Kleiner Urlaubsbericht.
Wir sind sonntags ab Düsseldorf geflogen. Hat sich alles in allem ganz schön hingezogen. 5.45 von hier zum Flughafen mit dem Auto. Shuttle vom Parkplatz zum Airport, dann Flug nach München. Von da aus Flug nach Miami. Da gegen 16.00 Ortszeit gelandet. Dann Miamover (sowas wie Skytrain in Düsseldorf) zum Autoverleih. Da Ausnahmezustand, wir haben zwei Stunden auf ein zuvor reserviertes und bezahltes Auto gewartet. Von da aus zum ersten Hotel in Hollywood, ca. 40 Minuten. Ankunft 21.00. Reisezeit insgesamt also 21 Stunden, wenn ich mich nicht irgendwo verrechnet habe. Wir haben den Abend dann mit einer Pizza und einem Pitcher Bier ausklingen lassen.
Am nächsten Morgen war ich kurz
vor 7.00 wach und habe mich erst einmal auf die Suche nach einem Kaffee
gemacht. Gar nicht so einfach, aber erfolgreich. Dann kurz das Nötigste
einkaufen. Wir sind dann einige Kilometer gelaufen, immer auf der Suche nach
neuen Caches. Eigentlich wollten wir nachmittags an den Strand, aber da war wegen
der Wellen rote Fahne, und lila (dangerous marine life).
Abends sind wir im Le
Tub essen gegangen. Bester Burger, richtig gut, und ein leckerer Cocktail.
Dienstag war ich richtig früh
wach, ab 5.00 ging nichts mehr. Ich habe dann irgendwann aufgegeben und bin
laufen gegangen, den Sonnenaufgang begrüßen. War schön, aber ich bin nicht
wirklich leistungsfähig, wenn ich nicht gefrühstückt habe.
Wir sind dann auch
relativ früh Richtung Clearwater Beach aufgebrochen, das auf der anderen Seite
an der Golfküste liegt. Die Fahrt dauert knapp 6 Stunden, und wir haben länger
gebraucht, weil wir noch einen Abstecher zu Academy gemacht haben, das ist eine
Art Sportgeschäft. Stefan brauchte Schuhe, und ich kurze Hosen, und wir sind
beide fündig geworden. Clearwater Beach ist super schön, und es war total
schade, dass wir da nur eine Nacht hatten. Den Abend und den halben nächsten
Tag haben wir aber voll ausgenutzt. Herrlicher Sandstrand, richtig genial.
Endlich schwimmen.
Unser nächstes Ziel, Lido Key, war
aber auch super, und der Strand fast noch schöner. Dort hatten wir zwei Nächte.
Wir sind ganz viel spazieren gegangen und haben uns nachmittags dann am Strand einen
Sonnenschirm gemietet. Herrlich.
Freitag sind wir dann Richtung
Sanibel weitergefahren. Eigentlich wollten wir uns Siesta Key („The #1 beach in
the U.S.A.“) anschauen, haben es aber nicht geschafft dort einen legalen
Parkplatz zu finden. Dann halt nicht – oder nächstes Mal dort eine Unterkunft
buchen. Sanibel ist auch total sehenswert, es gibt auch dort einen schönen
Strand und Kilometer über Kilometer gut ausgebaute Radwege, die wir auch
ausgiebig getestet haben. Leider habe ich da auch die ersten Moskito-Stiche
dieses Urlaubs abbekommen, von der ganz üblen Sorte. Mistviecher!
Sonntag ging es dann nach Key
West, leider auch wieder eine lange Fahrt. Kleines Highlight unterwegs: auf dem
Tamiami-Train (das ist der Highway durch die Everglades) haben wir an einem
Visitor Center eine kurze Pause gemacht und jede Menge Alligatoren gesehen.
Auf Key West hatten wir drei
Nächte, aber da war irgendwie das Wetter total blöd. Nach der ersten Nacht bin
ich vom Prasseln des Regens geweckt worden. Da es irgendwann aufklarte, haben
wir auch eine kleine Radtour zum Strand gemacht. Dort war es zunächst auch sehr
schön. Aber windig. Haben einer Hochzeit zugeschaut. Wenn ich nicht schon
verheiratet wäre, würde ich das genau so haben wollen. Herrliche Kulisse.
Irgendwann dann sehr sehr schwarze Wolken. Wir haben es gerade noch so
geschafft unsere Sachen zusammenzupacken und uns unterzustellen.
Halbe Stunde gewartet, dann weitergeradelt. Wir hatten nämlich einen Schnorcheltrip gebucht und wollten absagen. Leider keiner da, und ich wollte von meinem Handy aus nicht anrufen. Nächster Schauer. Sprint zum Starbucks auf der anderen Seite. Klatschnass geworden. Dort gewartet, bis der Regen aufhört. Ich war noch nie so lange bei Starbucks. Aber wir hatten zum Glück was zu lesen mit. Zurück zum Boot. Schnorcheln auf den nächsten Morgen verschoben. Zum Hotel geradelt. Abends war es dann trocken, zumindest die meiste Zeit, sodass wir noch in Ruhe etwas bummeln gehen konnten. Und essen, und Cocktails trinken.
Am nächsten Morgen sind wir dann früh aufgestanden, weil wir ja um 8.00 schnorcheln wollten. Tiefschwarze Wolken, Donner und Blitz. Also endgültig abgesagt. Und dann gewartet, dass es aufhört. Gegen Mittag hat es glatt aufgehört zu regnen, zumindest so lange, dass wir trocken zum Museum gekommen sind. Now I've been cultured at Custom House. Es hatten gerade zwei große Kreuzfahrtschiffe angelegt und ihre Ladung in die Stadt entlassen. Auf so einen Kahn müssen Tausend Menschen passen. Es wurde deutlich leerer auf den Straßen, als die wieder weg waren.
Wir sind noch an den Strand geradelt. Als wir wieder gehen wollten, um noch ein paar Caches zu finden, ging das nicht, weil irgendein Depp Stefans Fahrrad abgeschlossen hatte. Das eigene stand so da rum. Wir haben alle möglichen Leute angesprochen, ob sie mit dem Rad da sind und keinen gefunden. Dann einen Park Ranger um Hilfe gebeten. Der hat den Fahrradverleih angerufen, die haben die entsprechenden Leute nicht erreicht und sind rausgekommen und haben das Schloss geknackt und das Rad mitgenommen. Wird für den Deppen dann ein ziemlicher Schock gewesen sein. Hat uns 90 Minuten gekostet. Total klasse, wie hilfsbereit die Leute alle sind.
Abends waren wir nochmal lecker essen.
Der Weg nach Hollywood am nächsten Tag hat sich ziemlich gezogen. Erst Overseas Highway, das ist immer schön. Und dann noch eine gefühlte Ewigkeit an Miami vorbei. Wir sind dann noch an den Strand gegangen, aber schwimmen war immer noch verboten. Sah trotzdem schön aus.
Abends waren wir dann endlich mal im Kino. Gifted. War echt klasse.
Donnerstag dann morgens paddeln, war cool, aber richtig anstrengend. Mittags noch eine Runde Bummeln am Broadwalk und ab zum Flughafen. Und dann Flug nach MUC, von da aus nach DUS. Alles in allem wieder einige Stunden unterwegs.
Fazit: super Urlaub. Ich bin gar
nicht froh wieder zu Hause zu sein.










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