Montag, 13. April 2009

Die Insel der Aphrodite

Osterferien. Reisezeit. Der lang ersehnte Urlaub.
Der Anreisetag war etwas anstrengend, weil wir um kurz nach 3.00 losmussten. Aber der erste Blick aufs Meer hat mich quasi sofort wieder aufgeweckt. Leider war es relativ windig und relativ kalt.


Was schön war: alles war grün, alles blühte. Und so sind wir stellenweise durch eine wahre Blumenwiese am Meer entlang gewandert.

Sonne und Wolken wechselten sich ab. Und abends waren wir sehr früh im Bett.

Am nächsten Tag sind wir nach Paphos gewandert (eine Strecke ca. 11km) und haben uns dort den Hafen und einige römische Mosaike angesehen.

Hier einfach mal ein Ausschnitt. Irre, welche Motive man mit so ein paar bunten Steinchen legen kann. Und irre, wie gut vieles davon erhalten ist.

Und immer wieder haben mich bunte Blumen von den Altertümern abgelenkt.

Die Wolken wirkten immer mal wieder bedrohlich, aber es hat zum Glück an dem Tag nicht geregnet.

Leider wurden wir am nächsten Morgen vom Prasseln des Regens geweckt.

Irgendwann hörte es auf und wir haben uns rausgewagt. Die Schnecken fanden die nasse Straße offenbar ganz klasse. Wir sind ins nächste Dorf (Coral Bay) gelaufen. Die Strecke war eher doof, weil der Pfad am Meer entlang total unter Wasser stand und der Weg an der Straße entlang für meine Verhältnisse zu nah an den nicht gerade langsam fahrenden Autos vorbeiging. Das Wetter war auch doof, es zog sich wieder ganz schön zu und wir haben es gerade noch in ein nettes Cafe geschafft, bevor der nächste Guss kam. Wenn es regnet, dann richtig.


Am Strand hatten sich gerade einige Familien Sonnenliegen gemietet, als sich der nächste Schauer ankündigte. Für die Zeit konnten wir uns zum Glück ebenfalls wieder unterstellen.

Ab dem Nachmittag war der Spuk vorbei, die Wolken verschwanden und es wurde richtig warm. Wir haben den Tag ganz gemütlich am Strand ausklingen lassen.

Am nächsten Tag wollten wir zum Bad der Aphrodite. Erste Station war die Busstation in Paphos, völlig unfotogen. Aber das Auto fand ich witzig:


In Polis hatten wir eine Stunde Aufenthalt, die wir für ein Foto der Schwalbennester und einen Kaffee genutzt haben.

Das Bad der Aphrodite an sich fand ich eher unspektakulär.



Aber die Landschaft drumherum war umso schöner. Ich liebe diese Farben, dieses Blau. Hach *seufz*. Konnte mich gar nicht sattsehen, finde aber, dass es auf den Fotos nur halb so schön wirkt wie in echt.




Wir sind zweieinhalb Stunden spazierengegangen und haben dann den Bus zurück nach Paphos genommen. Eine halbe Weltreise, irgendwie. Ein Mietwagen wäre natürlich einfacher gewesen, aber auf Zypern ist Linksverkehr und das schreckt ab. Ich schaffe es meistens, in die richtige Richtung zu schauen, wenn ich die Straße überquere, und Rad fahren geht auch (da kann man zur Not an der Kreuzung absteigen, wenn man gerade nicht peilt, wo es langgeht), aber Auto fahren traue ich mir nicht zu. Ein Ding ist, dass eben alle auf der "falschen" Seite fahren, das andere Ding ist, dass die Autos auch falschrum sind. Beifahrerautos eben. Mit links schalten. Abschätzen, wie breit das Auto jeweils ist, auch wenn man auf der falschen Seite sitzt. Und dann auch noch auf den Verkehr achten. Stress. Und Stress wollten wir im Urlaub nicht. Also haben wir und ganz dekadent am nächsten Tag zu viert ein Taxi geteilt und zu den wesentlichen Sehenswürdigkeiten fahren lassen.
Station eins: der Tempel der Aphrodite mit einem Mosaik von Leda.

Danach der Geburtstort der Aphrodite (die nicht umsonst die Schaumgeborene heißt):


Der Tempel von Apollo Hylates:


Mosaike und Ruinen in Kourion. Wirkt fast dreidimensional.


Die Aussicht ist klasse.

Kollossi Castle.


Nach all der Kultur haben wir nachmittags am Strand entspannt und ich habe mich sogar ins Meer gewagt. War schön kalt. Lange habe ich es nicht ausgehalten. Beweisphoto.

Und wir hatten sogar doch ein Zimmer mit Meerblick ;) Wenn man ganz genau hinsieht, kann man zwischen den Häusern das Meer sehen - und ein Schiff, das vor einigen Jahren dort auf Grund gelaufen ist und seitdem da rum"steht".


Sonntag sind wir zum Stausee gewandert. Das war eine schöne Wanderung an einem kleinen Fluss entlang.

Die Ablaufrinne.

Was das sein soll, ist mir nicht klar. Mini-Kirche?

Abends ist es uns dann endlich mal gelungen, den richtigen Moment für einen kitschigen Sonnenuntergang abzupassen.


Und heute ging es leider schon wieder nach Hause. Ein letzter Blick zurück:


War ein schöner Urlaub, war alles in allem sehr erholsam. Zypern im Frühjahr ist einfach wunderschön, weil alles grün ist. Es ist warm, aber nicht zu heiß und vor allem nicht überlaufen.

Samstag, 4. April 2009

Zeit Abschied zu nehmen?

Irgendwie sind Frauen ja sentimental. Anders als Männer ist ihnen beim Auto nicht unbedingt die Technik wichtig, sondern das Gefühl. Also bei mir ist das zumindest so. Und bei meinem Auto war es Liebe auf den ersten Blick. Mittlerweile sind 8 Jahre vergangen, wir haben über 150 000 Kilometer zusammen zurückgelegt und ich habe mein Auto quasi runderneuert, zumindest fühlt sich das so an, wenn ich überlege, wie viele Macken und Mucken und ernste "Krankheiten" ich bisher behandeln ließ. Ganz "gesund" ist der arme Kleine immer noch nicht, der Motor müsste mal auseinandergenomen und gesäubert werden, mir macht das Radlager vorne links Sorgen und die Kupplung fühlt sich auch komisch an... So langsam, auch angesichts der verlockenden Abwrackprämie, merke ich, wie mein Blick immer wieder auf nette neue Autos fällt und ich ins Grübeln gerate. Zeit Abschied zu nehmen? Zeit für einen Neuanfang? Wobei ich eigentlich den endgültigen Abschied noch herauszögern könnte, denn mein Auto ist eh noch nicht alt genug und eigentlich hoffentlich noch mehr wert als 2500 Euro. Meine Mutter hat ein 15 Jahre altes Auto, das sie schon seit einiger Zeit verschrotten will und so hat sie mir das verlockende Angebot gemacht, den Neuwagenkauf für mich zu übernehmen und mir die Prämie zu schenken. Langer Rede kurzer Sinn: ich fahre gleich mal Autos gucken. Mal sehen, ob ich mich neu verlieben kann.

Donnerstag, 2. April 2009

Der Weg der Besserung

So langsam kommen die Lebensgeister wieder. 2009 ist, was gesund sein angeht, mal wieder der Wurm drin. Ich habe jetzt aber quasi Ferien (bin krankgeschrieben und kommenden Montag geht der Flieger in den Urlaub) und hoffe, dass die deutsche Frühlingssonne (die bis dahin sicher scheinen wird) und die nette Luft am Mittelmeer dann ein und für allemal Ruhe reinbringen werden.
Und nach den Ferien geht es in der Schule richtig rund, aber damit werde ich mich auseinandersetzen, wenn es soweit ist. Ich hoffe, dass unser neues Arbeitszeitmodell bald genehmigt wird, das dürfte mir nämlich ein wenig Entlastung verschaffen.

Donnerstag, 19. März 2009

Frühling

Die Sonne scheint, es ist nicht mehr kalt. Die Vögel zwitschern, was das Zeug hält, und die Narzissen blühen schon fast. Endlich ist der lange Winter vorbei.
Und da ich offenbar auf Sonnenernergie laufe, hatte ich mal wieder Lust zum Laufen. In den letzten Tagen hatte ich mich mit langen Spaziergängen darauf vorbereitet und heute ging es dann wirklich los. Wie immer nach einer langen Pause war es relativ mühsam aber die Sonne tat gut, die Luft tat gut und überhaupt habe ich einiges an Frust und Stress auf der Strecke gelassen.

Samstag, 14. März 2009

Angespannt

Ich bin angespannt. Im wahrsten Sinne des Wortes, ich hoffe ein paar Massagen können das wieder lockern, zumindest lindern.
Schule ist gerade nicht einfach. Auf der einen Seite sind alle geschockt über den Amoklauf am Mittwoch, fragen sich, wie so etwas passieren kann, was jemanden dazu bringen kann, so zu handeln. Auf der anderen Seite ist Gewalt so alltäglich, so normal, dass ich kaum damit umgehen kann. Wie hilflos muss ein Schüler sein, wenn er aus lauter Wut einfach nur noch zuschlagen kann? Was leben ihm die Eltern vor? Was ich diese Woche erlebt habe war einfach nur furchtbar, und gleichzeitig aber vermutlich alltäglich für viele Kinder in Deutschland.
Bin ferienreif.

Dienstag, 24. Februar 2009

Läuft nicht

Irgendwie will das nichts werden mit mir und dem Laufen dieses Jahr. Das hatte ich schonmal, muss so drei Jahre her sein. Dieser blöde Infekt ist dermaßen hartnäckig, das glaubt man nicht. Und immer, wenn ich meine, es ist soweit OK und langsam wieder anfange Sport zu machen, ist die Nase wieder zu oder läuft und alles geht von vorne los. Also laufe ich nicht. Spazierengehen und ein bisschen Krafttraining ist ungefährlich, Tischtennis auch. Muss erst einmal reichen an Bewegung. Aber ich würd' schon gerne wieder meine Runden im Wald drehen.
Ob ich ab sofort nur noch mit Mund- und Nasenschutz arbeiten gehe? Sämtliche schniefenden Schüler und Kollegen schon an der Tür abgefangen und nach Hause geschickt werden sollten?
Oder wird einfach alles von selbst wieder gut, wenn endlich mal die Sonne scheint und der Dauernieselregen aufhört? Sonnenbank?

Samstag, 7. Februar 2009

Und wieder ein Anfang

Nach fast vier Wochen Pause (krankheitsbedingt) war ich heute mal wieder laufen. Es geht noch, wenn auch langsam. Ich bin eine kleine Runde durch den Wald gelaufen. Es war matschig, es nieselte, aber dafür waren nicht viele Leute unterwegs. Auf dem Weiher schwimmen immer noch die letzten Eisreste, aber meiner Lunge tut es gut, dass die Luft nicht mehr so eiskalt ist.
Ein Anfang ist gemacht, und ab jetzt wird alles gut. Es wird von Tag zu Tag ein kleines bisschen später dunkel, mit jedem Tag kommt der Frühling näher und darauf freue ich mich. Außerdem habe ich einen Englischkurs abgegeben, sodass ich hoffe, dass ich etwas weniger Stress haben werde.