Freitag, 1. August 2008

Der Norden - Kakadu National Park

Darwin

Darwin ist eigentlich relativ unbemerkenswert. Eine nette Stadt im Northern Territory, im Vergleich zu den Städten an der Westküste tobt hier das Leben. Im Vergleich zu Sydney ist eher tote Hose. Wir hatten Darwin aber nur als Ausgangspunkt für unsere dreitägige Tour genommen. Mit wilderness adventures (http://www.wildernessadventures.com.au/) sollte es in den Kakudu National Park gehen.

Kakdu National Park

Tag 1: wir wurden gegen 6.30 abgeholt, haben die letzten Formalitäten geklärt und die Mitreisenden abgeholt. War eine kleine Gruppe, 9 Leute (wir, noch zwei deutsche Mädels, ein Paar aus Irland, drei Australier/innen). Unser „Zuhause“ für die nächsten drei Tage war ein Geländewagen, sehr kuschelig (8 Leute hinten, 2 vorne, Anhänger für Gepäck und Essen).

Der erste Stopp war Corroboree Billabong, wo wir eine ca. 90-minütige Bootsfahrt gemacht habe.

Wow, Krokodile, jede Menge Vögel, jede Menge Gegend, alles relativ unberührt, klasse!

Unterwegs gab es eine weitere Stelle, an der man Krokodile sehen konnte. Den Moment, als das Krokodil die Straße überquert hat, habe ich zwar gesehen, aber nicht fotografieren können.

Danach ging es zu Ubirr Rock, wo man Aboriginal Rock Art (hier mal ein Bild, um eine Vorstellung zu bekommen) besichtigen konnte. Dazu gab es eine Wahnsinnsaussicht vom Ubirr Rock auf die floodplains und Arnhem Land.



Danach noch einen kurzen Abstecher zu Yellow Waters.

Abends war ich dann sehr gespannt auf den „minimal facilities campground“. Es gab Toiletten und Duschen, und wir haben am offenen Feuer gekocht und in Swags geschlafen. Ein Swag wird benutzt, um ohne Zelt draußen zu schlafen. Man hat eine Schaumstoff-Matratze, und die wird von einem Sack aus Segeltuch (Canvas) umgeben, man legt sich also in den Sack auf die Matratze und ist somit gut geschützt. Tagsüber wird das Ding einfach aufgerollt und ist damit gut transportabel. Das Problem war bloß, dass es ziemlich warm war. Im Swag (oder gar noch im Schlafsack) ist man Hitzetode gestorben, ohne wurde man von den mozzies (Moskitos) gefressen. Die waren echt hungrig, die gesamte unter uns vorhandene Palette von insect repellents konnte nicht viel ausrichten. Und selbst wenn die Mozzies dann die mit Autan getränkte Haut nicht mochten, haben sie garantiert eine andere Stelle gefunden, die man nicht erwischt hatte. Im Zweifelsfall dann halt Augenlider oder Lippen (zum Glück nicht bei mir, aber bei einer Mitreisenden). Ich hatte 20 Stiche allein am rechten Oberarm (und nicht nur da), und da hat man lange was von (es juckt zwar heute, 2 Wochen später, nicht mehr, aber die Einstiche sind noch zu sehen). Fotos vom Lager habe ich leider keine, da war ich so hungrig und müde, dass ich das glatt vergessen habe.

Tag 2: Dieser Tag war ein sportlicher Tag, wir sind nämlich zur Spitze des Jim Jim Falls gewandert. Eine 7 km lange Wanderung, und richtig anstrengend, weil es richtig heftig hoch ging und der Weg alles andere als einfach war. Eine ganz schöne Kraxelei. Selbst unser Guide war etwas verschwitzt.

Aber oben wurde man mit einer himmlischen Aussicht belohnt.

Außerdem konnte man im Plunge Pool oben ganz prima schwimmen gehen. Kristallklares Wasser, schön kühl, einfach herrlich.

Unser Guide hatte außerdem Brot und Belag hochgetragen, sodass wir uns stärken konnten. Der Weg runter war ebenso fordernd (ich habe es ja nicht so mit bergab klettern), das hat mich schon an meine Grenzen gebracht. Das war stellenweise dann nicht mehr schön.

Nachmittags gab es dann die Twin Falls, da ist das Baden verboten, zum einen, weil es Krokodile gibt, und zum anderen, weil dort Schildkröten leben, die geschützt werden sollen. Trotzdem super schön da, vor allem die kurze Bootfahrt dahin war atemberaubend. Auf dem letzten Bild ist eine Schildkröte. Ich weiß, dass sie da ist!

Abends haben wir dann Zelte aufgebaut, um uns vor den hungrigen Biestern zu schützen. Hätte auch fast geklappt, wenn meine Freundin nicht aufs Klo gemusst hätte. Sie war nämlich im Halbschlaf und hat das Zelt offen gelassen…

Kleiner Termitenhügel:

Am dritten Tag waren wir in Maguk, zum Natur genießen und schwimmen. Unten gab es Krokodile, oben wieder mal eine Wahnsinnsaussicht und nette Pools. Sehr klasse.


Den Sonnenuntergang konnten wir mit Blick auf die Marrakai Floodplain genießen. Klasse! Abends ging es dann zurück nach Darwin, und wir sind nach einer wohlverdienten Dusche noch ein Bier trinken gegangen.

Sehr empfehlenswert, die Tour. Eigentlich sind mir geführte Touren ja ein wenig suspekt, aber hier war das echt das Beste, was man machen konnte. Rundum sorglos, weil klar ist, wo es schön ist, wie man dahin kommt (unbefestigte Straßen, über die ich mich selbst mit einem 4WD nicht trauen würde), wo man übernachtet, was es zu essen gibt, was eventuell gefährlich sein könnte, weil man überall das Wesentliche erklärt bekommt, immer jemanden dabei hat, den man mit Fragen löchern kann…. Und die Leute, die mit waren, waren echt nett. Glück gehabt.

Donnerstag, 31. Juli 2008

Die Westküste

Cervantes

Von Perth aus sind wir mit dem Bus die Westküste hochgefahren. Unsere erste Station war Cervantes, eigentlich ein völlig unbemerkenswertes kleines Dorf. Es gibt eine Straße, ein Backpacker Hostel (super!), ein Restaurant, einen Ein-Raum-Mini-Supermarkt, einen Bottle Shop und ganz viel Nichts. Und einen, zumindest im Winter, relativ einsamen Sandstrand. Unser erster Sunset am Indischen Ozean:

Was Cervantes bemerkenswert macht, ist die Nähe zum Nambung National Park und den Pinnacles.

Hier wird erklärt, wie sie entstanden sind: http://www.dec.wa.gov.au/hotproperty/property/national-parks/nambung-national-park-pinnacles.html:

The Pinnacles

In the Pinnacles Desert, right in the heart of Nambung National Park, thousands of huge limestone pillars rise out of a stark landscape of yellow sand. In places they reach up to three and a half metres tall. Some are jagged, sharp-edged columns, rising to a point; while others resemble tombstones.

The raw material for the limestone of the pinnacles came from sea shells in an earlier epoch rich in marine life. These shells were broken down into lime-rich sands which were brought ashore by waves and then carried inland by the wind to form high, mobile dunes. Three old systems of sand dunes run parallel to the WA coast, marking ancient shorelines.

The oldest of these, known as the Spearwood dune system, is characterised by yellow or brownish sands. In winter, rain, which is slightly acidic, dissolves small amounts of calcium carbonate as it percolates down through the sand. As the dune dries out during summer, this is precipitated as a cement around grains of sand in the lower levels of the dunes, binding them together and eventually producing a hard limestone rock, known as Tamala Limestone.

At the same time, vegetation that became established on the surface, aided this process. Plant roots stabilised the surface, and encouraged a more acidic layer of soil and humus (containing decayed plant and animal matter) to develop over the remaining quartz sand.

The acidic soil accelerated the leaching process, and a hard layer of calcrete formed over the softer limestone below. Cracks which formed in the calcrete layer were exploited by plant roots. When water seeped down along these channels, the softer limestone beneath was slowly leached away and the channels gradually filled with quartz sand. This subsurface erosion continued until only the most resilient columns remained. The Pinnacles, then, are the eroded remnants of the formerly thick bed of limestone.

As bush fires denuded the higher areas, south-westerly winds carried away the loose quartz sands and left these limestone pillars standing up to three and a half metres high.

Although the formation of the Pinnacles would have taken many thousands of years, they were probably only exposed in quite recent times. Aboriginal artefacts at least 6,000 years old have been found in the Pinnacles Desert despite no recent evidence of Aboriginal occupation. This tends to suggest that the Pinnacles were exposed about 6,000 years ago and then covered up by shifting sands, before being exposed again in the last few hundred years. This process can be seen in action today - with the predominantly southerly winds uncovering pinnacles in the northern part of the Pinnacles Desert but covering those in the south. Over time, the limestone spires will no doubt be covered again by other sand drifts and the cycle repeated, creating weird and wonderful shapes over and over again.

Wir haben eine guided tour durch die Pinnacles gemacht, und Mike, unser Guide, hat uns alles Mögliche dazu erklärt und diverse Anekdoten erzählt. Was klasse. Er kannte auch die Punkte, von denen aus man den Sonnenuntergang am besten sehen und genießen konnte.


Kängurus

Meine ersten Kängurus habe ich ebenfalls auf dieser Tour zu den Pinnacles gesehen. Wir sind ca. 17 Kilometer durch den Nationalpark gefahren, und da hoppelten halt auf der einen Seite Kängurus. Eins war dann doch recht nahe dran, leider ist beim Weghoppeln die Kamera etwas zu spät angesprungen, deshalb habe ich nur noch das Hinterteil drauf. Es gibt sie also doch! Ich finde die niedlich!

Am nächsten Morgen war ein Mädel aus Deutschland hier kurz vorm Verzweifeln, weil sie mit ihrem Leihwagen ein Känguru plattgefahren hatte. Ist dem Kängu nicht bekommen, dem Auto aber auch nicht. Ziemlich verbeult, das Ganze, und sie hatte eine Versicherung mit 1000 Dollar Selbstbeteiligung, das Auto aus Perth, also so richtig ätzend, wir haben erst einmal ein wenig getröstet (wurden hier vom Inhaber der Lodge gebeten, weil sie halt auch Deutsch war und irgendwie in ihrer Not nicht mehr so wirklich gut Englisch konnte). Irgendwie hatte ich die ollen Warnschilder ja nicht so ganz ernst genommen.... Aber sie war ja auf einer kleinen Straße unterwegs. Auf den Hauptverkehrsstraßen passiert das nicht. Dachte ich…

Aber Kängurus sind in Australien wie bei uns Fliegen. Zumindest ist das die Philosophie der Busfahrer bei Greyhound Australia. Für Kühe halten sie an, für Kängurus und anderen Kleinscheiß nicht. Alle Busse haben massive Stoßstangen, einen bedauerlichen Todesfall habe ich ziemlich nahe mitgekriegt. Kängu hoppelt auf Straße, sieht den Bus kommen, der wird langsamer, um dem Vieh die Chance zu geben abzuhauen, aber das dreht nicht etwa um, oder beeilt sich, sondern wartet, bis der Bus da ist. Hüpf, krawumm, roadkill. Suicide by Greyhound, gar nicht schön. Hat mich etwas mitgenommen, aber andererseits ist hier nichts außer Busch und Straße und alle paar hundert Kilometer mal ein Roadhouse, und so einem Bus macht das nix, bremsen wäre viel gefährlicher. Und wir doofen Europäer jubeln, wenn wir so ein Tier sehen und nehmen hin, wenn die eine oder andere Fliege auf der Windschutzscheibe das Zeitliche segnet. Auf der Etappe waren es jedenfalls mindestens zwei tote Beuteltiere. Wie gesagt, mich verfolgt das schon immer noch. Hatte einen Platz in der ersten Reihe und damit eine super Sicht aufs Geschehen. Also Achtung, wenn da vor wildlife gewarnt wird, dann ist es doch relativ wahrscheinlich, dass auch welches auftaucht, zumindest in der Dämmerung und früh morgens. Das Gras am Straßenrand ist offenbar doch das Leckerste.

Die Viecher sind aber niedlich. Und von daher hat jedes Roadhouse seine eigenen, meist Waisen, deren Mutter unter ein Auto gekommen ist. Die werden regelmäßig gefüttert und erfreuen die Touristen.

Greyhound Australia

Eine der preiswerteren Varianten, sich in Australien fortzubewegen, ist Greyhound Australia. Die Überlandbusse fahren die meisten Städte an, sind relativ modern, sauber, zuverlässig, eine gute Wahl, wenn man nichts dagegen hat, stundenlang im Bus zu sitzen. Zur Unterhaltung werden tagsüber Videos gezeigt. Wir haben insgesamt 3300 km mit dem Bus zurückgelegt, von Perth nach Broome, mit Stopps in Cervantes, Monkey Mia und Coral Bay. Die kürzeste Strecke dauerte 5 Stunden, die längste 19. Das Problem ist, dass die Busse, wenn überhaupt, nur einmal täglich fahren und man sich dann danach richten muss. Da eine Linie von Perth nach Darwin durchfährt, kommt es eben dann vor, dass man in diesen Bus dann um 1.40 zusteigt. Es gibt diese eine Hauptstrecke, und alle Nebenstrecken werden von Shuttle-Services bedient. Das Gute: alle Busse warten aufeinander, sodass man nicht seinen Anschluss verpasst, wenn man verspätet ankommt. Die Fahrer sind alle super nett und kümmern sich um die Leute. Wenn einer noch mal aufs Klo muss oder seine Pommes nicht aufgegessen hat, warten sie eben noch ein paar Minuten. Es wird keiner stehengelassen, auch wenn derjenige eigentlich nicht gebucht hat. Auf einer Strecke war es z.B. etwas enger, weil der Fahrer noch jemanden mitgenommen hatte, der für ein befreundetes Paar ein Auto abholen musste; die waren nämlich mit den Flying Doctors ins Krankenhaus nach Perth geflogen worden und hatten ihr Auto und all ihre Sachen noch auf dem Campingplatz. Unkompliziert.

Monkey Mia

Monkey Mia ist berühmt für die Delphine. Der erste Tag da war auch super. Delphine gesehen, am Strand spazieren gegangen, einen Nature Trail gemacht, abends mit einer Flasche Wein am Strand gesessen.

Am zweiten Tag hat es dann leider geregnet. Doof, wenn man schon ausgecheckt ist, den ganzen Tag auf den Bus warten muss und es dauerregnet. Das ist aber klasse da, ca. 13 Delphine kommen dreimal täglich am Strand gucken, was so los ist, kriegen ein paar Fische und trollen sich wieder. Und einer kam dann nachmittags nochmal. Wahnsinn, so nah dran war ich nur mal im Zoo. Hier waren wir auch zum ersten Mal im Indischen Ozean schwimmen. Arg kalt *bibber*.

Bilder im Sonnenschein:

Der Regentag (ungefähr der einzige, übrigens):




Coral Bay

In Coral Bay waren wir wegen der suboptimalen Busverbindung nur einen Tag, und den haben wir ausnutzen wollen und eine Bootstour gebucht, mit Schnorcheln und whale watching und so weiter. Wildlife Adventure. Zuerst einen Wetsuit und Flossen angepasst bekommen, dann mit dem Schiff rausgefahren, zum Schnorcheln mit Mantarays. Mein erstes Mal, sauanstrengend, aber schon irgendwie genial. Dafür hatten wir uns eine Wegwerf-Unterwasserkamera gekauft, die Bilder sind aber noch nicht entwickelt. Danach sind wir dann ein bisschen rausgefahren, whale watching. Zwei Mamas mit Kind gesehen, awesome. Davon gibt es leider keine Bilder, weil ich alle Hände voll damit zu tun hatte, mich festzuhalten, damit ich bei dem doch recht heftigen Seegang nicht über Bord gehe. Danach war dann leider das Boot kaputt, irgendwie hatte es den Auspuff zerlegt und die ganzen Abgase waren erst im Motorraum und dann auf dem Schiff. Passend zur Lunchtime ging es mir gar nicht mehr so gut. Seekrank werde ich eigentlich nicht, aber mir sind diese Abgase absolut nicht bekommen. Wir haben uns dann abschleppen lassen, sind dann später auf ein anderes Boot umgestiegen, aber die zweite Schnorcheltour habe ich mir dann nicht mehr gegeben. Zum Glück hatte sich mein Magen dann aber beruhigt. War insgesamt echt klasse.

Broome

Eigentlich wollten wir hier keine 3 Tage bleiben, aber wie gesagt, die Busverbindungen gaben es nicht anders her. Und Broome ist echt süß. Sehenswürdigkeiten:

Dinosour Footprints, leider nur bei sehr niedriger Ebbe zu sehen, die haben wir um ein paar Tage verpasst. Zur Entschädigung gab es einen Betonguss dieser Fußabdrücke. Außerdem fand ich den Farbkontrast total beeindruckend. Die erste Erfahrung mit einer unbefestigten Straße war hingegen nicht ganz so klasse. Mit dem Rad ist da kein Durchkommen, da hilft nur absteigen und schieben.


Cable Beach: ein traumhaft schöner, langer Sandstrand, und im Winter auch sicher, weil es da in der Regel keine Stinger gibt (eine Quallenart, sehr giftig, deshalb ist von Oktober bis Mai das Schwimmen verboten).


Einen Sonnenuntergang konnten wir uns natürlich auch hier nicht entgehen lassen.

Mittwoch, 30. Juli 2008

The Blue Mountains

Die erste Tagestour ging in die Blue Mountains. Die heißen so, weil die dort heimischen Eukalyptusbäume irgendwie Dunst absondern, der dazu führt, dass die Berge von Weitem irgendwie blau aussehen. Hauptattraktion dort: the three sisters.

Und das ist ihre Geschichte:

The Aboriginal dream-time legend has it that three sisters, 'Meehni', 'Wimlah' and Gunnedoo' lived in the Jamison Valley as members of the Katoomba tribe.

These beautiful young ladies had fallen in love with three brothers from the Nepean tribe, yet tribal law forbade them to marry.

The brothers were not happy to accept this law and so decided to use force to capture the three sisters causing a major tribal battle.

As the lives of the three sisters were seriously in danger, a witchdoctor from the Katoomba tribe took it upon himself to turn the three sisters into stone to protect them from any harm. While he had intended to reverse the spell when the battle was over, the witchdoctor himself was killed. As only he could reverse the spell to return the ladies to their former beauty, the sisters remain in their magnificent rock formation as a reminder of this battle for generations to come.

Phänomenale Aussicht.

Dort konnte man auch unten im Tal die Stätte eines ehemaligen Bergwerks besichtigen. Der Weg dort war ebenfalls sehenswert, man hatte fast den Eindruck im Dschungel zu sein.

Auf dem Weg zu den Jenolan Caves hatte ich dann endlich mein erstes Känguru-Straßenschild. Kängurus hatte ich allerdings bis dahin keine gesehen, und hatte dem Schild etwa die Bedeutung beigemessen, wie es bei uns die Kuh-Schilder haben: möglich, dass man einem begegnet, aber sehr unwahrscheinlich. Dazu später mehr…

Die Höhle war auch sehr beeindruckend, aber die Fotos sind alle nicht so richtig gut geworden, muss noch üben, mit den verschiedenen Einstellungen zu experimentieren und auch ohne Blitz Brauchbares hinzukriegen.



Sydney und Perth

Sydney und Perth sind geprägt von der Kombination aus alt und neu. Beide liegen am Wasser, beide haben eine Skyline, beide haben eine Shopping-Meile mit den üblichen Geschäften. Ich hatte aber den Eindruck, dass Sydney eine echte Weltstadt ist, während Perth nur so tut, aber es nicht ganz schafft. Mir hat diese Mischung aus Stadt, Landschaft, very British und gleichzeitig wieder Australisch-lässig total gut gefallen.

In Sydney darf natürlich ein Bild des Opera Houses und der Harbour Bridge nicht fehlen, und es gibt sogar einen Ort, von dem aus man beides auf ein Bild bekommt.


Skyline:



Wasser:

Außerdem ist Bondi Beach berühmt für die Wellen und die coolen Surfer. Jetzt, im Winter, war nicht allzu viel los, aber schön war es da trotzdem.

In Perth findet man immer wieder schöne, liebevoll restaurierte alte Gebäude, aber auch Wolkenkratzer und hässliche Ecken. Im Lonely Planet wird ein Walk beschrieben, auf dem man all diese Eindrücke mitnehmen kann.



Witzig am Rande: die fieberhaften Vorbereitungen in Sydney auf den World Youth Day. Zum Glück waren wir da weg, bevor es so richtig losging. Die jugendlichen Christen sind uns allerdings auf unserer Reise noch zur Genüge begegnet. Special, sage ich nur.

Australien

Ich fange dann mal an und versuche meine Erlebnisse irgendwie sortiert aufzuschreiben. Die Städte sind im Vergleich eher langweilig, Sydney und Perth sind im Grunde wie jede andere Stadt auch, aber beide haben ihren Charme und ihre Sehenswürdigkeiten. Die Westküste ist einsam, aber es gibt dennoch viel zu gucken, vor allem wildlife (Kängurus, Wale, Rochen, Fische) und Natur (die Pinnacles, den indischen Ozean, das Ningaloo Reef). Der Norden ist eher tropisch, zum Glück war dry season, und da gibt es andere Tiere (Krokodile, Schildkröten, jede Menge Vögel, aber leider auch jede Menge Mozzies) und andere Landschaft (Felsen, Wasserfälle, aber auch Billabongs und Floodplains), außerdem ist es da dann richtig heiß. In der Mitte war es eher frisch, aber da gab es auch Kängurus und natürlich Uluru, Kata Tjuta und King's Canyon. Absolut sehenswert. Wir haben fast alle Arten der Fortbewegung mitgenommen (Flugzeug, Greyhound Bus, Fahrrad, 4WD auf geführten Touren), ganz unterschiedlich die Nächte verbracht (dormitory im Hostel, Zweibettzimmer in verschiedenen Ausführungen, im Swag am Lagerfeuer oder bei Imkes ehemaliger Gastfamilie, im Bus, im Flugzeug, ganz unterschiedlich gegessen (fein im Restaurant, selbst gekocht in der Gemeinschaftsküche, vom Guide gekocht am Lagerfeuer oder rundum versorgt von der Gastmutter). Auch was das Wetter angeht, war alles dabei: kalt und sonnig in Sydney und Perth, Regen an der Westküste (zum Glück nur ein Tag), heiß und eher feucht im Norden, extrem trocken und nachts kalt und tagsüber warm in und um Alice Spings. So gesehen hätten wir eigentlich doppelt so viele Klamotten einpacken müssen, ich habe stellenweise meine Winterjacke oder auf der anderen Seite mehr Tops schon vermisst. Die Zeit ist echt wie im Flug vergangen und ich hätte locker noch länger bleiben können.
Das war erst einmal eine Art Gliederung, der Rest (mit ein paar Bildern) kommt dann so nach und nach.