...schmückt jemand den Tannenbaum. Irgendwie geht mir jedes Mal das Herz auf, wenn ich daran vorbeilaufe. Weihnachten ist nicht mehr weit...
Und hier dann das Bild:
Der Winter kommt, das ist nicht mehr länger zu leugnen. Es ist arg früh dunkel, die Bäume lassen die Blätter fallen, es wird jeden Tag ein bisschen kälter und so langsam kann ich den Drang, mir abends mal eine Kerze anzuzünden, nicht mehr verleugnen. Damit kommt aber auch, wie alle Jahre wieder, mein Winterschlaf-Gen wieder zum Vorschein. Lecker essen, viel schlafen und möglichst wenig bewegen. Dazu ein kuscheliger Pelz in Form einer neuen Fleece-Jacke und alles wird gut.
Eigentlich müsste man, wie ganz früher, die tägliche Arbeitszeit auch anpassen und einfach im Dunkeln nichts mehr tun. Klappt leider nicht, irgendwie ist gerade die dunkle Jahrszeit die stressigste.
Blöd ist auch, dass mir meine Laufpartnerin abhanden gekommen ist, in der Versenkung verschwunden, sie reagiert leider nicht mehr auf E-Mails, Handy-Anrufe oder SMS, ist umgezogen, ohne mir vorher ihre neue Adresse zu geben. Ein wenig Sorgen mache ich mir, weiß aber auch nicht, was ich noch tun kann. Schade, denn alleine im Dunkeln durch den Wald laufen mag ich nicht. So richtig Fortschritte sind auch nicht zu spüren, jeder Lauf fällt mir in etwa so schwer wie der davor. Am Ende bin ich immer froh, was getan zu haben, aber so richtig Spaß will nicht aufkommen.
Von daher habe ich auch so lange nichts geschrieben, weil irgendwie nichts Spannendes passiert ist.
Dann aber: Lanzarote. Vulkaninsel. Ich mach’s mal kurz:
Tag 1: Vormittags nach Playa Blanca reingelaufen, Essen kaufen. Beschlossen, dass wir nicht wirklich immer unsere Einkäufe
Tag 3: Regen. Kommt nicht so oft vor. Ist im Grunde genommen auch kein Problem, denn warm ist es irgendwie trotzdem. Aber natürlich sehen Bilder mit blauem Himmel besser aus.
Wir haben die etwas kühleren Temperaturen für eine Wanderung durch das Weingebiet La Geria genutzt. Jede Weinpflanze hat ihren eigenen Trichter, damit sie vor dem Wind geschützt ist und das bisschen Wasser, das in Form von Tau oder Regen kommt, aufgefangen wird. Somit ist die ganze Gegend mit diesen Trichtern aus schwarzer Lava-Asche überzogen. Die Steine drumherum dienen als Windschutz.
Nachmittags waren wir in Puerto del Carmen bummeln. Ganz nett da, mir aber zu rummelig. Wobei das auf den Bildern nicht so rüberkommt, da war gerade Siesta oder so.
Tag 4: Vormittags Regen. Von daher Stadtbummel in Playa Blanca. Nachmittags war es immer noch grau in grau, also sind wir noch ein wenig durch die Gegend gefahren und haben uns von Mirador zu Mirador bewegt. Außerdem haben wir uns das Haus von Manrique angesehen. Klasse. Mitten im Lavafeld. Und er hatte ein Faible für Windspiele.
Tag 5. Wieder sonnig. Heute stand der Timanfaya Nationalpark auf dem Programm. Ein ganz schön seltsames Gefühl, auf einem aktiven Vulkan zu stehen.
Attraktionen: Kamelreiten. Ich mag die Viecher nicht. Öffnungen im Boden, in denen Stroh schnell Feuer fängt. Löcher, in die man Wasser gießt, das in Sekunden in Form von Wasserdampf aus dem Boden schießt. Ein Vulkangrill.
Und der Boden ist heiß. So heiß, dass man hofft, dass die Schuhsohlen nicht schmelzen. So heiß, dass man Steinchen zwar aufhebt, aber sofort wieder fallen lässt. Man darf nicht auf eigene Faust durch die Gegend fahren oder gehen, also haben wir eine Busrundfahrt gemacht. Beeindruckend, aber auch irgendwie bedrückend.
Nachmittags war Strand angesagt.
Tag 6: El Golfo. Eine grüne Lagune, Lava-Felsen, Brandung. Wobei die Brandung bei Los Hervideros auch schon mal spektakulärer ist. Laut Reiseführer.
Da die Sonne doof stand, sind wir abends noch mal hin, und haben dann in einem der netten Restaurants dort sehr lecker gegessen. Mein erster Fisch. Eigentlich mag ich keinen Fisch, aber irgendwie musste das am Meer ja doch mal sein. Was nicht heiß, dass ich jetzt in Deutschland weiterhin Fisch mag. Natürlich mit Sonnenuntergang.
Tag 7: Markt in Playa Blanca. Wir sind hin- und zurückgelaufen. Alles in allem bestimmt
Tag 8: Letzter Tag. Heute erst einmal ein wenig Sightseeing in Arrecife. Da ist nur leider sonntags tote Hose. Und das einzige Hochhaus der Insel mag ein Luxushotel beherbergen, aber ich finde es trotzdem hässlich.
Nachmittags waren wir dann ein letztes Mal am Strand. War schön.
Alles in allem ein sehr erholsamer Urlaub. Schade, dass er schon vorbei ist.