferienanlage. Das Doppelzimmer entpuppte sich als Suite. Mit allem, was man so braucht. Super Pool. Der Strand leider winzig und nicht sehr einladend.
1 Nacht Florida City, auf dem Weg in die Everglades. Ganz anders als ich mir das vorgestellt hatte. Gar nicht sumpfig und fies, sondern klares Wasser. Viele Tiere. Alligatoren, Vögel, die eine oder andere Mücke. Aber lange nicht so krass wie befürchtet.
2 Nächte Naples. Am Golf von Mexiko. Da wohnen die armen Leute auch nicht. War nett. Schöner Strand. War leider nicht im Wasser, weil ich voll meine Tage hatte und nach einem Tag in der Stadt keine Lust mehr hatte dahin zu laufen. Delphine gesehen.
2 Nächte Miami Beach. Parken kostet 25 Dollar am Tag. Krass. Und das Hotel blieb deutlich hinter den anderen zurück. Als wir ankamen war es extrem schwül. Hab noch nie so geschwitzt ohne mich zu bewegen. Dann kam ein richtig heftiges Gewitter und ab dann perfektes Wetter. Strahlend blauer Himmel, nicht zu heiß, gar nicht schwül. Herrlich.
War richtig klasse!
Erkenntnisse:
1. Ich will nicht im Sommer nach Florida. Noch wärmer, viel mehr Luftfeuchtigkeit und viel mehr Mücken. Alle, die wir getroffen haben, rieten wärmstens davon ab.
2. Mehr als 9 km gehen in neuen Flipflops ist eine ganz schlechte Idee.
3. Es ist dämlich, das Ladegerät fürs Handy im Hotel zu vergessen. Dann hat man nämlich im nächsten Hotel keinen Saft mehr.
4. Moskitos in Florida sind zum Glück anders als die in Texas und Kalifornien, hatte keine üble Reaktion.
Dienstag, 10. Juni 2014
Pinkpop
Stefan ist Fan von Metallica und ich habe mich überreden
lassen mitzugehen. Eigentlich hätten wir auch gerne die Rolling Stones gesehen (Samstag) und Ed Sheeran (Sonntag), aber die Dreitagestickets waren innerhalb weniger Minuten ausverkauft. Schade!
Uns interessierten erst die Bands ab 17.00, also sind wir so
gegen 16.00 losgefahren ins Abenteuer. Die Parkplätze waren gut ausgeschildert,
das ging problemlos. Wir mussten von da aus ca. eine halbe Stunde zum Festivalgelände
laufen und waren innen dann erst einmal erschlagen von der Hitze und den
Menschenmassen. Als wir noch dabei waren uns zu orientieren, kam ein junger
Mann auf Stefan zu und wollte ihm was in die Hand drücken. Der sagte direkt „nein
danke“, bevor er überhaupt gesehen hatte, was Sache war. Da ich daneben stand,
kam ich dann in den Genuss von 6 Essensmarken im Wert von 15 Euro. Ich war so perplex,
dass ich mich noch nicht einmal bedanken konnte.Also: danke an den unbekannten Spender!
Es war sonnig und heiß, es war gut was los und es gab einiges zu gucken. Hier ein paar Vor-Unwetter-Impressionen.
Wir sind dann übers Gelände gebummelt, haben und was zu
essen geholt, zwei T-Shirts gekauft und uns dann geärgert, dass wir die Zeit
vergessen hatten und von Jake Bugg nur noch 10 Minuten mitbekommen haben. Der
war gut. Was gut war: es gab an einigen Stellen kostenlos (herrlich kühles) Leitungswasser,
sodass man nicht gezwungen war, Getränke zu kaufen.
Während Arcade Fire spielte, wurde der Himmel immer
bedrohlicher und auf den Monitoren kam die Unwetterwarnung, man wurde
aufgefordert, sich nicht in der Nähe von Türmen, Zelten oder Bäumen
aufzuhalten, sondern sich hinzuhocken. Schön und gut, aber die Zelte waren die
einzige Chance, überhaupt trocken zu bleiben. Wir haben noch versucht,
Regencapes zu kaufen, aber uns würde die Tür vor der Nase zugeklappt, weil es
wohl zu gefährlich war, an so einem Stand unter der Klappe zu stehen. Also sind
wir einigermaßen nass geworden und haben dann doch unter einem Zelt Schutz
gesucht.
Das war, ehrlich gesagt, richtig schrecklich. Ich war
klatschnass, ich habe gefroren, ich hatte echt Angst, weil es heftig windig
wurde und das Gewitter rundum zu sein schien. Ich fand die Blitze besonders
schlimm. Eigentlich sollte Metallica um 20:40 anfangen, aber zu dem Zeitpunkt
war das Gewitter noch ziemlich im Gange. Hat was, wenn die Menge bei jedem
Blitz jubelt wie beim Fußball, wenn ein Tor fällt. Aber so richtig wohl war mir
nicht dabei. Wir haben uns dann entschieden, auch nach dem Regen noch
Regencapes zu kaufen, denn ob man es glaubt oder nicht, eine
Ganzkörper-Plastik-Verhüllung wärmt ein wenig, sodass man nicht kalte, nasse
Klamotten am Leib hat, sondern warme. Und auf wundersame Weise waren die neu
gekauften T-Shirts halbwegs trocken geblieben, sodass ich mich unter der Hülle
mal eben umgezogen habe. Gegen nasse Füße hat das allerdings nicht geholfen.
Gegen 22.00 ging das Konzert dann so richtig los. Metallica by request. Ist
nicht so ganz meine Musik, aber ich hatte trotzdem Spaß. Zwei Songs fand ich
richtig gut (Whiskey in the Jar und Nothing else matters), die Band war mir
sympathisch, die Show war gut und die Fans waren sehenswert. Mehr Männer als
Frauen, überdurchschnittlich viele davon mit langen Haaren und langen Bärten,
die fröhlich Luftgitarre spielten und headbangten. Schluss war dann gegen 0.30,
und dann kam noch ein kleines Feuerwerk und der Weg zum Auto und nach Hause.
Erkenntnisse: das war richtig gut organisiert, was parken,
Toiletten, Wasser, Essen etc. betrifft. Die Stimmung war total fröhlich und
schön (auch während des Gewitters), es gab trotz der Massen und trotz einiger Warteschlangen (Wasser,
Falafel) kein Gemotze, Gedränge, Geschimpfe. Das Angebot an Essen war richtig
vielfältig, die Preise waren im Rahmen (bei Robbie gab es nur Wurst, Fritten
und Brezeln). Die Unmengen an Müll. die überall rumlagen, fand ich nicht so
toll (die sieht man auch auf den Bildern), da fehlten irgendwie Abfalleimer und Leute, die zwischendurch mal was
einsammeln. Autofahren auf matschigem Feldweg ist wie bei Schnee, man kommt ins Rutschen und es besteht die Gefahr, sich festzufahren.
Ich bin nicht zu alt für sowas, und wenn die Bands stimmen, will
ich nächstes Jahr wieder hin. Dann werde ich das Regencape und einen dicken
Pulli einpacken.
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