Samstag, 4. April 2009
Zeit Abschied zu nehmen?
Irgendwie sind Frauen ja sentimental. Anders als Männer ist ihnen beim Auto nicht unbedingt die Technik wichtig, sondern das Gefühl. Also bei mir ist das zumindest so. Und bei meinem Auto war es Liebe auf den ersten Blick. Mittlerweile sind 8 Jahre vergangen, wir haben über 150 000 Kilometer zusammen zurückgelegt und ich habe mein Auto quasi runderneuert, zumindest fühlt sich das so an, wenn ich überlege, wie viele Macken und Mucken und ernste "Krankheiten" ich bisher behandeln ließ. Ganz "gesund" ist der arme Kleine immer noch nicht, der Motor müsste mal auseinandergenomen und gesäubert werden, mir macht das Radlager vorne links Sorgen und die Kupplung fühlt sich auch komisch an... So langsam, auch angesichts der verlockenden Abwrackprämie, merke ich, wie mein Blick immer wieder auf nette neue Autos fällt und ich ins Grübeln gerate. Zeit Abschied zu nehmen? Zeit für einen Neuanfang? Wobei ich eigentlich den endgültigen Abschied noch herauszögern könnte, denn mein Auto ist eh noch nicht alt genug und eigentlich hoffentlich noch mehr wert als 2500 Euro. Meine Mutter hat ein 15 Jahre altes Auto, das sie schon seit einiger Zeit verschrotten will und so hat sie mir das verlockende Angebot gemacht, den Neuwagenkauf für mich zu übernehmen und mir die Prämie zu schenken. Langer Rede kurzer Sinn: ich fahre gleich mal Autos gucken. Mal sehen, ob ich mich neu verlieben kann.
Donnerstag, 2. April 2009
Der Weg der Besserung
So langsam kommen die Lebensgeister wieder. 2009 ist, was gesund sein angeht, mal wieder der Wurm drin. Ich habe jetzt aber quasi Ferien (bin krankgeschrieben und kommenden Montag geht der Flieger in den Urlaub) und hoffe, dass die deutsche Frühlingssonne (die bis dahin sicher scheinen wird) und die nette Luft am Mittelmeer dann ein und für allemal Ruhe reinbringen werden.
Und nach den Ferien geht es in der Schule richtig rund, aber damit werde ich mich auseinandersetzen, wenn es soweit ist. Ich hoffe, dass unser neues Arbeitszeitmodell bald genehmigt wird, das dürfte mir nämlich ein wenig Entlastung verschaffen.
Und nach den Ferien geht es in der Schule richtig rund, aber damit werde ich mich auseinandersetzen, wenn es soweit ist. Ich hoffe, dass unser neues Arbeitszeitmodell bald genehmigt wird, das dürfte mir nämlich ein wenig Entlastung verschaffen.
Donnerstag, 19. März 2009
Frühling
Die Sonne scheint, es ist nicht mehr kalt. Die Vögel zwitschern, was das Zeug hält, und die Narzissen blühen schon fast. Endlich ist der lange Winter vorbei.
Und da ich offenbar auf Sonnenernergie laufe, hatte ich mal wieder Lust zum Laufen. In den letzten Tagen hatte ich mich mit langen Spaziergängen darauf vorbereitet und heute ging es dann wirklich los. Wie immer nach einer langen Pause war es relativ mühsam aber die Sonne tat gut, die Luft tat gut und überhaupt habe ich einiges an Frust und Stress auf der Strecke gelassen.
Und da ich offenbar auf Sonnenernergie laufe, hatte ich mal wieder Lust zum Laufen. In den letzten Tagen hatte ich mich mit langen Spaziergängen darauf vorbereitet und heute ging es dann wirklich los. Wie immer nach einer langen Pause war es relativ mühsam aber die Sonne tat gut, die Luft tat gut und überhaupt habe ich einiges an Frust und Stress auf der Strecke gelassen.
Samstag, 14. März 2009
Angespannt
Ich bin angespannt. Im wahrsten Sinne des Wortes, ich hoffe ein paar Massagen können das wieder lockern, zumindest lindern.
Schule ist gerade nicht einfach. Auf der einen Seite sind alle geschockt über den Amoklauf am Mittwoch, fragen sich, wie so etwas passieren kann, was jemanden dazu bringen kann, so zu handeln. Auf der anderen Seite ist Gewalt so alltäglich, so normal, dass ich kaum damit umgehen kann. Wie hilflos muss ein Schüler sein, wenn er aus lauter Wut einfach nur noch zuschlagen kann? Was leben ihm die Eltern vor? Was ich diese Woche erlebt habe war einfach nur furchtbar, und gleichzeitig aber vermutlich alltäglich für viele Kinder in Deutschland.
Bin ferienreif.
Schule ist gerade nicht einfach. Auf der einen Seite sind alle geschockt über den Amoklauf am Mittwoch, fragen sich, wie so etwas passieren kann, was jemanden dazu bringen kann, so zu handeln. Auf der anderen Seite ist Gewalt so alltäglich, so normal, dass ich kaum damit umgehen kann. Wie hilflos muss ein Schüler sein, wenn er aus lauter Wut einfach nur noch zuschlagen kann? Was leben ihm die Eltern vor? Was ich diese Woche erlebt habe war einfach nur furchtbar, und gleichzeitig aber vermutlich alltäglich für viele Kinder in Deutschland.
Bin ferienreif.
Dienstag, 24. Februar 2009
Läuft nicht
Irgendwie will das nichts werden mit mir und dem Laufen dieses Jahr. Das hatte ich schonmal, muss so drei Jahre her sein. Dieser blöde Infekt ist dermaßen hartnäckig, das glaubt man nicht. Und immer, wenn ich meine, es ist soweit OK und langsam wieder anfange Sport zu machen, ist die Nase wieder zu oder läuft und alles geht von vorne los. Also laufe ich nicht. Spazierengehen und ein bisschen Krafttraining ist ungefährlich, Tischtennis auch. Muss erst einmal reichen an Bewegung. Aber ich würd' schon gerne wieder meine Runden im Wald drehen.
Ob ich ab sofort nur noch mit Mund- und Nasenschutz arbeiten gehe? Sämtliche schniefenden Schüler und Kollegen schon an der Tür abgefangen und nach Hause geschickt werden sollten?
Oder wird einfach alles von selbst wieder gut, wenn endlich mal die Sonne scheint und der Dauernieselregen aufhört? Sonnenbank?
Ob ich ab sofort nur noch mit Mund- und Nasenschutz arbeiten gehe? Sämtliche schniefenden Schüler und Kollegen schon an der Tür abgefangen und nach Hause geschickt werden sollten?
Oder wird einfach alles von selbst wieder gut, wenn endlich mal die Sonne scheint und der Dauernieselregen aufhört? Sonnenbank?
Samstag, 7. Februar 2009
Und wieder ein Anfang
Nach fast vier Wochen Pause (krankheitsbedingt) war ich heute mal wieder laufen. Es geht noch, wenn auch langsam. Ich bin eine kleine Runde durch den Wald gelaufen. Es war matschig, es nieselte, aber dafür waren nicht viele Leute unterwegs. Auf dem Weiher schwimmen immer noch die letzten Eisreste, aber meiner Lunge tut es gut, dass die Luft nicht mehr so eiskalt ist.
Ein Anfang ist gemacht, und ab jetzt wird alles gut. Es wird von Tag zu Tag ein kleines bisschen später dunkel, mit jedem Tag kommt der Frühling näher und darauf freue ich mich. Außerdem habe ich einen Englischkurs abgegeben, sodass ich hoffe, dass ich etwas weniger Stress haben werde.
Ein Anfang ist gemacht, und ab jetzt wird alles gut. Es wird von Tag zu Tag ein kleines bisschen später dunkel, mit jedem Tag kommt der Frühling näher und darauf freue ich mich. Außerdem habe ich einen Englischkurs abgegeben, sodass ich hoffe, dass ich etwas weniger Stress haben werde.
Freitag, 23. Januar 2009
Freitagabend beim Einkaufen
Abenteuer einkaufen. Wir hatten beide nicht die rechte Lust, aber angesichts des Echos im Kühlschrank wegen der gähnenden Leere haben wir uns dann doch aufgerafft. Es war gegen 20.00, der Laden rühmt sich damit, bis 22.00 geöffnet zu sein. Die Parkplatzsituation war relativ entspannt, aber irgendwie waren die Leute im Laden alle total verpeilt, sodass das Einkaufen total nervig war. Das fing schon damit an, dass die Frau in Blümchenkleid mit dazu total unpassender Sportjacke und Jeans ihren Einkaufswagen hinter sich herzog, statt ihn zu schieben und damit in der Schiebetür hängen blieb. Damit war dann der Eingang total blockiert. Dass sie an einer rohen Spargelstange zu knabbern schien war sicher eine optische Täuschung. Die Obst- und Gemüseabteilung war leergefegt. Zumindest in den Bereichen, die ich gerne gekauft hätte. So bin ich also ohne Champignons, Zucchini und Bananen weiter gezogen. In den Gängen standen palettenweise Chips, aber es war keine Milch mehr da. Nach längerem Kramen habe ich dann noch zwei Tetrapacks hinter der Sojamilch entdeckt, damit war dann der totale Ausverkauf eingeleitet. Zwischendrin immer wieder Leute, die völlig planlos durch die Gegend liefen, plötzlich stehen blieben, einem vor den Wagen liefen, ihren Wagen genau so vor dem Regal parkten, dass man wirklich nicht mehr rankam und ähnliche Schoten. Ist auch nicht so lecker, wenn die Herren im Trainingsanzug ihrer Kleidung entsprechend müffeln. Die Krönung war dann die gelangweilte Kaugummi kauende Verkäuferin, die im Schneckentempo die Sachen übers Band zog und sich nett mit ihrer Kollegin unterhielt. Es ging um eine verlorene Handtasche, ist ja auch wichtig. Das pinke Shirt unter der roten Dienstweste trug auch nicht gerade zu meiner Freude bei. Wenn das mein erster Einkauf in dem laden gewesen wäre, wäre es sicherlich auch mein letzter. Memo an mich selbst: die denkbar ungünstigste Zeit einkaufen zu gehen ist freitags gegen 20.00. Da ist es ja selbst am Tag vor Weihnachten entspannter. Ich frage mich jetzt nur noch, ob sie heute Nacht auffüllen oder ob die Kunden morgen früh vor ebenso leeren Regalen stehen...
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